Die Six Bricks-Methode der LEGO Foundation nutzt sechs farbige DUPLO®-Bausteine in kurzen, strukturierten Übungen. Ursprünglich für Kinder entwickelt, findet sie heute auch Anwendung in der Seniorenbetreuung. Senioren erhalten jeweils ein Set mit sechs Steinen (in der Regel je ein Stein in Rot, Gelb, Blau, Grün, Orange, Weiß) und führen unter Anleitung kleine Bau- oder Zuordnungsaufgaben aus. Dies geschieht in einer entspannten Atmosphäre, bei der spielerisch unterschiedliche Fähigkeiten angesprochen werden. So erleben ältere Menschen durch Six Bricks sinnvolle Aktivierungen, die leicht umzusetzen und kostengünstig sind. Die Methode kann sowohl in Gruppen als auch in Einzelbetreuung eingesetzt werden; sie eignet sich nachweislich auch für Menschen mit Demenz. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre))
Zielsetzung der Methode
Six Bricks verfolgt das Ziel, verschiedene kognitive, motorische und soziale Fähigkeiten zu trainieren. Durch die einfachen Bausteine und ihre farbliche Vielfalt werden gezielt mehrere Entwicklungsbereiche angesprochen:
Kognitive Stimulation: Konzentration, Gedächtnis und Wahrnehmung werden geschult. Die Teilnehmer müssen Farbreihenfolgen erinnern, Muster nachbauen oder auf Ansagen reagieren. So fördern die Übungen zum Beispiel Aufmerksamkeit und Kurzerinnerung – etwa wenn eine Farbsequenz nachgebaut wird. Auch das Lösen einfacher Rechen- oder Wortaufgaben mit den Steinen trainiert das Denken. Studien zeigen, dass LEGO-basierte Aktivitäten Gehirnregionen aktivieren, die mit räumlichem Denken und Problemlösen zusammenhängen, und so die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern.
Motorische Förderung: Mit jedem Greifen, Stapeln und Umherschieben der Steine trainieren Senioren ihre Grob- und Feinmotorik. Zum Beispiel erfordert ein Turmbau-Gewinnspiel präzise Fingerbewegungen und Hand-Auge-Koordination. Auch Gleichgewichts- und Halteübungen (zum Beispiel ein Stein auf einer Handbalancierfläche) können eingebaut werden. Durch die wiederholte Bewegung wird die Beweglichkeit der Hände verbessert und die Geschicklichkeit erhalten.
Sensorische Wahrnehmung: Die farbigen Steine regen die visuelle Wahrnehmung an (Farben, Formen). Zudem wird durch das Berühren der Noppenoberfläche der Tastsinn stimuliert. Jeder Hebe- oder Steinkontakt aktiviert Hunderte von Rezeptoren in der Hand. Manche Übungen binden weitere Sinneserfahrungen ein, z. B. Sinnes-Memory mit Braille-Punkten oder das Ertasten von Formen. Die sensorischen Reize unterstützen die Konzentration und machen das Erlebnis spielerischer.
Soziale und kommunikative Kompetenzen: In Gruppenübungen fördert Six Bricks das Miteinander. Teilnehmer tauschen sich aus, arbeiten zusammen oder treten in freundlichem Wettkampf gegeneinander an. Durch gemeinsames Bauen und Geschichten erzählen entsteht Kommunikation und soziale Interaktion. Zudem können Elemente der Biografiearbeit eingearbeitet werden (jeder Stein steht für ein Lebensereignis), wodurch Erinnerungen ausgetauscht werden. Insgesamt steigert die Methode das Gemeinschaftsgefühl und die Motivation zur Teilnahme.
Vor- und Nachteile
Vorteile: Six Bricks bietet eine Reihe von Pluspunkten in der Seniorenbetreuung. Durch die kurzen, leicht verständlichen Aufgaben bleibt die Aktivität spielerisch und motivieren. Das Material ist preiswert und leicht verfügbar (sechs DUPLO®-Steine genügen), so dass keine großen Investitionen nötig sind. Die Übungen sind skalierbar und flexibel einsetzbar: Sowohl in Einzel- als auch Gruppenangeboten lassen sie sich nach Bedarf anpassen. Wissenschaftliche Berichte weisen darauf hin, dass LEGO®-basierte Aktivitäten bei älteren Menschen Stress und Ängstlichkeit verringern und das Wohlbefinden steigern können. Besonders hervorzuheben ist auch die taktile Stimulation: Jeder Kontakt mit den Steinen löst neurophysiologische Prozesse aus, die der Hirnplastizität förderlich sind. In der Sozial- und Beschäftigungstherapie wird zudem betont, dass solche Aktivitäten Vertrauen aufbauen und kreative Selbstdarstellung ermöglichen.
Nachteile: Dennoch gibt es auch Einschränkungen. Bei hochgradig demenziell veränderten Personen kann es nötig sein, Aufgaben sehr stark zu vereinfachen – manche Übungen könnten überfordern oder schwer verständlich sein. Ältere mit erheblichen motorischen Einschränkungen (z. B. ausgeprägter Tremor, schwere Arthritis) könnten Schwierigkeiten mit dem Handling der Steine haben. Manche Senioren empfinden LEGO®-Steine zudem als „Kinderspielzeug“ und könnten sich zurückziehen, wenn sie das Angebot als kindlich abwerten – hier ist Sensibilität des Betreuers gefragt. Da Six Bricks meist in der Gruppe stattfindet, müssen teilnehmerorientierte Anpassungen sorgfältig getroffen werden, um niemanden zu isolieren. Insgesamt gilt: Six Bricks ist eine ergänzende Aktivität, kein Ersatz für ärztliche oder therapeutische Maßnahmen. Fachleute warnen ferner davor, Angebote zu monoton zu gestalten oder Teilnehmer zu überfordern. Eine gute Betreuung erfordert Geduld und angemessene Hilfestellungen.
