
Ein Schmächtiger, mit viel zu langen Nägeln, holt uns aus der Umkleide. Sie sind sauber, sehr gepflegt. Aber wenn ich ihm zu lange auf die Finger gucke, überkommt mich Ekel. »Ich bin Tobias, aber ihr könnt Tobi zu mir sagen.« So hat er sich eingangs vorgestellt. Es wirft kein gutes Licht auf mich, dass mir schon wegen eines Satzes wie diesem jedweder Respekt vor ihm verloren geht. Aber wieso sagt er uns, dass er Tobias heißt, wenn wir ihn nicht Tobias nennen sollen? Das macht doch keinen Sinn. »Tobi« also. Das hätte als Begrüßung eigentlich gelangt, aber dann reicht einer von den Boomern ihm die Hand. Ich könnte durchdrehen. Wer macht denn sowas noch? Lies den verdammten Raum, du Idiot. Wir haben alle nur ein Handtuch um. Alle außer Tobi. Niemand hat hier das Bedürfnis körperlich zu werden. Aber jetzt müssen alle andern auch. Handgereiche also. Ringelpiez mit Anfassen. Was mir auf der Zunge liegt: »Hallo, ich bin Joachim, aber du kannst Stephan zu mir sagen.« Zum Glück bin ich nur im Kopf ein Arsch, also verkneife ich es mir. »Joachim«, sage ich. Ich spüre beim Schütteln seine Nägel an der Hand.
Mit langen Armen verteilt Tobi hautfarbene Badeschlüpfer. Kautschuk ohne Nähte. Frage mich, wie das eigentlich gemacht wird. Die Boomer ziehen blank, während alle, die jünger sind als ich, unter den Badetüchern nesteln. Ich lasse meinen Blick über die Alten schweifen. Nichts Bedrohliches dabei. Niemand, der hier mitmacht, nur um mit seiner Fleischpeitsche auf Alphatier zu machen. Einer von den Jüngeren schaut mir aus Versehen auf den Pimmel und läuft an. Man sieht es gut, wegen des Badeschlüpfers. »Hautfarben ist nur ein Konstrukt«, denke ich.
Wir müssen unter Aufsicht duschen. Tobi brüllt gegen die Brausen an. Schlecht geprobtes Kommandantengehabe: »Kniekehlen, Füße, Achseln und die Weichteile!« Jeder greift nach einer scharfkantigen Seife. Alle sind rasiert wie Profischwimmer. Etappensieger bei der Tour de France. Das stand ein halbes Dutzend Mal im Werkvertrag und auch fett, kursiv und unterstrichen in jeder Infomail. Trotzdem haben zwei nicht dran gedacht. Tobi mustert beide. Dem Kleineren mit hellem Flaum reicht er einen Einwegrasierer. Drei Typen lachen wegen Form und Farbe. Haha. Rosa. Witzig. »Alles Idioten«, denke ich. Den größeren, mit dichtem Pelz, besonders an den Armen, führt Tobi aus der Dusche. Der Älteste im Boomerrudel schäumt sich klatschend seine Achseln ein. »Keine Angst«, ruft er. Ist nicht ganz klar, zu wem. »Gibt Schlimmeres!« Keiner fühlt sich angesprochen, nicht mal einer aus dem Pack, also rufe ich zurück: »Schon mal gemacht, sowas?« – »Ich? Nee, wieso?«, sagt er. Na danke fürs Gespräch. Einer mit Muskeln schäumt sich so zackig routiniert bis zu den Knöcheln ein, dass wir es alle nachmachen. Verrückt, wie wir ihm alles nachseifen. Als hätte keiner von uns je zuvor geduscht. Das Wasser, das zur Mitte hin in einen Abfluss fließt, ist erschreckend braunstichig und trübe. Wieder dieser Ekel. »Weichteile«, ruft Tobi. Er steht wieder im Durchgang, observiert uns. Den anderen, mit dichtem Pelz, den sehen wir nicht wieder.
