Hallo,
mein angekĂŒndigter Text ĂŒber Schreiben mit und ohne KI (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre), mit und ohne Stift und Zettel liegt dreiviertelfertig neben diesem hier, kommt aber wann anders.
Was aber, hurra, schon diese Woche kommt:
Das NervenbĂŒndel âšđ§ đ!
Drei Newsletter gemeinsam fĂŒr einen reduzierten Preis: (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)
Wie du nicht den Verstand verlierst (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) von Theresa BĂ€uerlein: Einsichten fĂŒr Menschen, die klarer denken wollen.
Das Leben des Brain (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) von Bent Freiwald: Erkenntnisse aus Hirnforschung, die dir im Alltag helfen.
Innen & AuĂen (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) von mir (kennst du schon): Persönliches. Politisches. Psychisches.
Mit dem NervenbĂŒndel bekommst du 30 Tage Zugang zu allen Inhalten von Theresa, Bent und mir fĂŒr 10,50 statt 21 Euro â das sind 50 Prozent Ersparnis.
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Und jetzt muss ich ĂŒber das Reformpaket der Bundesregierung nachdenken - insbesondere ĂŒber die AnkĂŒndigung, dass Angestellte kĂŒnftig ab dem ersten Krankheitstag (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) eine Bescheinigung vom Arzt vorlegen mĂŒssen UND dass sie diese nicht mehr telefonisch einholen können.
Die Empörung ist riesig, doch bevor ich mitmache, möchte ich sagen: Die deutschen Regelungen zur Krankschreibung waren bisher im internationalen Vergleich extrem kulant. Hier ranzugehen, halte ich nicht grundsĂ€tzlich fĂŒr menschenfeindlich.
Dass so viele Leute auf der Zinne sind, hat meiner Meinung nach drei GrĂŒnde:
Zu viel auf einmal: Die Bundesregierung hĂ€tte die telefonische Krankschreibung abschaffen können. ODER eine ArbeitsunfĂ€higkeit ab Tag 1 verlangen. Dass sie beides gleichzeitig macht, wirkt unverhĂ€ltnismĂ€Ăig.
Katastrophal kommuniziert. Bundeskanzler Friedrich Merz (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)begrĂŒndet den Schritt mit den hohen KrankenstĂ€nden im Vergleich zu frĂŒher und mit anderen LĂ€ndern.
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Dazu muss man allerdings sagen: LĂ€ndervergleiche sind schwierig, weil sich Definitionen und Datenerfassung unterscheiden. Das erklĂ€rt auch, warum in Deutschland der Krankenstand scheinbar so hoch gegangen ist. Seit 2021 werden Krankmeldungen digital an die Krankenkassen gemeldet, davor mussten Menschen Zettel verschicken. Taten sie nicht zuverlĂ€ssig. Genauer erklĂ€ren es Felicitas Kock, Christina Berndt und Sead Mujic (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) in der SĂŒddeutschen Zeitung.
Merz weiĂ das. Dass er trotzdem anders kommuniziert, ist Absicht.
Die MaĂnahmen vermitteln nicht versehentlich die Botschaft: Reisst euch gefĂ€lligt mal zusammen, ihr faulen, simulierenden Schneeflöckchen!
Diese Botschaft trifft auf eine Bevölkerung, die schon das GefĂŒhl hat, am Limit zu stehen. So macht man Beziehung kaputt - und ja, auch zwischen einer Regierung und den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern geht es um eine Beziehung, um GefĂŒhle. Das tut es immer.
Chronisch Kranke nicht mitgedacht
Ich habe MigrĂ€ne, sehr oft, sehr stark. Ich falle deswegen ĂŒberdurchschnittlich oft krank aus. Zum Arzt gehe ich wegen einer akuten Attacke aber so gut wie nie. Warum auch?
Meine HausĂ€rztin ist mit meiner MigrĂ€ne ĂŒberfordert, beim Neurologen bekomme ich so spontan keinen Termin, und etwas ausrichten können Mediziner auf die Schnelle ohnehin nichts.
Mit GlĂŒck hilft Ruhe, Dunkelheit, ein Medikament (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre). Oft hilft nix.
Da eine MigrĂ€neattacke nur selten lĂ€nger als drei Tage dauert, brauchte ich nie eine Krankschreibung deswegen. Doch mĂŒsste ich diese ab Tag 1 einreichen, mĂŒsste ich mit pochenden Schmerzen, Ăbelkeit, Licht-, GerĂ€usch- und Geruchtsempfindlichkeit zu meiner HausĂ€rztin gurken, im ĂŒberfĂŒllten Wartezimmer ein paar Husten-Schnupfen-Magen-Darm-Viren abgreifen, dem ĂŒberarbeiteten Personal die Zeit stehlen, um mir dann von der Ărztin etwas bestĂ€tigen zu lassen, was sie gar nicht beurteilen kann. MigrĂ€ne sieht man nicht.