Praktische Umsetzung
Die praktische Durchführung einer Six Bricks-Einheit erfordert nur wenig Vorbereitung. Jeder Teilnehmer erhält ein Set mit sechs unterschiedlichen Steinen und einen festen Sitzplatz an einem Tisch oder einer Unterlage. Wichtig ist eine ruhige, freundliche Atmosphäre – häufig wird Six Bricks als Kurzaktivierung (5–15 Minuten) zu Beginn eines Treffens oder als Auflockerung zwischendurch angeboten. Folgende Punkte sind zu beachten:
Einführung und Anleitung: Erklären Sie kurz, wie die Übung funktioniert: Jeder hat sechs Steine, die auf Ansage gelegt, sortiert oder zu einem Gebilde aufgebaut werden. Starten Sie mit einem leichten Beispiel („Legt den roten Stein auf den blauen Stein“) und lassen Sie die Senioren gemeinsam oder nacheinander reagieren. Achten Sie auf klare, kurze Instruktionen und visuellen Kontakt. Wiederholen Sie bei Bedarf Aufgaben, und zeigen Sie gegebenenfalls selbst vor.
Skalierung und Variation: Passen Sie den Schwierigkeitsgrad an die Fähigkeiten der Gruppe an. Bei stärkerer Beeinträchtigung wählen Sie einfachere Aufgaben (z. B. Farbwahl ohne Reihenfolge). Bei höherem Leistungsniveau erhöhen Sie die Komplexität (z. B. mehrere Steine in Reihenfolge legen, Kombinationsaufgaben). Das Six Bricks-Konzept erlaubt viele Variationen – vom schnellen Wettspiel bis zur entspannteren Bau- oder Geschichtsstunde.
Gruppen- vs. Einzelsetting: In der Gruppe bieten sich Wettspiele und Kooperationsaufgaben an (z. B. gemeinsam einen Turm bauen, Kettenaufgaben). Dies fördert soziale Interaktion und macht Spaß. Bei Einzelangeboten können Sie stärker auf Biografie und persönliche Interessen eingehen: Lassen Sie den Senioren mit den Steinen Szenen aus ihrem Leben nachstellen oder Erinnerungen erzählen. Einzelbetreuung ermöglicht auch intensive Anleitung (z. B. Stein für Stein erklären).
Integration in den Alltag: Um die Methode dauerhafte Wirkung zu verleihen, sollten sie regelmäßig in den Tagesablauf eingebunden werden. Six Bricks passt gut in den Morgenkreis, nach dem Mittagessen oder als Aktivierung nach dem Kaffeetrinken. Achten Sie darauf, die Übung nicht zu lange zu wiederholen – Führungskraft empfiehlt Abwechslung, um Ermüdung zu vermeiden. Beziehen Sie bekannte Themen der Senioren ein (z. B. Lieblingsfarben, bekannte Lieder, Jahreszeiten), damit die Übungen vertraut und motivierend bleiben.
Räumliche Gestaltung: Sorgen Sie für eine angenehme Sitzposition und gute Lichtverhältnisse. Eine ruhige Umgebung ohne zu viele Ablenkungen unterstützt die Konzentration. Eventuell kann eine Aktivitätsmatte oder ein Foto als Bauvorlage genutzt werden. Wichtig sind genügend Steine (pro Teilnehmer 6 Stück) und eventuell Hilfsmittel wie Becher, Löffel oder Tücher, falls spezielle Spiele dies erfordern.
Grundsätzlich gilt: Bleiben Sie flexibel und wertschätzend. Ermutigen Sie Teilnehmer, eigene Ideen einzubringen, und loben Sie jeden Versuch. Vermeiden Sie Druck und Frustration – der Spaß und das Erfolgserlebnis stehen im Vordergrund.
Aktivierungen mit Six Bricks
Farbmuster merken
Material: 6 Bausteine (je Rot, Gelb, Blau, Grün, Orange, Weiß).
Anleitung: Eine Person legt ein kurzes Farbmuster hin (z. B. Rot – Gelb – Grün). Die anderen sollen sich die Reihenfolge merken und dieselben Steine in der gleichen Abfolge nachlegen.
Beispiel: Der Betreuer legt Rot, Gelb, Grün nebeneinander. Die Senioren schauen kurz und bauen dann Rot, Gelb, Grün nach – der Ablauf wird gemeinsam besprochen.
Form bauen
Material: 6 Bausteine, gegebenenfalls eine einfache Bauvorlage (Bild oder Skizze).
Anleitung: Nach einer gezeigten Vorlage wird mit den Steinen eine bestimmte Form oder Figur gebaut (z. B. ein kleines Haus, ein Kreuz oder Herz). Dabei üben die Teilnehmer räumliches Denken und Formenerkennung.