»Jetzt bitte einmal den Da Vinci machen«, ruft Tobi, aber der Erste in der Reihe checkt nicht, was er meint. Der Muskelmann tritt vor, streckt die Arme aus. »Beine bitte auch«, sagt Tobi. Bei den meisten fällt der Groschen, die andern machen’s nach. Dann: »Augen zu und Luft anhalten!« Tobi sprüht dem Muskelmann mit einer Puderpistole mitten ins Gesicht. Sie sieht aus wie irgendwas von Kärcher. Mit Akku und Kartusche. Ein zweiter Tobi hilft. Keine Ahnung, wo der jetzt hergekommen ist. Kärchert vom anderen Ende auf mich zu. Ein zischendes Geräusch, mit dem wir sukzessive abgefahren werden. Einer neben mir und ich, wir sind die Letzten. Der Puder riecht nach nichts. Überrascht mich etwas. Die Drei von vorhin müssen wieder lachen und zeigen im Ringschluss gegenseitig aufeinander. Ich denke an das Meme. Three Spidermen pointing. Dann teilt der zweite Tobi weiße Neoprenanzüge aus. Dank des Puders steigen wir mühelos hinein.
Durch die Schwingtür hören wir Gebrüll. Zahlen und ein Echo. Bedrohlich klingt es, aber nicht brutal. Ich spüre, wie nervös ich werde, auch wenn ich weiß, wie harmlos alles ist. Als es still wird, trippeln wir in Zweierreihen in die Halle. Niemand befiehlt uns, still zu sein. Aber wir sind es von alleine. Der Fußboden ist kalt. Vier oder fünf Meter nach der Schwingtür sieht man noch polierten Estrich. Dann verliert sich jedes Licht. Die Augen werden weit. Sie mühen sich. Aber wenn ich etwas sehe, dann nur die Kerle vor und neben mir. Zwei von ihnen kabbeln sich. Sind auch nervös, denke ich, nur halt auf ihre Art. Trotzdem nervt es mich, das klobige Geschiebe. Tobi ruft. »Wer von euch hat die Einweisung gekriegt?« – »Ich!«, ruft einer. Wäre es nicht direkt von hinter mir gekommen, hätte ich nicht sagen können, woher sonst. Der Muskelmann schlängelt sich hindurch. Wenn ich so eine Statur hätte, ich würde mich mein Lebtag nicht mehr schlängeln. Ich würde nur noch rempeln. Überall und jeden. »Eins«, ruft Tobi. »Eins«, ruft der Muskelmann. »Eins«, ruft Tobi nochmal. »Eins«, ruft der Muskelmann. Hinten in der Halle geht in der Dunkelheit ein Umriss auf. Ein Rechteck. Licht. Vielleicht zwanzig Meter weg von uns. Vielleicht auch dreißig. Wie misst man die Entfernung, wenn man keinen Raum sieht? Wie plötzlich aus der Finsternis so ein Portal erscheint, das sieht sehr magisch aus. Oder futuristisch. Ist eh das Gleiche. Nach »magisch« kommt »futuristisch«. Aber was keiner rafft, ist, dass nach »futuristisch« wieder »magisch« kommt. Wenn du zu weit in die Zukunft gehst, bist du wieder bei der Zauberei.
Ich bin jetzt so nervös, dass ich es mir im Kopf erklären muss: Dieses leuchtende Portal, das ist kein Hexenwerk. Ist nur eine Wand, Trockenbau vermutlich, CD-Profil und Gipskarton, die Fugen dreimal gespachtelt, im Türrahmen ein LED-Streifen unter Milchglas. Offensichtlich dimmbar. Der Muskelmann geht darauf zu. »Eins«, ruft Tobi. »Eins!«, ruft der Muskelmann. Wir folgen mit den Augen seinem Kreuz. Schemenhaft erkennen wir, wie er im Türrahmen verschwindet. Das stimmt so nicht. Wir sehen, wie er mühevoll hineinsteigt. Irgendwas macht Widerstand. Wir können nicht erkennen, was. Ein Arm, ein Bein, Kopf und Schulterblätter, das zweite Bein, zuletzt Wade, Knöchel, Fußsohle. Er verschwindet nicht, er ist verschwunden. »Eins«, ruft Tobi. Nein, denke ich. Das stimmt auch nicht. Ist gar nicht Tobi, der jetzt gerufen hat. Klang zwar wie Tobi, aber das war er nicht. Woher kam die Stimme? Wir hören den Muskelmann noch antworten: »Eins«, tönt es uns entgegen. Dann spricht unser Tobi wieder. »Der nächste!«, ruft er, und ich weiß: »Hat alles seine Richtigkeit.«
Der nächste ist einer von den Dreien. Er muss noch einen Witz machen: »Vergesst mich nicht«, sagt er. Idiot, denke ich.
