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Adventskalender herstellen und füllen

Adventskalender gehören seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum der Vorweihnachtszeit und zählen die Tage bis zum Heiligabend. Sie sollen ähnlich wie der Adventskranz die Wartezeit verkürzen und die Vorfreude steigern. Ursprünglich stammt der Brauch aus protestantischen Kreisen (Johann H. Wichern, 1839) und wird heute in christlich geprägten Ländern zur Einstimmung auf Weihnachten gepflegt. Im deutschsprachigen Raum sind Adventskalender vor allem für Kinder üblich, es gibt aber auch Varianten für Erwachsene. Oft werden öffentliche Gebäude oder Wohnzimmer weihnachtlich dekoriert – so entstand die Idee, öffentliche Adventskalender an Rathäusern oder Gemeinschaftsräumen zu gestalten.

Gerade für ältere Menschen hat die Adventszeit eine besondere Bedeutung: Sie gilt als Zeit der Besinnung und des familiären Zusammenhalts, in der Erinnerungen an vergangene Zeiten wach werden. Kreative Angebote im Advent schaffen generationsübergreifende Begegnung – Bastelstunden mit Kindern, Enkeln oder Betreuungskräften sind typisch. Besonders bei Demenzkranken weckt das gemeinsame Basteln Erinnerungen und Freude. Ein selbstgemachter Adventskalender kann somit auch im Alter ein vertrautes Ritual aus der Kindheit fortsetzen und Orientierung geben, indem er Struktur in den Dezember bringt und jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis schenkt.

Zielsetzung: Aktivierung durch Basteln und Füllen von Adventskalendern

Das Basteln selbst stellt für Senioren eine ganzheitliche Aktivierung dar. Es fordert die Motorik heraus (Hände und Finger sind intensiv im Einsatz), wodurch die Beweglichkeit und Feinmotorik erhalten bleiben. Zugleich ist beim Basteln Konzentration gefragt: Anleitungen zu befolgen oder Vorlagen nachzuarbeiten trainiert Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Die kognitiven Fähigkeiten wie Planung und Problemlösen werden angeregt, was dem altersbedingten Abbau von Gedächtnisfunktionen entgegenwirken kann. Gleichzeitig haben Senioren beim Gestalten die Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken – selbstgemachte Gegenstände vermitteln das Gefühl von Produktivität und Zufriedenheit.

Ein weiterer wichtiger Effekt ist die soziale Interaktion: Basteln in der Gruppe bietet Austausch, Gesprächsanlässe und gemeinsame Erfolgserlebnisse. In Handarbeits- oder Bastelrunden können sich Senioren beim Werken unterhalten, erfinden vielleicht gemeinsam Ideen und finden Freunde. Gerade bei Vereinsamung im Alter ist dieser Gemeinschaftsaspekt wesentlich: Gruppenaktivitäten verringern das Einsamkeitsgefühl, geben emotionalen Rückhalt und stärken das Selbstwertgefühl. Senioren erleben, dass sie trotz altersbedingter Einschränkungen aktiv sind und noch etwas schaffen können – das steigert die Lebensfreude und das Wohlbefinden erheblich.

Hinzu kommt die positive emotionale Komponente: Basteln wirkt oft entspannend und beruhigend, weil der Fokus auf einer sinnvollen, kreativen Tätigkeit liegt. Sorgen und Ängste treten in den Hintergrund, Stress wird reduziert. Pflegeexperten beschreiben Handarbeit deshalb als wohltuende Beschäftigung, die Körper, Geist und Seele guttut.

Zusammenfassend bringt das Basteln eines Adventskalenders für Senioren vielfältige Nutzen: Es trainiert Feinmotorik, Konzentration und Gedächtnis, fördert Kreativität und Selbstwirksamkeit und ermöglicht Gemeinschaftserlebnisse. Nicht zuletzt enthält der Adventskalender oft Elemente der Erinnerungsarbeit: Wenn etwa bekannte Weihnachtslieder gesungen, alte Familienrezepte gebacken oder Gesprächsimpulse zu früheren Weihnachten gegeben werden, werden biografische Erinnerungen geweckt. Gerade für Menschen mit Demenz kann dies sehr sinnstiftend sein – Bastel- und Lese-Aktivitäten rufen Erinnerungen und damit Freude hervor.

Vor- und Nachteile: Gruppendynamik, Aufwand und Anforderungen

Vorteile: Gemeinsames Adventsbasteln nutzt die positiven Gruppendynamiken. Erfahrungsberichten zufolge stärken gemeinsame Aktivitäten im Alter das Gemeinschaftsgefühl, führen zu gemeinsamen Erfolgserlebnissen und fördern soziale Bindungen. Durch das gemeinsame Lachen, Singen oder Ergebnisbewundern wird die Lebensfreude erhöht. Zudem kann spielerische Aktivierung (Gemeinschaftsspiele, gemeinsame Bewegung) mit dem Basteln kombiniert werden: Gezielte Bewegungsspiele oder Tanzeinlagen lösen Lachen aus und trainieren gleichzeitig Mobilität, wodurch Sturzgefahr verringert wird. Das strukturierte Einhalten eines Tagesplans (jeden Tag ein Türchen) gibt den Teilnehmern zudem Sicherheit durch Routine.

Nachteile: Andererseits erfordert ein Bastelangebot auch Planung und Anpassung. Die Gruppengröße und das individuelle Befinden müssen berücksichtigt werden. Ältere Menschen können sehr unterschiedliche Fähigkeiten haben: Für die Aktivitäten müssen Mobilität, Sehfähigkeit und Konzentrationsdauer der Teilnehmer berücksichtigt werden. Ein zu anspruchsvolles Projekt kann überfordern – deshalb ist es wichtig, Überforderung zu vermeiden und Freiwilligkeit zuzulassen. Insbesondere Demenzkranke sollten nicht zu vielen Details gezwungen werden (Zuschauen sollte auch möglich sein).

Zum Material- und Planungsaufwand: Die Herstellung eines Adventskalenders erfordert oft viel Material (z.B. Papier, Stoff, Holz, Kleber, Farben, Dekoration) sowie Zeit für Zuschnitt, Bemalen und Trocknen. Dies kann Kosten verursachen. Mit Kreativität lassen sich zwar kostengünstige oder gesammelte Materialien einsetzen, dennoch sollten Budget und Beschaffungsaufwand im Vorhinein kalkuliert werden. Ein Beispiel aus einer Senioreninitiative: Dort wurde empfohlen, die Unkosten pro Kalenderfach unter ca. 1,50 € zu halten, um die Aktion finanziell erschwinglich zu machen. Außerdem erfordert das Vorbereiten 24 Einzelteile Zeit – oft ist es sinnvoll, die Bastelarbeiten auf mehrere Tage aufzuteilen (z.B. zwei bis drei Tage pro Woche Bastelnachmittag), damit niemand überlastet wird.

Bei der Feinmotorik: Komplexere Basteltechniken (Kleben, Fädeln, Schneiden) können manche Senioren vor Schwierigkeiten stellen. Dies kann aber auch als Training genutzt werden. Statt schwerer Nadelarbeiten könnten zum Beispiel große Perlen oder Filzteile zum Knüpfen angeboten werden. Schneiden und Kanten sollte mit runden Scheren erfolgen. Es ist zu beachten, dass Fingerfertigkeiten variieren; dennoch lassen sich oft kreative Lösungen finden, z.B. „Schablonen“ zum Nachzeichnen oder vorgefertigte Elemente, die geklebt werden können.

Umfangreiche Anleitung: Basteltechniken zur Herstellung

  • Papierkalender: Mit Papier und Karton lassen sich schnell Kalender basteln. Eine sehr einfache Variante nutzt bedruckte Butterbrottüten. Jede Tüte wird mit einem kleinen Inhalt (z. B. Gedicht, Rätsel oder Süßigkeit) befüllt und mit einer Schleife zugebunden. Aus Tonpapier oder bedrucktem Papier werden 24 Sterne oder Etiketten ausgeschnitten (Zahlen 1–24 darauf). Diese werden mit einem Locher gelocht, auf ein Geschenkband aufgefädelt oder mit Kleber auf den Tüten befestigt. Alternativ können auch bunte Papiertüten mit selbstgestalteten Etiketten beklebt werden. Für geübte Bastler eignet sich Origami: Aus quadratischen Papierblättern kann man kleine Kuverts oder Boxen falten. Eine weitere Idee sind kreative Kalendermodelle aus größeren Papierflächen: Man faltet z. B. ein 24-Täschchen-Faltbuch oder eine Art „Heft“, in das man je ein Türchen schneidet und mit Klappen versieht. Ein Papier-Adventskranz (rund angeordnete Papiertüten oder -fächer) ist ebenso möglich, wenn man es formschöner als die Kindervariante gestalten möchte.

  • Stoff- bzw. Filzkalender: Aus Stoffresten oder Filz lassen sich kleine Säckchen oder Taschen nähen oder kleben. Eine pfiffige Variante ist es, aus einem alten Pullover Säckchen zu fertigen: Schneiden Sie aus einem Ärmel oder Unterteil des Pullovers gleich große Rechtecke, nähen Sie diese zu kleinen Beuteln und verzieren Sie sie mit Filzsternen oder Ziffern. Anschließend werden die Säckchen mit Geschenken befüllt. Eine gemeinsame Leine oder ein Ast dient als Aufhängung: Mit kleinen Holzklammern werden die Säckchen dort befestigt. Für nähbegeisterte Gruppen kann man auch 24 Stoffbeutel (z.B. aus Filz) annähen und an einem Stock oder einer Leiste anordnen. Ältere Personen mit Nähkenntnissen können ein einfaches Stoffquilt nähen: 24 kleine Stoffsäckchen auf ein großes Stück Stoff (den Hintergrund) aufnähen und aufhängen. Für weniger Geübte reicht es, Stoff mit Heißkleber auf Karton zu kleben oder Filzsteckkarten zu erstellen, die die Zahlentaschen halten.

  • Holz-Adventskalender: Holz bietet dauerhafte und dekorative Lösungen. Ein Beispiel ist ein Kalender in Form eines Hauses oder Baumes, wie Landlust zeigt. Man nimmt ein längliches Brett und teilt es gedanklich in 24 Abschnitte (gleichmäßige Reihen mit kleinen „Dächern“). Dann zeichnet man auf dem Brett Dachspitzen ein und sägt diese mit einer Laubsäge aus. Nachdem alle 24 Spitzen ausgesägt und geschliffen sind, kann ein Holzstern ausgesägt (z.B. aus Sperrholz) und mit Farbe bemalt werden. Ebenso kann man aus Sperrholz kleine Figuren (Tannenbäume, Sterne, Häuschen) aussägen. Wichtig ist eine sorgfältige Oberfläche: Schleifen Sie alle Kanten ab. Die Ziffern 1–24 können mit einem Brandmaler aufgemalt oder mit Holzstiften aufgetragen werden. Anschließend werden in die Rückseite unter jedes Dach oder hinter jede ausgesägte Figur kleine Behältnisse (z. B. Linsen, Reagenzgläser, dicht verschlossene Röhrchen) eingeklebt, in die man die Überraschungen steckt. Bei dieser Technik benötigt man allerdings handwerkliches Geschick und evtl. Unterstützung durch Betreuungskräfte. Für einfachere Holzarbeiten kann man auch kleine Holzwürfel oder Filzplatten kaufen, diese nummerieren und auf einer Holzplatte oder an einer Schnur arrangieren.

  • Upcycling-Ideen: Mit Recyclingmaterial bastelt man besonders preiswert. Aus leeren Klopapierrollen lassen sich Adventstürchen formen: Schneiden Sie jede Rolle seitlich auf und bekleben Sie sie außen mit Geschenkpapier. Schieben Sie die Öffnung zur Mitte zusammen, so dass die Rolle flach steht, und fixieren Sie sie mit Klebestreifen. Jede Rolle wird mit einer Ziffer (aufkleben oder aufmalen) versehen und mit kleinen Süßigkeiten oder Zettelchen befüllt. Eine ähnliche Idee: leere Joghurtbecher oder kleine Schachteln (z. B. aus Schokolade) mit weißem Papier umkleben und verzieren. Aus Kartonagen (z. B. Milchkartons) lassen sich Häuser oder Tannenbäume schneiden, in die man Fenster und Türen schneidet und darin Süßes versteckt.

    Auch aus Textilien lässt sich upcyclen: Befestigen Sie beispielsweise diverse, unterschiedliche Stoffsäckchen (aus Filz, bunten alten Hemden, Flicken) an einer alten Holzleiter oder einem Ast. Jeder Säckcheninhalt wird mit einer Ziffer markiert. Man kann auch dekorative Dosen oder Gläser bemalen und mit Stoff oder Papier verschließen. Selbst Naturmaterialien wie Tannenzapfen oder Walnüsse können Adventsbehälter darstellen: Bemalen Sie eine Zapfen-Nuss-Kombination und bohren Sie ein Loch hinein, um Süßes zu deponieren.

  • Weitere Varianten: Filzsterne, Papiergirlanden oder kleine Briefumschläge sind weitere Möglichkeiten. Für ältere Teilnehmer können vereinfachte Techniken gewählt werden: So braucht es keine komplizierten Faltungen oder filigrane Näharbeiten. Auch fertige Adventskalender-Vorlagen (z. B. Kalender mit Fenstern aus dicker Pappe) können individuell bemalt und ergänzt werden. Wichtig ist, immer eine leicht verständliche Anleitung in kleinen Schritten zu geben und – je nach Grad der Behinderung – Aufgabe und Material anzupassen.

Umsetzung in der Praxis

  • Raumgestaltung: Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre. Gute Beleuchtung ist entscheidend, da viele Senioren eine eingeschränkte Sehfähigkeit haben. Stellen Sie genügend Tische mit stabilen, flachen Oberflächen bereit, auf denen alle Werkzeuge gut greifen. Achten Sie auf bequeme Sitzgelegenheiten und auf genügend Platz, damit Rollstühle oder Gehhilfen bewegt werden können. Große Werkzeuge und Materialien erleichtern das Basteln: Dicke Pinsel, großformatiges Papier und schwere Scheren mit weit schließenden Klingen lassen sich leichter handhaben als feine Utensilien. Unterschiedlich farbige Stifte und kontrastreiche Vorlagen (z. B. schwarze Marker auf weißem Papier) helfen beim Erkennen von Zahlen und Mustern.

  • Unterstützung und Anleitung: Führen Sie jede Basteltechnik mit Blickkontakt und langsamen, klaren Anweisungen vor. Halten Sie die Sprache einfach, verwenden Sie bekannte Begriffe und wiederholen Sie die Schritte bei Bedarf. Demonstrieren Sie jeden Arbeitsschritt einmal vollständig und lassen Sie danach die Senioren aktiv mitmachen. Bieten Sie persönliche Hilfestellung an, wenn ein Teilnehmer unsicher ist. Die Hand der Person kann anfangs zusammen mit Ihrer geführt werden. Jede positive Rückmeldung stärkt die Motivation.