Beispiel: Ein Bild eines Hauses wird gezeigt. Die Senioren ordnen die Steine so an, dass sie dem gezeigten Haus ähneln (z. B. gelbe Basis, rotes Dach).
Turm der Farben
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Die Gruppe baut gemeinsam einen möglichst hohen Turm, indem nacheinander Steine hinzugefügt werden. Jeder legt reihum einen Stein auf den Turm. Wer wackelt oder ihn umwirft, sorgt für Ruhepausen oder einen Wechsel.
Beispiel: Der erste Bewohner setzt den roten Stein, der zweite den grünen oben drauf, bis jeder einmal war. Am Ende werden Höhe und Stabilität des Turms gemeinsam beurteilt.
Reaktionsspiel
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Der Betreuer ruft Farben oder konkrete Steine („Gelb!“, „Blau!“). Die Teilnehmer müssen möglichst schnell den entsprechenden Stein anheben oder hinlegen. Dieses Spiel schult Aufmerksamkeit und Schnelligkeit.
Beispiel: Der Betreuer sagt „Grün!“. Alle Teilnehmer nehmen sofort den grünen Stein in die Hand. Wer am langsamsten reagiert, darf im nächsten Durchgang aussetzen oder erhält einen leichten Spaßzug (z. B. stehend Bauanweisungen verfolgen).
Blind ertasten
Material: 6 Bausteine, ein undurchsichtiger Beutel oder Tuch.
Anleitung: Ein Teilnehmer wird gebeten, die Augen zu schließen oder die Hände unter ein Tuch zu stecken. Er ertastet verdeckt einen Stein (Oberfläche, Form) und sagt, welche Farbe es sein könnte. Danach wird nachgeguckt. Diese Übung schärft den Tastsinn.
Beispiel: Ein Bewohner greift einen Stein, spürt mit den Fingern die Struktur und erklärt: „Ich glaube, das ist der blaue Stein.“ Beim Öffnen sieht er, ob er richtig lag, und die Gruppe diskutiert die Tastsinne.
Zahlen bauen
Material: 6 Bausteine, auf Wunsch mit Zahlenstickern 1–6 beschriftet.
Anleitung: Jeder Stein steht für eine Zahl (z. B. Rot=1, Gelb=2, … Weiß=6). Der Betreuer nennt eine Rechenaufgabe (z. B. „2 + 3“). Die Teilnehmer suchen die entsprechenden Steine (2 und 3) und legen sie zusammen, um das Ergebnis zu zeigen.
Beispiel: Der Betreuer sagt „2 + 3“. Die Senioren nehmen den gelben Stein (2) und den orangenen Stein (3) und stapeln sie. Anschließend zählen sie die Klötze und nennen laut die Summe („5“).
Geschichtenbausteine
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Jeder Teilnehmer baut mit seinen Steinen eine kleine Szene oder ein Objekt, das ihm etwas bedeutet (z. B. seinen Lieblingsort, ein Hobby). Dazu erzählt er eine kurze Geschichte oder einen Satz. Diese Übung verbindet kreatives Bauen mit Wortfindung und Erinnern.
Beispiel: Ein Bewohner baut mit einem grünen und einem blauen Stein eine Wiese am Wasser. Er sagt: „Das erinnert mich an meine Ferien am See.“ Die Gruppe nickt und ergänzt vielleicht eigene Erlebnisse.
Klangklötze
Material: 6 Bausteine, eine Tischplatte oder Schlagfläche.
Anleitung: Jeder Stein wird zum „Instrument“. Auf Ansage klopfen alle mit dem entsprechenden Stein auf den Tisch oder schnappen ihn. Der Betreuer gibt ein Klangmuster (z. B. dreimal kurz, einmal lang vor), das die Gruppe nachklopft. So entsteht ein Rhythmus-Spiel.
Beispiel: Der Betreuer klopft mit dem roten Stein im Rhythmus „kurz-kurz-kurz-lang“. Alle versuchen danach, das Muster mit dem roten Stein nachzuahmen. Anschließend gibt die Gruppe ihr eigenes Klopfmuster vor.
Fühlstation
Material: 6 Bausteine, verschiedene Unterlagen (z. B. Samt, Filz, Sandpapier) oder Formen.
Anleitung: Die Teilnehmer fahren mit einem Stein über unterschiedliche Materialien (unter dem Stein) oder erkunden den Stein blind mit den Händen. Anschließend beschreiben sie, wie sich das Material anfühlt oder wie sich der Stein anfühlt. Dadurch wird die haptische Wahrnehmung geschult.
Beispiel: Ein Bewohner legt den roten Stein auf Samt – er sagt, es fühlt sich weich an. Dann trägt er den Stein über Sandpapier – jetzt ist es kratzig. Die Gruppe vergleicht, welches Material ähnlich ist.
Farb-Bingo
Material: 6 Bausteine, Bingo-Karten mit Farbfeldern (eine Karte pro Teilnehmer).
Anleitung: Jedes Feld auf der Karte zeigt eine der sechs Farben. Der Betreuer zieht zufällig einen Stein aus einem Sack und nennt dessen Farbe. Die Teilnehmer suchen auf ihrer Karte dieses Farbfeld und decken es (z. B. mit einem Marker) ab. Wer zuerst eine Linie voll hat, ruft „Bingo“.
