Stuhlgymnastik ist eine spezielle Form der Gymnastik, bei der die Teilnehmenden sitzende Positionen einnehmen. Wie der Name schon sagt, finden alle Bewegungen im Sitzen statt. Dies macht die Übungen sicherer, weil der Stuhl viel Halt gibt und das Sturzrisiko erheblich sinkt. Sitzgymnastik wurde ursprünglich konzipiert, um älteren oder motorisch eingeschränkten Menschen Sport und Bewegung zu ermöglichen. Oft lassen sich gängige Gymnastikübungen (z. B. Armkreisen, Beinheben) so abwandeln, dass sie im Sitzen ausgeführt werden können. In vielen Pflegeeinrichtungen und Tagespflegegruppen ist Sitzgymnastik deshalb fester Bestandteil des Betreuungsangebots. Neben der körperlichen Bewegung bringt sie den Bewohnern Freude an der Gemeinschaft: Gemeinschaftsübungen und Sitztänze fördern das soziale Miteinander. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (Si apre in una nuova finestra))
Zielsetzung der Stuhlgymnastik
Die Stuhlgymnastik verfolgt mehrere Ziele – körperliche, psychische und soziale Aspekte spielen eine Rolle.
Physische Ziele: Die Übungen stärken Muskulatur und Beweglichkeit, insbesondere im Oberkörper, Armen und Beinen. Sie fördern die Gelenk- und Wirbelsäulenmobilität sowie die Feinmotorik von Händen und Fingern. Gleichzeitig werden Gleichgewicht und Koordination trainiert, was indirekt auch beim Aufstehen und Gehen hilft. Regelmäßige Sitzgymnastik verbessert das Herz-Kreislauf-System (leichte Belastung durch erhöhte Herzfrequenz) und die Durchblutung. Insgesamt trägt sie dazu bei, den altersbedingten Muskel- und Kraftabbau zu verlangsamen und alltägliche Bewegungen besser zu bewältigen.
Psychische Ziele: Bewegung aktiviert das ganze Nervensystem und steigert das geistige Wohlbefinden. Schon leichte Gymnastik regt die Gehirnfunktion an – regelmäßige Bewegung kann das Denkvermögen stärken und so geistig fit halten. Die Ausschüttung von Glückshormonen während der Übungen hebt die Stimmung und kann depressive Verstimmungen lindern. Zugleich stärkt Bewegung das Selbstvertrauen. Erfolgserlebnisse in der Übungseinheit (z. B. eine neue Übung schaffen) bauen das Selbstwertgefühl auf und fördern eine positive Einstellung zum eigenen Älterwerden.
Soziale Ziele: In Gruppenkursen bietet Sitzgymnastik ein Gemeinschaftserlebnis. Die Teilnehmenden erfahren Zugehörigkeit, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig. Durch Gruppenübungen – etwa Bälle-Werfen oder Rhythmik zur Musik – werden soziale Kontakte geknüpft und gefestigt. In entspannter Atmosphäre entstehen oft neue Freundschaften. Gemeinsam lachen und bewegen fördert den Teamgeist und vermindert Einsamkeitsgefühle.
Zusammenfassend dient Stuhlgymnastik der Bewegungserhaltung und –förderung (körperlich), der psychischen Aktivierung und Lebensfreude, sowie der sozialen Teilhabe. Sie ist damit ein ganzheitliches Betreuungsangebot für Pflegeheimbewohner.
Vor- und Nachteile der Stuhlgymnastik
Sitzgymnastik bringt viele Vorteile, hat aber auch Grenzen. Nachstehend einige Aspekte, die Betreuungskräfte kennen sollten:
Vorteile:
Sicherheit: Da alle Übungen im Sitzen stattfinden, ist die Verletzungs- und Sturzgefahr sehr gering. Selbst hochbetagte oder sehr schwache Personen können mit geringem Risiko mitmachen, da das Halten des Gleichgewichts weitgehend entfällt.
Zugang für alle: Übungen erfordern keine Vorerfahrung oder spezielle sportliche Fähigkeiten. Sie sind leicht erlernbar und anpassbar – sogar Rollstuhlfahrer können teilnehmen (übrigens sollte man vorher mit einem Arzt klären, welche Übungen passen).
Ganzheitliche Förderung: Stuhlgymnastik verbessert nicht nur einzelne Körperregionen, sondern wirkt sich umfassend auf Wohlbefinden aus. Die Muskulatur wird gekräftigt, Gelenke mobilisiert, Durchblutung und Atmung angeregt. Bewegungsabläufe trainieren zudem die Feinmotorik und das Zusammenspiel der Muskelketten.
Motivation durch Spaß: Das gemeinsame Training in der Gruppe motiviert zusätzlich. Musik und Rhythmus bringen Freude – viele Senioren lachen und machen gerne mit. Durch das soziale Miteinander fühlt sich niemand allein, und der regelmäßige Termin schafft Struktur im Alltag.
Praktikabilität: Sitzgymnastik braucht kaum Ausrüstung oder Platz. Meist genügt ein Raum mit einigem Abstand zwischen stabilen Stühlen. Dadurch ist es einfach umzusetzen – auch spontan, zum Beispiel als Teil des Nachmittagsprogramms oder als Aktivierung zwischendurch.
Nachteile und Grenzen:
Begrenzte Intensität: Im Sitzen kann in der Regel keine starke Ausdauerleistung erbracht werden. Gymnastik im Sitzen stärkt vor allem gezielt einzelne Muskelgruppen (z. B. Rumpf und Arme) und fördert Flexibilität, aber sie ersetzt kein intensives Ganzkörper- oder Herz-Kreislauf-Training. Fatburning-Effekte oder Ausdauerzuwächse sind nur sehr eingeschränkt möglich.
Gruppendynamik: In sehr großen Gruppen können Betreuungskräfte den Überblick verlieren, vor allem wenn einige Teilnehmer einen Demenz- oder Orientierungsgrad haben. Es hat sich gezeigt, dass Sitzgymnastik in überschaubaren Gruppen (ca. 5–8 Personen) besser funktioniert, weil jeder Anwesende beachtet wird. Große Gruppen (über 10 Personen) sind mit dementiell Erkrankten schwer lenkbar.
Motivationsprobleme: Manche Teilnehmende sind anfangs wenig motiviert oder fühlen sich „zu alt“ dafür. Wenn die Übungsabläufe zu monoton sind oder der Ablauf schlecht gestaltet ist, kann Langeweile auftreten. Hier muss die Leitung kreativ sein (abwechselnde Übungen, Musik, kleine Spiele).
Individuelle Einschränkungen: Bei Schmerzen oder erheblichen Bewegungseinschränkungen muss die Kursleitung achtsam sein. Übungen dürfen die Schmerzgrenze nicht überschreiten. Manche Erkrankungen (z. B. akuter Schwindel, schwere Herzleiden) können gegen bestimmte Bewegungen sprechen. Es ist ratsam, im Zweifelsfall mit Ärzten/Physiotherapeuten abzuklären und immer auf die Rückmeldungen der Senioren zu achten.
Trotz der Nachteile überwiegen in der Praxis meist die positiven Effekte, weil Sitzgymnastik eine so niedrigschwellige und sichere Bewegungsform ist.
Anleitung zur Durchführung in der Praxis
Für eine erfolgreiche Sitzgymnastikstunde sind sorgfältige Planung und Vorbereitung wichtig. Nachfolgend einige zentrale Punkte:
Vorbereitung und Raumgestaltung: Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre: Licht und Raumtemperatur sollten komfortabel sein. Ordnen Sie die Stühle – idealerweise ohne Armlehnen – in einem Kreis oder Halbkreis an, sodass sich alle Teilnehmenden sehen können. Stellen Sie einen festen, rutschfesten Stuhl bereit (keine Rollen, keine weiche Sitzfläche). Der Untergrund sollte eben und frei von Stolperfallen sein. Halten Sie eine ruhige, aber motivierende Musik bereit. Informieren Sie die Senioren rechtzeitig über Zeit und Ort der Turnstunde, damit sie sich auf die Bewegung freuen können. Fragen Sie vorab nach gesundheitlichen Besonderheiten (z. B. Herzprobleme, Verletzungen, Vorlieben bei Bewegungshindernissen), um Risiken auszuschließen. Zum Teil kann auch eine kurze ärztliche Rücksprache sinnvoll sein (besonders bei Rollstuhlfahrern oder bei kürzlichen Operationen).
Materialbedarf: Die Grundausstattung ist überschaubar. Für jede(n) Teilnehmende*n: ein stabiler Stuhl (am besten mit Rückenlehne zur Stütze). Eventuell Gymnastikmatten für Bodenübungen (falls gewünscht) oder Unterlagen für besseren Halt. Hilfsmittel erhöhen Abwechslung und Trainingsreiz: Weiche Bälle (zum Werfen oder Zusammendrücken), leichte Hanteln oder Wasserflaschen als Gewichte, Gymnastikringe oder Tennisringe, Gummibänder (Thera-Bänder), bunte Tücher oder Schals und kleine Kissen (z. B. als Widerstand zwischen den Knien). Einige dieser Utensilien fördern gezielt bestimmte Fähigkeiten: Ein Ball fördert Koordination, ein Theraband die Armkraft, ein Kissen die Innenschenkelkraft. Stellen Sie sicher, dass jedes Gerät sauber und intakt ist. Legen Sie außerdem Gläser oder Kannen mit Wasser bereit, damit die Gruppe jederzeit trinken kann – auf ausreichendes Trinken nach der Aktivität wird geachtet.
Strukturierter Ablaufplan: Eine Gymnastikstunde gliedert sich typischerweise in mehrere Phasen. Eine bewährte Reihenfolge ist etwa:
Begrüßung und Einstimmung: Sammeln Sie die Teilnehmenden, begrüßen Sie sie, und schaffen Sie eine lockere Atmosphäre. Kurze mentale Aktivierung (z. B. Fragespiel) kann den Einstieg erleichtern.
Aufwärmen/Mobilisation: Beginnen Sie mit sanften, fließenden Bewegungen, um Muskeln und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen. Beispielübungen: Schulterkreisen, Kopfdrehen (Nacken drehen), Arme langsam heben und senken, Hände ausschütteln oder sanft schütteln. Dazu passt rhythmisches Atmen: langsames Ein- und Ausatmen bereitet den Kreislauf vor. Diese Phase dauert etwa 5–10 Minuten.
Kräftigungsübungen: Kernstück ist die moderate Kräftigung wichtiger Muskelgruppen. Hier können Sie einfache Übungen im Sitzen einbauen: Zum Beispiel ein Kissen oder einen Ball zwischen die Knie klemmen und zusammendrücken (trainiert Oberschenkel). Beinheben im Wechsel (ein Bein vom Boden heben und halten) stärkt Oberschenkel und Rumpf. Armübungen mit leichten Hanteln oder Wasserflaschen (seitliches Anheben, Vorhalteübungen) kräftigen Schultern und Oberarme. Wiederholungen liegen meist bei 8–12 pro Übung, je nach Leistungsstand. Achten Sie darauf, dass die Bewegungen kontrolliert und nicht abrupt ausgeführt werden.
Koordination und Balance: Auch im Sitzen lassen sich Koordinationsfähigkeiten trainieren. Hier eignen sich rhythmische oder spielerische Elemente: Etwa Ballübungen im Sitzen – die Teilnehmenden werfen sich einen weichen Ball zu oder übergeben ihn reihum. Klatsch- oder Trommelübungen fördern die Augen-Hand-Koordination (z. B. im Takt klatschen und zugleich auf den Oberschenkeln trommeln). Arm- und Beinbewegungen können synchronisiert werden (z. B. Hände auf die entgegengesetzten Knie legen, Arm heben, Beine kreuzen). Diese Übungen schulen auch die Aufmerksamkeit. Eine beliebte Variante ist Sitztanz: Bei Musik bewegen alle im Sitzen rhythmisch Arme und Oberkörper, um eine fröhliche Stimmung zu erzeugen.
Dehnung und Entspannung: Zum Abschluss werden die beanspruchten Muskeln gedehnt und eine kurze Entspannung durchgeführt. Beispiele: Arme über den Kopf strecken und zur Seite lehnen, Fußkreisen im Sitzen (Knöchel mobilisieren). Danach können leichte Selbstmassagen an Schultern oder Händen folgen, kombiniert mit bewusstem, ruhigem Atmen. Eine entspannende Musik oder der sanfte Abschlussgruß (z. B. gemeinsames Klatschen oder ein Dankeschön) runden die Einheit ab. Abschließend sollten alle ausreichend trinken (besonders nach längeren Übungen).