  • Materialbeschaffung: Spezialmaterial ist nicht nötig. Beschränken Sie sich auf gängige Bastelutensilien: farbiges Papier, Karton, Filz, Moosgummi, Stoffreste, dicke Wolle, Kleber, Scheren, Pinsel und Farben. Bereits vorhandene oder gespendete Materialien können verwendet werden (z. B. Wolle von alten Schals, Holzreste, Glasperlen). Gute Materialien sind solche mit biografischem Bezug: Wenn jemand früher viel gestrickt hat, bietet sich Wolle oder Filz an, ein früherer Schreiner dagegen freut sich über Holz. Filzteile, Korken, Perlen (in großer Größe), aufgearbeitete Stoffbügel oder Pompoms sind altersgerecht und fördern trotzdem die Kreativität. Ausreichend Material für 24 Füllungen muss frühzeitig geordnet werden. Heben Sie hilfreiche Verbrauchsmaterialien gut sichtbar auf, damit sich jeder bedienen kann (Kleber, Bastelklebestifte, Klebeband etc.).

  • Sicherheit: Nutzen Sie nur ungefährliche Werkzeuge. Scheren sollten abgerundete Spitzen haben, um Verletzungen zu vermeiden. Verwenden Sie wasserlösliche Farben und Kleber, sodass bei Hautkontakt keine schädlichen Dämpfe entstehen. Vorsicht ist auch bei Kleinteilen geboten: Süßigkeiten in kleinen Spendern oder Rasseln können schaden, daher lieber größere Items wählen. Stellen Sie sicher, dass offene Flammen (Kerzen für Teelicht-Adventskränze o.Ä.) während der Bastelaktivitäten gelöscht sind, und lassen Sie Kerzen ausschließlich von Betreuungskräften anbringen. Auf jede Person individuell einzugehen (z. B. Handschuhe bei Seh- oder Tastsinnverlust, oder feste Teppichklebestreifen gegen Stolpern) erhöht die Sicherheit.

  • Zeitplanung: Die Gesamtdauer des Projekts hängt vom Material und Können ab. Ein einzelner Bastelnachmittag (30–60 Minuten) ist ideal, damit die Senioren nicht erschöpft werden. Größere Projekte (z. B. das vollständige Adventskalender-Basteln) lassen sich gut auf mehrere Termine verteilen: Montags bemalen wir die Zahlen, mittwochs schneiden wir Papier/Filz aus, freitags kleben wir zusammen usw. Zwischen den Arbeitsschritten sollte genügend Trocknungs- oder Ruhezeit eingeplant werden (z. B. Kleber trocknen lassen). Nutzen Sie eventuell das Zeitgefühl: Im November startend, kann etwa jede Kalenderhälfte über zwei Wochen verteilt werden.

  • Anleitungshilfen: Verwenden Sie bei Bedarf Druckvorlagen und Schablonen (z.B. Sterne, Herzen, Zahlen). Viele kostenlose Vorlagen und Vorlagenbücher finden sich in Pflege-Fachportalen oder Bastel-Communities. So bietet das Portal Mal-alt-werden zahlreiche Bastelanleitungen nach Jahreszeiten sortiert an – darunter auch einfache Weihnachts- und Advents-Vorlagen. Auch Pflegebücher oder Seniorenmagazine enthalten oft Ideen (z.B. Weihnachtssterne aus Papier). Ein vorbereiteter Zeitplan (Materialliste, Arbeitsschritte) hilft den Betreuungskräften, den Überblick zu behalten.

Füllideen: kreative und sinnstiftende Inhalte

Für die Befüllung der Adventskalendertürchen stehen vielfältige kreative Inhalte zur Verfügung. Bewährt haben sich vor allem inspirierende Texte und Spiele. Drucken oder schreiben Sie zum Beispiel Weihnachtsrezepte auf kleine Karten, die gemeinsam ausprobiert werden können, oder Adventsliederzeilen zum Mitsingen. Ebenso können Weihnachtsgedichte, -geschichten oder Brauchtumsinformationen (z. B. zur Bedeutung des Adventskranzes) an jedem Tag gelesen werden. Biografieorientierte Inhalte sind besonders wertvoll: Erinnerungsfragen rund um vergangene Weihnachtsfeste regen Gespräche an (“Woran erinnerst du dich aus deiner Kindheit in der Weihnachtszeit?”). Einfache Gedächtnisübungen wie Ratespiele und Kreuzworträtsel mit Adventsbezug fördern geistige Aktivität. Auch ein kleines Bingo-Spiel mit weihnachtlichen Bildern (z. B. Krippe, Lametta, Weihnachtsmann) bringt Spaß.

Mindestens genauso wertvoll ist es, Zeit zu verschenken. Das Team hebt hervor, dass die gemeinschaftliche Aktivität (Lesen, Singen, Erzählen) häufig wichtiger ist als materielle Geschenke. So kann etwa hinter einem Türchen ein vorab aufgenommenes Familienvideo, ein gemeinsam gesungenes Lied oder ein Anlass zum Gedankenaustausch stecken. Praktische Kleinigkeiten dürfen aber auch nicht fehlen: Kleine Selbstgemachte (Sukkulente im Töpfchen, Duftkerze, selbstgebackene Kekse oder ein kleines Glas Marmelade) oder klassisch Süßigkeiten (Weihnachtsplätzchen, Schokolade, gebrannte Mandeln) werden gern als kleine Überraschung gelegt.

Zur Abwechslung können einige Türchen interaktive Elemente enthalten: Zum Beispiel ein einfaches Puzzlespiel (z. B. ein Bilderrätsel oder ein Korken-Legespiel), ein Mini-Memory mit alten Fotos oder ein Kreuzworträtsel mit familienbezogenen Begriffen. Auch Karten mit „Aufgaben“ sind möglich: etwa eine Einladung zum gemeinsamen Plätzchenbacken, eine Runde Weihnachtslieder-Quiz, oder eine Mini-Gruppenaktivität (Tastspiel mit Alltagsgegenständen, an das alle die Hand anlegen dürfen). Solche Gemeinschaftsaktionen stärken das Miteinander: Jeder fühlt sich eingebunden und der Sinn des Adventskalenders wird so auf sozialen Austausch erweitert. Insgesamt gilt: Die Mischung aus geistigen Inhalten (Lieder, Rätsel, Gedichte, Gesprächsthemen) und greifbaren Geschenken (Süßes, Selbstgemachtes) sorgt für nachhaltige Aktivierung und Freude.

Varianten für Einzelperson, Wohngruppe und Großgruppen

Für Einzelpersonen – z.B. in der häuslichen Betreuung – erstellt jeder Senior idealerweise seinen eigenen Adventskalender. Dieser kann auf dem Nachttisch oder im Wohnbereich platziert werden. Die Person selbst oder Angehörige füllen alle 24 Türchen. Eine einfache Methode, wer wann öffnet, ist eine kleine Auslosung: Schreiben Sie die Namen der Teilnehmer (oder Mitbewohner) auf kleine Papierzettel und ziehen Sie jeden Tag neu einen Namen – der oder die Zugeloste öffnet dann das Tages-Türchen. So erhält jeder mal das „Zugriffsrecht“ und die Überraschung der Woche. Alternativ kann auch jeder in einer festen Reihenfolge die Kalendertürchen öffnen (z. B. chronologisch nach Namen).

In Wohngruppen oder Senioren-WGs kann man die Ansätze kombinieren. Jeder Bewohner kann einen eigenen Mini-Kalender basteln, oder man hängt einen großen Kalender im Gemeinschaftsraum auf. Bei großen Wohngruppen bietet sich der sogenannte Gemeinschafts-Adventskalender an: Eine Gruppe (z. B. 24 Personen) gestaltet zusammen einen Kalender, wobei jede Person für ein Türchen verantwortlich ist. Dabei erhält jede Person eine Nummer (1–24) und fertigt dann 24 identische kleine Geschenke oder Beiträge für genau diesen Tag. Erlaubt sind alle Arten von Überraschungen – von Handgebasteltem über Weihnachtsplätzchen bis zu selbstgeschriebenen Gedichten. Am Tag der großen Zusammenführung treffen sich alle, um ihre 24 Päckchen zu übergeben: Anschließend bekommt jeder seinen eigenen Adventskalender mit 24 verschiedenen Überraschungen, während alle anderen gespannt miterleben, wie der Kalender entsteht.

Eine Variante für größere Gruppen oder Institutionen (z. B. in Seniorenheimen) ist der gemeinschaftlich genutzte Adventskalender. Hier hängt nur ein Kalender an einem gut sichtbaren Ort, und jeden Tag öffnet jemand aus der Gruppe ein Türchen. Dies kann nach dem Auslosungsverfahren oder nach einem vorher vereinbarten Plan erfolgen. Die Inhalte können von der Hausleitung oder einem festen Team vorbereitet werden (z.B. ein Türchen enthält die „Aktivität des Tages“), aber alle Bewohner sind jeweils mitschaffend dabei. Solche Gemeinschaftskalender stärken die Gemeinschaft in der Wohngruppe enorm, weil jeder Tag ein gemeinsames Ereignis wird, das von einem wechselnden Gruppenmitglied initiiert wird.

Empfehlungen zu Materialien, Inspiration und Planungshilfen

Generell ist kein spezielles Bastelmaterial nötig. Für Senioren genügt Standard-Bastelzubehör: bunte Papiere, Kartons, Geschenkbänder, Kleber, Scheren, Filz oder Moosgummi sowie dicke Wolle oder Kordeln. Ausreichend Vorräte (Schaschlikspieße, Korken, Holzperlen) können vorab eingekauft oder aus Recyclingmaterialien gewonnen werden. Besonders geeignete Werkstoffe sind solche, die leicht zu handhaben sind und die Sinneswahrnehmung fördern: Filz, Bastelwatte, Kork und Moosgummi sind griffig und lassen sich gut kleben oder stecken. Salzteig kommt ebenfalls gut an – er ist formbar und kann vorher mit Kindern zusammen geknetet werden.

Ein guter Tipp ist, Materialien aufzugreifen, die den Senioren aus früheren Lebensphasen vertraut sind. Wer früher gestrickt hat, arbeitet gern mit Wolle. Ein ehemaliger Schreiner freut sich über Holzleisten oder Stäbchen. Wer als Kind gerne gemalt hat, wird sich über Farbkarten freuen. Dieses biografieorientierte Material erhöht die Motivation. Gleichzeitig sollten alle Materialien leicht zu halten bzw. anzuwenden sein (dicke Pinsel, Schulkleber statt „flüssigen Bastelkleber“).

Als Inspiration und Planungshilfe bieten sich zahlreiche Quellen an. Viele Pflegeportale und Bastelwebsites stellen kostenlose Ideen und Vorlagen bereit. So sind Bastelideen nach Jahreszeiten sortiert – beispielsweise finden Betreuungskräfte dort Anleitungen zum Ausdrucken für Weihnachtssterne oder einfache Advents-Kalendervorlagen. Auch Fachliteratur (Beschäftigungsbücher für Senioren, Adventsbastelbücher) und Zeitschriften (z.B. Landlust, Sehr geehrte Frau, etc.) enthalten oft Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Für die Planung empfiehlt sich ein Kalenderplan: Legen Sie fest, wie viele Basteltermine nötig sind, welche Arbeitsschritte anfallen und wer unterstützt. Eine übersichtliche Materialliste (mit Mengenangaben für 24 Einheiten) hilft beim Einkaufen und Vorbereiten. Nutzen Sie gegebenenfalls Vorlagen für Adventskalender (Kostenlose PDFs zum Ausschneiden existieren z.B. bei Bastelblogs und Einkaufsportalen). Klären Sie zudem die Sicherheitsaspekte (Verwendung von Heißklebepistole nur durch Betreuungskräfte, ruhige Aufbewahrung von spitzen Gegenständen, Ersatzhefte für Hörgeräte etc.). Dokumentieren Sie gegebenenfalls den Ablauf (z.B. in einem sozialen Aushang oder in der Betreuungsdokumentation), um die Aktivierungsidee reproduzierbar zu machen.

Zusammenfassend entsteht der Adventskalender durch gute Vorbereitung: Mit den empfohlenen Materialien, kreativen Füllideen und einfühlsamen Anleitungsmethoden wird das Bastelprojekt zu einer bereichernden Erfahrung. Betreuungskräfte finden in Fachartikeln, Fortbildungen und Online-Portalen ausführliche Hilfen – z.B. viele Ideen oder Anleitungsvideos auf Handarbeitsseiten – und können diese für ihre Gruppenarbeit adaptieren. So entsteht ein Adventskalender, der die Senioren aktiviert, Erinnerungen weckt und in der Gruppe Freude stiftet.

Adventskalender-Ideen

Gemeinsame Zeit und aktivierende Beschäftigung sind in der Seniorenarbeit das wichtigste Geschenk. Ein selbst gestalteter Adventskalender kann den Alltag abwechslungsreich bereichern.

Adventsrätsel lösen

Ziel: Gedächtnistraining und Unterhaltung. Fördern Sie die kognitive Aktivität mit kniffligen Fragen und Spielen.

Material: Verschiedene einfache Weihnachtsrätsel (z.B. Kreuzworträtsel, Schüttelwörter oder Quizfragen). Alternativ können Sie selbst kurze Fragen zu Weihnachtsbräuchen oder Liedertexten vorbereiten.

Umsetzung: Bereiten Sie beispielsweise ein kleines Quiz vor. Lesen Sie eine Frage vor (z.B. „Aus welchem Material besteht ein traditioneller Adventskranz?“) und lassen die Gruppe überlegen. Eine weitere Variante ist ein „Weihnachts-Quiz“: Jeder Bewohner darf reihum einen Tipp abgeben oder aufrufen, und Sie geben den richtigen Begriff bekannt. Zwischendurch können einfache Antworten auch vorlesen oder anzeigen. Bei Bedarf können die Fragen bildhaft unterstützt werden (große Schrift) oder die Antworten vorgelesen werden.

Gruppendurchführung: Achten Sie darauf, das Tempo an die Gruppe anzupassen. Bei Gedächtnisschwäche wählen Sie einfache Rätsel („Welches Tier steht in der Krippe?“) und geben Hilfestellungen. Fördern Sie den Austausch: Wer etwas weiß, erzählt vielleicht Anekdoten dazu. Spielregeln wie Punktevergabe sind nicht nötig; im Vordergrund steht das Gespräch und Erfolgserlebnis.

Praxisbeispiel: Die Gruppe löst gemeinsam ein Bilderrätsel mit einem großen Weihnachtsbaum, auf dem typische Symbole versteckt sind. Jeder darf nacheinander eines zeigen und benennen (z.B. Kerze, Schneemann, Engel). So kommen alle ins Gespräch und üben Bezeichnungen spielerisch.