»Du bist zwei«, sagt Tobi.
»Ja!«, sagt der Idiot.
»Verstanden?«, fragt Tobi.
»Ja!«, sagt er. Ich bin genervt von ihm.
»Zwei!«, ruft Tobi.
»Ja!«, ruft der Idiot. Ich bin so krass genervt von ihm. Der Rahmen leuchtet. Er läuft los.
»Zwei?«, ruft Tobi wieder.
»Ja!«, ruft der Idiot.
»Zwei?«, ruft Tobi nochmal. Wie kann er so die Contenance bewahren?
»Ja, Mann!«, ruft der Idiot. Da dimmt der Rahmen wieder runter. Das Portal verschwindet. Der Idiot bleibt stehen. Wir erschrecken uns, er auch, als einer aus der Dunkelheit ihn unterhakt. Ein zweiter Tobi, nein, ein dritter, führt ihn an uns vorbei, führt ihn durch die Schwingtür. Wir werden beide nicht mehr wiedersehen.
»Jetzt bist du zwei!«, ruft Tobi.
»Ja!«, rufe ich.
»Verstanden?«, fragt er.
»Zwei!«, rufe ich. Tobi nickt zufrieden. Lustig, denke ich, als mir klar wird, wie mich sein Nicken stolz macht. Der Rahmen leuchtet auf. Ich laufe los. Irgendetwas flutet mich. Irgendwas Gefühliges. Genugtuung vielleicht, wegen dem Idioten von eben. Oder einfach Bock. Wird der Boden wärmer oder kälter? Ich weiß es nicht. Ich habe richtig Bock jetzt, dass es losgeht. Richtig Bock.
»Zwei!«, ruft Tobi.
»Zwei!«, rufe ich. Der Rahmen flackert. Merkt man, wenn man näher kommt. 50 Bilder pro Sekunde. 50 Hertz. Im Rahmen quillt etwas heraus. Schwarz und glatt. Gummi oder Plastik oder Plane.
»Zwei!«, ruft Tobi.
»Zwei!«, rufe ich euphorisch. Ich taste mit der Hand heran. Warm ist es und gibt nach. Gummi oder Plastik oder Plane. Wie eine Hüpfburg oder ein Ballon. Ich finde eine Falte. Ich dränge mich hinein. Es macht mehr Mühe als gedacht. Ein Arm, ein Bein.
»Zwei!«, ruft jemand. Von innen oder von dahinter.
»Zwei!«, rufe ich zurück. Ich atme ein. So tief ich kann. Kopf und Schulterblätter, das zweite Bein, zuletzt Wade, Knöchel, Fußsohle. Der Rahmen dimmt hinunter. Alles finster. Ich verschwinde nicht, ich bin verschwunden.
Herzlich willkommen zur achtzehnten Ausgabe von »Feine Auslese«.
#1 / Ich glaube ja noch immer …
… , dass ich beruflich erfolgreicher sein könnte, wenn ich nur attraktiver wäre. Mir ist schon klar, dass dieser Satz meine eigene Oberflächlichkeit offenbart. Aber er offenbart eben auch eine Kindheit, eine Jugend und zwei Dekaden Erwachsensein, in denen der Kelch passiver Vorteile und stiller Zuwendung, die eine gute Physiognomie so mit sich bringt, größtenteils an mir vorübergegangen ist. Akzeptieren wir einfach kurz, dass das kein Fishing for Compliments ist, sondern eine vierzig Jahre lange Fallstudie. Ich habe Sichtbarkeit fast immer als körperlich codiert erlebt. Vielleicht habe ich mir genau deshalb einen Beruf ausgesucht, bei dem ich hoffte, an meinem Werk und nicht an meinem Aussehen bewertet zu werden. Denkste. Optik ist Geschmackssache. Schon klar. Schönheit ist ein Spektrum. Stimmt auch. Und ja: Auf jeder Skala hab’ ich meine Nische. Alles gut. Trotzdem: Ich habe Kollegen, die auch nur mit Wasser kochen, aber so romantisch verzückt wie deren Nudeltopf guckt mein Kochwasser mich echt nur selten an. Ich mag nicht attraktiver sein. Ich mag nicht schöner werden müssen. Ich mag allenfalls in einer Welt leben, in der unverdiente Privilegien zunehmend an Wert und Bedeutung verlieren. Nicht andersrum.