Übungskategorien: Übungseinheiten lassen sich grob in Mobilisation, Kräftigung, Koordination und Entspannung unterteilen (siehe oben). Innerhalb dieser Kategorien ist Vielfalt wichtig: Wechseln Sie einfache Übungen für Arme/Hände, Beine/Füße, Rumpf und Kopf miteinander ab. Nutzen Sie dabei verschiedene Hilfsmittel (Bälle für Arm- oder Beinübungen, Tücher für greifübungen). Achten Sie darauf, die einzelnen Bereiche gleichmäßig zu beanspruchen und keine Muskelgruppe zu vergessen. Beispielsweise kann eine Stunde mit einem Mobilisationsblock starten, danach folgen Kräftigungsübungen für Ober- und Unterkörper und zum Schluss eine Entspannungsphase.
Umsetzung in der Praxis
In der Anwendung geht es um konkrete Beispiele und die individuelle Gestaltung des Angebots.
Beispiele für Übungen: Im Folgenden einige typische Übungsideen, die im Pflegeheim oft gut ankommen:
Armkreisen und Schulterheben: Sitzen, Arme locker hängen lassen, Schultern abwechselnd nach oben ziehen und kreisen. Aktiviert die Schulter- und Nackenmuskulatur.
Beinheben: Einen Fuß sanft vom Boden abheben und einige Sekunden halten, dann wechseln. Kräftigt Oberschenkel und Rumpf.
Ballübungen: Sitzend Bälle im Kreis hin- und herwerfen oder auf einem großen Gymnastikball sitzen und diesen vor sich hochhalten. Fördert Reaktion und Koordination.
Kniepressen: Ein kleines Kissen oder Ball zwischen die Knie nehmen und fest zusammendrücken. Stärkt die inneren Oberschenkel (wichtig für sicheren Stand).
Klatsch- und Trommelspiel: Im Sitzen rhythmisch in die Hände klatschen oder mit den Händen abwechselnd auf die Oberschenkel trommeln. Das trainiert Motorik und Konzentration.
Rumpfdehnung: Mit einem Arm über den Kopf greifen und sich zur Gegenseite beugen, die Hüfte bleibt stabil. Lockert die Flankenmuskulatur und öffnet den Brustkorb.
Entspannungsübungen: Am Ende tiefe Atemzüge nehmen, Augen schließen, ruhige Musik hören. Eventuell sanftes Auf-dem-Sitz-Reiten (Becken im leichten Takt bewegen).
Motivation und Aktivierung: Wichtig ist, dass die Übungen Freude machen. Hier einige Tipps: Nutzen Sie Musik, besonders altbekannte Lieder oder Schlager. Musik erzeugt einen Rhythmus und weckt Erinnerungen. Variieren Sie das Programm: Bauen Sie kleine Wettbewerbe ein (wer kann den Ball am längsten halten?), Geschichten („Stellt euch vor, ihr pflückt Äpfel vom Baum“), oder einfache Quizfragen mit Bewegungen. Lob und positiv verstärkende Worte („Gut gemacht!“, „Super mitgemacht!“) motivieren die Gruppe. Achten Sie auf Abwechslung: Wenn die Gruppe länger zusammen ist, kann etwa eine Stunde Sitzgymnastik nach der Hälfte durch ein Sitzgedächtnisspiel oder Sitztanz aufgelockert werden. Trinkenpausen brechen die Einheit kurz und geben neue Energie. Wichtig ist auch die regelmäßige Durchführung: Feste Zeiten (z. B. jeden Dienstag um 10 Uhr) schaffen Verlässlichkeit. Selbst kurze Einheiten (10–15 Minuten) können wirksam sein, wenn sie konsequent in den Alltag integriert werden.
Umgang mit herausfordernden Teilnehmenden: In jeder Gruppe gibt es Personen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. So gehen Sie damit um:
Kognitive Einschränkungen: Geben Sie einfache, verständliche Anweisungen. Wiederholen Sie Schritte langsam. Ermuntern Sie demenzkranke Teilnehmende mit sanfter Stimme. Manchmal hilft es, die Übung mit einem Reim oder Rhythmus zu verbinden. Halten Sie Blickkontakt und demonstrieren Sie Bewegungen vorab. Hüten Sie sich vor Überforderung – kleinschrittige Erklärungen sind bei Demenzpatienten effektiver. Für sehr unruhige Personen kann Bewegungsgeschichte oder Sitztanz helfen, da dabei der Fokus in Geschichten gelegt wird. Größere Gruppen mit Demenzkranken bedürfen meist eines zweiten Betreuers, um Sicherheit zu gewährleisten.
Körperliche Einschränkungen: Passen Sie Übungen an den individuellen Zustand an. Wenn jemand Schmerzen hat, reduzieren Sie den Bewegungsspielraum oder lassen Sie die Person die Übung nur teilweise (z. B. Knie nicht so weit heben). Bei starken Gelenksproblemen konzentriert man sich eher auf Mobilisation statt auf Kraft. Rollstuhlfahrer können oft an vielen Übungen teilnehmen – etwa Armkreisen und Koordinationsübungen – solange die Übungen mit einem Arzt abgestimmt wurden. Ältere oder sehr schwache Teilnehmer sollten einen Stuhl mit Rückenlehne erhalten und dürfen sich jederzeit abstützen.
Motivationsprobleme: Wenn jemand nicht mitmachen möchte, bieten Sie Alternativen an. Vielleicht kann die Person die Gruppe anleiten (z. B. durch Rhythmusklatschen). Manchmal genügt es, ihn mit einer kurzen Pause neu zu motivieren. Hören Sie auf individuelle Interessen: Wer früher gerne gärtnerte, freut sich z. B. über Bewegungen „wie beim Gießen der Blumen“.
Auf Schmerzgrenzen achten: Führen Sie die Teilnehmer stets in ihrem Wohlfühlbereich. Es gilt die Regel: Keinesfalls über die Schmerzgrenze trainieren. Bitten Sie um Rückmeldung („Tut das weh? Möchtest du eine Pause?“). Eine schmerzende Übung lassen Sie aus oder führen sie nur sanft aus (z. B. Mobilisation statt Kraft).
Anpassung bei besonderen Einschränkungen: Auch für spezielle Fälle gibt es Lösungen. Zum Beispiel: Sitzerhebungen (leichtes An- und Aufrichten) können mit Haltegriffen am Stuhl kombiniert werden, um mehr Sicherheit zu geben. Bei Seh- oder Hörproblemen sollten Sie gerade treten und laut genug sprechen oder deutliche Gesten verwenden. Für hochbetagte Personen empfiehlt es sich, Übungen möglichst abwechslungsarm zu halten und vertraute Bewegungsabläufe einzubauen. Geduld und Empathie sind hier entscheidend. Wichtig ist: Es muss nicht jede Übung perfekt ausgeführt werden. Schon das passive Mitmachen (sich zum Beispiel nur mitbewegen oder sogar nur die Hand heben) hat einen positiven Effekt. Wichtig ist die Teilnahme und das Gemeinschaftsgefühl.
Durch diese praxisorientierten Maßnahmen wird Sitzgymnastik zu einem festen, motivierenden Programmpunkt im Pflegeheim. Regelmäßige und einfühlsam gestaltete Stuhlgymnastik steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner deutlich.
Stuhlgymnastik -themenorientierte Aktivierungen
Stuhlgymnastik bietet älteren Menschen eine sanfte und sichere Möglichkeit, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren. Sie lässt sich problemlos in den Gruppenalltag im Pflegeheim integrieren und fördert zugleich das Wohlbefinden. Wichtig ist dabei eine gute Sitzhaltung auf einem stabilen Stuhl ohne Rollen.
Frühling
Materialliste:
Mit Material: Bunte Tücher oder leichte Luftballons (z. B. in Frühlingsfarben), kleine Plastikblumen oder ein aufblasbarer Ball (als Sonne). Ein Frühlingslied oder Vogelgezwitscher (Musik).
Ohne Material: Keine Hilfsmittel benötigt.
Anleitung:
Die Betreuungskraft begrüßt die Gruppe im “Frühling” und spricht über den Frühling (Blumen blühen, Vögel). Stühle stehen in einem lockeren Halbkreis. Gemeinsam wird kurz durchgesprochen, was Frühling bedeutet (z. B. Blumen, Sonnenschein). Dann folgen einfache Aufwärmübungen wie Schulter- und Nackenbewegungen. Danach wird jeweils eine Übung vorgestellt und mehrmals ausgeführt. Die Atmosphäre ist heiter und motivierend, gern mit Frühlingsmusik im Hintergrund. Nach 30 Minuten folgt eine Trinkpause. Bei Bedarf können einfache Bewegungsgeschichten oder Fragen zum Thema (z. B. Lieblingsblume) für zusätzliches geistiges Training eingebaut werden.
Übungen:
Schulterkreisen (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht, Schultern langsam nach oben zu den Ohren ziehen, nach hinten kreisen und wieder senken. Wiederholen in beide Richtungen.
Anpassung: Nur kleine Kreise, wer unsicher ist, hält sich an der Stuhllehne fest. Bei geistiger Einschränkung ruhig mit Zählen oder Rhythmus unterstützen.Arme heben und senken (Kräftigung): Strecken Sie beide Arme seitlich aus und heben Sie sie langsam über den Kopf, dann senken. Wiederholungen.
Anpassung: Mit leichten Hanteln (Wasserflaschen) oder nur mit Händen, kürzerer Bewegungsradius bei Schulterbeschwerden. Mit Musik oder Zählaufsage.Bein anheben (Kräftigung): Setzen Sie sich vorn auf der Sitzfläche, Hüften rechtwinklig, fassen Sie die Stuhlkante. Heben Sie ein Bein gerade an (wie eine Blüte, die aus der Erde wächst) und senken Sie es ab. Abwechseln.
Anpassung: Mit beiden Händen stützen, nur wenig heben, bei Unsicherheit Fuß absetzen. Bei Demenz klare Bewegungsansagen geben.Vogel-Flügelschlag (Koordination): Arme anwinkeln, Ellenbogen nach außen, Handflächen zusammen. Simulieren Sie ein Flügelschlagen, indem Sie die Hände vor der Brust von der Mitte nach außen und zurückführen.
Anpassung: Wenn Koordination erschwert ist, nur Arme ausbreiten und zusammenführen.Blumen pflücken (Koordination): Halten Sie einen Ball oder ein Tuch wie eine “Blume” vor sich. Strecken Sie beide Arme nach unten, greifen Sie auf dem Boden “die Blumen” und heben Sie sie dann wieder vor sich hoch.
Anpassung: Bei Gleichgewichtsproblemen nur minimal beugen, oder Blume auf den Schoß legen.Sitz-Hüft-Kreisen (Mobilisation): Hände auf die Oberschenkel legen. Bewegen Sie den Oberkörper mit den Schultern im Sitzen sanft kreisförmig: einmal langsam nach rechts hinten, nach links vorne (Schultern folgen), dann Richtung wechseln.
Anpassung: Kleinere Kreise. Bei Konzentrationsproblemen Schritt für Schritt anleiten (“erst zur einen Seite, dann halten”).Handöffnen und -schließen (Entspannung): Strecken Sie die Arme gerade nach vorn. Öffnen Sie die Hände weit (Finger spreizen) und ballen Sie dann die Fäuste. Mehrmals wiederholen.
Anpassung: Kein Druck, nur sanft. Atmung langsam, eventuell mit Zählung oder Rhythmus anleiten.Hüftbeugen (Kräftigung): Lehnen Sie sich leicht zurück, fassen Sie die Stuhllehne (wenn vorhanden) oder den Stuhlsitz von vorn. Lassen Sie den Oberkörper kontrolliert nach hinten gleiten und kommen langsam wieder vor.
Anpassung: Wenn Rückenschmerzen, nur leicht zurücklehnen. Bei Unsicherheit Gegengriff vorn, Bewegungen langsamer.Nackendehnung (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht. Drehen Sie den Kopf langsam nach rechts, schauen über die Schulter, kurz halten, zurück zur Mitte, dann nach links. Wiederholen.
Anpassung: Nur wenige Zentimeter drehen, sonst Nacken stützen. Langsamkeit hilft bei Demenz.Entspannung im Sitzen (Entspannung): Lassen Sie Arme locker ruhen, atmen Sie tief ein und aus. Schließen Sie die Augen (wenn verträglich) und entspannen Sie Schultern und Hände.
Anpassung: Mit ruhiger Anleitung (z. B. “Stellen Sie sich vor, Sie genießen den Frühlingsduft”).
Sommer
Materialliste:
Mit Material: Bunte Tücher (z. B. Sonnenschirme aus Seide), Wasserflasche, Badeball oder Luftballon. Ein Sommerlied oder Meeresrauschen (Musik).
Ohne Material: Keine zusätzlichen Hilfsmittel nötig.