Weihnachtskarte basteln

Ziel: Feinmotorik schulen und Kreativität fördern. Die Senioren gestalten persönliche Grußkarten – das stärkt das Selbstvertrauen und erzeugt Vorfreude.

Material: Bastelkarton oder feste Pappe (evtl. vorgestanzte Kartenvorlagen), Buntpapier, Stifte, Kleber, Glitzersticker, Weihnachtsstempel oder einfache Vorlagen zum Ausmalen. Alternativen: Statt Stempeln können dünne Filzstifte oder Wasserfarben verwendet werden.

Umsetzung: Legen Sie an einem vorbereiteten Tisch alle Materialien aus. Bitten Sie die Teilnehmer, aus dem Karton eine Karte zu falten. Anschließend gestalten sie die Vorderseite mit Papier-Applikationen, Zeichnungen oder Aufklebern (z.B. Tannenbaum, Stern, Christkind). Erklären Sie jeden Schritt im Voraus. Beispiel: „Nehmt euch zwei rechteckige Stücke bunten Papieres, klebt sie als Rahmen auf die Karte, dann malen wir gemeinsam einen Stern.“ Ermutigen Sie, eigene Ideen einzubringen.

Gruppendurchführung: Arbeiten Sie sitzend am Tisch. Achten Sie darauf, dass jeder gut sehen und greifen kann; bieten Sie falls nötig Lochkarten oder bereits zugeschnittene Formen an. Helfen Sie beim Kleben, wenn die Feinmotorik schwächer ist. Der Ton kann ruhig weihnachtlich sein (z.B. leise Musik), um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Besprechen Sie auch, für wen die Karte bestimmt ist (Angehörige, Mitbewohner oder Pflegekräfte), das fördert Motivation.

Praxisbeispiel: Eine Bewohnerin klebt Glitzersterne auf ihre Karte und zeichnet dazu einen Tannenbaum. Dabei erinnert sie sich: „Früher habe ich meine Enkel mit selbstgemalten Karten überrascht.“ Sie erzählt kurz eine Kindheitserinnerung, während die Karte wächst. Am Ende sieht jeder stolz sein kleines Kunstwerk und die Gruppenleiterin hilft beim Beschriften, z.B. „Frohe Weihnachten, Lieselotte“, was für Erfolgserlebnisse sorgt.

Fensterschmuck gestalten

Ziel: Raumgestaltung und Feinmotorik. Große Fenstersterne oder Schneeflocken aus Papier fangen das Licht ein und schaffen Adventsstimmung.

Material: Transparentpapier oder farbiges Tonpapier, Schere, Klebestift, Packband (zum Anbringen), evtl. vorgezeichnete Vorlagen für Sterne oder Schneeflocken. Alternativen: Fertige Fensterbilder aus Folie (selbstklebend) können einfach angewendet werden.

Umsetzung: Schneiden Sie vor dem Treffen große rechteckige Papierstücke für Sterne zu. Erklären Sie Schritt für Schritt, wie man Sterne faltet und schneidet. Beispiel: „Faltet das Papier diagonal und schneidet Zacken hinein. Ich zeichne euch Linien vor.“ Nach dem Ausschneiden entfalten alle ihre individuelle Schneeflocke oder ihren Stern. Wenn die Gruppe aktiv sein kann, lassen Sie die Bewohner kleinere Details schneiden; wenn es zu knifflig ist, schneiden Sie einfachere Formen vor. Anschließend kleben oder kleben Sie die Gebilde an die Fenster. Die Senioren können dabei helfen oder zuschauen.

Gruppendurchführung: Arbeiten Sie nahe am Fenster zusammen. Stellen Sie die Stühle so, dass alle gut sehen. Bei Sehschwäche zeichnen Sie Umrisse dicker vor. Bei Bewegungs- oder Demenzeinschränkungen lassen Sie sie einfache Formen aus Tonpapier ausschneiden oder fertige Sterne bemalen. Besprechen Sie den Lichteinfall: „Schaut, wie das Licht sich darin bricht!“ Das regt die Sinne an.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner faltet unter Anleitung ein Rechteck mehrmals zu einem spitzen Stern und schneidet vorsichtig. Als er das Muster entfaltet, freut er sich: „So hat meine Oma damals unsere Fenster verziert.“ Gemeinsam platziert die Gruppe die Sterne symmetrisch am Gemeinschaftsfenster. Am Ende bewundern alle ihr Werk aus dem Raum heraus – das schafft Stolz und festliche Stimmung.

Türkranz binden

Ziel: Kreativität und Zusammenhalt. Das gemeinsame Anfertigen eines kleinen Tür- oder Tischkranzes weckt Erinnerungen an vertraute Rituale.

Material: Ein einfacher Stroh- oder Holzkreuzkranz, Tannenzweige (echt oder Kunst), kleine Kugeln, Schleifenband, Draht oder dickes Garn, Kerzen (für Tischkranz). Alternativen: Wer keine echten Zweige verwenden darf, kann stattdessen Papierstreifen in Grüntönen ausschneiden und kleben.

Umsetzung: Zeigen Sie anhand eines Beispielkranzes, wie man die Zweige rundherum anordnet. Eine Person hält den Kranz, die andere legt Zweige um den Rahmen, dann wird mit Draht befestigt. Gehen Sie reihum vor – einer hilft, der nächste macht weiter. Danach kann man Schmuck anbringen: Eine Dame befestigt rote Schleifen mit Draht, ein anderer steckt (unter Anleitung) kleine Weihnachtskugeln und Zapfen hinein. Besprechen Sie Zwischenschritte und lassen Sie die Senioren eigene Ideen für die Verzierung einbringen (z.B. eine ausgeschnittene Engel-Bastelarbeit).

Gruppendurchführung: Dieses Basteln kann im Sitzen oder Stehen an einem großen Tisch geschehen. Sorgen Sie für Unterlagen, falls geklebt wird. Helfen Sie körperlich eingeschränkten Senioren (z.B. beim Festschnüren oder Festkleben), lassen Sie sie aber so viel wie möglich selbst tun (Zweige festdrücken, Kugeln halten). Teilen Sie die Arbeit einfach ein (zum Beispiel eine Person belegt die Basis, zwei andere dekorieren). Die gemeinsame Aufgabe stärkt das Gemeinschaftsgefühl, denn am Ende ist der Kranz das gemeinsame Produkt aller.

Praxisbeispiel: Die Gruppe bindet aus Kunsttannengrün einen Kranz. Senior A sammelt Zierknöpfe aus altem Bestand, Senior B befestigt eine rote Stoffschleife. Währenddessen erzählt jeder, wie bei ihm früher geschmückt wurde. Am Schluss wird der Kranz an der Tür des Gemeinschaftsraums aufgehängt – ein sichtbares Zeichen ihrer Arbeit, auf das alle stolz sind.

Geschenkanhänger und Baumschmuck basteln

Ziel: Feinmotorik und Kreativität. Kleine Anhänger verzieren den Weihnachtsbaum oder Geschenke und bieten eine einfache Bastelaufgabe.

Material: Fester Karton oder Filz, Schere, Stifte, Kordel oder Geschenkband, Kleber, Knöpfe oder Glitzersteine. Alternativen: Aus Papierresten Formen ausschneiden, aus Keksservietten Serviettentechnik (Servietten mit Kleber auf Karton aufbringen).

Umsetzung: Zeigen Sie verschiedene Formen – Sterne, Tannenbäume, Herzformen aus dem Karton, in die oben ein Loch gestanzt wird. Lassen Sie die Senioren Formen ausschneiden oder schon zugeschnittene Formen bemalen. Anschließend wird eine Kordel durchgezogen. Wer mag, beklebt den Anhänger mit Glitzer, Bildchen oder Stempeln. Beispiel-Schritte: „Wir schneiden zusammen diesen Stern aus, dann bekleben wir ihn mit Goldsternchen.“ Sprechen Sie über Weihnachtsgeschenke: „Wofür würdet ihr diesen Anhänger nehmen?“

Gruppendurchführung: Am Tisch verteilt jeder die Aufgaben nach Können. Bei leichteren Einschränkungen können Bewohner kleinere Elemente wählen, die sie bemalen oder kleben. Sorgen Sie für ausreichend Abstand oder wechselnde Gruppen, falls viele Personen arbeiten. Das gemeinsame Thema regt Gespräche an: Was gab es früher für Baumschmuck? Gibt es eine Geschichte zum Anhänger?

Praxisbeispiel: Senioren bemalen aus Karton ausgeschnittene Mini-Geschenkschachteln und fügen Bändchen hinzu. Sie werden später als kleine Aufhänger an den Baum gehängt oder als Beschriftung für selbstgebackene Kekspakete verwendet. Während der Arbeit erzählen einige, welches ihr Lieblings-Weihnachtsgeschenk war – so entsteht ein lebendiger Gedankenaustausch.

Salzteig-Ornamente backen

Ziel: Tasten, riechen, gestalten. Das Kneten von Salzteig fördert die haptische Wahrnehmung; beim Backen steht ein kleines Erfolgserlebnis.

Material: 2 Teile Mehl, 1 Teil Salz, Wasser (Salzteig-Grundrezept). Backofen oder Heißluft. Förmchen (Sterne, Herzen), runde Plätzchen-Ausstecher, Schnur oder Band. Alternativ: Knetmasse (z.B. Knetgummi) in Weihnachtsfarben, wenn nicht gebacken werden soll.

Umsetzung: Bereiten Sie den Teig im Vorfeld zu oder lassen Sie (je nach Motorik) Senioren rühren: Mehl und Salz mischen, Wasser zugeben und zu geschmeidigem Teig verarbeiten. Jeder nimmt eine Portion und formt Kekse/Anhänger mit Förmchen. Denken Sie an Löcher für Aufhänger (mit Strohhalm einstechen). Die entstandenen Figuren legen Sie auf ein Blech und lassen sie bei niedriger Temperatur trocknen oder kurz backen, bis sie hart sind. Im Anschluss kann man sie bemalen (z.B. mit Acrylfarben) oder lackieren.

Gruppendurchführung: Kneten erfordert Kraft; helfen Sie schwächeren Händen beim Formen. Teilen Sie die Gruppenarbeit: Manche kneten, andere stechen aus, wieder andere bemalen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um über Rezepte zu sprechen („Welches Gebäck habt ihr früher gebacken?“). Achten Sie darauf, dass niemand den rohen Teig isst (Salzteig ist nicht zum Verzehr gedacht!).

Praxisbeispiel: Senioren kreieren Sterne und Herzen aus Salzteig. Eine Bewohnerin sticht Engel aus, ein Herr macht Herzen mit Schleifenloch. Anschließend pinseln sie gemeinsam die trockenen Formen an. Die fertigen Figuren werden als Baumschmuck verwendet oder den Angehörigen geschenkt – ein schönes Andenken an gemeinsame Arbeit.

Hand- und Fußabdruck-Schneemann

Ziel: Spaßige Aktivierung und Erinnerungsarbeit. Ein Schneemann aus eigenen Hand- und Fußabdrücken verbindet Bastelspaß mit persönlicher Note.

Material: Dickes Papier oder Leinwand, ungiftige Farbe (Fingerfarbe oder Tupffarbe), Pinsel, Glitzerstifte oder bunte Stifte. Alternativen: Selbstklebende Papierfolien und bunte Filzstifte.

Umsetzung: Tragen Sie die Farbe auf die Hand einer Seniorin auf und drücken Sie diese auf das Papier, um den Körper eines Schneemanns zu formen. Wiederholen Sie mit dem Fuß als Hut oder umgekehrt. Ermutigen Sie Teilnehmer, auch den eigenen Abdruck kreativ zu nutzen (z. B. Handflächen als Arme, Füße als Schneeunterlage). Lassen Sie trocknen und verzieren Sie das Bild gemeinsam: Augen, Nase, Mund, Knöpfe und vielleicht einen Schal malen.

Gruppendurchführung: Dieses Projekt kann auch einzeln mit Assistenz durchgeführt werden, weil teilweise Farbe an Händen ist. Stellen Sie Papiertücher bereit. Nutzen Sie das Bild als Gesprächsanlass: Jeder erzählt vielleicht, wie es sich anfühlt, wenn er barfuß durch Schnee läuft, oder erinnert sich an Winteraktivitäten aus der Kindheit.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner freut sich laut lachend über seinen Fußabdruck-Schneemann. Die Mitarbeitenden ergänzen gemeinsam mit allen anderen Bewohnern die Deko-Elemente. Die fertigen Bilder werden im Wohnbereich aufgehängt und verbreiten Freude – jeder erkennt seinen Abdruck wieder.

Jahresrückblick-Quiz

Ziel: Gedächtnistraining und Gesprächsimpulse. Erinnerungen an das vergangene Jahr werden aktiviert.

Material: Fragenkärtchen (z.B. „Welches Fest wurde im Sommer gefeiert?“, „Wie hieß das neue Medikament?“) oder Jahres-Quiz online. Bunte Umschläge oder selbstgenähte Säckchen, um die Fragen zu „verstecken“.

Umsetzung: Bereiten Sie 5–10 Fragen rund um das letzte Jahr in der Einrichtung oder allgemein („Welches Sommerfest hatten wir? Welche Musik lief im Spätsommer?“). Jede Frage schreiben Sie auf einen Zettel und stecken diesen in einen Umschlag, den Sie in den Kalender stecken. Die Gruppe zieht täglich ein „Rätselpäckchen“, liest es vor und beantwortet gemeinsam. Helfen Sie mit Tipp-Listen oder Bildern, falls nötig. Es können auch mehrere Antworten gemeinsam notiert werden.

Gruppendurchführung: Setzen Sie sich im Kreis zusammen. Jeder darf einem Kärtchen öffnen. Um eine inklusive Stimmung zu schaffen, loben Sie alle Beiträge. Wenn jemand etwas vergisst, nennen Sie Zeitangaben oder Fotos als Erinnerungshilfe. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch über Erreichtes oder Geplantes.

Praxisbeispiel: Im Dezember-Quiz steht die Frage „Was wird bei unserem Neujahrsfest gegessen?“ Nach etwas Nachdenken ergänzt die Gruppe: „Raclette!“ und „Sekt um Mitternacht.“ Dabei sprechen einige über ihre Silvestertraditionen, was die Stimmung heiter macht.

Lebkuchenhaus planen

Ziel: Kreativität, Planung und Erinnerungsarbeit. Gemeinsam konzipiert die Gruppe ein Lebkuchenhaus, wie in Kindertagen.

Material: Nachmotivierender Lebkuchenteig oder Fertigbausatz, (wenn nicht gebacken wird: Papier, Stifte). Alternativen: Pappe und Bastelkleber für ein Bastelhaus. Übliche Lebkuchengewürze, Zuckerguss, Bonbons, Kekse zum Dekorieren.