Beispiel: Der Betreuer zieht zufällig den blauen Stein und sagt „Blau!“. Alle Teilnehmer, die Blau auf ihrer Karte sehen, markieren dieses Feld. So entsteht ein einfaches Zuordnungsspiel.
Wortketten-Baustein
Material: 6 Bausteine (Farbcode), Papier und Stifte (optional).
Anleitung: Jeder Stein entspricht einem kurzen Wort oder Laut. Die Gruppe bildet gemeinsam eine Wortkette: Der erste Teilnehmer legt einen Stein und sagt ein entsprechendes Wort, der nächste ergänzt ein weiteres in Zusammenhang und legt seinen Stein. Es ensteht ein Satz oder eine Kette von Assoziationen.
Beispiel: Teilnehmer A legt den roten Stein und sagt „Apfel“. Teilnehmer B legt den gelben Stein und sagt „Saft“, C legt Grün für „Ernte“. So entsteht eine kleine Geschichte rund ums Thema Obst.
Blinde Zuordnung
Material: 6 Bausteine, Beutel oder verdeckter Korb.
Anleitung: Die Steine werden verdeckt im Beutel gemischt. Ein Teilnehmer darf ohne hinzuschauen einen Stein herausnehmen und nennt eine Kategorie (z. B. „Obst“). Die anderen überlegen, welches reale Objekt (z. B. Banane) dazu passt, und ordnen es dem entsprechenden Stein zu.
Beispiel: Jemand zieht den weißen Stein und sagt: „Für mich bedeutet der Duft Banane“. Die Gruppe bespricht gemeinsam: Gehört Banane zum weißen Stein? Vielleicht steht Weiß ja für „Frucht“.
Rhythmusgeschichte
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Jeder Stein wird mit einem Klang oder einer Geste verknüpft. Gemeinsam erfinden die Teilnehmer eine kleine Geschichte, und bei jedem Satz oder Wort „spielen“ sie die Geschichte mit den Steinen rhythmisch nach. So entstehen geräuschhafte Nacherzählungen.
Beispiel: Die Bewohner erzählen von einem Waldspaziergang. Sie ordnen z. B. dem grünen Stein das Rascheln der Blätter zu, dem blauen Stein das Rauschen eines Baches (durch leichtes Klopfen). Die Geschichte wird lebendig durch Geräusche.
Hochstapler
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Wettbewerb: Wer baut einen möglichst hohen Turm aus allen sechs Steinen, ohne dass er umfällt? Die Teilnehmer bauen einzeln oder in kleinen Gruppen, während die anderen zuschauen. Jeder darf dabei nur einen Stein zurzeit setzen.
Beispiel: Zwei Senioren treten gegeneinander an. Sie wechseln sich ab, bauen Stein um Stein auf, bis der Turm hoch genug ist oder kippt. Anschließend lobt man den Sieger und analysiert, welcher untere Stein für Stabilität gesorgt hat.
Farbwechsler
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Alle Steine werden verdeckt auf dem Tisch verteilt. Nacheinander deckt jeder zwei Steine kurz auf und sagt laut die Farbnamen. Sind die Farben gleich, behält er die Steine, sind sie verschieden, deckt er sie wieder zu. Ziel ist es, Farbbegriffe richtig zu zuordnen und sich die Positionen zu merken.
Beispiel: Ein Teilnehmer dreht den roten und gelben Stein um. Er sagt „Rot, Gelb“ und bemerkt, dass die Farben unterschiedlich sind. Die Gruppe deckt beide wieder zu und fährt fort.
Bildnachbau
Material: 6 Bausteine, ein einfaches Foto oder Bild (z. B. ein Haus, ein Tier).
Anleitung: Der Betreuer zeigt ein Bild mit einer aus sechs Teilen bestehenden Konstruktion. Die Senioren schauen sich die Farbordnung und Form genau an und versuchen dann, das Bild mit ihren Steinen nachzubauen. Dies fördert das Gedächtnis für räumliche Muster.
Beispiel: Auf einem Foto ist ein gelbes Haus mit rotem Dach dargestellt. Die Senioren platzieren die gelben Steine als Wände und legen den roten Stein oben als Dach drauf, so wie auf dem Bild.
Partnerübung
Material: 12 Bausteine (jeweils zwei Sets à 6 Steine für zwei Personen).
Anleitung: In Zweier-Teams arbeiten die Teilnehmer zusammen: Sie bauen abwechselnd mit ihren Steinen an einer gemeinsamen Struktur. Wichtig ist, sich abzustimmen, wer welchen Stein benutzt, um das Ziel (z. B. ein Turm oder eine Mauer) zu erreichen. Diese Übung schult Kooperation und Kommunikation.
Beispiel: Ein Paar möchte zusammen einen sechsstufigen Turm bauen. Der Partner A legt den ersten grünen Stein, Partner B den nächsten roten usw. Sie besprechen, damit der Turm gerade bleibt.
Geruchszuordnung
Material: 6 Bausteine, 6 Duftmuster (z. B. Duftstäbchen oder Teebeutel mit Vanille, Zimt, Orange, Kaffee, Lavendel, Minze).
Anleitung: Vorher wurde jeder Stein einem Duft zugeordnet und markiert. Jetzt riechen die Senioren an den Duftstoffen und müssen erraten, welchem farbigen Stein der Geruch gehört. Dies bindet den Geruchssinn ein und fördert Assoziationsfähigkeit.