#2 / Toujours la tristesse
U-Bahn zum Zug. Früh am Morgen. Ich will nicht, aber ich muss ja. Im Waggon ist wenig los. Nur ein junger Mann schräg gegenüber: Red Bull White, Picaldi, Candy Crush. Nicht zu lange hinschauen. Will man morgens nicht. Will keiner. Ich blicke stattdessen in die Scheibe. Sehe in der schwarzen Fläche meine Reflexion. Betrachte mich. »Boah«, sinniere ich, »man sieht mir schon auch an, wie es mir geht.« Vielleicht muss ich anfangen, fröhlicher zu gucken. Umprogrammieren. Erstmal weniger missmutig aussehen. Von außen nach innen. Der junge Mann steht auf. Er muss offensichtlich raus. Noch immer in Gedanken schaue ich ihn an. Gefällt ihm nicht. In der Tür dreht er sich um. Das macht, dass ich nochmal gucken muss. Gefällt ihm gar nicht. »Ey Alter, guck mal nicht so hässlich!«, sagt er und steigt aus. »Ja eben!«, denke ich, »Nagel auf den Kopf.« Ich schaue in die Scheibe und sehe, dass ich grinse.
#3 / Feine Ablese [ Jugendbuch-Special ]
Angelesen: Mädchenmeute (Opens in a new window) von Kirsten Fuchs
Im letzten Newsletter habe ich drei Autoren besprochen. Diesmal also drei Autorinnen. Nur fair. Los geht’s mit Kirsten Fuchs. Bin ein bisschen voreingenommen. Kenne die Autorin flüchtig. So flüchtig man sich eben kennt, wenn man seit elf Jahren zusammen eine Lesebühne hat. »Mädchenmeute« also. Super Titel. Erkläre ich später. Charly (15) fährt ins Ferienlager, ziemlich widerwillig, bis sieben Mädchen beschließen, eine große Karre voller Hunde zu kapern und abzuhauen. Die schüchterne Charly gibt sich einen Ruck und ist dabei. Ein Drittel Roadtrip, ein Drittel Waldtrip, ein Drittel Erzgebirgetrip. Und irgendwo in den Felsspalten steckt auch ein DDR-Roman. Wenn ich Töchter hätte (oder Söhne), dann gäbe es diese 400 Seiten zum Wiegenfest. Fuchs hat nämlich alles decodiert, was die frühe und leider oft auch spätere Jugendliteratur vehement den Jungen vorbehalten hat. Aber die Autorin macht da kein soziopolitisches Pamphlet draus, sondern eine bis zum Ende himmelschreiend logische Tatsache. Ein Buch, das sagt: »Guck, alles Mädchen, aber trotzdem eine Meute, trotzdem Abenteuer, trotzdem Natur und Wildnis, trotzdem Angst und Mut.« Ein starkes, literarisches Buch mit Humor, guten Szenen und erzählerischer Kraft. Deutscher Jugendliteraturpreis. Unter anderem.
Ausgelesen: Wir treffen uns, wenn alle weg sind (Opens in a new window) von Iva Procházková
Das Pech der frühen Geburt, aber in Buchform. Wäre »Wir treffen uns, wenn alle weg sind« 15 Jahre später erschienen, hätte es in D-Land vermutlich d-lich besser performt. Aber 2008 konnte man als tschechische Autorin mit einem dystopischen Jugendroman ohne Rumfummelplot anscheinend keine Katze hinterm Ofen hervorlocken. Mojmir besucht seine Großmutter, als erst in der Hauptstadt Prag, dann im ganzen Land eine Seuche ausbricht. In der Zurückgezogenheit der Berge geht das tödliche Virus an ihm vorüber. Als er Jessica kennenlernt, eine andere Überlebende, beschließen beide, wider jede Vernunft zu Fuß in die Stadt zurückzukehren, um herauszufinden, was aus ihren Familien und Freunden geworden ist. Beschönigen wir nichts: »Wir treffen uns …« ist harter Tobak. Eindringlich, dystopisch, düster. Aber auch eine beeindruckende Annäherung an die Soft Skills, die uns die letzte Pandemie gelehrt hat: Solidarität und Freundschaft, Verantwortung und Verlust. Ein wirklich gutes literarisches Beispiel dafür, dass man Jugendlichen Existenzialismus vermitteln kann und muss. Weiß der Geier, warum das Buch nicht Schullektüre ist für alle, die jetzt fünfzehn sind.