Umsetzung: Sprechen Sie mit den Senioren über Lebkuchenhäuser: Wie baute man sie früher? Danach gehen Sie gemeinsam Schritt für Schritt vor. Entweder bereiten Sie einen Teig vor, den jeder formen darf, oder nutzen fertige Lebkuchenplatten. Schmieren Sie mit Unterstützung den Zuckerguss auf die Kanten und setzen Sie die Wände zusammen. Dann verzieren alle gemeinsam: Fragen Sie nach Wunschdekoration (bunte Streusel, Bonbons) und kleben Sie diese an die Seiten. Jede helfende Hand zählt.

Gruppendurchführung: Solch ein Projekt erfordert Zusammenarbeit. Vergeben Sie kleine Teilaufgaben: ein Bewohner streicht Zuckerguss auf, einer drückt Plätzchen, ein anderer legt Deko bereit. Beschäftigte Hände und Festhalten am Thema fördern das soziale Miteinander. Bei motorischen Einschränkungen helfen Sie beim Zusammensetzen, während andere Knöpfe oder Verzierungen festdrücken.

Praxisbeispiel: Die Senioren bauen ein Mini-Lebkuchenhaus. Während eines Bewohner den Zuckerguss aufträgt, platziert eine Betreuerin die Seitenwände, und alle Kinder (Senioren im übertragenen Sinn) dekorieren mit bunten Pfefferminzbonbons. Jeder ist stolz, dass sein Lieblingsbonbon mit drin ist. Am Schluss wird das kleine Häuschen auf dem Adventstisch gezeigt – ein köstliches Gesamtkunstwerk.

Keks-Backrezept weitergeben

Ziel: Erinnerungsarbeit und Sinneserfahrung. Ein traditionelles Rezept wird gemeinsam gebacken und dabei erzählerisch erlebt.

Material: Zutaten für ein einfaches Weihnachtsplätzchen-Rezept (Mehl, Butter, Zucker, Eier, Gewürze), Rührschüsseln, Teigroller, Ausstechformen, Backblech und Ofen. Alternativen: Statt echtes Backen kann man Arbeitsblätter mit Rezeptschritten verwenden (Demenz-freundlich als Matching-Spiel).

Umsetzung: Lesen oder erzählen Sie ein klassisches Plätzchenrezept (z.B. Vanillekipferl) vor. Laden Sie einen Bewohner ein, über seine Plätzchen-Erinnerungen zu sprechen. Zeigen Sie dann alle Zutaten und lassen die Teilnehmer nach und nach selbst abmessen und in die Schüssel geben (gegebenenfalls helfen Sie beim Wiegen). Kneten Sie den Teig gemeinsam. Rollen Sie ihn auf Tischhöhe aus und stechen Sterne oder Tannenbäume aus. Die ausgestochenen Kekse legen Sie aufs Blech, das die Betreuungskraft in den Ofen schiebt. Nach dem Backen dürfen alle probieren.

Gruppendurchführung: Arbeiten Sie in einer großen Küche oder dem Essbereich. Erinnerungen können mündlich geteilt werden: „Wie habt ihr früher gebacken?“ Achten Sie auf Küchenhygiene und Sicherheit (Ofen beaufsichtigen!). Manche Senioren übernehmen Aufgaben wie Umrühren oder Ausstechen (auch im Sitzen am Tisch möglich). Andere können zuschauen und an Gesprächen teilhaben. Das gemeinsame Backen regt mehrere Sinne an – riechen, schmecken, fühlen – und schafft Verbundenheit.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner zieht Kostproben vom frischgebackenen Pfeffernuss hervor und beschreibt den Gewürzduft, der Erinnerungen weckt. Eine andere erzählt, wie sie als Kind heimlich Teig probiert hat. Zusammen genießen alle einen warmen Keks; die Atmosphäre ist fröhlich und entspannt – ein echtes Aktivierungserlebnis.

Punsch oder Glühwein verkosten

Ziel: Sinnesanregung und Geselligkeit. Das gemeinsame Zubereiten und Probieren eines festlichen Heißgetränks ist ein gemütliches Erlebnis.

Material: Zutaten für alkoholfreien Punsch oder (falls erlaubt) Glühwein: Fruchtsaft, Gewürze (Zimt, Nelken, Orangenscheiben), evtl. Sprudel oder Wein. Tassen, Teekessel oder Kocher. Alternativen: Verschiedene Teesorten (Früchte- oder Kräutertees) mit weihnachtlichen Aromen.

Umsetzung: Erklären Sie, wie man einen Winterpunsch zubereitet: Mann (oder Frau) gießt langsam Saft in den Topf, während die Gruppe beobachtet. Fügen Sie Zimtstangen und Nelken hinzu. Lassen Sie das Gebräu kurz ziehen und riechen. Dann darf jeder einen Schluck probieren. Im Idealfall ruft jemand laut: „Lecker!“, und es startet ein Lob- und Erinnerungsgespräch. Stellen Sie verschiedene Becher bereit (für evtl. Diabetiker zuckerfrei, etc.).

Gruppendurchführung: Sorgen Sie dafür, dass niemand sich verbrüht. Helfen Sie beim Einschenken, ältere Menschen können mit Tassen kämpfen. Auf geeigneter Höhe kochen oder ziehen lassen. Nutzen Sie den Duft als Aktivierung: „Schließt die Augen und atmet tief ein – was riecht ihr?“ Das öffnet Gespräche zu Früchten, Festen und Jahreszeiten.

Praxisbeispiel: Beim ersten Adventskaffee verkosten Senioren gemeinsam Orangenpunsch. Während ein Herr demonstriert, wie man Zimtstangen quetscht, erinnern sich andere an Weihnachtsmärkte. Die warme Tasse in der Hand schafft Gemütlichkeit; einige summen leise Weihnachtslieder dazu. Dieses sinnliche Erlebnis verbindet die Gruppe auf natürliche Weise.

Duftreise durch den Advent

Ziel: Achtsamkeit und Erinnerungen wecken. Mit weihnachtlichen Düften werden Sinne und Atem aktiviert.

Material: Weihnachtliche Gewürze und Aromen in kleinen Gefäßen: Zimtstangen, Nelken, Sternanis, Vanilleschoten, frische Orangen, Tannenzweige, Apfelschnitze. Duftkerze oder Räucherstäbchen (nur als Duftquelle, nicht abgefackelt einatmen). Eine Keramik- oder Teetasse für heißes Wasser evtl. mit Gewürztee.

Umsetzung: Verteilen Sie die Duftobjekte auf dem Tisch. Bitten Sie einen Bewohner, die Augen zu schließen und am ersten Gegenstand zu riechen (z.B. an Zimtstangen). Fragen Sie: „Was erinnert ihr daran?“ Wenn alle einen starken Duft riechen, lassen Sie sie tief ein- und ausatmen. Führen Sie so eine „Duftmeditation“ durch, etwa mit einer Orange voller Nelken (Pomander) oder einem Teebeutel, dessen Aroma man erriechen soll. Beschreiben Sie nacheinander die Erlebnisse. Verwenden Sie diese sinnliche Aktivierung am besten zu Beginn eines Treffens.

Gruppendurchführung: Sorgen Sie dafür, dass alle Gerüche zugänglich sind (im Kreis sitzend, Gläschen in der Mitte). Achten Sie auf Allergien (evtl. nur Duft ohne Berührung). Lenken Sie nicht sofort zum Thema, sondern lassen Sie offen, was jeder verspürt. Erinnerungen an Adventsgebäck oder Weihnachtsbäume kommen oft spontan. Die bewusste Atmung mit Düften soll entspanntes Ausatmen anregen. Als Abschluss kann jeder benennen, welcher Duft ihm am liebsten war.

Praxisbeispiel: Die Gruppe riecht an einer mit Nelken gespickten Orange. Eine Bewohnerin lächelt: „So duftete immer unser Adventskranz.“ Ein anderer atmet tief an Vanille ein und erinnert sich an „Mutters Plätzchen“. Durch diese gemeinsame Duftreise entsteht Ruhe und ein intensives Zusammengehörigkeitsgefühl. Zugleich üben sie bewusstes Atmen – „eine geschmackvolle Aktivierung“, wie es die Schatzkiste nennt.

Kerzen-Anzünden und Adventsrätsel

Ziel: Ritual und Gemeinschaft. Das Anzünden einer Kerze oder des Adventskranzes symbolisiert die Adventszeit und wird mit einem gemeinsamen Rätsel oder Lied verbunden.

Material: Kleine Kerzen (gleich große Stumpen oder Teelichter) oder Adventskranz (an jedem Adventssonntag eine Kerze, hier pro Gruppe). Optional ein Rätselzettel oder ein Zettel mit einem Vers, Liedtext oder einer Frage.

Umsetzung: Setzen Sie sich im Kreis und zünden Sie zu Beginn eine Kerze an – oder ziehen Sie das Blatt mit dem Tagesrätsel. Singen oder sprechen Sie gemeinsam den Vers, bevor die Kerze brennt. Anschließend lassen Sie einen Teilnehmer das Rätsel vorlesen (z.B. ein Kurzes Weihnachtsrätsel). Die Senioren dürfen raten und alle können mitdiskutieren. Beispiel: „Was trägt ein Schneemann, wenn ihm kalt ist?“ – alle überlegen, bis die Antwort („ein Eiszapfen!“) gelacht wird.

Gruppendurchführung: Dieses Ritual kann jeden Tag zum Ablauf gehören. Stellen Sie die Kerze gut sichtbar, aber sicher auf (nicht in Reichweite, mit Unterlage). Sprechen Sie laut und ruhig, auch für Hörgeschädigte sollte es verständlich sein. Lassen Sie eine andere Person jeden Tag das „Kerzenkind“ sein, das anzündet oder die Kerze mit Namen abreißt. Bei Bewegungseinschränkung übernimmt ein Helfer die Hand. Dieses tägliche Ritual nach Plan und Feierlichkeit fördert Struktur.

Praxisbeispiel: Am zweiten Adventszusammenkommen entzündet die Gruppe die Kerze, jeder summt „Stille Nacht“ mit. Dann zieht eine Bewohnerin ein Rätsel: „Welches Tier friert nie im Wald?“ Sie überlegt: „Das Eisbärchen?“ Dann wird gekichert: Die Lösung ist natürlich „das Kuscheltier im Schrank!“ Durch das gemeinsame Ritual entsteht eine friedliche Stimmung.

Weihnachtsmusik-Ratespiel

Ziel: Kognitives Training und Stimmung. Mit bekannten Advents- und Weihnachtsliedern aktivieren Sie den Gedächtnisabruf und die Gemeinschaft.

Material: Playlist mit Adventsliedern (z.B. „Kling, Glöckchen klingelingeling“), ein mobiles Wiedergabegerät oder Live-Musiker (Zitter, Gitarre). Alternativen: Gedruckte Liedtexte mit großen Buchstaben.

Umsetzung: Spielen Sie einen kurzen Ausschnitt eines Liedes (1–2 Zeilen) und lassen Sie die Senioren raten, wie es weitergeht oder den Titel nennen. Wer es weiß, darf weitersingen. Auch kleine Varianten funktionieren, etwa „Welcher Buchstabe fehlt im Lied?“ (singen bis zum fehlenden Wort). Sie können auch statt Audio selbst summen oder klatschen. Dabei ist es wichtig, dass alle den Text gemeinsam laut oder leise mitsingen (Hilfstexte bereitstellen).

Gruppendurchführung: Achten Sie darauf, keine frustrierenraten zu lassen – geben Sie nötigenfalls Hinweise (Musikrhythmus aufzeigen oder den Refrain singen). Singen Sie im Kreis oder einer Gruppe, nicht in der Reihe vorwärts. Wenn Mobilität eingeschränkt ist, genügt Beifall oder Fingerschnippen. Musik löst häufig Erinnerungen aus, sodass viele mitsingen wollen.

Praxisbeispiel: Die Betreuungskraft summt die Melodie von „Leise rieselt der Schnee“, die Senioren erkennen den Titel und singen mit. In der Gruppe wird abwechselnd geraten. Ein Herr freut sich laut: „Mein Patenkind sang das immer!“, und alle klatschen im Takt. Dieses aktive Hörerlebnis verbindet Generationen und weckt fröhliche Gefühle.

Besinnliches Weihnachtsgedicht vortragen

Ziel: Sprachaktivierung und Stimmung. Das gemeinsame Vortragen oder Anhören eines Weihnachtsgedichts beruhigt und regt Erinnerung an.

Material: Gedruckte Weihnachtsgedichte (groß abgedruckt) oder auswendig gelernt. Ruhige Hintergrundmusik (optional). Alternativen: Einfache Reime für Dementia: z.B. „Advent ist hier, bald kommt das Christkind zu dir“.

Umsetzung: Wählen Sie ein besinnliches Gedicht (z.B. „Knecht Ruprecht“ oder kurz „Die Sterntaler“). Lesen oder sprechen Sie es langsam vor, einige Zeilen nachsprechen lassen. Gestalten Sie es als „Mitsing-Gedicht“, bei dem die Gruppe Wörter oder Verse ergänzt. Wechseln Sie auch die Vortragsweise: mal leise, mal mit sanfter Musikbegleitung. Es geht nicht um stures Auswendiglernen, sondern um Zuhören und Mitsprechen.

Gruppendurchführung: Bitten Sie jeden, einmal dran zu kommen (z.B. jeder zweite Vers). Helfen Sie beim Lesen großer Schrift und ermutigen Sie alle Beiträge. Wenn Konzentration nachlässt, kürzen Sie das Gedicht oder singen Sie einen Refrain. Der Fokus liegt auf Entspannung und gemeinsamem Erleben, nicht auf Perfektion.

Praxisbeispiel: Eine Betreuerin liest „Bald nun ist Weihnachtszeit“ stimmungsvoll vor, die Senioren tippen auf bekannte Wörter und wiederholen den Refrain. Ein heiterer Moment entsteht, als bei „Nüsse und Mandeln“ alle nacheinander schmunzeln, weil sie im Geiste selbst naschen. So verbindet das Gedicht Menschen und Erinnerungen.

Basteln mit Naturmaterialien (Zweige, Zapfen)

Ziel: Koordination und Kreativität. Gefundene Naturmaterialien lassen sich wunderbar weihnachtlich gestalten.

Material: Tannenzapfen, trockene Zweige, getrocknete Orangenscheiben, Eicheln, Moos. Bastelkleber, Acrylfarbe, Glitzer oder Bänder. Alternativen: Auch künstliches Tannengrün oder Gesteckmaterial ist nutzbar.