Beispiel: Ein Bewohner riecht an der Lavendelprobe und sagt: „Der riecht nach meinem grünen Stein.“ Es wird geprüft, ob der grüne Stein wirklich für Lavendel stand. Dann besprechen alle, welche Erinnerungen der Duft weckt.
Alltagsroutine nachbauen
Material: 6 Bausteine, Bildvorlagen oder kleine Gegenstände aus dem Alltag (optional).
Anleitung: Die Teilnehmer denken an ihren Tagesablauf oder häufige Tätigkeiten (z. B. Aufstehen, Frühstück, Spazieren). Mit den Steinen symbolisieren sie drei bis fünf Stationen und erzählen dazu. So wird spielerisch über den eigenen Alltag gesprochen.
Beispiel: Ein Bewohner legt einen roten Stein (Symbol für Aufstehen) und erzählt, dass er immer um 6 Uhr aufsteht. Den gelben Stein (Frühstück) legt er daneben und beschreibt, was er zum Frühstück isst.
Stein-Gewichte-Raten
Material: 6 Bausteine, ggf. kleine unterschiedlich schwere Alltagsgegenstände (z. B. Münzen, Schlüssel).
Anleitung: Ein Teilnehmer hält verdeckt einen Stein und einen Gegenstand in der Hand und versucht zu erraten, welcher schwerer ist. Die Gruppe kann darüber diskutieren oder anschließend überprüfen, um den Tastsinn und Vergleichsvermögen zu schulen.
Beispiel: Jemand vergleicht den roten Stein mit einer Münze, ohne hinzusehen. Er sagt: „Der rote Stein ist schwerer.“ Anschließend wiegen alle mit einer Waage nach.
Reihentausch
Material: 6 Bausteine, Karten mit Wörtern oder Sätzen (z. B. kurze Sätze auf Papier).
Anleitung: Jeder Stein steht symbolisch für ein Wort in einem Satz. Der Betreuer spricht einen kurzen Satz vor. Die Senioren legen dann die Steine in einer vorgegebenen Reihenfolge ab und lesen den Satz nach. Danach kann ein Wort ausgetauscht werden und die neue Reihenfolge eingeübt werden.
Beispiel: Der Betreuer sagt „Der Hund bellt laut.“ Die Gruppe legt die Steine in der Reihenfolge (Grün=Der, Blau=Hund, Rot=bellt, Gelb=laut). Dann wird „laut“ durch „leise“ ersetzt; die Senioren legen den entsprechenden Stein um.
Wort-Assoziation
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Jeder Teilnehmer nimmt sich einen Stein und überlegt sich spontan ein Wort, das er mit der Farbe verbindet. Anschließend nennen sie reihum ihre Assoziationen, und die Gruppe diskutiert kurz darüber. Diese Übung fördert Sprachfluss und Kreativität.
Beispiel: Ein Bewohner nimmt den blauen Stein und sagt „Himmel“, ein anderer „Meer“. Sie sprechen darüber, wann sie zuletzt den blauen Himmel sahen oder am Wasser spazieren gingen.
Farben-Legende
Material: 6 Bausteine, Papier und Stifte.
Anleitung: Die Gruppe erstellt gemeinsam eine Farblegende. Jede Farbe erhält ein Symbol oder Wort (z. B. Rot = Liebe, Grün = Natur). Diese Legendeneinträge werden auf Papier geschrieben oder gezeichnet. Anschließend werden Fragen gestellt, und die Senioren müssen die Bedeutung einer Farbe aus der Legende nennen.
Beispiel: Man schreibt „Rot = Liebe“ auf ein Blatt. Der Betreuer hält den roten Stein hoch und fragt: „Was bedeutet Rot für uns?“ Die Senioren lesen oder sagen gemeinsam „Liebe.“
Gegenstands-Reihe
Material: 6 Bausteine, 6 kleine Alltagsgegenstände (z. B. Teetasse, Blume, Buch etc.).
Anleitung: Die Steine werden in einer Reihe aufgestellt. Jeder Stein steht für einen ausliegenden Gegenstand, der thematisch dazu passt. Die Teilnehmer legen nun den passenden Gegenstand vor den entsprechenden Stein und erklären kurz, warum er passt.
Beispiel: Der rote Stein könnte für eine Kerze stehen („rot wie die Flamme“), der grüne Stein für einen Kleeblatt-Anstecker usw. Die Gruppe überprüft die Zuordnung und spricht über die Bedeutung.
Farbgrad wechseln
Material: 6 Steine derselben Farbfamilie (z. B. sechs Blautöne, wenn verfügbar).
Anleitung: Sind Stufen einer Farbe (von hell nach dunkel) vorhanden, ordnen die Teilnehmer die Steine nach Helligkeit. Danach diskutieren sie, wo sie solche Farbverläufe aus dem Alltag kennen (z. B. Himmel, Wasser).
Beispiel: Drei blaue Steine werden von hell nach dunkel gelegt. Ein Bewohner sagt: „Das erinnert an den Himmel am Morgen, Mittag und Abend.“ Die Gruppe ergänzt weitere Beispiele.
Würfelgleich
Material: 6 Bausteine, ein Würfel mit Zahlen 1–6.
Anleitung: Jeder Stein steht für eine Zahl (z. B. Rot=1, Gelb=2, …). Die Teilnehmer würfeln nacheinander. Die gewürfelte Zahl wird mit dem farbigen Stein in Verbindung gebracht, den der entsprechende Teilnehmer nehmen oder nennen muss.