Anleitung:
Das Thema „Sommer“ wird mit Alltagsbezug eingeführt (Sonne, Ferien, Wasser). Stühle können im Kreis aufgestellt werden, es kann ein leichtes Meeres-Geräusch eingespielt werden. Nach Begrüßung und kurzem Gespräch über sommerliche Erlebnisse (Urlaubsorte, Getränke), starten Aufwärmübungen – z.B. Schultern und Nacken lockern. Dann folgen je 10–15 Bewegungsübungen, die etwa Wasserbewegungen oder das Strecken in den Sonnenschein thematisieren (z. B. „Sonnengruß“ mit den Armen). Die Betreuerkraft spricht in klaren Sätzen und gibt langsame, rhythmische Anweisungen. Bei Bedarf können alle paar Übungen kleine Rätsel zum Sommer (z. B. Lieblingsobst) eingebaut werden. Nach etwa einer halben Stunde enden Rhythmusübungen und ein Ausklang mit leiser Musik und Atemübungen.
Übungen:
Armkreisen (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus und kreisen Sie die Arme langsam vorwärts. Dann Richtung wechseln.
Anpassung: Kleinere Kreise machen, langsam bleiben. Bei kognitiver Einschränkung in Etappen zählen (z. B. „ein, zwei, drei“).Sonnengruß (Dehnung/Kräftigung): Sitzen Sie aufrecht. Heben Sie beim Einatmen die Arme über den Kopf (wie zum Sonnengruß) und strecken Sie sich dabei leicht in die Länge. Beim Ausatmen die Arme senken.
Anpassung: Nur so hoch heben, wie es angenehm ist. Bei Gleichgewichtsschwierigkeiten Unterarme auf Oberschenkel stützen.Badebeine (Koordination): Halten Sie einen kleinen Ball oder ein Kissen zwischen die Schenkel (Stütze). Heben Sie abwechselnd rechts und links ein Knie, als ob Sie in brusttiefem Wasser gehen.
Anpassung: Ball weglassen, Beine nur leicht anheben, an Stuhlkanten festhalten, wenn nötig.„Windmühle“ (Koordination): Sitzen Sie aufrecht. Strecken Sie einen Arm nach oben, senken Sie ihn vor dem Oberkörper entlang, während Sie den Körper leicht nach dem Arm drehen (Drehen wie eine Windmühle). Wechseln Sie Arm und Seite.
Anpassung: Ohne Drehung, nur Arm heben/senken. Bei Demenz Schritt für Schritt vormachen.Fußwippen (Mobilisation): Stellen Sie die Füße flach auf den Boden. Heben Sie die Fersen an (Zehen am Boden) und senken Sie sie wieder (wippen wie Wellen am Strand).
Anpassung: Mit Händen Unterkante Stuhl halten, kleinere Bewegungen. Bei steigender Müdigkeit nur mit den Zehen wippen.Wasserschöpfen (Kräftigung): Halten Sie eine Wasserflasche auf Kniehöhe. Greifen Sie mit beiden Händen abwechselnd das Wasser (Flasche) und bringen Sie es über den Kopf (vorstellbar als Eimer heben).
Anpassung: Leichtere Flasche oder ohne Gewicht, nur Bewegungsablauf. Bei kognitiven Einschränkungen visuelle Hilfen (Eimer-Bild) zeigen.Balancierstuhl (Koordination): Sitzen Sie ganz vorne auf der Sitzfläche. Verschränken Sie Arme vor der Brust und lehnen Sie sich langsam abwechselnd leicht nach rechts und links (außer Balance halten, Fußflächen fest auf Boden).
Anpassung: Nicht zu weit lehnen, Gesäß an Stuhlkante belassen, evt. Unterarme auf Oberschenkeln abstützen.Sonnenerwärmung (Entspannung/Mobilisation): Strecken Sie beide Arme vor sich aus, Handflächen zum Sonnengruß öffnen. Rollen Sie die Hände nach außen und atmen Sie dabei tief ein (die Sonne fühlen), beim Ausatmen rollen Sie die Hände wieder zusammen.
Anpassung: Hände nur leicht öffnen, Atemschritte anleiten („einatmen, ausatmen“).Nackendehnung mit Sonnenuhr (Mobilisation): Drehen Sie den Kopf langsam nach rechts, Blick Richtung Schulter; halten, dann nach links. Anschließend neigen Sie das Ohr zur Schulter (rechts, links) und halten kurz.
Anpassung: Nur wenige Zentimeter Drehung, jeweils kurz halten. Schritt für Schritt erklären und begleiten.Entspannung mit Sommervisualisierung (Entspannung): Sitzen Sie entspannt, spüren Sie mit den Füßen fest am Boden. Schließen Sie für wenige Atemzüge die Augen (wenn möglich) und stellen Sie sich eine warme Sommersonne vor.
Anpassung: Sprachliche Anleitung („Stellen Sie sich vor...“) hilft bei geistiger Einschränkung.
Herbst
Materialliste:
Mit Material: Bunte Tücher oder Papierblätter (simulierte Herbstblätter), Igel- oder Kürbis-Figuren (Kleinspielzeug), ein Gymnastikband (Gummiband). Leise Herbstmusik oder Waldgeräusche.
Ohne Material: Hände oder einfache Gegenstände (z. B. zusammengerollte Zeitung als herbstlicher Gegenstand).
Anleitung:
Das Thema „Herbst“ wird eingeleitet, indem man über fallende Blätter, kühleres Wetter und Ernte redet. Die Gruppe sitzt ggf. im Kreis. Es können Lufttücher oder Blätter (echt oder Papier) herumgereicht werden, um die Aufmerksamkeit zu wecken. Nach kurzer Begrüßung folgen Aufwärmöbungen (z. B. Arm- und Beinbewegungen). Danach leitet die Betreuerkraft einzeln durch die Übungen, die etwa das Auflesen von Blättern oder das „Igelrollen“ am Boden darstellen. Zwischendurch kann man kleine Fragen zum Thema stellen (z. B. Lieblingsjahreszeit) und Erinnerungen an Herbstaktivitäten wecken. Abschluss ist ein Entspannungsritual (tiefe Atemzüge, vielleicht mit Imagination eines Waldspaziergangs).
Übungen:
Blätter sammeln (Koordination): Greifen Sie abwechselnd mit der rechten und linken Hand zum Boden neben dem Stuhl und „heben Sie die Blätter auf“. Dabei den Rücken gerad halten.
Anpassung: Nicht zu weit beugen, sonst nur Oberkörper leicht nach vorn. Bei Unsicherheit an den Stuhlrücken halten.Armkreuzen (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus und kreuzen Sie sie vor dem Oberkörper (rechts über links) so, als ob Sie einen großen Strauß binden. Öffnen Sie die Arme wieder zur Seite. Wiederholen.
Anpassung: Nur Arme leicht zusammenführen, in eigenem Tempo. Bei Demenz klare Kommandos (z. B. “Erst kreuzen, dann öffnen”).Igel rollen (Koordination/Kräftigung): Halten Sie ein Gymnastikband (oder ein Tuch) mit beiden Händen vor der Brust. Mit leicht gebeugtem Rücken ziehen Sie die Hände auseinander (Igelstacheln spreizen) und lassen sie wieder zusammenkommen.
Anpassung: Band weniger straff greifen oder mit Tuch arbeiten, Bewegungen kleinschrittig. Bei kognitiven Einschränkungen rhythmisch begleiten („Autsch, der Igel piekst!“).Kürbisheben (Kräftigung): Stellen Sie sich vor, Sie halten einen Kürbis im Schoß. Drücken Sie beide Hände zusammen (als ob Sie den Kürbis zerdrücken) und lösen. Wiederholen.
Anpassung: Hände nur sanft zusammenführen, nicht zu viel Druck. Bei Demenz kurz erklären, was die Bewegung darstellt.Waldläufer (Koordination): Heben Sie abwechselnd die Fersen (Zehen bleiben am Boden), als ob Sie ganz vorsichtig durch den Wald schleichen.
Anpassung: Kleinere Bewegungen, langsam zählen („1,2,3, stille Schritte“). Fuß flach, wenn nötig kleine Wippen mit der Ferse.Trockene Blätter wedeln (Mobilisation): Strecken Sie die Arme vor sich aus und bewegen Sie die Hände hin und her (wie Papierblätter im Wind wedeln).
Anpassung: Nur Unterarme bewegen, weniger hochheben, entsprechend der Kraft.Seitliche Rumpfbeuge (Kräftigung): Legen Sie eine Hand leicht auf den Stuhlrand und führen Sie die andere Hand mit der Fingerspitzen nach oben über den Kopf, beugen Sie den Oberkörper zur Seite (wie ein Baumstamm). Wiederholen auf beiden Seiten.
Anpassung: Nicht zu weit beugen, Höhe der Bewegung schrittweise anpassen, ggf. auf Zehenspitzen verzichten.Fußkreisen (Mobilisation): Legen Sie einen Fuß nacheinander auf den anderen Oberschenkel (wenn möglich). Kreisen Sie das freie Bein am Sprunggelenk (Füße), als ob Sie getrocknete Blätter vom Boden wegwischen. Wechseln.
Anpassung: Wenn Gleichgewicht schwierig, Fuß einfach einige Zentimeter anheben und kreisen oder nur mit dem anderen Fuß üben.Nackendehnung (Mobilisation): Neigen Sie das Kinn langsam zur rechten Schulter, halten, dann zur linken. Wiederholen.
Anpassung: Nur leicht neigen, nicht nach unten blicken. Unterstützende Anleitung („Stellen Sie sich vor, Sie hören einen Eichelhäher, der rechts sitzt.“) hilft.Herbstentspannung (Entspannung): Sitzen Sie entspannt zurückgelehnt. Atmen Sie tief ein und aus. Lassen Sie alle Muskeln locker.
Anpassung: Für Entspannung ggf. warme Handballen ans Gesicht führen oder beruhigende Stimme einsetzen.
Winter
Materialliste:
Mit Material: Tuch in Blau-Weiß (Eisscholle), leichte Glöckchen oder Rassel (Schneeklang), Baumwollbällchen oder Papierschneeflocken. Weihnachtliche Musik (leise, ruhig).
Ohne Material: Keine Hilfsmittel nötig.
Anleitung:
Das Thema „Winter“ wird behutsam eingeführt: Es kann über Schnee, Kälte, Weihnachten oder Kaminwärme gesprochen werden. Stühle stehen im Kreis oder Halbkreis. Nach gemeinsamer Einstimmung (z. B. Hinweis auf warme Kleidung, heiße Getränke) beginnt man mit Lockerungsübungen (z. B. Schultern, Füße). Dann folgen Bewegungen, die etwa Schneegestöber oder das Einpacken in einen Mantel nachahmen. Zwischen den Übungen können Weihnachtslieder gesummt oder leise gespielt werden. Besonders auf die Atemfrequenz achten – im Sitzen kann man ruhig tiefer atmen. Die Betreuerkraft achtet auf langsame Demonstration und ruhige Sprache, damit auch bei Demenz Orientierung vorhanden ist. Zum Abschluss erfolgt eine gemütliche Schlussrunde mit Schließen der Augen (sofern möglich) und Vorstellung eines Kaminfeuers oder einer Schneelandschaft.
Übungen:
Schulterhochziehen (Entspannung/Mobilisation): Ziehen Sie beide Schultern abwechselnd zu den Ohren, halten kurz, dann senken.
Anpassung: Nur leicht hochziehen, langsames Tempo. Beim Senken mit tiefem Ausatmen anleiten.Mantelumlegen (Koordination): Greifen Sie mit der rechten Hand über die linke Schulter und führen Sie sie hinter den Rücken (so, als wollen Sie einen Mantel richtig anziehen), wechseln Sie dann die Seite.
Anpassung: Nicht zu weit greifen, Bewegungsschritte langsam ausführen und mit Worten begleiten.Schneeballkneten (Kräftigung): Formen Sie mit beiden Händen einen „Schneeball“ vor der Brust, pressen Sie die Hände leicht zusammen, öffnen Sie wieder.
Anpassung: Geringer Druck, evtl. Knetball als Hilfsmittel. Bei Demenz bildhafte Sprache nutzen („Machen wir den Schneeball fest!“).Eisschollenrutschen (Mobilisation): Sitzen Sie vorn auf der Sitzfläche. Heben Sie leicht die Beine an und bewegen Sie sie pendelnd hin und her (so, als würden die Füße über Eis rutschen).
Anpassung: Beine nur minimal heben, ggf. nur Fußgelenke wippen. Festhalten am Stuhl helfen Gleichgewicht.Oberkörper drehen (Kräftigung/Koordination): Sitzen Sie aufrecht, Hände an den Oberschenkeln. Drehen Sie den Oberkörper langsam nach rechts, halten, dann nach links.
Anpassung: Arme nur leicht anheben (Ellbogen abwinkeln), Becken mitdrehen. Bei kognitiver Einschränkung mit Zählansage üben.Handflächen-Reiben (Durchblutung): Reiben Sie zügig beide Handflächen aneinander, bis sie warm werden.