Umsetzung: Sammeln Sie gemeinsam mit den Senioren geeignete Materialien (eventuell vorher mitbringen). Jeder wählt einen Zapfen aus und malt ihn an oder klebt kleine Schleifen und Glitzer drauf. Aus Zweigen können Sie kleine Sterne oder Engel binden (einfach Drähte oder Zwirn zur Hilfe nehmen). Besprechen Sie zuerst, welches Tier oder Symbol jeder in seinem Material erkennen könnte („Ein Zapfen sieht doch aus wie ein Tannenbaum!“). Dann lassen Sie freie Gestaltung: Malen, Bekleben, Anordnen.

Gruppendurchführung: Dekorieren Sie im Sitzen an einem Tisch. Bieten Sie Hilfsmittel (Drahtstückchen, Pfeifenreiniger) an, wenn Fingerspitzen zittern. Ermuntern Sie zur Teamarbeit: Ein Bewohner hilft, den Tannenzapfen zu halten, während ein anderer pinselt. Gesprächsanlässe: Woher kommen die Materialien? Oft haben Senioren Erfahrung mit Waldspaziergängen. Erzählen Sie von einer früheren Holzarbeit oder Ernte.

Praxisbeispiel: Ein Herr bemalt einen Zapfen mit Goldfarbe, eine Dame bindet bunte Wollfäden um ihn. Zusammen kreieren sie eine einfache Weihnachtsgirlande: Zapfen an einer Schnur aufgefädelt. Währenddessen sprechen sie über Kinderjahre und Lehraufträge im Waldbesuch. Diese kreative Aufgabe fördert nicht nur die Feinmotorik, sondern auch den Austausch über Gemeinsames.

Engel aus Papier herstellen

Ziel: Feinmotorik und Konzentration. Papierengeln in unterschiedlichen Größen sind klassische Weihnachtssymbole und leicht nachzuarbeiten.

Material: Weiße (evtl. farbige) Ton- oder Transparentpapiere, Schere, Kleber, goldene oder silberne Verzierungen (Glitzerkleber, Pfeifenreiniger). Alternativen: Aus Kuchendeckeln und Pfeifenputzern lassen sich ebenfalls Engel formen.

Umsetzung: Zeigen Sie eine Anleitung: Falten Sie ein Papierrechteck für den Körper (zickzack-förmig gefaltet), schneiden Sie eine halbkreisförmige Fläche (für den Rock) aus. Dann kleben Sie ein rundes Gesicht (z.B. aus Papier oder per Abdruck einer Pompon-Figur) oben an. Ein paar Pfeifenputzer oder Papierflügel ergänzen den Engel. Jeder macht Schritt für Schritt mit.

Gruppendurchführung: Engel basteln geht gut im Sitzen am Tisch. Helfen Sie mit dem Zusammenkleben der Teile, wenn nötig. Bei Sehschwierigkeiten bieten Sie bereits ausgeschnittene Teile an. Erzählen Sie dabei Geschichten: Welche Schutzengel kennt jemand? Die fertigen Engel können als Dekoration im Zimmer aufgehängt werden. Achten Sie, dass kleine Teile (Perlen, Glitter) nicht verschluckt werden können.

Praxisbeispiel: Eine Bewohnerin schneidet sorgfältig die Falten für den Engelsrock. Ein Betreuer hilft, die Papierflügel zu befestigen. Als der Engel steht, bewundert die Gruppe gemeinsam das Ergebnis. Einige erinnern sich, dass sie als Kinder solche Engel an den Baum gehängt haben – das weckt ein warmes Gefühl der Nostalgie.

Fotokollage „Mein schönstes Weihnachtsfest“

Ziel: Erinnerungsarbeit und soziale Interaktion. Fotos aus früheren Jahrzehnten regen Gespräche über persönliche Weihnachtserlebnisse an.

Material: Alte Weihnachtsfotos (von Bewohnern oder aus Magazinen), farbiger Karton oder Fotokarton, Klebstoff, evtl. Bildunterschriften-Zettel. Alternativen: Wer keine eigenen Fotos hat, kann typische Weihnachtsfotos aus Zeitschriften ausschneiden.

Umsetzung: Legen Sie alle bereitgestellten Fotos aus. Bitten Sie die Senioren, sich zu erinnern: „Welche Geschenke seht ihr hier? Welches Jahr könnte das sein?“ Lassen Sie sie die Fotos in eine ansprechende Collage auf Karton kleben. Ergänzen Sie mit kleinen Kommentaren („Familie Müller, 1962“). Gestalten Sie die Collage über der Gruppe, damit alle Vorschläge einbringen können.

Gruppendurchführung: Dieses Projekt kann in kleineren Gruppen oder jeder einzeln passieren. Ermutigen Sie zum Erzählen: Beim Sortieren der Fotos sprechen die Betreuten über vergangene Feste. Stellen Sie Fragen und lassen Sie laut kommentieren. Die Collage wird dann beispielsweise im Gemeinschaftsraum aufgehängt. So entsteht bei jeder Betrachtung ein neues Gesprächsthema.

Praxisbeispiel: Beim Einkleben eines Familienbildes sagt ein Herr: „Da war ich zehn, das war vor Kriegsende.“ Die Gruppe spricht über den Krippenbau, den damals jemand improvisiert hat. Eine Dame bezeichnet noch ihr abgenutztes Modellflugzeug, das damals unter dem Baum lag. Durch die Bilder werden Historie und Biographie lebendig.

Weihnachtsbaum schmücken

Ziel: Gemeinschaftsgefühl und Bewegung. Das gemeinsame Schmücken eines kleinen Weihnachtsbaums fördert Teamwork und festliche Stimmung.

Material: Kleiner Tannenbaum (echt oder künstlich), Christbaumkugeln, Lichterkette, Girlanden, Holzfiguren oder selbstgebastelte Anhänger. Alternativen: Ein Papierbaum an der Wand, auf den Papierkugeln geklebt werden.

Umsetzung: Stellen Sie den Baum in einen Gemeinschaftsraum. Die Bewohner sitzen im Kreis darum. Die Gruppe verteilt Kugeln und Dekoration. Jeder darf einen Gegenstand nehmen und den Baum damit verzieren. Helfen Sie bei der Lichterkette (Anschluss an Stromnetz) und achten Sie auf die Verteilung. Während des Schmückens singen Sie Weihnachtslieder. Jeder, der an der Reihe ist, erzählt vielleicht eine eigene Weihnachtsbaum-Erinnerung.

Gruppendurchführung: Achten Sie auf klare Reihenfolge beim Dekorieren, damit alle etwas tun können. Bei Gleichgewichtsproblemen sollte niemand aufstehen – bringen Sie alle Ornamente in greifbare Nähe. Lassen Sie die älteren Bewohner Entscheidungen treffen („Wo hängst du die rote Kugel hin?“), um sie aktiv einzubeziehen. Dieses Ritual erweckt ein Gefühl von gemeinsamer Leistung.

Praxisbeispiel: Senioren hängen gemeinsam rote und goldene Kugeln an den Baum, während eine Bewohnerin die Lichterkette auspackt und anlegt. Im Schein der ersten erleuchteten Kerzen sagt ein älterer Herr zufrieden: „Jetzt sieht es aus wie früher bei uns Zuhause.“ Ein stilles Lächeln breitet sich aus – der geschmückte Baum steht als Symbol der Verbundenheit.

Weihnachtslieder im Chor singen

Ziel: Atemübungen und Gemeinschaft. Gemeinsames Singen stärkt Atmung, hebt die Stimmung und verbindet durch Musik.

Material: Liedtexte (groß gedruckt) von bekannten Weihnachtsliedern (z.B. „O Tannenbaum“, „Stille Nacht“). Sie können auch begleiten (Gitarre, Keyboard) oder leise Aufnahmen nutzen.

Umsetzung: Treffen Sie sich täglich zum „Lied des Tages“. Wählen Sie jeweils ein bekanntes Weihnachtslied und sprechen Sie den Refrain durch, bevor alle zusammen singen. Lassen Sie verschieden laut mitsingen – leiser Schwächere, klare laute Stimmen. Zeigen Sie auch einfache Bewegungen wie Mitklatschen im Takt. Wenn möglich, binden Sie kleine Instrumente ein (Glöckchen, Rassel), die jeder einmal spielen darf.

Gruppendurchführung: Achten Sie auf die Textlesbarkeit: Die Texte sollten groß sein, auf neutralem Kontrastpapier. Plätze in der ersten Reihe für Schwerhörige. Bei Demenz können Anker geben: zum Beispiel den Melodiefaden summen oder rhythmisch tippen. Bitten Sie Mitbewohner, einander zu helfen: Wer weiß, wie es weitergeht, singt leise vor, damit andere folgen können. Musik bringt oft Vergnügen und Gemeinschaft.

Praxisbeispiel: Die Gruppe singt „Kling, Glöckchen“. Eine Bewohnerin läutet dabei ihr kleines Glöckchen mit, ein Herr summt mit, und alle stimmen den fröhlichen Refrain an. Die Atmosphäre ist lebhaft: Einige beginnen zu wippen. Zum Abschluss bedankt sich der Chorleiter beim letzten Vers klatschend, was allen ein gutes Gefühl gibt.

Weihnachts-Pantomime-Spiel

Ziel: Körperliche Bewegung und Kreativität. Durch pantomimische Darstellung von Weihnachtsbegriffen wird die Motorik aktiviert und Spaß erzeugt.

Material: Zettel mit einfachen Begriffen oder Bewegungen (z.B. „Schneemann bauen“, „Plätzchen aus dem Ofen holen“, „Rentier“). Diese Zettel kommen in einen Hut oder Sack.

Umsetzung: Ziehen Sie reihum Zettel. Der jeweilige Mitspieler stellt ohne Worte pantomimisch dar, was auf seinem Zettel steht. Die anderen raten – wie bei „Tabu“ oder „Pantomime“. Zeigen Sie als Beispiel, wie man einen Schneemann formt (Hände formen große Kugeln und stapeln). Das motiviert weitere Darsteller. Halten Sie die Begriffe leicht (Gesten statt komplizierter Situationen).

Gruppendurchführung: Idealerweise stehen oder sitzen die Senioren so, dass sie sich sehen können. Bei Gehbehinderung bietet sich Sitzen an. Achten Sie auf genügend Platz für Bewegungen, aber passen Sie die Aufgabe ans Können an (auch schon einfache Bewegungen reichen). Für Menschen mit Demenz können bekannte Figuren pantomimisch vorgemacht und nachgeahmt werden, das macht mit.

Praxisbeispiel: Ein älterer Herr zieht „Rentier“ und schiebt imaginär ein Lastengewicht, während alle ihn erraten. Die Seniorin nebenan ergänzt und erzählt, wie sie früher als Rentier verkleidet war. Das Spiel bringt alle zum Lachen und steigert die Aktivität, besonders durch das Nachahmen spielerischer Bewegungen.

Erinnerungsrunde: „Kindheitsweihnachten“

Ziel: Biografiearbeit und soziales Miteinander. Ermuntern Sie die Senioren, ihre eigenen Weihnachts-Erinnerungen zu teilen.

Material: Fotos oder Objekte aus früheren Jahrzehnten (Briefe, alte Dekoration, Spielfiguren). Sitzkreis, Kamera für Bild und Ton (optional).

Umsetzung: Jeder bekommt die Gelegenheit zu erzählen, z.B. indem eine Betreuungskraft eine Frage stellt: „Welches Weihnachtsfest in deiner Kindheit war dir am schönsten?“ Erlauben Sie, dass mehrere Menschen nacheinander antworten. Zeigen Sie bei Bedarf Bilder oder Gegenstände (z.B. ein altes Spielzeug), die Erinnerungen ansprechen. Moderieren Sie die Runde behutsam: Wenn jemand zu viel redet, lenken Sie sanft weiter. Wichtig ist Zuhören und Anknüpfen.

Gruppendurchführung: Setzen Sie sich gemütlich, vielleicht bei Kerzenschein. Halten Sie Redestab-Regeln ein (wer spricht, legt zum Beispiel einen Tannenzapfen in die Mitte). Die anderen hören zu und können Fragen stellen. Verwenden Sie ggf. einen Fotoordner mit Familienfotos, um Erinnerungen auszulösen. Bei Unsicherheit können Sie zwei-drei Themen vorgeben (Geschenke, Essen, Familie). Jeder Beitrag sollte wertgeschätzt werden.

Praxisbeispiel: Eine Bewohnerin berichtet von selbstgenähten Weihnachtsgeschenken für ihre Geschwister. Ein Herr erinnert sich an „friedliche Winterabende“. Während alle zuhören, entsteht ein Gefühl der Gemeinschaft. Manche lachen, andere werden nachdenklich – doch alle fühlen sich eingebunden. Diese Runde fördert das Erinnern und Zusammengehörigkeitsgefühl stark.

Winterwanderung im Rollenspiel

Ziel: Leichte Bewegung und Fantasie. Singen Sie eine „Bewegungsgeschichte“, in der alle gemeinsam eine Reise durch den Winterwald „machen“.

Material: Keines – nur einen Raum oder Flur, in dem sich alle im Kreis oder in einer Reihe bewegen können. Weihnachtsmusik (z.B. leise im Hintergrund).

Umsetzung: Erzählen Sie eine kurze Geschichte, in der die Senioren Figuren sind (z.B. „Wir gehen gemeinsam über einen vereisten Weg“). Fordern Sie sie auf, Tätigkeiten pantomimisch nachzuahmen: langsam stapfen als ob Schnee, vorsichtig Seiten betreten als ob glatter Boden, an Bäume klopfen, und dabei „Oh, was knistert denn hier?“ einwerfen. Variieren Sie Tonfall und Geschwindigkeit. Jeder Schritt ist Teil des Szenarios („Jetzt schaut mal, da vorne leuchtet Lichterglanz!“).

Gruppendurchführung: Achten Sie darauf, dass alle sich sicher bewegen – wer nicht laufen kann, kann zumindest Arme und Hände im Takt bewegen. Gehen Sie ruhig, halten Sie die Runde kurz (5–10 Minuten). Wechseln Sie Rollen an; auch die Pflegekraft kann mittun und vorzeigen. Variation: legen Sie (sichere) Hindernisse aus (Stühle als Baumreihe), die umgangen werden. Das bringt Spaß und Bewegung ohne aufstehen zu müssen (man kann auch im Sitzen die Geschichte mit Gesten begleiten).

Praxisbeispiel: Die Betreuungskraft beginnt: „Wir stapfen durch einen tiefen Schneewald.“ Senioren heben langsam die Knie, strecken die Arme, imitieren das Schneeräumen. In der Mitte der Geschichte hören alle einem imaginären Vogelkonzert zu. Am Ende „kommen wir heim zum warmen Kamin“. Alle klatschen und seufzen erleichtert. Diese „Reise“ weckt Bewegungsdrang und regt die Phantasie an.

