Im digitalen Wörterbuch steht unter So•li•da•ri•tät: Substantiv, feminin, die.
Feminin also. Es gibt so viele Worte, die ihrem grammatischen Geschlecht so schwerlich in der Übertragung auf Verhaltensweisen oder Zuschreibungen nachkommen (können), wie zum Beispiel die Wut, die Macht, die Sexualität, die Stärke, die Vorherrschaft, die Beförderung, die Bevorzugung, die Politik, die Bundestagsabgeordnetenparitätsregelung, die Sichtbarkeit. Alles wichtige steht im Femininum geschrieben, selbst die Männlichkeit, wird aber im Diversität und Emotionalität ausschließenden Maskulinum belebt, was man dann getrost toxisch männlich nennen darf. Das ist so ver•rückt, wie ein Stuhl mit 2 Metern Entfernung vom Tisch. Wie lässt sich die Welt retten, wenn die Solidarität unter Frauen holotisch, oder wenigstens weit verbreitet, nur ein Lippenbekenntnis bleibt?