Abgelesen: Tintenherz (Opens in a new window) von Cornelia Funke
Was soll ich lange um den heißen Brei herumreden? Hier liegt seit 20 Jahren eine Ausgabe von »Tintenherz« im Regal und alle naselang versuche ich es. Mir ist es zu fantastisch und zu viel. Aber weißt du was? Ist mir Tolkien auch! Mir ist es auch zu undifferenziert. Gut und Böse. Bäm. Kann man über Michael Ende ganz genauso sagen. Ich muss mir Erfolg und Einfluss von Cornelia Funke nicht madig reden, nur weil ich immerzu die Ausfahrt in eines ihrer Bücher verpasse. Und ich muss hier nicht nach irgendwelchen gelegentlichen Kritikpunkten googeln, nur um mir selbst und euch gegenüber zu rechtfertigen, warum mir Tintenherz (vermutlich) nicht gefällt. Werk und Autor trennen muss im Zweifelsfall in beide Richtungen funktionieren. Wer sich dem wohlverdient erfolgreichen Menschen Funke anders nähern möchte als über eines ihrer Bücher, dem empfehle ich den Podcast »Alles gesagt«. Oder ihren etwas kürzeren Besuch bei »Hotel Matze«. Menschlich möchte ich mir nämlich eine ganze Menge Scheiben abschneiden.
#4 / Das Letzte von der Rolle

Irgendwo in diesem Bilde,
so viel ahnt geübter Gaffer,
liegt verborgen eine wilde
oder schlüssige Metapher.
Wartet still zwischen den Schrippen,
alten Semmeln oder Wecken,
fast schon spruchreif auf den Lippen,
eine Weisheit zum Entdecken.
Fortgangs waren es vier ganze,
heimwegs war ein Neuntel fort.
Nebelkrähen samt Gestanze,
kreisen listig um den Ort.
Lange kann ich nicht verharren,
bringt nur der Passanten Hohn,
stumm auf altes Backwerk starren.
Mögen aber möcht’ ich schon.
Ist es letztlich nicht das Gleiche?
Feuer gucken, das verkohlte,
alles was zur Glut man reichte,
oder aus dem Ofen holte!
Seid ihr vier nicht auch geboren,
wie schon tausende zuvor.
Bin ich der, der ward verloren,
oder der, der was verlor?
#5 / Feiaahmnt.
Huj. Das war ein Kraftakt. Lasst mich gerne wissen, ob es sich gelohnt hat! Denn was mir wirklich immer Freude macht, ist, mitzubekommen, dass es euch gefällt. Bedeutet mir auf Dauer einfach mehr als flüchtige sexuelle Gefälligkeiten. Aber danke dafür. Wenn ihr jemanden kennt, dem mein gelegentlicher Schmu gefallen könnte, schickt diesen Newsletter sehr gerne auf Reisen. Und supporten (Opens in a new window) könnt ihr die »Feine Auslese« natürlich auch immer gerne. Wisst ihr ja. Was meinen Verlag freut, ist der Erwerb meines Romans »Schlesenburg« (Opens in a new window). Was den Autor freut, ist eine kleine Rezension bei Amazon und Co. Und wem Supporten über Steady zu viel Commitment ist: Es geht auch eine PayPal-Spende (Opens in a new window) für die Heizkostenkasse. Und was habe ich geheizt im Januar, meine Fresse! Das zwei Dekaden alte Wunschvorhaben, dem Berliner Winter nach Südostasien zu entfliehen, ist auch dieses Jahr nicht aufgegangen. Selber schuld, Paule, selber schuld.
(Opens in a new window)#6 / Nachklang
🔊 OK Go mit »Love« 🔊
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