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Sonne im Herzen und ’ne Deadline im Nacken

Fragt unsere Autorin bloß nicht, ob sie raus zum Spielen kommt. Sie würde Ja sagen.

Heute ist der längste und hellste Tag des Jahres. Die Sonne erreicht ihren höchsten Stand, überall feiern Menschen den Sommeranfang, die Natur und das Licht. Weshalb ich um Verzeihung bitte. Ich kann wirklich nichts dafür, dass ich seit Tagen nur eines im Sinn habe: das Leben austrinken. Ist doch Sommer! 31 Grad im Schatten und wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, diese wunderschönen Tage vorm Fenster zu verpassen, oder? Das sagte ich jedenfalls gestern leise zu mir, als ich die Augen aufklappte und durchs Fenster hindurch den blauen Himmel sah. Er rief: Kommst du raus spielen? Und vorgestern auch. Und vorvorgestern auch. Zusammenfassend könnte man sagen: An jedem einzelnen Tag dieser ausklingenden Arbeitswoche nahm ich es mit meiner Deadline im Nacken nicht so genau. Mein Mantra klang so friedvoll wie müßig: Ach, komm schon, morgen ist auch noch ein Tag. Bist doch freie Autorin! Ich versuche mal zu rekonstruieren: Sonntag rief ich spontan meine Freundin Julia an, ob man nicht

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