Mich hÀtten die neuen AU-Regelungen stark beeintrÀchtigt. Dass sie es nicht tun, liegt daran, dass ich inzwischen freiberuflich arbeite und niemandem beweisen muss, dass ich gerade wirklich nicht arbeiten kann.
Das musste ich glĂŒcklicherweise auch vorher nicht. Meine Vorgesetzten schenkten mir immer Vertrauen und MitgefĂŒhl und kamen mir nie mit BĂŒrokratie. Danke nochmal dafĂŒr, lieber Christian und liebe Ann-Kathrin. Die einzige, die mit der Peitsche hinter meinem Schreibtischstuhl steht, war und bin ich.
Wie das mit der SelbststĂ€ndigkeit und der stĂ€ndigen MigrĂ€ne klappen wĂŒrde, das wusste ich vor einem Jahr selbst nicht.
Heute sieht die Bilanz so aus:
ich habe noch nie weniger Stunden gearbeitet
ich hatte noch nie mehr und bessere Ergebnisse
Das lĂ€sst sich sicher nicht verallgemeinern, denn mein Job besteht nun einmal zu einem groĂen Teil darin, dass ich mir - wie es der bayerische Kabarettist Gerhard Polt sagt - einen Gedanken mache.
Der kommt aber nicht zwingend am Schreibtisch daher, sondern oft beim Schwimmen, Fahrradfahren, WÀsche aufhÀngen. Meine Erfahrung der vergangenen Monate ist: Je mehr Pausen ich mache, desto besser liefert mein Gehirn.
Was sich genauso widersprĂŒchlich anhört wie meine Erkenntnis ĂŒber Recherche mit Hilfe von KI, die ich heute eigentlich hier vertiefen wollte: Umwege fĂŒhren schneller zum Ziel. Dazu bald mehr.
Wie arbeitet dein Gehirn am liebsten? Schreib mir, wenn du Lust hat. (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)
Ein schönes Wochenende wĂŒnscht
Barbara
Gestresst? Ausgelaugt? Am Ende? In Kurkliniken suchen ĂŒberforderte MĂŒtter und VĂ€ter UnterstĂŒtzung. Hier sagt die Psychologin Pilar Velazquez, was Eltern in angespannten Lebenslagen benötigen. (Exklusiv fĂŒr đ Steady đ (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)-Mitglieder)
»Eltern unterschĂ€tzen, wie viel ĂŒber Gestik und Mimik lĂ€uft« Schimpfen macht kein Zeugnis besser, das wissen viele Eltern. Doch fĂ€llt es ihnen oft schwer, ihrem Kind dauerhaft Selbstvertrauen und SpaĂ am Lernen zu vermitteln. Eine Psychologin gibt Tipps. (Spiegel-đ-Link (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre))
Wissenschaftsjournalistin Eva Wolfangel hatte diese Woche ein verstörendes Erlebnis mit KI (beziehungsweise mit anderen KI-Nutzern) und schreibt hier darĂŒber (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre).
Wissenschaftsjournalistin Eva Lindner schreibt hier darĂŒber, (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) welchen und wie viel Sport man in der Schwangerschaft machen darf und soll. Zusammengefasst: so viel man will, wenn man sich gut fĂŒhlt.
Ich wĂŒnschte, das hĂ€tte ich vor 16 Jahren gewusst. Damals trat ich einen schon bezahlten Reiturlaub nicht an, weil ich in der 14. Woche schwanger war. So ein Quatsch.
Angela Merkel: "Freiheit". Die Biografie der Altkanzlerin ist lang, ihr ErzÀhlstil detailliert und langatmig, und da ich wÀhrend ihrer Amtszeit auch schon Nachrichten gelesen habe, kenne ich den Plot schon. Perfekt! Es macht also gar nichts, wenn ich der vorlesenden Corinna Harfouch zwischendurch mal nicht so richtig zuhöre. Merkels Sicht auf sich selbst finde ich manchmal nachvollziehbar, manchmal selbstgerecht, fast immer psychologisch interessant.

MigrĂ€nestatistik: 17 Tage, 7 Tabletten. Mir gehtâs trotzdem ganz gut.

Aktuell unterstĂŒtzen 72 Mitglieder meine Arbeit. Unter ihnen verlose ich Ende Juli dieses Stickbild. Du willst in den Lostopf? Hier entlang (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre). Auch wer in den kommenden 30 Tagen das NervenbĂŒndel (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)bucht, hat eine Chance, zu gewinnen.