Vor ein paar Wochen schrieb mir eine Abo-Maus, sie freue sich auf meine Tel Aviv-Tipps und fragte, wo sie die denn fände. Das Problem? Es gibt keine Tel Aviv-Tipps. Gutenmorgentelaviv, meine Instagram-Persona, Titel meines ersten Buches und Namensgeber für diesen kleinen feinen Newsletter hat sich scheinbar nie die Mühe gemacht, ihr Best-Off- Tel Aviv mal aufzuschreiben. Aiaiai. Nicht okay. Gar nicht okay.
Es wird Zeit das zu ändern. Und so sitze ich nun an einem Samstagmorgen, Zeiten, die man früher verkatert verbrachte, und schreibe euch mal runter, warum ihr unbedingt so bald wie möglich nach Tel Aviv kommen müsst und was ihr dann machen solltet. Aber bevor es mit den hotten Listen losgeht, noch ein Wort zu meiner Wahlheimat. Schön ist sie nicht. Das sag ich euch gleich. Jedenfalls nicht schön im klassischen Sinne. Wer einmal in Paris, Venedig oder einer deutschen Hansestadt war, weiß, was schöne Städte sind. Wer New York, London oder Bangkok kennt, weiß, was rasante, beeindruckende Städte sind. Tel Aviv ist nichts von all dem. Auf den ersten Blick. Aber auf den zweiten ist es eine der schönsten Städte der Welt. Weil: Es gibt kaum Städte, die so einen unfassbar tollen, zentralen Stadtstrand haben. Es gibt hier die schönsten Menschen in Masse (FAKT!!!!), das Essen ist unübertroffen (und ganz ehrlich, ich war all over Europe und den USA, kürzlich in Südafrika, auch schon mal in Thailand etc. - und ich verspreche euch, so gut wie hier schmeckts nirgendwo. Das Level ist einfach so so hoch!) und last but not least, ich kenne keine Stadt, die so lebt. Aus ihrer eigenen Kraft so intensiv lebt.
Selbst in den letzten zwei Jahren, fast ohne Touristen, ist die Stadt immer voll. Die Restaurants immer am buzzen, Tel Aviv ist die lebendigste Stadt der Welt. So, damit hab ich euch jetzt mal ganz bescheiden eingestimmt und jetzt könnt ihr euren Trip planen.
Noch eine Anmerkung: Ich werde mich bemühen, die verschiedenen Listen Up-To-Date zu halten. Wisst ihr Bescheid, wie wichtig ihr mir seid!

Administratives
Ich würde sagen 4-5 Tage in Tel Aviv sind ideal (dann kann man auch einen Tagesausflug nach Jerusalem machen - easy mit der Bahn zu erreichen). 3 Tage Stadt reichen aber notfalls auch.
Fangen wir mit dem Wichtigsten an, den Vierteln. Tel Aviv ist eine kleine Stadt (wenn man den Speckgürtel nicht zählt). Die Wichtigsten Nachbarschaften sind (vom Hajarkon-Park im Norden heruntergesehen)
Alter Norden
Zentrum
Weiße Stadt//Habima-Rotschild
Florentin
Yafo/Jaffa
In diesen fünf Ecken bewegt sich das Meiste. Restaurants, Galerien, Bars etc.
Tel Aviv ist klein, also könnt ihr sehr viel zu Fuß erledigen. Ich würde sagen, es dauert etwa 50 Minuten, die Stadt vom Hajarkon-Park im Norden bis Jaffa zu durchlaufen. Es gibt aber auch Busse (App-Tipp: Moovit), Taxis sind relativ preiswert (App-Tipp: Gett) und die meisten Tel Avivis fahren Roller (Lime, Bird, Dot). Allerdings gibt es eine Helmpflicht für E-Zweiräder. Aber keine Ahnung, wie die Kontrolleure das von Touristen eintreiben wollen, also vielleicht auch egal.
Ok, so jetzt wisst ihr das Wichtigste zur Logistik. Wird Zeit, das Herz abzuholen. Dieser erste Teil von meinen Gutenmorgentelaviv-Tipps widmet sich dem Herzstück der israelischen Kultur, dem Lieblingskind, dem Besten vom Besten:
Essen
Preiswert und einfach (die meisten Imbisse haben Samstag nicht geöffnet, aber das müsst ihr dann selbst checken):
Taco-Stand auf dem Shuk HaCarmel (Opens in a new window)
Schawarma am Shuk HaCarmel (Opens in a new window) (ein Wort dazu: Man kann überall in der Stadt Schawarma essen, das hier ist hip und special).
Pita Panda (Opens in a new window): Auch aufm Shuk, wie Tel Avivis den Markt einfach nennen. Besondere Pitas (es gibt eine mit Ceviche), süße Ecke zum Sitzen.

Sabich Frishman (Opens in a new window) oder Sabich Tschernikowsky (Opens in a new window): Falafel gibts auch, ich persönlich mag keine Falafel, aber das Sabich hier ist hervorragend. Punkt.
Miznon (Opens in a new window): Das ist Eyal Shanis Pita-Laden. Alle brüllen rum, man will sofort wegrennen, aber die Pitas sind fantastisch. Gibt auch viele veggie-Optionen.
Achso, ich bin kein Hummus-Fan. Esse ich zwar ab und zu gerne, bekommt mir aber nie. Also Hummus müsst ihr googlen.
Nicht teuer, nicht billig, irgendwas dazwischen