Beispiel: Ein Bewohner würfelt eine 4. Da der grüne Stein für 4 steht, ruft er „Grün!“ und nimmt den grünen Stein in die Hand. Dann zählt er laut bis 4.
Schreibwerkstatt
Material: 6 Bausteine, Papier und Stift.
Anleitung: Nach Belieben baut die Gruppe gemeinsam ein Objekt mit den Steinen. Anschließend schreibt oder diktiert ein Teilnehmer einen kurzen Satz oder ein Stichwort dazu. Diese Verknüpfung von Bauen und Sprache fördert Kreativität und Ausdruck.
Beispiel: Die Gruppe baut aus allen Steinen gemeinsam ein Herz. Ein Bewohner schreibt oder sagt: „Freude im Herzen.“ Gemeinsam freut man sich über das gelungene Bild und die Idee.
Musikalische Begleitung
Material: 6 Bausteine, Musikplayer mit vertrauter Musik.
Anleitung: Spielen Sie ein bekanntes, passendes Lied. Jeder Stein steht für ein bestimmtes Ereignis im Lied (z. B. erster Refrain, lautes Stück). Bei diesen Momenten halten die Teilnehmer den zugehörigen Stein hoch oder führen eine kleine Geste aus. Dies verbindet Musik mit motorischer Aktivität.
Beispiel: Beim Lied „Hoch am blauen Himmel“ hebt die Gruppe den blauen Stein während des Refrains. Alle klatschen zusätzlich mit dem Stein im Takt.
Blinde Führung
Material: 6 Bausteine, Augenbinden.
Anleitung: In Paaren wird einer Person die Augen verbunden. Der andere führt behutsam ihre Hand zum geforderten Stein. Der Sehende darf nur durch mündliche Anweisungen (z. B. „zwei Schritte nach rechts, dann nach unten“) leiten. So wird räumliche Orientierung und Vertrauen trainiert.
Beispiel: Ein Bewohner B fühlt sich an, wie der rote Stein vor ihm liegt. Der Betreuer sagt: „Strecke deine Hand nach vorn.“ B greift den roten Stein – das klappt, und sie tauschen anschließend die Rollen.
Zahlenklopfen
Material: 6 Bausteine, glatte Unterlage.
Anleitung: Jedem Stein wird eine Klopfzahl zugeteilt (z. B. Rot = 1 Klopfer, Gelb = 2 Klopfer etc.). Der Betreuer spricht eine Zahlenreihe (z. B. „3-1-4“). Die Teilnehmer klopfen nun reihum mit dem Stein, der der jeweiligen Zahl entspricht (3 Klopfer mit blau, 1 Klopfer mit rot, 4 Klopfer mit grün).
Beispiel: Die Zahlenreihe 2-1 wird genannt. Alle Teilnehmer klopfen erst zweimal schnell mit dem gelben Stein, dann einmal mit dem roten. Anschließend vergleichen sie, ob Rhythmus und Reihenfolge stimmen.
Wahrnehmungslauf
Material: 6 Bausteine, markierter Parcours (z. B. eine Linie auf dem Boden, Hindernisse).
Anleitung: Die Teilnehmer balancieren reihum jeweils einen Stein auf einem Löffel oder in der Hand über einen kurzen Hindernisparcours (z. B. um Stühle herum). Fällt der Stein, muss man von vorn beginnen. Diese Übung verbindet Motorik mit Konzentration.
Beispiel: Zwei Senioren turnen einen Stein jeweils auf einem Kaffeelöffel balancierend um Stuhlbeine. Wer ins Stolpern gerät, überlässt dem Nächsten den Löffel.
Geschichtenraten
Material: 6 Bausteine, evtl. leere Zettel oder Symbole.
Anleitung: Jeder Teilnehmer schreibt oder zeichnet etwas auf einen Zettel (z. B. ein Haus, einen Baum). Der Betreuer nimmt einen Zettel, baut etwas Ähnliches mit seinen Steinen und lässt die Gruppe raten, was gemeint ist. Dies aktiviert die Vorstellungskraft und das Sprachvermögen.
Beispiel: Auf einem Zettel steht „Hund“. Der Betreuer legt zwei Steine als Beine und einen Stein als Kopf (mit Ohren-Darstellung) hin. Die Gruppe erkennt beim Betrachten schnell, dass es ein Hund sein soll, und spricht darüber.
Formenpuzzle
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Teilen Sie die Gruppe in zwei Hälften. Gruppe A baut heimlich eine Figur aus den Steinen (z. B. ein Zickzack), Gruppe B hat die gleiche Steinauswahl und soll ein ähnliches Puzzle ohne Vorblick lösen. Anschließend tauschen die Gruppen ihre Strukturen aus.
Beispiel: Gruppe A legt eine kleine Zickzackform. Gruppe B schaut kurz herüber und versucht, mit ihren Steinen einen ähnlichen Zickzack zu legen. Danach überprüft man die Ergebnisse und bespricht, wie man darauf kam.
Farbmischexperiment
Material: 6 Bausteine, falls vorhanden transparente Farbfolien oder Wasserfarben (optional).
Anleitung: Experimentell lassen sich Farbtöne mischen: Legen Sie z. B. eine grüne und eine rote Folie übereinander auf einen Stein. Die Gruppe diskutiert, welche Mischfarbe entsteht (hier Braun), und überträgt das auf Alltagsbeispiele (z. B. Herbstlaub).