Anpassung: Langsamer reiben, beide Hände nutzen (sofort merken, warmes Gefühl). Gut für Betonung am Anfang von Winterthemen.Rumpfbeugen (Mobilisation): Legen Sie die Hände auf den Bauch. Beugen Sie den Oberkörper leicht nach vorn, atmen Sie tief ein, richten Sie sich auf und atmen aus.
Anpassung: Nur wenige Zentimeter beugen, langes Sitzen vermeiden (Kissen oder Armlehnen nutzen).Schneeflocken tanzen (Koordination): Heben Sie die Arme weit seitlich auf Schulterhöhe, winkeln Sie sie in einem kleinen Halbkreis nach vorn und zurück (wie fliegende Schneeflocken).
Anpassung: Kleinere Kreise, eventuell nur Unterarme bewegen. Bei Demenz: mit Musik langsam üben lassen.Fußwippen mit Schnee (Mobilisation): Stellen Sie die Füße hüftbreit auf den Boden. Heben Sie beim Einatmen die Zehen an (Ferse bleibt), beim Ausatmen die Ferse an (Zehen bleiben).
Anpassung: Langsam zählen lassen, Hände können auf den Oberschenkeln ruhen.Kaminentspannung (Entspannung): Sitzen Sie entspannt zurückgelehnt. Atmen Sie tief ein und aus. Schließen Sie für einen Moment die Augen (wenn möglich) und denken Sie an eine warme Kaminluft.
Anpassung: Betreuer spricht gedanklich leitend („Stellen Sie sich die Wärme vor“), um Orientierung zu geben.
Ostern
Materialliste:
Mit Material: Kleine bunte Plastik-Eier oder -Küken (als Requisiten), ein Osterei als Ball. Buntes Tuch (Tischdecke). Frühlingsmusik oder Osterlied.
Ohne Material: Keine zusätzlichen Utensilien erforderlich.
Anleitung:
Das Thema „Ostern“ startet mit Erwähnung von Frühling, Ostereier-Suche und Festtagsbräuchen. Die Gruppe kann ein Lied summen oder mit Klatschen beginnen („Kuckuck, Kuckuck“ etc.). Stühle in Kreis. Dann folgt leichtes Aufwärmen (z. B. Hände über Kopf strecken wie der Osterhase). Anschließend praktische Bewegungsübungen, die Eier-Finden oder Hasenhüpfen (im Sitzen) symbolisieren. Fragen nach Lieblings-Osterbräuchen oder Frühlingsblumen können das Gedächtnis aktivieren. Dabei wird auf offene, verständliche Sprache geachtet. Zum Schluss ein ruhiger Ausklang: Hände ans Herz legen, dankbar sein für den Frühling.
Übungen:
Hasenohren (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht. Legen Sie die flachen Hände an den Hinterkopf (als Hasenohren). Kippen Sie den Oberkörper abwechselnd leicht nach rechts und links (als ob der Hase lauscht).
Anpassung: Nur Oberkörper minimal bewegen. Hände oder Ellenbogen auf Stuhl lehnen, um Sturz vorzubeugen.Eier anstupsen (Koordination): Halten Sie ein kleines Ei (Plastik) oder einen kleinen Ball in der Hand. Führen Sie das Ei mit ausgestrecktem Arm von einer Körperseite zur anderen (wie Ostereierbalancieren).
Anpassung: Ohne Ei nur Arme hin und her bewegen. Bei Koordinationsproblemen langsam mit Anleitung.Mandelgabel (Kräftigung): Greifen Sie einen imaginären Löffel (Hand zur Faust ballen) und tunken Sie ihn in die Luft (Osterkuchen umrühren). Heben und senken Sie dabei den Ellbogen. Wechseln Sie nach einigen Wiederholungen die Seite.
Anpassung: Mit kleiner Bewegung („kl. Rührer“ statt ganzer Löffel), Langsamkeit bei Demenz.Fühlendes Suchen (Koordination): Schließen Sie (oder halb-schließen Sie) die Augen und finden Sie mit einem Finger den anderen Arm oder die eigenen Oberschenkel (Ostereiersuche mit geschlossenen Augen).
Anpassung: Bleiben Sie im Sitzen. Suche langsam erklären und nach Bedarf Augen öffnen.Frühlingsdehnung (Dehnung): Strecken Sie beim Einatmen einen Arm über den Kopf, beugen Sie sich leicht zur Gegenüberseite (Hand an Stuhlrand). Halten, dann Arm wechseln.
Anpassung: Nur wenige Zentimeter beugen. Bei Rückenschmerzen Arm anpassen (Armlauf).Federwiegen (Entspannung): Legen Sie beide Hände entspannt vor den Bauch. Beim Einatmen schieben Sie sie langsam weit vor, beim Ausatmen zurück zur Mitte (wie eine Wiege).
Anpassung: Ruhige Zählung („langsam ein, zwei; langsam aus, zwei“) hilft.Nackenlockern (Mobilisation): Drehen Sie den Kopf langsam nach rechts, schauen über die Schulter, dann nach links. Anschließend leichte Kinn-An-Kopf-Neigung (Kinn senken, leicht nach oben).
Anpassung: Langsam und kurz halten. Wenn nötig nur seitliches Kippen ohne Drehen.
Osterhasen-Knie (Kräftigung): Drücken Sie beide Hände fest an die Knie. Versuchen Sie, die Knie gegeneinander zu stemmen (Osterhasen-Muckis). Halten Sie kurz, lösen.
Anpassung: Leichteres Pressen oder nur so, dass Spannung entsteht. Bei Gelenkproblemen Finger dazwischenlassen.Frühlingsduft (Mobilisation/Entspannung): Führen Sie beim Einatmen eine Hand zur Nase und atmen Sie tief ein (als würden Sie Frühlingsblumen riechen), senken Sie sie beim Ausatmen. Wiederholen.
Anpassung: Klare Anleitungen (“schnuppern”) helfen Orientierung.Ostergruss-Klatschen (Koordination): Klatschen Sie im Rhythmus “Frohe Ostern” in die Hände oder auf die Oberschenkel.
Anpassung: Klatschen nur auf Oberschenkel, langsam beginnen und Lautstärke anpassen.
Weihnachten
Materialliste:
Mit Material: Kleine Glocke oder Glöckchen, Kerze (echte oder Attrappe), Tannenzweig oder kleine Kugel als Dekoration. Weihnachtliche Melodien (leise im Hintergrund).
Ohne Material: Geeignete Kleidung (z. B. Schal als Requisit), oder einfach Freude am Thema.
Anleitung:
Die Aktivierung „Weihnachten“ beginnt mit einer gemütlichen Begrüßung, evtl. leise Glockenläuten. Stühle im Halbkreis, vielleicht ein geschmückter Karton in der Mitte (vorgaukeln). Gemeinsam redet man über Kerzenschein und Geborgenheit. Anschließend leichte Bewegungsübungen wie „Kerzenstreicheln“ (Arme hoch strecken) und kurzes Rückwärtsstrecken (als Blick auf den Weihnachtsbaum). Man fragt nach Erinnerungen an frühere Weihnachten, Weihnachtsliedern oder Düften von Plätzchen (sinne anregen). Bei Bewegungen werden ruhige Erklärungen gegeben. Die finale Übung kann eine symbolische Verbeugung vor dem Weihnachtsbaum (Vorbeugen, Händedruck auf Brust) sein, gefolgt von Atemübungen.
Übungen:
Kerzen streicheln (Dehnung/Mobilisation): Strecken Sie beide Arme vor sich aus, Hände ineinandergelegt und hoch zur Decke (Kerze) führen. Halten kurz, dann langsam senken.
Anpassung: Nur so weit heben, wie angenehm. Begleitende Weihnachtsmelodie verlangsamt die Bewegung.Geschenk überreichen (Koordination): Halten Sie ein imaginäres Geschenk mit beiden Händen vor dem Bauch, führen Sie es langsam vor zum Gegenüber (vereinfacht: zum Fenster oder Nachbarn), dann zurück.
Anpassung: Ohne Geschenk, nur Bewegungsablauf üben. Bei Demenz langsam ansagen („Ich schicke Ihnen ein Geschenk!“).Tannenzweig bewegen (Koordination): Heben Sie die Arme in Schulterhöhe und machen Sie sanfte Schaukelbewegungen, als würden Sie Tannenzweige wiegen.
Anpassung: Arme kürzer ausstrecken, in gleichmäßigen Kreisen oder Wellen.Kaminabstieg (Entspannung/Mobilisation): Sitzen Sie ganz vorn. Legen Sie einen Arm auf Ihre Oberschenkel. Beugen Sie den Oberkörper langsam nach vorn (wirft Schnee auf den Kamin).
Anpassung: Kissen unterlegen, nur leicht vorbeugen. langsame Zählung beim Vorbeugen.Schnee schippen (Kräftigung): Greifen Sie einen imaginären Schneeschieber (überkreuzte Hände vor dem Bauch) und schieben Sie ihn vor sich (Oberkörper dreht sich leicht). Wiederholen in beide Richtungen.
Anpassung: Nur sanft schieben, Bewegungen klein halten, eventuell mit Kissen-Unterstützung.Musikalische Atemübung (Entspannung): Atmen Sie tief ein und pusten Sie wie eine Kerze aus.
Anpassung: Hände als Windschutz vor den Mund halten, Atemgeräusch verstärken. Bei physischer Einschränkung nur mental „ausblasen“.Schulterklopfen (Entspannung): Klopfen Sie abwechselnd mit den Händen sanft die Schultern (acht, acht / acht, acht wie bei „Schlittchen fahr'n“).
Anpassung: Mit beiden Händen oder nur rechts/links, gemäß Komfort.Baumliegen (Koordination): Setzen Sie sich aufrecht. Führen Sie nacheinander rechts und links die Knie zum Oberkörper (mit den Armen umklammern), als würden Sie an Tannenzweigen hängen.
Anpassung: Nur leichtes Anziehen der Knie, Arm mit auf dem Oberschenkel ablegen.Drehen mit Glocke (Mobilisation): Falls möglich, läuten Sie einmal eine Glocke und drehen Sie sich dabei langsam nach rechts, dann nach links.
Anpassung: Ohne tatsächliche Glocke nur imitiertes Klingeln (Hand kreisen lassen). Langsamkeit hilft Orientierung.Weihnachtsgruß (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Legen Sie eine Hand auf das Herz und atmen Sie tief ein. Beim Ausatmen sagen oder denken Sie “Frieden” oder “Weihnachten”.
Anpassung: Ruhige Anleitung („Fühlen Sie Ihr Herz“) wirkt bei Demenz beruhigend.
Karneval (Fasching)
Materialliste:
Mit Material: Bunte Luftschlangen oder Konfetti-Papiere, leichte Clownsnase (Schaumstoff), Sonnenbrille oder Perücke als Verkleidung, ein kleiner Faschingshut. Karnevalsrhythmen (Polonaise-Musik).
Ohne Material: Zeitung oder Handschuh (frei verfügbar), Rhythmen nur mit Klatschen.
Anleitung:
Beim Thema „Karneval“ wird früh ein fröhlicher Ton gesetzt, z.B. mit “Helau”-Rufen. Stühle stehen im Kreis, eventuell mit etwas Abstand. Nach Begrüßung wird vielleicht eine lustige Maske oder Kopfbedeckung verteilt. Anschließend folgt ein kleines Aufwärmprogramm (Schultern, Nacken locker schütteln). Danach kommen heitere Übungen: “Stuhltanz” (rhythmisches Mitklopfen), imaginäre Polonaisen-Schritte (im Sitzen). Es kann der Wechsel zwischen schnellen (trotz Sitzmöglichkeit) und langsamen Bewegungen sein, um die Gruppe zu aktivieren. Die Betreuungskraft soll motivierend anfeuern („Wir sind jetzt die Jecken!“). Zwischendurch vielleicht ein lautes Lachen oder Alaaf. Die Übungseinheit endet mit einem abschließenden Faschingsgruß (alle jubeln oder klingeln Glöckchen).
Übungen:
Schütteln wie Karnevals-Trompete (Mobilisation): Lassen Sie Oberkörper und Kopf leicht wippen, als würden Sie mit einer Trompete ein Karnevalslied einleiten.
Anpassung: Nur kleine Hüftbewegungen, Hände ruhig auf Oberschenkeln. Rhythmisches Summen unterstützt.Luftschlangen werfen (Koordination): Werfen Sie imaginäre Luftschlangen nach oben: Heben Sie einen Arm mit lockerer Faust und schnippen Sie ihn aus, wechseln Sie dann den Arm.
Anpassung: Nur Arme bewegen, Hände öffnen und schließen. Festhalten an Stuhllehnen für Stabilität, eventuell kleine Tücher in die Hände geben.Polonaiseschritt (Koordination): Sitzen Sie aufrecht. Heben Sie abwechselnd die Füße leicht an und tippen Sie sie wieder auf den Boden (als würden Sie einen langsamen Polonaiseschritt durchführen).
