Skip to main content

„Ich bin alleinerziehend - wie finde ich mein Dorf?“

Milli* schreibt, wie sie alleinerziehend kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht und vor der Herausforderung steht, in einem neuen Umfeld in der Heimat ein tragfähiges Betreuungsnetz aufzubauen. Dabei sucht sie nach Wegen, um gleichzeitig echte Verbindungen und passende (männliche) Vorbilder für ihren Sohn zu finden.

In diesem Steady-Format beantworte ich regelmäßig eure Fragen rund um Elternschaft, mentale Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung – einfühlsam, alltagsnah und fachlich fundiert aus meiner Perspektive als studierte Neurowissenschaftlerin, Trageberaterin, Elternkursleiterin – und als Mutter von drei Kindern, die das echte Leben kennt.

Die Fragen sind leicht verändert und pseudonymisiert (*), um die Privatsphäre der Fragestellenden zu wahren.

Hallo Anna,

Ich bin mit dem ersten Kind schwanger. Der Kindsvater hat es sich, kurz nachdem er davon erfahren hat, anders überlegt, sich aus dem Staub gemacht und mich mit allem allein gelassen. Die Hintergrundgeschichte ist an sich natürlich komplexer, was aber am Fazit nichts ändert. Das Kind wird ohne Vater aufwachsen.

Mir war von Anfang an klar, dass ich gar nicht versuchen werden, real alleinerziehend zu sein - auch wenn ich es auf dem Papier bin. Die Frage stellt sich mir aber, wie man ein Betreuungsnetz aufbaut. Meine Eltern freuen sich auf ihren Enkel, aber auf den Deal, beispielsweise einmal die Woche einen Oma-Opa-Tag mit Übernachtung einzuführen werden sie sich kaum einlassen. Zu viel Verbindlichkeit.

Ich habe noch ein, zwei weitere Hilfsangebote, aber es handelt sich durchweg um Frauen. Ich frage mich zum einen, ob es auch zu viele Bezugspersonen geben kann? Und da das Kind zumindest biologisch männlich ist, habe ich Bedenken, dass es, vor allem wenn es sich auch als cis-Junge identifizieren sollte, zu einem gewissen Defizit kommt, wenn es zu wenige männliche Bezugspersonen gibt. Da ist zwar der Opa, aber ich bin nicht sicher, wie eng das tatsächlich wird. Hinzu kommt, dass ich mir natürlich jemanden wünsche, der zugleich ein gutes Gegenbeispiel zur (hier) so weit verbreiteten toxischen Männlichkeit darstellt.

Hast du noch Ansätze und Gedanken für mich?

Viele Grüße,
Milli*

Die Antwort kannst du mit einem Kummerkasten- oder Kummerkasten + Deep Dive Paket lesen.

Topic Elternschaft

0 comments

Would you like to be the first to write a comment?
Become a member of annarrative and start the conversation.
Become a member