Plätzchen-Dekorations-Staffel

Ziel: Spaß und Feinmotorik. Mit Zuckerguss und Streuseln verzieren die Senioren gemeinsam Plätzchen – spielerisch in einer Gruppenaktion.

Material: Vorgebackene (fertige) Vanillekipferl oder runde Kekse, Glasuren (aus Zuckerguss, flüssig gemacht), bunte Streusel oder gehackte Nüsse in kleinen Schälchen. Pinsel oder Löffel. Backblech oder Servierteller.

Umsetzung: Legen Sie alle Kekse nebeneinander. Bilden Sie eine Kette: Der erste „bemalt“ sein Keks mit Guss, der nächste bestreut ihn mit Streuseln, der dritte legt das verziertes Plätzchen auf einen Teller. Jeder darf irgendwann an eine Station. So entsteht eine Art „Produktionslinie“. Singen Sie dabei Weihnachtslieder, damit die Bewegung Spaß macht („Stollen im Ofen, iihh Plätzchen fertig!“). Am Ende verteilt jeder die eigenen Kekse oder isst eins.

Gruppendurchführung: Diese Aktivität kann auch im Sitzen geschehen. Geben Sie klare Abläufe (wer guckt, wer streut). Achten Sie darauf, dass Guss nur auf die Kekse kommt, nicht auf Hände. Schneiden Sie das Team nach Fähigkeiten ein (z.B. ein Bewohner streicht langsam mit Pinsel, der nächste streut größere Mandelsplitter). So bleibt keiner außen vor.

Praxisbeispiel: Senioren bilden einen Halbkreis. Senior A pinselt erst den Keks, Senior B wirft voller Inbrunst bunte Zuckerstreusel darauf, Senior C platziert den fertigen Keks auf einem Teller. Die Gruppe lacht, als eine Streuselspur auf dem Tisch landet. Ein Betreuer witzelt: „Bei uns gibt’s die Streusel-Massageservice!“. Alle fühlen sich einbezogen und genießen das Ergebnis beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Achtsames Kekse-Schmecken

Ziel: Achtsamkeit und Sinneswahrnehmung. Beim Genießen eines Weihnachtsgebäcks werden Geschmack und Textur bewusst wahrgenommen.

Material: Ein kleines Stück Weihnachtsplätzchen (z.B. Zimtstern oder Schokokeks) für jede Person. Teegläser oder Wasser zum Neutralisieren zwischen Bissen. Alternativen: Mehrere Teesorten oder Kekssorten zum Vergleich.

Umsetzung: Jeder bekommt ein Keksstück. Ermuntern Sie die Senioren, es nicht sofort zu essen, sondern zuerst zu betrachten und den Duft einzuatmen. Dann nehmen sie den Keks langsam in den Mund und kauen bewusst einige Male, bevor sie schlucken. Bitten Sie die Gruppe zu beschreiben, was sie schmecken (Zimt, Nuss?). Stellen Sie Fragen wie „Wie fühlt sich das Keksstück an der Zunge an?“.

Gruppendurchführung: Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre (Kerze, leise Musik). Führen Sie die Gruppe an: „Zuerst legen wir die Hand auf unser Herz und denken daran, dass wir uns gleich etwas gönnen. Dann schauen wir es uns an…“. Wenn nötig, teilen Sie Kekse in mundgerechte Stücke. Nutzen Sie diese Zeit, um Dankbarkeit für die kleinen Freuden des Lebens zu thematisieren.

Praxisbeispiel: Eine Bewohnerin beißt langsam in den Zimtstern. Ihre Augen schließen sich, sie genießt sichtbar den Geschmack: „Mmmh, so süß und würzig.“ Die Gruppe nickt zustimmend. Gemeinsam lösen sie durch Achtsamkeit eine besondere Wertschätzung gegenüber den kleinen Genüssen aus – eine erholsame, fokussierte Aktivität.

Weihnachtsmarkt im Raum

Ziel: Fantasiereise und Bewegung. Ein „Indoor-Weihnachtsmarkt“ lässt die Senioren in Erinnerungen schwelgen und bindet Tanz/Rhythmus mit ein.

Material: Stühle im Kreis, Tücher oder Papierstreifen, um „Budengänge“ zu markieren, Weihnachtsmusik (tanzbar). Alternativen: Ein kurzer “Tanzkreis” mit Tüchern.

Umsetzung: Erklären Sie eine kleine Fantasiereise: Die Gruppe ist auf einem Weihnachtsmarkt. Geben Sie jedem Platz einen „Marktstand“ als Thema (z.B. Lebkuchen, Tannenschmuck, Karussell). Bei jeder neuen Musiksequenz steht der Sitzende auf und geht imaginär zum nächsten Stand (jeweils ein Schritt nach rechts). Dorthin führt ein kleines Puzzleteil-Weihnachtstanz – z.B. eine Drehung mit Armen wie geschenktes Auspacken. Spielen Sie verschiedene Weihnachtslieder mit unterschiedlichem Tempo, so wechselt das Gehtempo. Wenn das Lied endet, finden alle Platz und diskutieren kurz, was es auf ihrem Stand „gab“.

Gruppendurchführung: Stellen Sie Stühle eng genug, damit man „Schritte“ an einem Platz machen kann, aber nicht stolpert. Singen oder Summen unterstützend führt ältere Menschen durch die Runde. Helfen Sie beim Aufstehen Hinsetzen. Dieses Spiel kombiniert leichte Bewegung mit Rollenspiel („Marktbesuch“) und fördert die Fantasie.

Praxisbeispiel: Zu „Jingle Bells“ steht jeder auf und geht im Rhythmus im Kreis herum, während die Arme ausgestreckt Schlittenfahren imitieren. Die Senioren lachen bei der Vorstellung, im Karussell zu sitzen oder einem Weihnachtsmann zu zuwinken. Diese Bewegungsgeschichte regt an und verbindet die Gruppe in einer heiteren Runde.

Winterliche Collage gestalten

Ziel: Kreativität und Konzentration. Mit ausgeschnittenen Bildern aus Zeitschriften entsteht ein winterliches Gesamtbild.

Material: Alte Zeitschriften oder Kalender mit Weihnachtsbildern, Schere, Kleber, großer Bogen Ton- oder Papierkarton (als Unterlage). Alternativen: Ausmalbilder auf dickem Papier, die ausgeschnitten und geklebt werden.

Umsetzung: Lassen Sie jeden einige Bilder zum Thema Winter und Weihnachten aus Zeitschriften suchen (Schlitten, Krippe, Schneelandschaften). Danach klebt jeder seine Fundstücke auf dem großen Papier zu einer gemeinsamen Winterlandschaft zusammen. Fragen Sie: „Wo soll der Nikolaus reinkommen?“, um die Anordnung zu steuern. Binden Sie alle Schritte ein: Abschneiden, Kleben, gemeinsame Betrachtung.

Gruppendurchführung: Halten Sie sich in kleinen Teams zusammen, damit jeder beteiligen kann. Bringen Sie Zeitungsscheren und Unterlagen mit. Manche Senioren können sich darauf beschränken, mit den Fingern Anweisungen zu geben („Lege den Schneemann hier hin“), andere schneiden aktiv. Sprechen Sie über die ausgesuchten Bilder: Jeder erzählt, warum er gerade diese ausgesucht hat (z.B. „Das Foto vom Kaminfeuer erinnert mich an mein altes Wohnzimmer“).

Praxisbeispiel: Auf dem Tisch liegt ein halbfertiges Plakat mit Weihnachtsmotiv. Bewohner kleben nach und nach Tannengrün, ein Engel und Stiefel. Einer fügt Zeitungskekse hinzu: „So riecht es im Advent.“ Am Ende ist eine bunte Collage entstanden, an der jeder mitgewirkt hat und stolz ist, sie am schwarzen Brett anzuhängen.

Nikolaus-Geschenkemandala

Ziel: Entspannung und Achtsamkeit. Beim Mandala-Malen geht es um Konzentration und Entspannung. Gestalten Sie mit weihnachtlichen Farben.

Material: Mandala-Vorlagen mit Weihnachtsmotiven (Sterne, Kreise, Strukturen), Buntstifte oder Wasserfarben. Alternativen: Mandalas aus Salzteig legen (Kugeln in Muster drapieren).

Umsetzung: Legen Sie Vorlagen aus. Bitten Sie die Senioren, in Ruhe und ohne Hektik ein Muster auszumalen. Wählen Sie Farben passend zum Advent (Rot, Grün, Gold, Silber). Fordern Sie sie auf, gleichmäßige Striche zu machen und tief durchzuatmen, während sie malen. Ermutigen Sie zu Austausch über Farbauswahl oder Muster, aber jeder in seinem Tempo malt.

Gruppendurchführung: Diese ruhige Arbeit macht am besten im Sitzen. Spielen Sie leise Weihnachtsmusik im Hintergrund. Achten Sie darauf, dass alle gut sehen können (Vorlage auf Unterlage, dicker Stift bei Sehschwäche). Kein Zeitdruck, lassen Sie das Mandala erst zu Ende bringen, wenn sie möchten. Das Malen selbst wirkt meditativ.

Praxisbeispiel: Zwei Damen malen nebeneinander. Die eine wählt viel Gold, die andere klassisch rot-grün. Sie sitzen still, vertieft im Bild. Nach einer Weile bemerken sie, dass es ähnlich geworden ist, und lächeln. Dieses stille gemeinsame Schaffen bringt Ausgeglichenheit und macht zufrieden.

Engelkarten mit Lebkuchen motiv

Ziel: Basteln und Feinmotorik. Selbstgebastelte Karten mit nostalgischem Lebkuchenmotiv laden zum Verschenken ein.

Material: Kartonpapier (weiß, farbig), Filzstifte, Glitzer, evtl. Ausstanzformen Engel oder Lebkuchenmann. Alternativen: Collage aus Lebkuchenbildern (als Foto) und Serviettenkleber für Vintage-Look.

Umsetzung: Schneiden oder falten Sie zuerst eine Karte. Eine Vorlage „Lebkuchenengel“ kann vorgemalt oder als Kontur aufgedruckt sein. Die Bewohner malen den Engel aus oder bekleben ihn mit kleinen Lebkuchen-Stickern. Anschließend verzieren sie die Karte mit Schriftzügen („Frohe Weihnachten“) und Glitzer. Sie können auch eigene Weihnachtswünsche hineinschreiben oder aufkleben.

Gruppendurchführung: Legen Sie Bastelmaterial bereit, während jemand eine Musterkarte zeigt. Jeder kann dann nach eigenem Stil weiterarbeiten. Bei Demenz nehmen Sie einfache Elemente (fertige Zimtstern-Aufkleber). Pflegen Sie eine ruhige Atmosphäre, da das Ausmalen Geduld erfordert. Wenn nötig, helfen Sie beim Schreiben oder Zeichnen.

Praxisbeispiel: Senioren gestalten gemeinsam Karten. Herr H. malt mit glänzendem Stift den Schriftzug, Frau G. klebt kleine Glitzersterne auf. Zwischendurch sprechen sie über die Zutaten eines Lebkuchenmanns („Zimt!“). Die Karte wird dann einer Angehörigen geschenkt, was Erfolgserlebnisse verstärkt.

Weihnachtsplätzchen verzieren (Non-Food)

Ziel: Feinmotorik und Erinnerung. Anstatt echter Kekse werden Papier-„Kekse“ bemalt, um Geschicklichkeit ohne Essen zu trainieren.

Material: Aus dickerem Papier ausgeschnittene Kreise (Keksform), Plakatfarbe oder Filzstifte, Pinsel, bunte Streifen Papier, Klebstoff. Alternativen: Salzteig-Kekse als essbare Variante.

Umsetzung: Verteilen Sie Papierkreise an die Teilnehmer. Jeder malt diese wie Keks-Ähnlichkeiten aus (Ränder umranden, Muster malen, Glitzer nutzen). Diskutieren Sie parallel, welche Kekse das sein könnten (z. B. „ich mache einen mit Zuckergussstern drauf“). So wird Basteln mit Gesprächen kombiniert. Am Ende können die Papiere aufgehängt oder als Untersetzer verwendet werden.

Gruppendurchführung: Dieses Angebot ist ideal für Sitzende. Geben Sie jeweils ein Beispiel vor (z.B. einen pink bemalten „Weihnachtsstern“). Senioren legen die Farbe nur in der eigenen Handfarbe auf. Beginnen Sie vielleicht mit einfachen Mustern, dann freie Kreativität. Alle können gleichzeitig mitmachen und sich gegenseitig inspirieren.

Praxisbeispiel: Im Tuschkasten mischt Frau K. Weiß und Braun für Zuckergussoptik. Ein Herr nutzt Rot und Grün, spricht dabei leise Weihnachtslieder. Als sie fertig sind, bewundert jeder die fantasievollen „Kekse“, und beim gegenseitigen Austausch über Lieblingsplätzchen fühlt sich die Gruppe verbunden.

Lichtertanz mit Tüchern

Ziel: Sanfte Gymnastik und Ästhetik. Das Tanzen mit farbigen Tüchern fördert die Gelenkigkeit und bringt Farbe in die Adventsstimmung.

Material: Zwei leichte Tücher (rot/grün oder mit Weihnachtsmotiven) pro Person. Ruhige Weihnachtsmusik.

Umsetzung: Jeder sitzt oder steht mit einem Tuch in jeder Hand. Führen Sie einfache Armbewegungen aus (Tücher hochwerfen, schwingen wie eine Schlange, behutsam kreisen). Synchronisieren Sie die Bewegungen zur Musik (z.B. schwingen die Tücher wie brennende Kerzen beim Refrain von „Lasst uns froh und munter sein“). Variieren Sie Tempo und Richtung. Bitten Sie auch um eigene Ideen („zeig deine schönste Fächerbewegung“).

Gruppendurchführung: Stellen Sie sicher, dass niemand aus Versehen das Gegenüber berührt oder eines anderen. Helfen Sie bei Sitzproblemen: selbst sitzend machen viele schon mit. Ermuntern Sie unruhige Teilnehmer: Jeder macht so viel er kann. Durch die leichten Bewegungen mit Musik entsteht eine entspannte Aktivierung.

Praxisbeispiel: Zur sanften Musik wiegen alle ihre Tücher abwechselnd hoch und runter, als ob sie Schneeflocken fangen. Ein Bewohner lächelt beim Auffangen seines „Schneetuchs“ und die Nachbarin klatscht begeistert. Diese Bewegungsidee verbindet leichte Körperarbeit mit dem Reiz von Farbe und Klang.

Achtsamkeits-Übung „Danke sagen“

Ziel: Emotionale Aktivierung und positives Miteinander. Jeder soll etwas nennen, wofür er in diesem Jahr dankbar ist.

Material: Kleine Kärtchen und Stifte oder ein Glücksrad (alternativ nur mündlich). Dezent geschmückter Tisch mit Kerze als Ritualort.