Beispiel: Der Betreuer hält blaues und gelbes Transparentpapier übereinander – die Gruppe sieht Grün. Man bespricht, wo sie dieses Prinzip kennen, etwa bei grünen Blättern oder Farbmischungen.
Match zu Musik
Material: 6 Bausteine, ein Musikstück.
Anleitung: Bestimmen Sie, bei welchem Liedteil jeder Stein „aktiviert“ wird. Beispielsweise können die Teilnehmer beim lautesten Teil einer Melodie den roten Stein heben, beim ruhigen Teil den blauen. So verbinden sie Rhythmus und Stimmungen mit Farben.
Beispiel: Bei einem fröhlichen Kinderlied heben alle beim Refrain den roten Stein und klatschen leicht dazu; beim leisen Teil greifen sie stattdessen den weißen Stein und summen leise.
Wort anordnen
Material: 6 Bausteine, Karteikarten mit Begriffen.
Anleitung: Auf Zettel werden kurze Wörter oder Begriffe geschrieben (z. B. „Hund“, „Lied“, „Rose“). Die Gruppe ordnet die Begriffe nach Kategorien (z. B. Tiere, Musik, Pflanzen) und legt die entsprechenden Steine unter die richtigen Begriffe, um Assoziationen zu thematisieren.
Beispiel: Die Karte „Garten“ kommt auf den grünen Stein („Natur“), „Flöte“ auf den gelben („Musik“). Die Senioren erklären ihre Zuordnung und hören von anderen Mitbewohnern ggf. weitere Beispiele.
Formen ordnen
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Die Teilnehmer legen aus den Steinen verschiedene geometrische Formen oder Bilder. Zum Beispiel können sie mit drei Steinen ein kleines Rechteck legen, mit anderen zwei Steinen ein L, usw. Anschließend erklärt jeder kurz, welche Form er gebaut hat.
Beispiel: Ein Teilnehmer steckt drei Steine flach aneinander – er sagt, das sei ein „Bett“. Eine andere Gruppe legt zwei Steine als „Tür“. So erkunden alle Alltagsformen neu.
Geburtstagskreation
Material: 6 Bausteine, Foto von einer betroffenen Person (als Anregung).
Anleitung: Mit einem Foto aus der Jugend oder einem besonderen Anlass (z. B. Hochzeit) baut die Gruppe etwas, das zum Bild passt. Dies kann in Verbindung mit Erinnerungen sprechen und Biografiearbeit fördern.
Beispiel: Auf dem Foto ist ein Paar vor einem See zu sehen. Die Gruppe baut einen blauen Stein (Wasser) neben einen grünen (Ufer) und erzählt gemeinsam die Geschichte hinter dem Bild.
Schnitzeljagd
Material: 6 Bausteine, Hinweise auf Papier.
Anleitung: Kleine Zettel mit Hinweisen werden im Raum versteckt. Jeder Hinweis führt zu einem Stein (z. B. „Schaue dort, wo Bücher schlafen“ führt zum blauen Stein am Bücherregal). Am Ende bilden alle gefundenen Steine ein Gesamtbild oder lösen eine letzte Aufgabe.
Beispiel: Ein Hinweistext führt zum roten Stein unter dem Kissen. Die Gruppe findet ihn, legt ihn auf den Tisch. Am Ende soll mit allen sechs Steinen eine Brücke gebaut werden, die als Schatztruhe dient.
Partner-Pass
Material: 6 Bausteine (gleich verteilt auf zwei Teilnehmer).
Anleitung: Zwei Partner geben sich reihum je einen Stein („passen“ ihn zum anderen). Bei einem vereinbarten Signal (z. B. Wort „Tausch“) übergeben sie ihre Steine aneinander. Dies erfordert Absprachen und fördert soziales Miteinander.
Beispiel: Zwei Senioren sitzen sich gegenüber. Sie tippen sich jeweils einen Stein zu und sagen dabei „eins, zwei, drei“ im Takt. Beim Wort „Tausch“ tauschen sie die Steine und führen die Runde weiter.
Geometrischer Zungenbrecher
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Die Gruppe bildet eine fixe Reihenfolge aller sechs Farben (z. B. Rot, Weiß, Blau, Gelb, Grün, Orange). Diese Reihenfolge wird wie ein „Zungenbrecher“ oft hintereinander gesagt und mit den Steinen in der Luft nachgemalt. Ziel ist, sich Reihenfolge und Farbnamen einzuprägen.
Beispiel: Gemeinsam sprechen alle dreimal hintereinander „Rot–Weiß–Blau–Gelb–Grün–Orange“ und führen dabei mit den Händen jeweils die entsprechenden Steine nacheinander. Dabei wird die Reihenfolge gemerkt.
Baum des Lebens
Material: 6 Bausteine, großes Blatt oder Tafel.
Anleitung: Auf eine große Skizze eines Baums setzen die Senioren ihre Steine als „Äste“. Jeder Stein steht für ein wichtiges Ereignis (siehe Biografie-Turm). Beim Platzieren erzählt der Teilnehmer, was in diesem Lebensabschnitt besonders war (z. B. „Blauer Stein für meinen Schulabschluss“).