Anpassung: Nur Ferse oder Zehen heben, je nach Gelenksfreiheit. Mit Musik in langsamem Takt.Trommelwirbel (Mobilisation/Koordination): Reiben Sie die flachen Hände energisch aneinander, dann klopfen Sie sanft nacheinander mit beiden Fäusten auf Oberschenkel (als Trommelwirbel).
Anpassung: Klopfen statt Schlag, langsam und rhythmisch.Kopf/Schulter-Tanz (Mobilisation): Drehen Sie den Kopf leicht im Takt nach rechts und links, bewegen Sie gleichzeitig die Schultern mit („Kopf-Schulter-Knie-und-Hüpf“-Stil).
Anpassung: Nur Kopfbewegung oder nur Schultern, je nach Sicherheitsbedürfnis.Konfetti-Streuen (Koordination): Öffnen Sie die Hände seitlich vor dem Körper, als würden Sie Konfetti in die Luft streuen.
Anpassung: Hände nur kurz heben, mit kleinen Bewegungen.Alaaf-Schreien (Entspannung): Atmen Sie tief ein, heben Sie die Arme seitlich und rufen Sie fröhlich “Helau!” (atmend ausatmen).
Anpassung: Nur Atemübung ohne Rufen, Hände auf Oberschenkel, event. „Luft nach oben pusten“.Stuhltanz (Kräftigung): Sitzen Sie ganz vorn, verschränken Sie die Hände vor der Brust und lehnen Sie sich beim Ausatmen leicht zurück (imaginärer Stuhltanz).
Anpassung: Vorsichtig lehnen, Gesäß vorerst nicht lösen.Handschlagkarussell (Koordination): Strecken Sie beide Arme vor sich aus und verschränken Sie die Hände wie eine La-Ola-Welle (wie eine Menschenkette). Dann schnell auseinanderziehen und wieder schließen.
Anpassung: Nur Arme in Schulterhöhe anheben und absenken. Langsam vormachen, mitzählen.Faschingsgruß (Entspannung): Sitzen Sie entspannt, klopfen Sie sich selbst leicht beruhigend aufs Herz oder zählen Sie ruhig bis 4, um den Puls zu beruhigen.
Anpassung: Sätze wie „Wir sind froh zusammen!“ sprechen, um Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Reise um die Welt
Materialliste:
Mit Material: Weltkarte oder Reiseführer (Bild), Ball oder Globus, Tuch (Fähnchen). Musik verschiedener Länder (z. B. Samba, Tarantella, Walzer).
Ohne Material: Keine Hilfsmittel erforderlich.
Anleitung:
Das Thema „Weltreise“ wird fantasievoll angegangen. Die Gruppe spricht über Urlaubserinnerungen oder Wunschreisen (z. B. Berge, Meer, Städte). Stühle sind im Kreis. Die Betreuerkraft nennt verschiedene Länder oder Regionen (Italien, Karibik, Alpen) und führt dazu passende Bewegungen ein. Beispielsweise kann eine italienische Gestik (Arme zeigen) oder ein „Schifffahrts“-Bewegungsritual (Oberkörper wie ein Schiff wiegen) gemacht werden. Die Anleitung soll in Landessprachelementen (Ciao, Hola) humorvoll sein. Zwischendurch ein paar rhythmische „Reise-Spielchen“ wie imaginäres Kofferpacken einbauen. Bei Demenz hilft das Eingravieren bekannter Städte im Geist. Die Einheit endet mit einem „Rückflug“, wo alle tief durchatmen und sanft ausklingen lassen.
Übungen:
Weltkarte-Armkreisen (Mobilisation): Strecken Sie die Arme zur Seite, als würden Sie die Umrundung eines Globus andeuten. Kreisen Sie die Hände langsam im Uhrzeigersinn vor sich (Reisen im Orient).
Anpassung: Kleine Kreisbewegungen; bei Orientierungsschwierigkeiten nur Arme ausbreiten und halten.Bergsteiger (Kräftigung): Sitzen Sie vorn. Stellen Sie sich vor, Sie steigen einen Berg hinauf: Greifen Sie mit beiden Händen in die Luft (als würden Sie Zweige greifen) und ziehen Sie sie zu sich (als wenn Sie sich hinaufziehen). Wiederholen.
Anpassung: Kleiner Bewegungsbereich („kleine Haken“), langsam zählen.Treibende Schiffswellen (Koordination): Sitzen Sie aufrecht, Füße breit aufstellen. Wippen Sie den Oberkörper sanft nach rechts und links (wie ein Boot auf Wellen).
Anpassung: Nur minimale Neigung, Hüften stabil halten. Mit geschlossen Augen (wenn verträglich) konzentrieren, um innere Ruhe zu fördern.Sprungpferd (Mobilisation): Stellen Sie sich vor, Sie reiten ein Pferd durch die Prärie. Heben Sie abwechselnd die Ferse, als galoppierten Sie (Trittfolge simulieren).
Anpassung: Nur kleine Fersenaufsätze, Rhythmus an dem Lied anpassen.Papierflieger (Koordination): Strecken Sie beide Arme nach vorn, Handflächen zueinander (Flugzeugform). „Werfen“ Sie das Papierflugzeug aus, indem Sie die Arme langsam nach oben und außen führen und wieder zurückziehen.
Anpassung: Hände nur leicht nach vorn schieben, Andeutung genügen. Bei Demenz Schritt-für-Schritt erklären.Atemzug am Meer (Entspannung): Atmen Sie tief durch die Nase ein („frische Meeresluft einziehen“), heben Sie dabei langsam die Arme seitlich, beim Ausatmen senken Sie die Arme und atmen aus.
Anpassung: Arme nur leicht heben, Spiegel hilft ggf. Demenzpatienten die Bewegung nachzumachen.Italienischer Hutschnack (Mobilisation): Tun Sie so, als trügen Sie eine Mütze. Heben Sie die rechte Hand zum Kopf (als zöge man einen Hut an), wechseln Sie die Seiten.
Anpassung: Nur Finger anteasern, mit Sprachhilfe (z. B. „Bon giorno!“).Wink zum Flugzeug (Koordination): Heben Sie eine Hand seitlich, winken Sie („Guten Tag!“). Arm senken und die andere Seite.
Anpassung: Nur kurzes Winken in Schulterhöhe.Souvenirheben (Kräftigung): Stellen Sie sich vor, Sie heben einen schweren Koffer aus einer Gepäckablage über Ihren Kopf. Führen Sie beide gestreckten Arme nach oben, als ob Sie etwas Schweres hoben, und senken Sie sie langsam.
Anpassung: Hände nur bis Schulterhöhe heben, kleiner Krafteinsatz.Heimreise-Ausklang (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Atmen Sie dreimal tief ein und aus. Visualisieren Sie Ihr Zuhause nach der Weltreise.
Anpassung: Freundliche Stimme („Wir sind wieder daheim.“), evtl. eine Umarmungsszene spielerisch vorgucken.
Urlaub am Meer
Materialliste:
Mit Material: Strandtuch (in den Schoß legen), Wasserball oder Papierflieger (für Flugzeug an Malediven), Sonnenbrille oder Sonnenhut. Meeresgeräusche (Musik) oder Vogelgezwitscher.
Ohne Material: Kein Material notwendig.
Anleitung:
Das Thema „Urlaub am Meer“ weckt sommerliche Gefühle. Die Gruppe kann zunächst an das Geräusch von Wellen oder Möwenschrei denken. Stühle im Halbrund. Nach leichter Mobilisation (z. B. Arm- und Rumpfbewegungen) folgen Übungen mit Bezug auf Meer und Strand: Armbewegungen wie Wellen schlagen, Hüfte wie ein Schiff drehen. Es können auch kurze Phantasiespiele eingebaut werden, z. B. „Wir bauen eine Sandburg“ (Hände formen) oder „Muschelsuche“. Die Betreuungskraft spricht Bildhaft („Stellen Sie sich vor, Sie fühlen den Sand“) und gibt Rhythmus vor. Eine abschließende Atemübung mit Meerluftvisualisierung rundet ab.
Übungen:
Wellenflattern (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus und bewegen Sie die Hände wellenförmig auf und ab (wie auf die Wellen zubiegen).
Anpassung: Nur Unterarmbewegungen, ohne Erheben. Beruhigende Musik unterstützt Entspannung.Muschelsammeln (Koordination): Legen Sie einen Fuß auf das gegenüberliegende Knie (falls möglich), greifen Sie mit beiden Händen zum angehobenen Fuß (wie zum Einsammeln von Muscheln).
Anpassung: Oberkörper leicht nach vorn beugen, ohne Ferse anzuheben, Hände auf Schienbein abstützen.Schwimmzug (Koordination/Kräftigung): Bewegen Sie abwechselnd einen Arm in großen Kreisen wie beim Brustschwimmen (vor und zurück).
Anpassung: Nur Arme kreisen lassen, Bewegungsbahn verkürzen. Rhythmus mitdenken.Stehender Seegang (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht, Füße etwas breiter. Schaukeln Sie den Oberkörper sanft seitwärts (wie auf einem Boot).
Anpassung: Nur kleines Kippen, Hände auf Stuhlkante legen.Sandburg bauen (Kräftigung): Fassen Sie sich vor dem Bauch mit beiden Händen, heben Sie sie dann nach oben und „formen“ Sie eine imaginäre Sandburg (Arme nach oben in die Höhe drücken).
Anpassung: Nur bis Schulterhöhe, Bewegungen langsam halten.Sonnenschutz (Koordination): Ziehen Sie mit einer Hand so, als schlügen Sie ein großes Handtuch oder Tuch über den Kopf. Dann wechseln.
Anpassung: Nur halbe Bewegungen, ggf. mit echtem Tuch vorsichtig üben (leichtes Ziehen).Schreitansatz (Kräftigung): Sitzen Sie aufrecht. „Marschieren“ Sie sitzend: Heben Sie abwechselnd die Beine (imaginär, langsam), als würden Sie zum Wasser gehen.
Anpassung: Nur Fersen oder Zehen heben, rhythmisch einordnen.Brise einatmen (Entspannung): Atmen Sie tief ein und strecken Sie dabei die Arme seitlich hoch („tiefen Seewind einatmen“), halten kurz, dann Arme sinken und ausatmen.
Anpassung: Langsam ausführen, Gesicht lächeln („genießen“), bei Demenz visuell vorzeigen.Treiben lassen (Entspannung): Lehnen Sie sich leicht zurück, Arme locker, atmen Sie ruhig und hören Sie imaginär dem Meeresrauschen zu.
Anpassung: Mit geschlossenen Augen (sofern sicher). Beruhigende Stimme fördert Entspannung.Entspannung am Strand (Entspannung): Sitzen Sie entspannt, atmen Sie ganz langsam ein und aus, und spüren Sie die Wärme der Sonne.
Anpassung: Hände langsam ans Herz legen, dankbare Gedanken durch Sprache lenken.
Wald und Bäume
Materialliste:
Mit Material: Kleine Kiefernzweige oder Blätter (echt oder Attrappen), Bild von Wald, kleines (weiches) Kuscheltier-Eichhörnchen. Waldgeräusche oder Vogelstimmen als Klangteppich.
Ohne Material: Evtl. zusammengerollte Zeitung (Baumstamm-Simulator).
Anleitung:
Das Thema „Wald und Bäume“ führt in ruhige Naturstimmung. Stühle stehen im Kreis. Nach einer kurzen Einstimmung (z. B. Vogelgeräusche imitieren) beginnt man mit Lockerungsübungen (Nacken, Schultern). Danach folgen Übungen wie „Baumstamm durchsägen“ (Oberkörper drehen) oder „Wurzeln schlagen“ (leichtes Wippen). Die Betreuerkraft erzählt kleine Naturdetails (z. B. Geräusche hören) und ermuntert, sich Bäume vorzustellen. Eine kleine Fantasiereise („Sie stehen im Wald“) kann die Vorstellung anregen. Am Ende atmet jeder eine „Walduft-Luft“ ein und entspannt.
Übungen:
Baumrecken (Dehnung): Strecken Sie beide Arme weit über den Kopf und strecken Sie sich nach oben wie ein hoher Baumstamm. Halten Sie die Pose kurz, dann entspannen.
Anpassung: Nur leicht heben, wenn Schultern weh tun. Atemzug zählen („1-2“) unterstützt Koordination.Äste schaukeln (Koordination): Halten Sie die Arme locker seitlich, bewegen Sie sie langsam vor und zurück (wie Äste im Wind).
Anpassung: Kleinere Bewegungen, ruhig zählen.Wurzel treten (Kräftigung): Sitzen Sie aufrecht. Stützen Sie sich mit einer Hand am Stuhl ab. Heben Sie das gegenüberliegende Bein an und strecken Sie es sanft (wie Tritt in den Waldboden). Dann Fuß absenken, Seite wechseln.