Umsetzung: Sitzen Sie in gemütlicher Runde. Hören Sie kurz leise Weihnachtsmusik, dann gibt jeder Teilnehmer reihum an, was ihn in diesem Jahr glücklich gemacht hat (gesundheitlich, Begegnung, Erlebnis). Bitten Sie alle, zu Ende zu sprechen („Ich bin dankbar, weil…“). Wenn nötig, können Karten helfen: Jeder schreibt seinen Dank ein. Anschließend liest man vor oder behält es für sich.

Gruppendurchführung: Auch demenziell veränderte Senioren können ein Wort nennen (z.B. „Kind“ oder „Elternhaus“). Seien Sie geduldig und machen Sie Vorschläge, falls Stille herrscht („Etwas Schönes, das dir ein Lächeln geschenkt hat“). Wenn Sprecher nicht mehr weiterwissen, tragen Sie selbst ein Beispiel vor, um weiter zu motivieren. Die Betreuenden können beginnen, damit die Atmosphäre gesetzt ist.

Praxisbeispiel: Ein älterer Herr sagt leise: „…meine Enkelin.“ Daraufhin ergänzt eine Dame fröhlich: „…und das gesunde Weihnachtsessen.“ Jeder in der Runde nickt verständnisvoll. Zum Schluss bedankt sich die Betreuungskraft fürs gemeinsame Jahr. Die Dankesrunde schafft Wärme und Zusammenhalt – jeder spürt Wertschätzung und Hoffnung.

„Memory“ mit Weihnachtsdüften

Ziel: Kognitive und sensorische Stimulation. Bei einem Duft-Memory erraten die Senioren verschiedene weihnachtliche Aromen.

Material: Paare kleiner Gefäße oder Dosen mit Düften (Zimt, Vanille, Orange, Tannennadel, Kakao). Jeweils zwei gleiche Düfte in verdeckten Behältern.

Umsetzung: Stellen Sie die Dosen verdeckt auf den Tisch. Reihum darf jeder zweimal einen Deckel heben und hineinschnuppern. Hat jemand einen Duftpaarduft gefunden, nimmt er es heraus (oder erhält einen kleinen Punkt). Ziel ist es, sich die Position der Düfte zu merken. Wer richtig kombiniert, rät den Duft („Zimt!“) und erklärt vielleicht, wozu er daran erinnert.

Gruppendurchführung: Sorgen Sie für Gute Belüftung nach jedem Versuch. Achten Sie darauf, dass das Raten leichtfällt: ältere Geruchsnerven können schwächer sein, geben Sie daher nur wenige verschiedene Düfte. Helfen Sie bei der Zuordnung mit visuellen Kärtchen (Bilder von Zimtstangen etc. beim Raten zeigen). Diese Variante fördert neben dem Gedächtnis auch sensorische Wahrnehmung und Gespräch über Wintergewürze.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner hebt Deckel Nr. 3 („Es riecht stark!“) und dann Nr. 7. Beide duften nach Nelken. Er ruft „Genau, Nelken! Die Opa früher in den Apfel gepiekst hat.“ Er darf diese beiden rausnehmen. Die Stimmung ist locker und spielerisch, die Detektivaufgabe vernetzt Sinne mit Erinnerungen.

Winterliche Fantasiereise

Ziel: Entspannung und imaginative Aktivierung. Eine geleitete Fantasiereise in winterliche Szenarien beruhigt und aktiviert die Vorstellungskraft.

Material: Ruhiger Raum, evtl. gemütliche Beleuchtung (Kerzen, Lampe). Decken oder Wärmflaschen für Behaglichkeit. Beruhigende Instrumentalmusik (leise, optional).

Umsetzung: Bitten Sie die Senioren, bequem zu sitzen oder zu liegen und die Augen zu schließen. Erzählen Sie langsam eine Geschichte, z.B.: „Stellt euch vor, ihr wandert langsam durch einen verschneiten Wald… Jeder Schritt knirscht im Schnee… Die Luft riecht kalt und klar… Plötzlich taucht eine gemütliche Hütte auf, ein Kamin prasselt…“ Sprechen Sie sanft mit Pausen. Fordern Sie sie auf, sich Details vorzustellen: warme Decke auf dem Sofa, Sternenhimmel draußen. Zum Schluss führen Sie sie allmählich zurück ins Hier und Jetzt.

Gruppendurchführung: Achten Sie auf ruhige Umgebung (kein Türgeräusch, Telefon aus). Sprechen Sie lang und deutlich. Manche Senioren öffnen leicht die Augen, was normal ist. Bitten Sie, Langsam wieder die Augen zu öffnen, um die Übung zu beenden. Ziel ist Entspannung und Sehnsuchtsgefühl nach Geborgenheit.

Praxisbeispiel: Während der Stimme lauschen einige Bewohner vertieft, andere schnaufen entspannt. Nach der Rückkehr in die Realität ist die Stimmung ruhig. Ein älterer Herr murmelt: „Das war schön, wie im Traum.“ Diese kurze Auszeit beruhigt auf sanfte Weise.

Kochen wie früher – Rezepttausch

Ziel: Erinnerungsarbeit und Sinneserfahrung. Die Senioren tauschen Rezepte oder Zubereitungsarten aus ihrer Jugend aus.

Material: Whiteboard oder Flipchart, Stifte. Eventuell kostprobe von Gewürzen (z.B. Zimt) oder einem einfachen Gebäck als Anschauungsmaterial.

Umsetzung: Im Sitzkreis erzählt jeder, was er an Weihnachten am liebsten gegessen hat oder gerne selbst kocht. Ein Rezepte-„Tausch“ entsteht: Eine Betreuungskraft schreibt die Rezeptecken (z.B. „Bratäpfel“) an die Tafel. Ermutigen Sie den Austausch: „Wer hat noch ein Rezept?“ Fragen Sie detailliert: „Wie habt ihr früher die Kartoffeln gekocht? Was war damals besonders?“ So kommt jeder ins Gespräch.

Gruppendurchführung: Moderieren Sie das Gespräch, damit niemand dominiert und auch Ruhigere zu Wort kommen. Verwenden Sie die Tafel, um Rezepte stichpunktartig zu notieren. Diskutieren Sie Unterschiede: manche vergisst Zutaten, andere ergänzt. Ziel ist das Erzählen und Knistern zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Praxisbeispiel: Ein Herr erklärt sein Familienrezept für Rotkohl, eine Dame erinnert sich an Omas Christstollen-Zutaten. Die Gruppe kichert, als jemand das „geheime“ Mehlgewicht vergessen hat. Beim Abschluss werden einige Notizen ausgeteilt, damit die Gruppe in kommenden Tagen daraus ein Plätzchen-Backen planen kann.

Mini-Biografiekarten

Ziel: Kognitive Aktivierung und biografisches Erzählen. Jeder gestaltet eine persönliche Karte mit Stichwörtern zu Weihnachten im Leben.

Material: Kleine Karten oder Post-its, Stifte. Optional: Bilder von alten Christbäumen oder -szenen als Vorlage.

Umsetzung: Bitten Sie jeden, sich an drei Dinge zu erinnern, die mit Weihnachten zu tun haben (z.B. Lieblingslied, Geschenk, Gebäck). Jeder schreibt oder zeichnet sie auf seine Karte – mit Unterstützung je nach Schreibvermögen. Danach stellt jeder kurz seine Karte vor. Die anderen können Fragen stellen („Das habe ich auch immer gegessen!“) und anknüpfen.

Gruppendurchführung: Arbeiten Sie mit Einzelnen, helfen beim Schreiben/Schreiben auf vorgefertigten Kärtchen. Fördern Sie Mitsprache und Respekt beim Vorlesen. Manche Senioren benötigen Hilfestellung, Stichwörter selbst zu finden – fragen Sie gezielt nach (Stimmungen, Leute, Spiele). Die Karten bleiben bestehen und können bei späteren Gruppenstunden erneut besprochen werden.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner schreibt „Lied: Kling Glöckchen“, „Essen: Gänsebraten“, „Geschenk: Buch“. Er zeigt die Karte stolz her. Die Gruppe sumt das Lied gemeinsam an und eine Bewohnerin ergänzt: „Früher gab’s auch gern Kekse mit Mandeln für uns.“ Diese Methode verbindet Aktivierung mit persönlicher Wertschätzung.

Winterwanderung (simuliert)

Ziel: Bewegung und Vorstellungskraft. Mit einer Gehgruppe simulieren Sie einen Spaziergang im Winterwunderland.

Material: Nichts Notwendiges, eventuell Winterhüte oder Schals als Kostüm. Weihnachtsmusik mit Naturgeräuschen (Wind, Vogelruf) im Hintergrund.

Umsetzung: Die Gruppe formiert sich hinter einer Betreuungskraft. Gehen Sie langsam im Gemeinschaftsraum oder Flur im Kreis oder geraden Weg, als ob draußen Schnee läge. Bitten Sie die Senioren, die Schritte deutlich zu setzen, Arme leicht schwingend. Weisen Sie auf imaginäre Winterelemente hin: „Schaut, da leuchtet die Sonne durch die Baumwipfel!“ Schwenken Sie dabei die Arme mal hoch (als Bäume), mal vor (Schnee schaufeln).

Gruppendurchführung: Das Tempo ruhig halten, Platz schaffen, Stühle weg. Bei schlechter Mobilität kann dies im Sitzen durchgeführt werden (Bein heben, klatschen). Der Spaß entsteht durch die Vorstellung (manchmal macht die Gruppe fröhlich mit, als hätten sie wirklich Schnee unter den Schuhen).

Praxisbeispiel: Eine Seniorin lacht und sagt: „Achtet auf die Eiszapfen über uns!“ Die anderen drehen den Kopf wie beim Spazierengehen. Diese leichte Bewegungseinheit wirkt wie ein Kurz-Ausflug ins Freie, der sowohl Körper als auch Fantasie anregt.

Adventlicher Kino-Nachmittag (Dialog)

Ziel: Gemeinschaftserlebnis und Diskussion. Ein kurzer Weihnachtsfilm oder ein Fotoalbum wird gemeinsam angeschaut und besprochen.

Material: Ein einfacher Weihnachtsfilm oder Diashow mit Bildern (z.B. heimische Winterlandschaften, Familienfotos von Weihnachten), Fernseher oder Beamer. Sitzkissen oder Teetische.

Umsetzung: Zeigen Sie einen kurzen Film oder eine Fotoshow (10–15 Minuten). Vorher kündigen Sie kurz an, was kommt („Ein kleiner Film über Weihnachtsmarkt-Szenen“). Nach dem Anschauen führen Sie eine Gesprächsrunde darüber. Welche Szene hat gefällt? Was haben sie erinnert? Sprechen Sie über Gefühle und Eindrücke.

Gruppendurchführung: Organisieren Sie eine gemütliche Atmosphäre (Plätzchen, Tee). Lassen Sie jeder einen Platz in der ersten Reihe bekommen, um die Bilder gut sehen zu können. Vermeiden Sie zu lange Filme, damit niemand ermüdet. Nachher moderieren Sie das Gespräch, stellen Sie offene Fragen und hören zu.

Praxisbeispiel: Nachdem ein kurzer Clip von Kindern beim Weihnachtsmarkt gezeigt wurde, meint ein Bewohner: „Da stand ich mit meinen Enkeln auch mal.“ Eine Dame ergänzt: „Siehst du den Weihnachtsbaum hier?“ Das Gespräch fließt, und alle erinnern sich an das gemeinsame Anschauen.

Stoff-Schneemann nähen

Ziel: Feinmotorik und Geduld. Ein einfacher Schneemann aus Stoffresten wird genäht und gefüllt, ideal für geübtere Bastler.

Material: Weißer Filz oder alter Pulloverstoff, Nähnadel mit dickem Faden oder Kleber, Watte oder Füllwatte, orangefarbenes Filzstück (Nase), bunte Stoffreste (Mütze/Schal). Alternativen: Mit Textilkleber arbeiten, wenn Nähen zu schwer ist.

Umsetzung: Schneiden Sie zwei große Kreise aus weißem Stoff pro Schneemann vor. Zeigen Sie, wie man sie zusammennäht (oder nur an einer Stelle zusammenklebt) und dabei Füllwatte einfüllt. Die Gruppe verziert den Kopf mit einer Mütze und Bindet einen Schal an. Kleben Sie Augen und Mund aus Stoff-Fetzen. Erlauben Sie, jeden Schritt selbst zu tun, auch wenn das Nähen mehrere Versuche braucht.

Gruppendurchführung: Tisch mit Polster für Nadel. Helfen Sie bei feinen Handgriffen (Nadeleinfädeln). Teilen Sie Aufgaben: Jemand schneidet, ein anderer stopft, ein dritter knotet. Wenn nötig, komplettieren Sie Schritte (z. B. den letzten Stich). Sprechen Sie über Erfahrungen: „Wer hat früher selbst genäht?“ Das Gefühl, etwas Eigenes hergestellt zu haben, macht Mut und verbessert das Wohlbefinden.

Praxisbeispiel: Zwei Damen teilen sich die Arbeit: Die eine hält den Stoff zusammen, während die andere sticht. Die Gruppe feuert an („Mehr Füllung!“). Als der kleine Stoff-Schneemann fertig ist, ruft ein Bewohner: „Er sieht aus wie der von damals auf dem Weihnachtsmarkt!“. Das selbstgemachte Kuschelstück wird in der Gruppe bewundert und vielleicht an den Armband oder die Tasche gesteckt.

Weihnachts-Gruppenpuzzle

Ziel: Koordination und Zusammenarbeit. Ein großes Puzzle mit Weihnachtsmotiv fördert Geduld und Teamgeist.

Material: Ein altersgerechtes Puzzle (20–50 Teile) mit Weihnachtsmotiv (Schnee, Krippe, Weihnachtsmann). Alternativen: Mehrere kleinere Puzzles, um Gruppen zu bilden.

Umsetzung: Breiten Sie das Puzzle auf einem niedrigen Tisch aus, damit alle gut rankommen. Beginnen Sie mit dem Rand oder markanten Details. Jeder sucht Teile und probiert aus. Sprechen Sie über Farben und Motive („Hier ist ein roter Mantel“). Geben Sie Hilfestellung, wenn niemand weiterkommt (etwa, indem Sie einen Bereich gemeinsam durchgehen).

Gruppendurchführung: Lassen Sie die Senioren reihum ein Teil legen. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen, sondern jeder darf nach Möglichkeit etwas beitragen (auch das Weiterreichen von Teilen). Loben Sie Erfolge, wenn ein neuer Abschnitt fertig wird. Teams bilden und gemeinsam arbeiten sorgt für Austausch. Das Gemeinschaftsgefühl wächst, wenn das Bild Gestalt annimmt.

