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Ich bin einer von den Guten

Was für eine Woche, was für politische Aussichten. Mit feministischem Schreibwerkzeug könnte man sich an den Polittalks und problematischen Äußerungen führender Politiker:innen aus allein dieser Woche, in einem Text für ein ganzes Buch abarbeiten. Aber das ist ja der Populisten Ziel: Ablenkung durch Empörung. Stattdessen reiche ich lieber eine Nähkästchen-Erzählung, die so leicht ist, wie ein durchsichtiges Negligé im Bundestag, mit Edding getaggter Aufschrift, getragen von schMERZ und nehme darin aktuellen Bezug, soweit das Auge reicht.

Illustration: Falko Walter

Als ich vor ein paar Jahren einiges an Online-Dating testete, habe ich einen Mann kennengelernt, der mich in Sachen Dominanz, Unterwerfung und BDSM herausgefordert hat. Nicht weil die eine oder andere Rolle für mich schwer einzunehmen war, sondern weil sich mir zu seinem spezifischen und einseitigen Fetisch, in welchem er mit vielen Frauen immer in der dominanten, manipulierenden und kontrollierenden Rolle agierte, grundsätzlich ein paar Fragen stellten. Dominanz, Manipulation und Kontrolle ist innerhalb eines Fetischs an sich nicht problematisch. Dass diese Gesten im sexuellen, partnerschaftlichen und amourösen Kontext aber meist männlich dominiert sind, ist kein Zufall und schon gar keine Natur.

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