Anpassung: Nur leichte Hebung; bei Unsicherheit Unterschenkel stützen.Rumpf drehen (Mobilisation): Legen Sie die Hände an die Flanken (Hüfte). Drehen Sie den Oberkörper nach rechts, halten, dann nach links.
Anpassung: Nur Schulterbewegung, Becken ruhig. Bei Demenz langsam zählen und vormachen.Baumstamm sägen (Kräftigung): Sitzen Sie vorn, fassen Sie mit beiden Händen imaginär eine Säge. Beugen und strecken Sie den Oberkörper kontrolliert nach vorn, als sägten Sie Holz.
Anpassung: Nur minimalen Bewegungsradius, wenn Rücken steif ist.Blätterklatschen (Koordination): Spreizen Sie die Finger und klatschen Sie zweimal leicht vor dem Körper zusammen („zwei Blätter fallen“).
Anpassung: Nur halb öffnen/schließen.Hoffnungszweig (Entspannung): Nehmen Sie einen imaginären Zweig (in einer Hand), halten Sie ihn nah am Herzen. Atmen Sie tief ein, atmen Sie aus und “wedeln” Sie den Zweig leicht aus.
Anpassung: Vereinfacht als Hände vors Herz legen und ruhig Atmen.Nacken-Streuung (Mobilisation): Senken Sie das Kinn zum Brustbein (Wald hört Ihnen zu), dann heben Sie den Blick zur Decke (Sonne sehen).
Anpassung: Keinesfalls überstrecken, nur Schulterblätter absenken. Bei kognitiver Beeinträchtigung jede Bewegung deutlich ansprechen („Hinabblicken, Hochblicken“).Füße verwurzeln (Mobilisation): Stellen Sie die Füße fest auf den Boden, stellen Sie sich vor, Wurzeln wachsen in die Erde. Bewegen Sie dabei Hüfte und Knie nacheinander leicht (Pumpbewegung).
Anpassung: Nur minimal beugen, Hände auf Oberschenkeln.Waldesstille (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Atmen Sie fünf langsame Atemzüge tief ein und aus.
Anpassung: Finger auf Daumen kreisen lassen (Mudra), um die Aufmerksamkeit zu bündeln.
Garten und Blumen
Materialliste:
Mit Material: Bunte Tücher oder (künstliche) Blumen, kleine Töpfchen oder Gartenhandschuh. Gießkanne (Leerbehälter). Vogel- oder Gartenmusik.
Ohne Material: Hände als Blumen veranschaulichen (z. B. Finger spreizen).
Anleitung:
Das Thema „Garten und Blumen“ lädt zum Mitträumen ein: Man kann über Lieblingsblumen und Gartenarbeit sprechen. Nach Begrüßung kann jeder von einer Blume erzählen. Dann lockere Gymnastik (Hände über Kopf wie Blumen strecken). Übungen folgen, die Pflanz- und Gießbewegungen nachahmen oder Schnecken- und Schmetterlingsimitationen (Handgesten) beinhalten. Die Betreuerkraft bleibt bildhaft („Reihe Pflanzen gießen“). Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig: Langsame Wiederholungen und viele Pausen. Je Übung werden Ermüdung und Laune beobachtet. Danach ein abschließendes Dehnen (Arme wie Baumkrone) und ein paar tiefe Atemzüge im Sitzen.
Übungen:
Blumen recken (Dehnung): Heben Sie beim Einatmen die Arme über den Kopf, spreizen Sie die Finger (wie eine aufgeblühte Blume). Beim Ausatmen senken Sie die Hände.
Anpassung: Nur bis Schulterhöhe heben, Hände zu Fäusten (geschlossen) halten bei Wackeln.Gießkanne imitieren (Koordination): Fassen Sie mit beiden Händen imaginär eine Gießkanne am Griff. Kippen Sie die Arme über dem Kopf vor sich, als würden Sie gießen, und bringen Sie sie wieder zurück.
Anpassung: Leichter Neigungswinkel, langsamer zurückführen. Bei Demenz laut Zahlen oder Worte („1-2-3, gießen!“).Erde lockern (Kräftigung): Fassen Sie sich vor dem Bauch mit beiden Händen (Finger übereinander), heben Sie sie schulterhoch und senken Sie sie dann kontrolliert ab (als ob Sie Erde umgraben).
Anpassung: Wenig Kraftanspruch, langsame Wiederholungen. Hände nur so heben, wie es angenehm ist.Schmetterling flattern (Mobilisation/Koordination): Führen Sie die Finger beider Hände zusammen und bewegen Sie die Hände seitlich auf und ab (Vorstellungsweise: Flügel).
Anpassung: Nur Unterarmbeuge, kleine Wedel. Bei Konzentrationsschwierigkeiten einfache Worte nutzen („Schmetterling fliegt“).Blütenöffner (Mobilisation): Verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf und ziehen Sie die Schulterblätter zusammen (Brust dehnen, als würde man eine Knospe öffnen).
Anpassung: Ohne Hände nur Arme im Nacken abstützen. Langsam und in sicherer Rückenhaltung.Beine gießen (Koordination): Heben Sie ein Bein an und senken Sie es wieder, als ob Sie eine Kuhtränke gießen. Wechseln Sie nach einigen Wiederholungen.
Anpassung: Ohne Unterschenkel anheben, nur Zehen/Ansatz leicht anheben. Beine immer streckend halten.Wind im Haar (Mobilisation): Legen Sie die Hände in die Schläfen und machen Sie kreisende Kopfbewegungen (wie Wind um die Blumen).
Anpassung: Nur Schulterköpfen lassen, Hals ruhig. Bei Demenz Schrittweise anleiten („Dreh langsam um“) und Halt signalisieren.Standhaft im Wind (Kräftigung): Stellen Sie sich vor, Sie halten einen Regenschirm. Verschließen Sie die Hände fest (als würde Wind drücken), halten Sie gegen.
Anpassung: Nur leicht drücken, Unterarme spannen.Geruchsprobe (Entspannung/Mobilisation): Reiben Sie die Handflächen kurz aneinander und führen Sie dann die warme Hand zur Nase, als würden Sie Blumenduft riechen.
Anpassung: Hand nur knapp an die Nase führen, tief atmen. Beruhigende Worte („riechen Sie die Rose?“).Blumenruhe (Entspannung): Sitzen Sie entspannt, Arme locker. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mitten in einem Blumenbeet. Atmen Sie fünf langsame Atemzüge ein und aus.
Anpassung: Händedruck links aufs Herz, rechts auf Bauch als „Blumenschale“, Blick gen Decke gerichtet (Innovation).
Bauernhof
Materialliste:
Mit Material: Spielzeug-Tiere (Huhn, Kuh), Strohhut oder Schürze, Trichtersitz (Kübel) als Gefäß. Landmusik (Country).
Ohne Material: Evtl. zusammengeknüllte Alufolie (Heu).
Anleitung:
„Bauernhof“ weckt vertraute Bilder. Anfangs bespricht man Tiere und Geräusche. Stühle im Kreis. Nach kurzer Mobilisation (Arme wie Flügel strecken als Hahn) folgen spielerische Übungen: Eiersuchen (Kopf-/Armbewegungen), Milchstreichen (Unterarme auf Oberschenkeln), „Kuh-Mooen“ als Atemübung. Die Anweisungen sind klar und animierend. Um Demenz entgegenzukommen, könnten bekannte Bauernhofmelodien gesummt werden. Zwischendurch lacht die Gruppe über Tierlaute. Die Betreuungskraft achtet darauf, jeder kann im eigenen Tempo mitmachen. Am Schluss löst man ein imaginäres Tierrelease, stellt sich vor, wie Bauernhoftiere ins Feld gehen (atmende Stille).
Übungen:
Hühnertanz (Koordination): Klopfen Sie rhythmisch im Sitzen leicht mit den Fäusten auf die Oberschenkel („Ga-ga-ga“ imitieren).
Anpassung: Nur leicht berühren, Atmung dazu synchronisieren. Spaßige Laute einbauen.Eier einsammeln (Koordination): Beugen Sie den Oberkörper vor, greifen Sie nacheinander mit beiden Händen zum Boden neben den Füßen (wie Eier aufheben).
Anpassung: Nicht zu weit beugen, Hände nur bis Schienbein führen.Stroh unter sich wirbeln (Mobilisation): Lassen Sie die Arme gespreizt seitlich kreisen (wie das Verteilen von Strohballen).
Anpassung: Arme nur seitlich öffnen und schließen, kleine Kreise.Kuhmilchpressen (Kräftigung): Sitzen Sie vorn. Fassen Sie imaginäre Euter (Hände in Fäustchen) und ziehen Sie langsam nach unten (wie Melken). Wechseln Sie nach einigen Wiederholungen.
Anpassung: Ruhig zählen, nur leicht ziehen. Bei Koordinationsproblemen nur bewegen, nicht ziehen.Schiebetor (Mobilisation): Fassen Sie beide Hände vor sich und schieben Sie sie abwechselnd nach rechts und links (Tor öffnen).
Anpassung: Nur Unterarme bewegen.Traktor schaukeln (Mobilisation/Kräftigung): Sitzen Sie aufrecht. Beugen Sie die Arme, als ob Sie das Lenkrad eines Traktors halten. Fahren Sie mit den Händen kleine Kreise, während Sie den Oberkörper leicht vor- und zurückbewegen (wie auf einem Traktor sitzt).
Anpassung: Nur Hände bewegen, Oberkörper ruhig halten.Getreide pflücken (Koordination): Fassen Sie mit beiden Händen imaginär Getreidehalme vor dem Körper und ziehen Sie sie langsam zur Brust.
Anpassung: Jeder Hand einzeln heben, kleine Stufen, rhythmisch bei “großer Ernte” sprechen.Hund kraulen (Entspannung): Kreisen Sie die eine Hand, als würden Sie sanft einen Hund streicheln.
Anpassung: Ruhig und klein kreisen, beide Hände arbeiten lassen.Schlafende Tiere (Entspannung): Sitzen Sie entspannt, Augen schließen (wenn möglich). Tief ein- und ausatmen, als würden Sie auf einer Wiese liegen.
Anpassung: Hände auf den Oberschenkeln, Atemzüge zählen, Stimme der Betreuerin beruhigend.Vogelfrei (Mobilisation): Strecken Sie die Arme aus und wippen Sie leicht mit den Handgelenken (wie Vogelwellen).
Anpassung: Hände sanft bewegen, Fingerspitzen nur leicht.
Haustiere
Materialliste:
Mit Material: Stoffhunde, Katzenspielzeug (Plüsch), Hunde- oder Katzenfutter-Dose (leer), weiches Handtuch (als Decke). Tiergeräusche (Bellen/Miauen) abspielbar.
Ohne Material: Fast keins – die Hände werden zum Tier (gestreichelt).
Anleitung:
Unter dem Thema „Haustiere“ wird über geliebte Tiere gesprochen. Nach Begrüßung kann man jeden bitten, von einem Haustier zu erzählen. Stühle kreisförmig. Danach werden pflegeähnliche Übungen gemacht: “Hund streicheln” (Arme bewegen), “Katzentreppe” (Beine hüpfen). Die Betreuerkraft imitiert Tiergeräusche und spricht mit sanfter Stimme. Auf Verständlichkeit achten und Wiederholung erlauben. Wenn jemand Angst vor Hunden hat, alternative Tiere nennen (Hamster, Vogel). Der Abschluss ist ein kurzes Atemsammeln, als liege man im Gras mit den Tieren.
Übungen:
Hundestreicheln (Koordination): Reiben Sie sanft Ihre Handflächen gegeneinander (als würden Sie einen Hund streicheln).
Anpassung: Nur mit einer Hand an der anderen reiben, langsam.Katzenschnurr (Atmung): Atmen Sie tief ein und murmeln Sie mit leicht geschlossenem Mund „Mmmhhh“, als schnurrte eine Katze. Wiederholen Sie ein paar Mal.
Anpassung: Vorzeigen der Lautform, falls nötig nur tiefes Ein- und Ausatmen ohne Geräusch.Runde mit dem Hund (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht. Führen Sie Ihre Hände vor sich als Halter eines Hundeleins und machen Sie mit dem Oberkörper sanfte Kreisbewegungen (Gassi gehen).
Anpassung: Nur Hände in Schulterhöhe kreisen, Kopf ruhig.Pfotenkondition (Mobilisation): Heben Sie abwechselnd die Fersen und die Zehen an – als ob Sie einem Hund Pfoten geben.
Anpassung: Nur Füße minimal heben.Schwanzwedeln (Koordination): Schütteln Sie eine lockere Faust an der Hüfte, als würde ein Hund mit dem Schwanz wedeln. Wiederholen rechts und links. Anpassung: Bewegungen klein halten, Hüfte wenn nötig stabilisieren.