Beispiel: Ein Bewohner legt den roten Stein auf einen Ast und sagt: „Geburt meines Kindes, das war rot vor Freude.“ Dann kommt der gelbe Stein: „Hausbau – das war sonnig und neu.“
Wortkette (Silben bauen)
Material: 6 Bausteine, Papier mit Silben (optional).
Anleitung: Der Betreuer beginnt mit einem kurzen Wort. Nacheinander legt jeder Teilnehmer einen Stein und fügt eine Silbe hinzu, die das vorherige Wort verlängert oder verwandelt. Die Gruppe spricht jedes Wort laut aus. Dies fördert Sprachfluss und Wortfindung.
Beispiel: Startwort „Haus“ – Teilnehmer A legt einen Stein und sagt „Haus + Tier = Haustier“. Teilnehmer B ergänzt „Haustier + Leine = Haustierleine“. Gemeinsam wird es wiederholt.
Brücken bauen
Material: 6 Bausteine, stabile Ablageflächen (z. B. zwei Tischränder oder Bücher).
Anleitung: Errichten Sie mit den sechs Steinen eine Brücke, die einen kleinen Gegenstand überspannen kann. Die Gruppe muss überlegen, wie die Steine so platziert werden, dass die Brücke stabil ist. Dies schult Problemlösen und Feinmotorik.
Beispiel: Zwei Teilnehmer stellen zwei Steine senkrecht als Pfeiler auf. Sie legen andere Steine oben drüber, sodass ein Lineal oder Stift von einem Ende zum anderen liegt, und prüfen, ob es hält.
Partner-Spiegel
Material: 12 Bausteine (zwei identische Sets à 6 Steine).
Anleitung: In Paaren baut eine Person ein kleines Gebilde mit ihren Steinen. Der Partner sieht zu und versucht dann, es spiegelverkehrt mit seinen Steinen nachzubauen. Kommunikation ist erlaubt, um Hinweise zu geben. Dies schärft räumliches Vorstellungsvermögen und Geduld.
Beispiel: Person A baut einen Turm (rot-grün-weiß oben). Person B nimmt seine Steine und platziert sie spiegelbildlich. Anschließend vergleichen beide die Ergebnisse und sprechen darüber.
Zahlenbausteine
Material: 6 Bausteine mit Zahlenstickern 1–6.
Anleitung: Die Teilnehmer legen die Steine entsprechend einer angesagten Zahlenfolge auf den Tisch. Anschließend nennen sie beispielsweise die Summe aller Zahlen oder führen eine einfache Rechenaufgabe mit den Zahlen durch. So werden Zahlennamen und Kopfrechnen geübt.
Beispiel: Es wird die Folge „2-5-1“ angesagt. Die Bewohner legen die Steine 2, 5, 1 der Reihe nach hin. Zusammen zählen sie die Punkte: „2 + 5 + 1 = 8“.
Wortkette (Bedeutungskette)
Material: 6 Bausteine, Zettel und Stift.
Anleitung: Der Betreuer nennt ein Begriffs-Paar oder ein Thema (z. B. „Sommer, Sonne“). Jeder Teilnehmer denkt sich reihum ein neues Wort aus, das inhaltlich dazu passt, und legt einen Stein dabei ab. Es entsteht eine Assoziationskette. Dies fördert das Denken in Zusammenhängen.
Beispiel: Startthema „Sommer, Strand“. Ein Bewohner ergänzt „Kälte“ (da es das Gegenteil zum wärmenden Sommer ist) und legt seinen Stein hin. Die Gruppe diskutiert, warum er das Wort wählte.
Biografieturm
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Jeder Teilnehmer baut mit seinen Steinen einen „Turm des Lebens“. Jeder Stein steht symbolisch für einen Lebensabschnitt (z. B. Geburt, Schulzeit, Beruf, Familie, Ruhestand). Beim Bau erzählt er eine wichtige Erinnerung zu jedem Abschnitt.
Beispiel: Ein Bewohner platziert den ersten Stein (unten) für seine Kindheit und sagt: „Auf dem Bauernhof geboren.“ Er setzt weitere Steine und erläutert Schule, Hochzeit, und legt den letzten Stein für den Ruhestand oben auf.
Tempoturm
Material: 6 Bausteine, Timer oder Stoppuhr.
Anleitung: Die Gruppe wird in Teams eingeteilt. Jedes Team baut so schnell wie möglich einen Turm aus allen sechs Steinen innerhalb einer kurzen Zeit (z. B. 30 Sekunden). Anschließend misst man, welches Team den höchsten oder stabilsten Turm errichtet hat.
Beispiel: Team A schafft in 30 Sekunden einen vierstöckigen Turm, Team B kommt nur auf drei Stockwerke. Man lobt beide und überlegt gemeinsam, wie man den Turm stabiler gemacht hätte.
Steinpantomime
Material: 6 Bausteine.
Anleitung: Ein Teilnehmer stellt mit einem Stein pantomimisch einen Gegenstand oder eine Tätigkeit dar. Die anderen müssen erraten, was gemeint ist. Dann wechseln die Rollen. Diese Übung regt Kreativität und nonverbale Kommunikation an.
Beispiel: Ein Bewohner hält den gelben Stein ans Ohr, als würde er telefonieren. Die Gruppe errät „Telefonieren“. Anschließend wählt ein anderer den grünen Stein und stellt „Essen“ dar (als hält er einen Löffel).