Praxisbeispiel: Das Team setzt die Puzzleteile eines fliegenden Schneemanns zusammen. Als der Kopf ans andere fehlende Teil passt, klatschen alle. Einer sagt: „Schnee ist da, es kann Weihnachten werden!“. Durch dieses Miteinander entsteht ein Erfolgserlebnis – auch für jene, die sonst nur zusehen können.

Plätzchen-Back-Tagebuch

Ziel: Schriftliche Aktivierung und Gedächtnisstütze. Die Senioren schreiben (oder sprechen und eine Betreuungskraft notiert) ein einfaches Back-Tagebuch für die Adventszeit.

Material: Notizbuch oder großes Blatt Papier, Stifte. Alternativen: MP3-Rekorder, um Erlebnisse aufzusprechen. Bunte Stifte für Bilder.

Umsetzung: Schreiben Sie täglich nach einer Aktivität – z.B. nach dem Plätzchenbacken – ein paar Sätze zusammen. „Heute haben wir Pfeffernüsse gebacken: jeder hat Teig gerollt und in den Ofen gelegt.“ Jeder kann etwas beitragen (Erinnerung an Zutaten, Lustiges beim Backen). Die Betreuungskraft schreibt es auf. Am Ende entsteht ein buntes Tagebuch der Gruppe.

Gruppendurchführung: Wählen Sie ein paar Freiwillige, die gerne erzählen. Andere können durch Fragen („Wie viele Plätzchen habt ihr gezählt?“) eingebunden werden. Wenn das Schreiben zu kompliziert ist, diktieren Sie die Erlebnisse und lesen sie später vor. Das Ergebnis kann ausgedruckt oder laminiert im Raum hängen, als gemeinsames Erinnerungsstück.

Praxisbeispiel: Nach dem Backen trägt Frau S. vor: „Wir haben 80 Kekse gebacken.“ Der Betreuer schreibt es auf. Später liest er den Abschnitt laut vor, und alle nicken. Dies stärkt die Erinnerung an gemeinsam Erlebtes und zeigt: Die Gruppe schafft etwas Handfestes, das über den Tag hinauslebt.

Lebkuchenhaus-Quiz

Ziel: Kombinierte Aktivierung. Quizfragen zum Lebkuchen oder Weihnachtsmarkt verbinden Wissenstest und Adventsstimmung.

Material: Kleine Papierzettel mit Fragen (z.B. „Woraus bestehen Lebkuchen?“, „In welcher Stadt steht einer der berühmtesten Weihnachtsmärkte?“) und Antwortzetteln. Alternativen: Bilder von Lebkuchen, die man zeigen und erraten lässt.

Umsetzung: Bereiten Sie eine kleine Fragerunde vor. Lesen Sie eine Frage vor und lassen Sie raten. Anschließend geben Sie die richtige Antwort bekannt und erzählen kurz eine Anekdote dazu (z.B. über regionale Weihnachtsbräuche). Sie können das in den Adventsritus einbauen: Nach dem Öffnen eines Kalendertürchens kommt eine Frage zum Vorschein, die die Gruppe löst.

Gruppendurchführung: Sorgen Sie für ausreichend Zeit zum Nachdenken. Ermuntern Sie alle, Meinungen zu sagen („Wer weiß etwas dazu?“). Helfen Sie, falls das Wissen fehlt (gesuchte Begriffe anklingeln). Nach jeder Antwort kann ein weiteres Detail oder Bild gezeigt werden, um die Wissensvermittlung visuell zu unterstützen.

Praxisbeispiel: Eine Bewohnerin antwortet auf die Frage „Welche Frucht steckt oft im Stollen?“ prompt „Orange!“ Ein Betreuer lobt sie und ergänzt: „Genau, getrocknete Orange war früher ein kostbares Weihnachtsgeschenk.“ So kombiniert das Quiz Wissensvermittlung mit Erinnerungen an alte Bräuche.

Weihnachtsgedanken-Puzzle

Ziel: Sprachliche Aktivierung. Eine Gesprächsrunde, in der jeder sagt, was Weihnachten für ihn bedeutet.

Material: „Memory-Würfel“ oder Zettel mit Stichworten (z.B. „Frieden“, „Familie“, „Licht“).

Umsetzung: Jeder Würfelwurf oder gezogene Zettel ergibt ein Stichwort. Derjenige sagt spontan, welche Gedanken oder Gefühle er damit verbindet („Licht“ → „Lichterkette am Tannenbaum leuchtet“). Dies kann auch als Impuls für ein gemeinsames Gedicht oder einen kurzen Reim dienen.

Gruppendurchführung: Wechseln Sie sich ab. Bei Unsicherheit können Mitspieler helfen („Was fällt euch zu diesem Wort ein?“). Ziel ist, Kreativität zu fördern, ohne Druck auf richtige Antworten.

Praxisbeispiel: Es fällt das Wort „Hoffnung“. Eine Bewohnerin erzählt, wie sie an Weihnachten an die Zukunft denkt. Ein anderer nickt und fügt hinzu: „Endlich friert der Winter.“

Papierstern falten

Ziel: Feinmotorik und Geduld. Klassische Papiersterne aus getrockneten Orangenscheiben (Pomander) basteln – leicht und aromatisch.

Material: Getrocknete Orangenscheiben mit Nelken (Pomander), Band oder Gummiband. Alternativ: Papiersterne aus Zeitung oder Butterbrotpapier.

Umsetzung: Zeigen Sie, wie man eine fertige Orangenscheibe umwickelt und mit Nelken spickt. Jeder kann seinen eigenen dekorieren. Besprechen Sie die Schritte: „Stecht zuerst das Gummi in der Mitte durch, dann steckt ihr die Nelken so weit hinein.“

Gruppendurchführung: Alle arbeiten am Tisch. Bei Gelenkproblemen helfen Mitmenschen beim Spicken oder Binden. In den Pausen sinnieren die Senioren über Düfte und Traditionen.

Praxisbeispiel: Ein Bewohner sticht Nelken in eine Orange, eine Dame bindet ein Band drum. Beim gemeinsamen Riechen sagt einer: „So roch es immer am Weihnachtsbaum.“

Plätzchentütchen befüllen

Ziel: Motorik und Zusammenhalt. Kleine Tütchen mit selbstgebackenen Keksen als Mitbringsel für Angehörige oder Mitbewohner füllen.

Material: Klarsicht- oder Papiertütchen, bunte Bänder oder Sticker zur Dekoration, Plätzchen vom Backen. Alternativen: Säckchen mit Tee oder kleinen Gewürzproben.

Umsetzung: Jeder nimmt ein Tütchen und legt einige Kekse hinein. Anschließend wird es verschlossen und hübsch verziert. Beim Verpacken bieten sich Gedächtnisimpulse („Was schenkst du deiner Tochter dieses Jahr?“) an.

Gruppendurchführung: Helfen Sie beim Verschließen (zusammenkleben oder Knoten). Ermuntern Sie, eine persönliche Nachricht beizulegen (z.B. selbstgemaltes Bild oder kleinen Gruß).

Praxisbeispiel: Senioren verpacken gemeinsam Plätzchen. Eine Frau bindet rote Schleifen, ein Herr klebt Namensetiketten auf. Währenddessen plaudern sie über glückliche Momente, die sie beim Verschenken erlebt haben.

Weihnachtsmann-Origami (aus Geldschein)

Ziel: Feinmotorik und Kreativität. Aus Geldscheinen (oder farbigem Papier) wird ein kleiner Weihnachtsmann gefaltet – ein originelles Bastelgeschenk.

Material: Gefaltetes Geldscheine (z. B. 5€) oder farbiges Origami-Papier. Schritt-für-Schritt-Anleitung als Bildfolge ausgedruckt.

Umsetzung: Zeigen Sie die Falt-Schritte nacheinander: erst den Kopf formen, dann Bart, Mütze. Geben Sie den Senioren Zeit, die Faltungen langsam nachzumachen. Eine Betreuungskraft kann demonstrieren und Hilfestellung leisten.

Gruppendurchführung: Arbeiten Sie am Tisch, evtl. paarweise (ein Helfer faltet mit). Nur einfache Origami-Schritte verwenden (keine Luftschlösser). Die ungewöhnliche Aufgabe macht oft neugierig – alle sind stolz, wenn am Ende ein kleiner Weihnachtsmann entsteht.

Praxisbeispiel: Die Gruppe faltet konzentriert, ein Bewohner flüstert: „Das kann ich auch mit buntem Papier machen.“ Zum Schluss binden sie einen kleinen Faden durch den Schein, fertig ist ein Geld-Weihnachtsmann für Enkelkinder oder dem Haustechniker.

Kerzenziehen (aus Wachs)

Ziel: Handwerkliche Aktivität. Beim gemeinsamen Ziehen von Bienenwachskerzen werden die Sinne beruhigt und die Feinmotorik trainiert.

Material: Ein tiefes Wasserbad (nicht kochend), Bienenwachskerzenreste oder -wachs, Dochte, tiefe Schüssel. Alternativen: Gebrauchsfertige Kerzen-Kit.

Umsetzung: Einen Docht in warmes Wachsbad tauchen lassen und herausziehen. Wiederholen Sie das Eintauchen mehrere Male, bis der Docht dick genug ist. Jeder wickelt danach einen Faden um den Fingerschaft als Kerzenhalterung (oder schneidet den fertigen Stumpen vom Docht ab). Weißen Wachsspritzer reinigen Sie sofort.

Gruppendurchführung: Kinderkrankheiten? Bei Demenz erfolgt diese Aufgabe am besten in kleinen Teams. Achten Sie auf heißes Wachs – halten Sie ein Stövchen bei, damit das Wachs flüssig bleibt, aber nicht zu heiß wird. Jeder hilft einander (eine Hand führt den Docht, die andere taucht). Die ruhige, gleichförmige Tätigkeit wirkt meditativ, der Duft des Wachses verströmt ein heimeliges Aroma.

Praxisbeispiel: Nach einigen Zügen zeigt eine Dame ihre Kerze: sie lächelt stolz. Andere warten geduldig ihre Reihe ab. Gemeinsam legen alle die fertigen Kerzen auf ein Tablett. Diese handgemachten Kerzen zünden sie später beim Abendtreff an – ein Erfolgserlebnis, das das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.

Weihnachtslied-Text vervollständigen

Ziel: Sprach- und Gedächtnistraining. Die Senioren ergänzen fehlende Wörter aus bekannten Liedtexten.

Material: Liedtext-Ausdrucke (größere Schrift) mit Lücken an ausgewählten Stellen. Beispiele: „…hell strahlt [der Weihnachten] …“ etc. Bunte Marker oder Stifte.

Umsetzung: Teilen Sie die Texte aus. Lesen Sie gemeinsam den Text bis zur Lücke. Bitten Sie die Gruppe, das fehlende Wort zu raten (evtl. nach mehrmaligem Mitsingen oder Vorsingen einer Zeile). Danach alle gemeinsam singen oder lesen. Ein Tipp kann gegeben werden („Es reimt sich auf ‚Hütte‘“).

Gruppendurchführung: Denken Sie an unterschiedliche Ausprägungen: Die einen raten vielleicht, die anderen singen einfach mit. Belohnen Sie jedes richtig genannte Wort mit Applaus. Dieses Spiel verbindet Spaß mit Sprachförderung.

Praxisbeispiel: In „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ fehlen die letzten Wörter in einigen Zeilen. Die Senioren rufen nacheinander Vorschläge (z.B. „Einmal um die Ecke“). Alle lachen, als ein unerwartetes Wort genannt wird. Am Schluss wird der ganze Refrain laut gesungen – ein triumphales Gemeinschaftserlebnis.

Sternenfänger-Spiel

Ziel: Leichte Bewegung und Konzentration. Mit einem leichten Gegenstand (Feder, Löffel) versuchen alle zusammen, ein „Sternenkreis“-Bild in der Luft zu vollenden.

Material: Einen Plastikstern oder Löffel als „Wurfobjekt“, eventuell Musik (ruhiges Walzertempo).

Umsetzung: Alle sitzen im Kreis. Die Betreuungskraft hält den Stern, summt ein Weihnachtslied. Sie wirft den Stern sanft zu einer Person, die ihn mit der Hand auffängt und in einem bestimmten Muster weitergibt (z.B. überkreuzt zum linken Nachbarn). Wenn der Stern zum letzten Teilnehmer kommt, endet die Runde. Danach darf jeder eine Bewegung vorschlagen (z.B. alle klatschen).

Gruppendurchführung: Achten Sie darauf, dass alle an der Reihe kommen und keiner ausgeschlossen wird. Wer nicht fangen kann, sagt „Frei“ und der Stern wird weitergeworfen. Variationen: Man kann den Stern auf dem Kopf balancieren lassen (vorsichtig) oder sagen, wer gemeint ist („Nun zu Sarah“). Dieses Spiel regt die Aufmerksamkeit an und sorgt für Stimmung.

Praxisbeispiel: Während des „Oh, Tannenbaum“-Summens rollt der Stern von Person zu Person. Ein älterer Herr lacht leise, als er ihn sicher aus der Luft pflückt. Bei jedem Fangen wird kurz „Ho, ho, ho!“ gesagt, das alle nachmachen. Solch ein einfaches Reaktionsspiel belebt den Kreis und bringt alle zum gemeinsamen Schmunzeln.

Besinnliche Abschlussrunde

Ziel: Entspannung und Reflexion. Am 24. Dezember oder am Heiligabend feiern Sie einen kleinen gemeinsamen Abschluss mit Rückblick und Ausblick.

Material: Bilder oder Gegenstände, die Sie während der Adventszeit gesammelt haben (Bastelarbeiten, Fotos). Eine Kerze oder kleiner Adventskranz mit der letzten Kerze.

Umsetzung: Versammeln Sie die Gruppe, zünden Sie die letzte Kerze an und schauen Sie gemeinsam auf die Aktivitäten des Monats zurück. Jeder darf ein Highlight nennen („Was hat dir am besten gefallen?“) und einen Wunsch für das neue Jahr äußern. Bedanken Sie sich bei allen. Die Stimmung ist ruhig, jeder fühlt sich gesehen.

Gruppendurchführung: Sorgen Sie für eine gemütliche Runde (evtl. mit Keksen und Tee). Führen Sie mit liebevollen Worten und lassen Sie jeden zu Wort kommen. Mit diesem Ritual schließen Sie die Adventszeit ab und schaffen einen würdigen Übergang ins Weihnachtsfest.

Praxisbeispiel: Bei sanftem Kerzenlicht sagen die Senioren nacheinander ihre schönsten Erinnerungen (z.B. „Das Orangenäschnuppern“). Eine Bewohnerin wünscht allen Gesundheit fürs nächste Jahr. Die Betreuungskraft bedankt sich für die Gemeinschaft – ein harmonischer Abschluss der Adventszeit.

Sujet Kreative Beschäftigungen

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