Babykatzen-Dehnung (Dehnung): Legen Sie die Hand auf die Oberkante des Stuhls, strecken Sie die andere Hand über den Kopf und lehnen Sie sich zur Seite (wie Katze sich streckt).
Anpassung: Nicht zu weit, halten wo es zieht, langes Halten.Welpenkrallen (Kräftigung): Ballen Sie beide Hände zur Faust und halten Sie die Arme angewinkelt vor dem Bauch (so, als würden Sie mit Pfoten etwas ziehen). Ziehen Sie die Fäuste leicht auseinander und wieder zusammen.
Anpassung: Geringer Zug, Finger nur leicht verkrampfen.Hahn kräht (Entspannung): Atmen Sie tief ein und rufen Sie mit erhobenen Armen „kikeriki“ (lockert den Brustkorb).
Anpassung: Nur Arme heben und legen, Laut kann weggelassen werden.Tiere zählen (Kognition/Entspannung): Nennen Sie zwei Tiernamen, und lassen Sie die Gruppe abwechselnd nicken (Ja) bei Hund/Katze.
Anpassung: Langsam vorgehen, sanfte Hand auf eigene Brust (als Aufmerksamkeitssignal).Beschauliches Tierporträt (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Schließen Sie die Augen (wenn möglich) und stellen Sie sich Ihr liebstes Haustier vor.
Anpassung: Wenn nur schwer schließen, den Blick senken. Sanfte Stimme der Betreuerin „Es schnurrt, atmet ruhig...“.
Zoo und wilde Tiere
Materialliste:
Mit Material: Tierfiguren (Elefant, Affe, Löwe) oder Bilder. Fernglas (aus Pappe), Afrika-Tiergeräusche (Adler, Elefant).
Ohne Material: Keine.
Anleitung:
„Zoo und wilde Tiere“ entfacht Abenteuerlust. Die Gruppe kann Orte nennen (Zoo, Serengeti). Stühle weit genug setzen. Die Betreuerkraft macht Tierlaute vor und fordert Nachahmung. Dann Übungen: „Gorilla-Reißen“ (Arme kreuzen), „Elefanten-Trunk“ (den Arm wie einen Rüssel schwingen). Bei Anleitungen Acht geben, dass niemand überfordert wird (lautes Brüllen nur auf Aufforderung). Kinderreime oder Tierlieder unterstützen das Thema. Am Ende lehnen sich alle zurück, schließen (wenn sicher) oder blicken ruhig vor sich hin und atmen tief durch.
Übungen:
Elefanten-Trunk (Mobilisation): Heben Sie einen Arm über den Kopf und wackeln Sie die Hand (Rüssel eines Elefanten).
Anpassung: Arm nur leicht heben, nur Unterarm wackeln.Affengriff (Kräftigung): Spreizen Sie die Finger und greifen Sie nach Höhe des oberschenkels, dann weiter oben (Stamm erklettern).
Anpassung: Nicht zu greifen versuchen, Finger offen lassen, nur Bewegung nachahmen.Löwenmähne (Mobilisation/Koordination): Platzieren Sie die Hände an den Seiten des Kopfes (als Löwenmähne) und neigen Sie den Oberkörper langsam nach rechts und links.
Anpassung: Seitlich nur minimal neigen, halten.Zickzack-Giraffe (Koordination): Heben Sie abwechselnd Knie an die Brust, als ob Sie eine hohe Giraffe wären.
Anpassung: Nur leicht anheben, Stabilität an Stuhl suchen.Krokodilschnapp (Kräftigung): Öffnen Sie weit die Hände (Finger gespreizt, als Krokodilsmaul) und schnappen Sie sie langsam zu (wie Zähne zuklappen).
Anpassung: Langsam und ohne Schwung, evtl. mit Geräusch (oben/unten).Pfotenklatscher (Koordination): Schlagen Sie leicht die Schenkel oder Knie (Affe klatscht in die Hände).
Anpassung: Mit zwei Händen abwechselnd; nur Schulterbewegung, Oberschenkel leicht nehmen.Tierstimmen (Entspannung): Jedes Gruppenmitglied imitiert leise ein Tiergeräusch (z. B. Vogel). Dann alle gemeinsam tief durchatmen (Dschungellärm verstummt).
Anpassung: Nur summen oder Hände ans Gesicht legen, ruhige Ausrichtung.Nackendehnung (Mobilisation): Drehen Sie den Kopf langsam nach rechts (Auge schaut zur Schulter), halten, dann nach links.
Anpassung: Schonend, ohne Druck. Bei Demenz jede Bewegung benennen („schauen wie ein Affe“).Wilder Kahn (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht. Heben Sie beide Arme seitlich und winkeln Sie sie leicht an (Paddelbewegung wie im Kanu).
Anpassung: Kleinere Bewegungen, langsames Hin- und Herwippen.Safari-Fazit (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Atmen Sie ein und stellen Sie sich vor, Sie hören nur entfernt Vogelgezwitscher.
Anpassung: Handflächen entspannt auf den Oberschenkeln ruhen, sanfte Stimme („Wir sind sicher aus dem Dschungel!“).
Vögel und Zugvögel
Materialliste:
Mit Material: Federn (Requisit), Vogel-Silhouette oder Bilder, Vogelgezwitscher (Ton).
Ohne Material: Keine.
Anleitung:
Bei „Vögeln“ fokussiert man auf Leichtigkeit und Bewegung. Die Betreuerkraft begrüßt mit einem Vogelruf, erklärt Zugvögel. Nach Mobilisation der Schultern und Arme (Flügelschlag), macht man Übungen wie „Flügelschlag im Sitzen“, „Sitzende Gleitflüge“ (Oberkörper rollen). Man kann spielerisch einen „Nestbau“ einbauen (Hände formen Nest). Die Erläuterungen sind bildhaft („Unsere Schultern sind Schwingen“). Abschließend lauscht man kurz real oder imaginiert Vogelgesang und atmet tief durch.
Übungen:
Flügelschlag (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus. Senken und heben Sie sie abwechselnd (wie Flügel schlagen).
Anpassung: Nur Unterarme bewegen, Handflächen leicht anwinkeln.Nest bauen (Koordination): Führen Sie die Hände vor dem Bauch zusammen (Schale formen), als ob Sie ein Vogelnest halten. Öffnen und schließen Sie die Hände leicht.
Anpassung: Nur Finger bewegen, langsam.Kopf-Neigung (Mobilisation): Neigen Sie den Kopf zur rechten Schulter (wie ein Vogel hört), halten, dann zur linken.
Anpassung: Nur sanft, Schultern tief lassen.Gleiten (Entspannung): Lehnen Sie sich leicht zurück und atmen Sie ein, strecken Sie die Arme nach vorne (wie Gleitflug), atmen Sie aus und bringen Sie die Arme zurück.
Anpassung: Kurze Streckung, langsam.Füße „Spatzentanz“ (Mobilisation): Heben Sie die Zehen an (Fersen auf Boden) und senken Sie sie wieder (wie ein kleiner Vogel hopst).
Anpassung: Nur Unterfuß kippen, kleine Bewegungen.Augen-Rollen (Entspannung): Rollen Sie langsam die Augen nach oben, dann zur Seite, atmen Sie dabei ein und aus.
Anpassung: Nur Augenbewegung, langsame Ausführung.Kopf-Wippe (Mobilisation): Rollen Sie den Kopf langsam dreimal nach vorne (Nase zum Kinn) und zurück.
Anpassung: Nur wenige Zentimeter rollen, Rumpf ruhig.Handgeklapper (Koordination): Klatschen Sie in die Hände, als wollten Sie einen Schwarm vertreiben.
Anpassung: Nur leicht klatschen (z. B. auf Oberschenkel).Vogelruf (Atmung): Atmen Sie tief ein und machen Sie dabei ein leises Zwitschern (Pfeifen).
Anpassung: Nur einatmen und ein sehr leises „psss“ ausatmen, langsam.Aussicht genießen (Entspannung): Sitzen Sie bequem und schauen Sie gedanklich über einen See. Atmen Sie drei langsame Atemzüge.
Anpassung: Hand aufs Herz, beim Ausatmen vorstellen, Stress abfliegen.
Insekten und Schmetterlinge
Materialliste:
Mit Material: Schmetterlings-Luftschlangen, kleine Plastikinsekten, Bienenwabe-Bild. Leichte Natur-Klänge (Grille, Summen).
Ohne Material: Keine.
Anleitung:
Das „Insekten“-Thema nutzt leichten Humor. Nach Einführung (z. B. „Summ Summ“) folgen flinke Übungen: Finger wackeln wie Flügel, Arme flattern. Die Gruppe imitiert Krabbeltiere: zittern mit den Füßen („Bzzr-Bzzr“). Die Betreuerkraft spricht spielerisch („Ihr habt genug Blümchennahrung gefunden“). Bewegungen bleiben behutsam, damit niemand sich erschreckt. Bei Demenz kann man ruhig summend mitzählen. Nach schneller Übungsphase beruhigt man durch langsame, sanfte Bewegungen („Langsam lassen wir die Schmetterlinge fliegen“).
Übungen:
Flatterarme (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus und zittern Sie leicht mit den Fingerspitzen (Schmetterlingsflattern).
Anpassung: Nur Unterarme flackern lassen, kleine Bewegung.Summenzug (Koordination): Bewegen Sie einen Arm im Kreis vor Ihrer Nase (Summen imitieren), dann den anderen.
Anpassung: Nur kleine Kreise, andersrum auch.Kniekäfer-Tanz (Mobilisation): Sitzen Sie aufrecht. Heben Sie ein Knie an und fahren Sie es kreisend (wie ein Marienkäfer krabbelt). Wechseln.
Anpassung: Nur leicht heben, Kreisbewegung gering halten.Bienenstock-Pumpen (Kräftigung): Legen Sie beide Hände vor den Bauch. Drücken Sie die Hände zusammen und ziehen sie wieder auseinander (Bienenstock öffnen).
Anpassung: Nur spürbaren Druck erzeugen, ohne Armkraft zu überlasten.Spinnentanz (Koordination): Führen Sie beide Arme vor dem Körper kreuz und quer (Netz weben).
Anpassung: Arme nur wenig schwenken, langsam.Schmetterlings-Atem (Entspannung): Atmen Sie tief durch die Nase ein, heben Sie die Hände schmetterlingsförmig über den Kopf. Beim Ausatmen senken Sie die Arme, summen Sie dabei leise.
Anpassung: Nur sanft heben, zum Summen „mmmh“.Krabbel-Stuhl (Mobilisation): Sitzen Sie vorn, Beine breit. Bewegen Sie die Oberkörper leicht seitwärts (Spinne schleicht).
Anpassung: Nur minimal kippen.Fledermausposen (Kräftigung): Heben Sie die Arme seitlich an, als würden Sie eine Fledermausumarmung machen. Halten und lösen.
Anpassung: Arme nur halb anheben, halten einige Sekunden.Zehenziehen (Entspannung): Strecken Sie beide Beine aus und ziehen Sie mit einer Hand sanft die Fußspitzen zu sich (wie Bienenstock-Meditation).
Anpassung: Nur Knöchel ziehen, ohne Spannung.Gartenruhe (Entspannung): Sitzen Sie entspannt und schließen Sie die Augen (wenn möglich). Lauschen Sie dem imaginären Summen der Insekten im Garten.
Anpassung: Hände locker im Schoß, dem Mentor „stiller Summ“.
Regenbogen und Farben
Materialliste:
Mit Material: Bunte Tücher (Regenbogenfarben), Farbkreise auf Papier, Farbkarten (rot, gelb etc.). Fröhliche Musik mit buntem Gefühl.
Ohne Material: Keine.
Anleitung:
Das Thema „Farben“ spricht mehrere Sinne an. Zunächst werden Lieblingsfarben genannt. Nach kurzer Mobilisation (Armkreisen wie Farbspritzern) werden Übungen in Verbindung mit Farben gemacht: „Sonnengruß“ für Gelb, „Blau-Ozean-Welle“ (Armwellen nach rechts) usw. Die Betreuerkraft beschreibt die Farbassoziationen: Gelb = Sonne (Strecken), Blau = Wasser (Wippen), Rot = Feuer (Herzklopfen). Zwischendurch ruhige Atempausen (acht Farben zählen) einlegen. Eine sinnvolle Abschlussübung ist: beim Ausatmen mit Armen einen „Regenbogen“ malen (große Bogen nach vorne).
Übungen:
Sonnenfarben (Dehnung/Kräftigung): Strecken Sie die Arme seitlich nach oben, stellen Sie sich vor, die Sonne wärmt Ihre Schultern.
Anpassung: Nur bis Schulterhöhe.Wellen-Farben (Mobilisation): Heben Sie einen Arm über den Kopf und neigen Sie sich sanft zur anderen Seite (blauer Himmelsbogen).
