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Antibiotika richtig nehmen

Die Hände einer Ärztin sind zu sehen, sie sitzt an einem Tisch, auf dem ein Laptop steht. Mit der einen Hand schreibt sie auf ein Papier neben dem Laptop, mit der anderen Hand hält sie ein gelbes Glasröhrchen, in dem Tabletten sind
Herausforderung: sorgsamer Umgang mit Antibiotika ©EmiliaU_iStock

Die Entwicklung von Antibiotika gehört zu den wichtigsten Meilensteinen in der Medizingeschichte. Ohne die Schusseligkeit des schottischen Arztes Alexander Fleming, der vor seinem Urlaub vergaß, Petrischalen in seinem Labor zu reinigen, hätten wir die Wirkung von Penicillin aber vielleicht nie kennengelernt. Er vergaß, Kulturschalen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus vor seinem Urlaub zu reinigen und sie schimmelten vor sich hin. Fleming beobachtete dann, dass die Pilzgifte für Bakterien tödlich (Öffnet in neuem Fenster) sind.

Heute gibt es eine Reihe von Antibiotika (Öffnet in neuem Fenster), die zur Behandlung unterschiedlicher bakterieller Infektionen erfolgreich eingesetzt werden, zum Beispiel bei Lungenentzündungen. Doch die Gefahr durch Antibiotika-resistente Bakterien nimmt zu.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO macht im Rahmen der Welt-Antibiotika-Woche zwischen dem 18. und 24. November darauf aufmerksam, wie wichtig diese Medikamentengruppe für die weltweite Gesundheit (Öffnet in neuem Fenster) ist. Die WHO legt den Fokus darauf, Resistenzen zu verhindern. Eine wichtige Maßnahme dafür ist ein sorgsamer Umgang mit den vorhandenen Antibiotika (Öffnet in neuem Fenster).

Im GPSP-Magazin (Öffnet in neuem Fenster) sind Antibiotika immer wieder Thema. In unserer aktuellen Ausgabe 06/2025 (Öffnet in neuem Fenster) gibt es gleich zwei Artikel dazu. Links zu diesen und weiteren Antibiotika-Texten finden Sie heute in unserem Newsletter.

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So will die EU Antibiotika-Resistenzen zurückdrängen

Das seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzte Antibiotikum Azithromycin soll in der EU künftig deutlich seltener verwendet werden. Mit diesem Medikament kommt es besonders häufig zu Resistenzbildung bei Bakterien, weil es lange im Körper verbleibt. Daher sind immer mehr Bakterien unempfindlich gegen Azithromycin. Das hat aber auch damit zu tun, dass der Wirkstoff zu häufig und zu sorglos verschrieben wurde.

Aus Heft 05/2025: Azithromycin soll seltener genutzt werden (Öffnet in neuem Fenster)(€)

Antibiotika immer aufbrauchen?

Untersuchungen der letzten Jahre liefern immer wieder Belege, dass bei einigen Infektionen eine kürzere Einnahmezeit von Antibiotika genauso wirksam sein kann. Kurze, zielgerichtete Behandlungen könnten also helfen, die Wirksamkeit dieser lebenswichtigen Medikamente länger zu erhalten. Doch bei welchen Infektionen gibt es Belege dafür, dass eine kürzere Behandlung gleichwertig oder überlegen ist?

Aus unserem aktuellen Heft: Wann eine verkürzte Antibiotika-Einnahme sinnvoll ist und wann nicht (Öffnet in neuem Fenster) (€)

Vorsicht bei Antibiotikum Co-trimoxazol in der Schwangerschaft

Antibiotika werden oft bei bakteriellen Harnwegsinfektionen eingesetzt, die in der Schwangerschaft häufiger vorkommen. Das Kombinations-Antibiotikum Co-trimoxazol sollte aber im ersten Schwangerschaftsdrittel gemieden werden. Grund dafür sind mögliche Fehlbildungen des Embryos. Nun zeigt eine neue Studie, welche Risiken von Co-trimoxazol in der Schwangerschaft ausgehen.

Aus unserem aktuellen Heft: Co-trimoxazol in der Frühschwangerschaft erhöht das Risiko für Fehlbildungen (Öffnet in neuem Fenster) (€)

Antibiotika und Antibabypille

Früher wurde in Beipackzetteln von Antibiotika darauf hingewiesen, dass der Empfängnisschutz von Antibabypillen – hormonellen Kontrazeptiva – bei einer Antibiotikatherapie vermindert sein kann und daher zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmethoden nötig sind, um eine Schwangerschaft sicher zu vermeiden. Seit einiger Zeit fehlt in Beipackzetteln von fast allen Antibiotika ein solcher Hinweis. Warum?

Aus Heft 03/2018, frei lesbar: Verhütung und Antibiotika: Worauf achten? (Öffnet in neuem Fenster)

Leserbrief: Antibiotikum Chloramphenicol bei Lippenherpes?

Eine Leserin fragt: „Da mir Chloramphenicol hervorragend gegen Herpes hilft, die Salbe mit dem Wirkstoff aber vom Markt genommen wurde, nehme ich ein Mittel aus der Veterinärmedizin. Verhalte ich mich richtig oder kann es Nebenwirkungen geben?“ Dass Chloramphenicol in Deutschland nicht mehr als Arzneimittel für Menschen zugelassen ist (einzige Ausnahme: Augensalbe), hat tatsächlich gewichtige Gründe.

Aus Heft 02/2017, frei lesbar: Bei Lippenherpes sind Antibiotika nicht empfehlenswert (Öffnet in neuem Fenster)

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Viele Grüße, Silke Jäger

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