Derzeit wird das iranische Regime nach 2009 und 2022 erneut von landesweiten Protesten gegen wirtschaftliche Not und politische Unterdrückung erschüttert. Was ist das für ein Staat, der auf seine eigenen Bürger schießt und tausende Menschen ermordet?
Die Islamische Revolution wurde geführt von Ayatollah Ruhollah Khomeini (1900–1989). Der Umsturz vor fast 50 Jahren markiert den radikalen Wandel Irans von einer pro-westlichen Monarchie hin zum weltweit ersten modernen Gottesstaat.

Fritz Behrendt, FAZ, 8. November 1979
Khomeini war der religiöse und politische Führer der Iranischen Revolution, die den Schah stürzte und die Islamische Republik Iran begründete, deren Oberster Führer er bis zu seinem Tod 1989 war.
Khomeini führte die Scharia als alleinige Rechtsgrundlage ein, beschnitt Frauenrechte massiv und initiierte eine „Kulturrevolution“, um Universitäten und Medien nach islamistischen Vorgaben zu säubern. Kritiker, Linke und Anhänger des Schahs wurden von Beginn an systematisch verfolgt und in Massenhinrichtungen hingerichtet -
Die von Khomeini geschaffenen Strukturen stehen heute massiv unter Druck. Auch wenn die Proteste scheinbar gestoppt haben: Es ist unwahrscheinlich, dass sich das Terrorregime in Teheran noch lange halten kann. Die Iran werden den Mullahs das Blutbad der letzten Tage kaum verzeihen.