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„Die Existenz ist nur eine Aneinanderreihung von Absurditäten bis ins endlose Nichts.“

FILM-KRITIK (Opens in a new window)

So oder so ähnlich sagt es Roboto (Kristen Wiig (Opens in a new window)) in der famos abstrusen, teils an die Kindheit erinnernden (Opens in a new window), von beschaulichen bis arg anschaulichen, zotigen mit schlagfertigen, sowie ohnehin schlagkräftigen und effektiv Effekt-reichen (Opens in a new window) Neu-Interpretation der He-And-Other-Man-And-People-Saga MASTERS OF THE UNIVERSE von Travis Knight. Da mir der Regisseur vor allem durch den eher schwachen Bumblebee-Film in Erinnerung ist und auch an den MASTERS mal wieder vier Drehbuchautoren (Chris Butler, Aaron Nee, Adam Nee, David Callaham) gewerkelt haben, überrascht es hart, wie im eigenen Universum schlüssig und kongruent dieses bunt-blumige Fantasy-Fest angerauscht kommt (Opens in a new window).

Adam (Nicholas Galitzine) in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Adam (Nicholas Galitzine) in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Der Spruch passt jedenfalls bestens zu dem Film zwischen Origin-Story und klassischem Gut-und-Böse-Kampf im Reich des Nicht-Realen (Opens in a new window). (Oder doch real? Hmm...) Also nicht, dass diese UNIVERSAL-MASTERS irgendwann ins Nichts abdriften würden (wobei manche zu Nichts oder Mulch oder Asche werden (Opens in a new window)), aber schön blöde sind sie an nicht wenigen Stellen. Was diesen perfekten Sommer-Blockbuster trotz seiner Laufzeit von über zwei Stunden herrlich kurzweilig sein lässt.

So, auf zum Geschehen: Prinz Adam ist zehn und lebt mit seinen Eltern (James Purefoy, Charlotte Riley) aka König und Königin auf dem famos-fantastischen Planeten Eternia, wo alles, was du dir vorstellen kannst, real ist. Quasi. Adam wird zwar gemeinsam mit seiner besten Freundin Teela (Eire Farrell) von deren Vater Duncan/Man-At-Arms (Idris Elba) trainiert, doch so recht will aus ihm kein männlicher Männer-Mann werden. Was Papa enttäuscht. Allerdings ist der auch eher am Wegrennen, als der baff böse Skeletor (Jared Leto) mit Anhänger*innen samt der bösen Hexe Evil-Lyn (Alison Brie) auf dem Planeten einfällt und im Grunde alles dem nun weniger bunten Boden gleichmacht.

Eternia in MASTERS OF THE UNIVERSE. © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Eternia in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Adam wird von der guten, die Festung/Kathedrale/Macht in der Macht der Macht Grayskull beschützenden Zauberin (immer gern: Morena Baccarin) mitsamt dem zamonischen Zauberschwert fluchtartig (wenn auch schleppend) auf die Erde geschickt (Opens in a new window). Dummerweise verliert der Junge das Schwert im Portal zwischen den Welten und sitzt nun als vermeintlich dezent psychotischer Creep/Nerd/Incel (?) (Opens in a new window) für viele Jahre auf der Erde fest. Dass dieser in einer herrlich treffend karikatur-kafkaesken HR-Abteilung arbeitet (Opens in a new window) und aussieht wie Nicholas Galitzine (aktuell ebenfalls mit Glennkill im Kino (Opens in a new window)) hilft bei diesem geerdeten Handlungsstrang.

Jared Leto als 'Skeletor' in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Jared Leto als 'Skeletor' in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Ewig sucht der so Aussehende – weil er ihn spielt, u know – nach dem Schwert und findet es schließlich in einem Nerd-Store (klar, wo sonst… Comic-Con wäre noch was gewesen). Er sendet mehr oder weniger versehentlich ein Signal aus, wird von einem Monster gejagt (Opens in a new window) und von der ebenfalls gealterten (Film-Witz) Teela (Camila Mendes, Riverdale – was ich noch immer nicht zu Ende geschaut habe 😱) gerettet und zurück nach Eternia gebracht. Der Kampf mit um das große, glänzende Schwert beginnt…

Schwertführer Adam / He-Man  (Nicholas Galitzine) in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Schwertführer Adam / He-Man (Nicholas Galitzine) in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Also alles ganz normal in diesen Kinotagen voller Grün und Glanz-schwarz (Opens in a new window), Mutter Marie und roten Kleidern, einem Fantasie-Magazin oder verzauberten Bäumen (Opens in a new window). Was lässt sich noch zu dem Sci-Fi-Fantasy-Action-Adventure (Opens in a new window) sagen? Nicholas Galitzine ist … nun er, also talentiert und sexy (wenngleich die 4000 Kalorien die er als Vorbereitung auf die Rolle und zum Sport ihn schon sehr aufgepumpt haben, dann doch eher der Royal Blue-Galitzine), und passt mit seinem ADHS und dem mal von ihm erwähnten Impostor-Syndrom wohl wunderbar auf die Rolle Adam Glenns/He-Mans. Camila Mendes bereitet ebenso Freude. Wenn auch die Chemie zwischen den beiden etwas mangelt (Opens in a new window). Das mag aber auch, wie überhaupt die größeren Probleme des Films, an dem hier und da nicht gut getimten Humor (Opens in a new window) liegen.

(v. l. n. r.): Dian (Christiaan Bettridge), Ram Man (Jon Xue Zhang), Teela (Camila Mendes), Adam (Nicholas Galitzine), Man at Arms (Idris Elba), Fisto (Johannes Haukur Johannesson) in MASTERS OF THE UNIVERSE. © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
(v. l. n. r.): Dian (Christiaan Bettridge), Ram Man (Jon Xue Zhang), Teela (Camila Mendes), Adam (Nicholas Galitzine), Man at Arms (Idris Elba), Fisto (Johannes Haukur Johannesson) in MASTERS OF THE UNIVERSE. © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Da denkt mensch (inkl. diverse Kritiker*innen) an den einen oder anderen zu affigen Marvel-Film (wurde ja schon bei DCs Superman angemerkt (Opens in a new window)). Manches Mal darf es auch ein wenig Gefühl und Ernsthaftigkeit sein (Opens in a new window). Es muss ja nicht gleich The Dark Knight werden. Es gibt reichlich Zoten und nicht immer war ich mir sicher, ob es einer der verhüllt schwulsten Meta-Filme (Opens in a new window) oder doch einfach Sexismus und Co. ist (Opens in a new window). Aus Gründen der mentalen (Opens in a new window), emotionalen (Opens in a new window) und … funktionalen Gesundheit (Opens in a new window), entschied ich mich für Pro-Homo statt No-Homo (Opens in a new window).

Camila Mendes als Teela in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Camila Mendes als Teela in MASTERS OF THE UNIVERSE // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Der Rest der Besetzung passt. Ebenso, dass Namen und Optik der bekannten Masters-Serien respektive des gesamten Mattel-Franchises um He-Man und Co. erhalten geblieben sind. Einschließlich der Spielfiguren-Optik mit seltsam unstimmigen Monstergesichtern (Opens in a new window) oder eben dem Lendenschurz. Da verbinden sich Charme und Trash zu einem guten Gesamtkonzept. Die Effekte der augenscheinlich größtenteils künstlich erschaffenen, stimmigen Welt fügen sich bestens ein. (Übrigens, mal im Ernst, mein Drängen auf Skeletor und He-Man als Spielzeuge sowie deren Love-Hate-Friendship, dass ich umsetzte, hätten wenig Fragen aufwerfen sollen...)

Sam C. Wilson spielt die Rolle des Trap Jaw in MASTERS OF THE UNIVERSE (hier im Kampf gegen Idris Elbas Duncan) // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC
Sam C. Wilson spielt die Rolle des Trap Jaw in MASTERS OF THE UNIVERSE (hier im Kampf gegen Idris Elbas Duncan) // © 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC

Die Musik rockt, ein Cameo ist eh Pflicht (der Saal grölte, obwohl es doch zu erwarten war – alles Liebhaber*innen) und die Zweite-Halftime-Credits-Scene dürfte viele, viele Fans freuen. Da kommt (wohl) noch was…

https://www.youtube.com/watch?v=av_NjHAfuug (Opens in a new window)

…meinetwegen gern. Spiel, Spaß und (etwas) Spannung waren jedenfalls am Start und nach dem Film fühlte ich mich wesentlich besser als zuvor. Das ist doch mal was!

AS

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MASTERS OF THE UNIVERSE (USA, 2026) ist ab dem 4. Juni 2026 im Kino zu sehen; Laufzeit ca. 140 Minuten; FSK: 12

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Topic Film & Serie

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