Anpassung: Langsam, kleinen Winkel nutzen.Feuerfarben (Koordination): Schlagen Sie leicht mit den Fäusten vor dem Körper auf (rot wie Feuerflammen, “Trommeln”).
Anpassung: Nur leises Pochen mit offenen Händen, Rhythmschlag mit Zählen.Bunte Finger (Mobilisation): Spreizen Sie alle Finger weit auf und schließen Sie die Hände zur Faust (Regenbogen ausfahren und einholen).
Anpassung: Nur Finger weit, nicht in Faustballen.Farbkreis (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus. Zeichnen Sie mit Ihren Fingerspitzen große Kreise in der Luft (alle Farben kreisend vermischen).
Anpassung: Nur kleine Kreise, Hände knapp über die Oberschenkel führen.Augenmalerei (Koordination): Schließen Sie die Augen und tunken Sie einen Finger in die Luft (vorstellbar: Finger in Farbe). Malen Sie dann mit der Fingerspitze eine Linie über Ihren Arm (Augen zu, Farbe fühlen).
Anpassung: Augen leicht geöffnet und demonstrativ zeigen.Herzfarben (Entspannung/Kräftigung): Legen Sie eine Hand aufs Herz, die andere in den Nacken und drehen Sie sanft den Oberkörper (Rot im Herzen).
Anpassung: Nur Wendung, ohne Druck.Fußfarben (Mobilisation): Lassen Sie die Füße kleine Bögen auf dem Boden malen (in der Luft imaginiertes Malen).
Anpassung: Bei Unsicherheit lockern, nur Fußwippen.Rainbow Ausatmen (Entspannung): Atmen Sie tief ein und führen Sie beide Arme beim Ausatmen weit über einen imaginären Regenbogenbogen zur Brust zurück.
Anpassung: Kleine Bogen, langsame Atmung.Farbenruhe (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Sehen Sie sich die Umgebung an und erfreuen Sie sich an allen Farben. Atmen Sie ruhig.
Anpassung: Hände entspannen, eventuell Farbkarten zeigen.
Musik und Instrumente
Materialliste:
Mit Material: Kleine Rhythmusinstrumente (Trommel, Rassel, Klangholz) oder Alltagsgegenstände (Löffel, Tassen). Beliebte Musik (Lied) vom Akkordeon oder Gitarre.
Ohne Material: Hände oder eigene Stimme (Klatschen, Summen).
Anleitung:
Musik aktiviert Körper und Geist gleichzeitig. Die Betreuerkraft kann einen Musiktitel nennen oder leicht vorpfeifen. Nach kurzer Aktivierung (Headbanging im Sitzen, Nacken/Rumpf lockern) folgen rhythmische Übungen: Klatschen im Takt (Ta ta ta), Nachahmen einfacher Melodien. Wer ein Instrument hat, spielt vor, die Gruppe imitiert. Koordination und Mobilität werden trainiert („Papageno-Arme“ bei Vogelstimmen). Es ist wichtig, alle Teilnehmenden einzubeziehen und Spaß zu haben. Bei Demenz dürfen Refrains immer wiederholt werden – bekannte Lieder rufen Erinnerungen wach. Abgeschlossen wird mit ruhigem Mitsingen und langsamen Armbewegungen zum Ausklang.
Übungen:
Taktklatschen (Koordination): Klatschen Sie mit den Händen zum Rhythmus eines Liedes.
Anpassung: Auf den Oberschenkeln klatschen, Tempo anpassen.“Papageno”-Flügelschlag (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus, winkeln Sie sie leicht an (Arme wie Flügel und bewegen sie auf und ab).
Anpassung: Nur bis Schulterhöhe, langsame Schwingungen.Beckengroove (Mobilisation): Wippen Sie die Hüfte behutsam nach vorn und zurück (auf Musik).
Anpassung: Nur wenig bewegen, Füße fest am Boden.Melodie summen (Entspannung): Summen Sie ein bekanntes Lied – beim Einatmen tiefer Summton beginnen, beim Ausatmen vortragen.
Anpassung: Nur Lippen bewegt, kein Laut, falls nötig.Trommeln auf den Knien (Kräftigung): Schlagen Sie leicht mit den Fingerspitzen beider Hände abwechselnd auf die Oberschenkel (Trampeltier-Marsch).
Anpassung: Nur sanft klopfen, Handflächen nutzen.Ohrenmassage (Entspannung): Reiben Sie sanft Ihre Handflächen über die Ohren (kleine Trommelmasssage).
Anpassung: Leichter Druck, keine Schnelligkeit.Rhyhtmus-Bein (Mobilisation/Koordination): Tippen Sie abwechselnd mit einem Fuß auf den Boden, um einen einfachen Beat zu halten.
Anpassung: Kleine Fußhebungen, ggf. nur auf einer Stelle stampfen.Kopf wiegen (Entspannung): Neigen Sie den Kopf langsam auf die rechte Schulter, dann nach links (wie im Schlafsack).
Anpassung: Ganz sanft, mit Rücksprache.Instrumentenvorstellung (Koordination): Tun Sie so, als spielten Sie ein Instrument (z. B. Gitarre auf dem Schoß, Trommel). Nachahmung.
Anpassung: Nur leichte Armbewegungen imitiert machen.Musikalische Abschlussruhe (Entspannung): Sitzen Sie entspannt. Hören Sie einem ruhigen Lied zu und wiegen Sie sanft mit (Augen schließen möglich).
Anpassung: Hand aufs Herz, tiefe Atemzüge.
Tanz und Rhythmus
Materialliste:
Mit Material: Bänder oder Schals (für Bewegung im Tanz), ein Tuch als Band, Rhythmusinstrument (Trommel, Klangstab). Schlager oder volkstümliche Tanzmusik.
Ohne Material: Hände/Beine als Schlaginstrument (Klatschen/Kopfwiegen).
Anleitung:
Beim Thema „Tanz“ sollen alle aktiv mitbewegen. Die Gruppe kann ein bekanntes Volkslied hören. Die Betreuerkraft gibt den Rhythmus vor: einfache Schritte mit den Armen im Sitzen, Schulter-Rhythmen. Es kann reihum ein langsamer Sitz-Polka oder Walzer getanzt werden (Arm in Arm, indem man den Nachbarn einbezieht). Jeder Satz wird klar angekündigt. Bei Demenz sind einfache Bewegungsfolgen ohne Steuerung besser. Lachen ist erlaubt, je beschwingter desto besser. Zum Schluss folgt ein langsamer Ausklang mit schnellem Herzklopfen herunterzählen (ruhiges Atmen).
Übungen:
Walzer-Schritt (Koordination): Heben Sie abwechselnd leicht ein Bein, als würden Sie einen Walzerschritt machen (sitzen, ein Bein klein heben, senken).
Anpassung: Nur mit Zehen oder minimal die Ferse heben.Schulterklopfer-Rhythmus (Koordination): Klopfen Sie im Takt abwechselnd rechts und links auf Ihren linken bzw. rechten Oberschenkel.
Anpassung: Sanft klopfen, ohne Druck.Karussell-Imitation (Mobilisation): Führen Sie die flachen Hände abwechselnd seitlich am Körper vorbei (Kreisbewegung, als würde man auf einem Karussell sitzen).
Anpassung: Kleine Kreise, Hände dürfen nah am Oberschenkel bleiben.Rhythmuswalze (Koordination): Rollen Sie die Hände vor der Brust in kreisenden Bewegungen (Ihre eigene kleine Zither).
Anpassung: Nur Unterarme bewegen.Polka-Knieheben (Mobilisation): Heben Sie rhythmisch die Knie (abwechselnd) ein wenig an, als wäre es eine Polka (schnelles Tempo).
Anpassung: Langsameres Tempo, Knie nur leicht heben.Schritttaps (Koordination): Tippen Sie im Sitzen abwechselnd mit Fuß vorne auf den Boden, als würden Sie zu einem Takt schwingen.
Anpassung: Leicht tippen, abwechselnd Ferse/Zehe.Armwirbel (Mobilisation): Drehen Sie die gestreckten Arme kreisförmig (erst eine Richtung, dann andere) – so als würden Sie Energie wirbeln.
Anpassung: Arme halb anwinkeln, Schultern locker.Tiefenanruf (Entspannung): Atmen Sie tief ein. Heben Sie mit dem Einatmen die Arme über den Kopf (exhaliere ein frisches Lied), und senken Sie sie beim Ausatmen.
Anpassung: Kleiner Atembogen, langsames Ausführen.Tanzende Augen (Entspannung): Neigen Sie den Kopf leicht und drehen Sie die Augen langsam von links nach rechts (mit Musik vorn).
Anpassung: Nur Augen bewegen.Gute-Nacht-Tanz (Entspannung): Sitzen Sie ruhig. Wiegen Sie sich sanft zur Musik, schließen Sie vielleicht die Augen und lauschen Sie dem letzten Takt.
Anpassung: Hände locker im Schoß, leichte Wiegebewegung.
Volks- und Kinderlieder
Materialliste:
Mit Material: Liedertextblätter großer Schrift, Rasseln oder kleine Glocken zum Mitklappern. Wahlweise eine kleine Gitarre oder Akkordeon (falls Musiker verfügbar).
Ohne Material: Stimme und Klatschen genügen.
Anleitung:
Thema „Volks- und Kinderlieder“ verbindet Bewegung mit Gesang. Nach der Begrüßung wird ein bekanntes Lied vorgestellt („Alle Vögel sind schon da“ o. Ä.). In den ersten Übungen wird dazu Rhythmus geklatscht oder mit kleinen Rasseln mitgemacht. Die Gruppe singt gemeinsam, dazu klatschen oder mit den Beinen wippen. Die Betreuerkraft achtet auf Anweisungen im Text (z.B. „Hände hoch“ bei Zeilen). Körperliche Übungen können den Inhalt erweitern (Flügelschlag beim Vögelein). Bei Demenz hilfreich: immer wieder dieselben Lieder, da sie oft im Gedächtnis bleiben. Nach mehreren Liedern folgt ein ruhiger Teil mit Wiegenlied („Wiegenlied-Armbewegung“).
Übungen:
Rhythmusklatschen (Koordination): Klatschen Sie mit den Händen beim Singen jeden Taktschlag mit.
Anpassung: Klatschen auf Oberschenkel, langsam einüben.Vogelflügel (Mobilisation): Strecken Sie die Arme seitlich aus und bewegen Sie sie wie Flügel beim Lied „Alle Vögel“.
Anpassung: Nur Unterarm/Hand bewegen, kleine Schläge.Ringelreihe (Koordination): Halten Sie die Hände wie bei der Ringelreihen-Formation (gelegentlich Hände zusammenführen und lösen).
Anpassung: Schritt für Schritt ohne echte Gruppe, im Sitzen Hände nachahmen.Geh langsam / schnell (Koordination): Marschieren Sie sitzend auf der Stelle (atmen die Schlagzeug-Takte). Variieren Sie Tempo gemäß Lied.
Anpassung: Nur Zehentipp, Tempo moderat.Wiegenlied-Umarmung (Entspannung): Legen Sie die Hände über Kreuz vor den Brustkorb (wie eine Umarmung) und wiegen Sie sanft hin und her zu einer Wiegenlied-Melodie.
Anpassung: Nur ruhiges Wiegen, Augen schließen falls sicher.Schritttrommel (Koordination): Schlagen Sie mit beiden Fäusten leicht auf die Oberschenkel im Takt (für Trommelwirbel).
Anpassung: Sanft klopfen, nur eine Hand, je nach Komfort.Hände auf Hühner (Mobilisation): Legen Sie die Hände auf die eigenen Hüften (vorstelle, Sie halten Hühner) und drehen Sie den Oberkörper rhythmisch.
Anpassung: Nur minimal drehen, Hüften fest.Tierstimmen erraten (Gedächtnis/Kognition): Lauschen Sie Tierlauten zwischen Liedversen (z.B. Hahnenschrei) und bitten Sie, diese zuzuordnen.
Anpassung: Tierabbild angeben, laut sagen „Hahn!“ umzuhelfen.La Marche (Mobilisation): Führen Sie eine Arme-Schrittbewegung aus: einen Arm kreuzen und nach unten führen (Revolver-Zug), passend zu einem Marsch-Lied.
Anpassung: Nur Arm heben/senken, ohne echte Fußbewegung.Abschlusslied Ruhe (Entspannung): Zum Abschluss ein leises Lied. Singen Sie langsam mit und schaukeln Sie die Hände vor dem Körper sanft auf und ab.
Anpassung: Flüstern statt Singen erlaubt, langsames „Ebbe-Fluss“-Bewegen.
Thema: Herbstlicher Bauernhof
Material:
Mit Hilfsmitteln: Gymnastikball oder Volleyball (als „Heuballen“), ein Schal oder Handtuch (zum Umwickeln oder Rollen des Balls), ein Korb oder Kissen (als „Eimer“ zum Tragen).
Ohne Hilfsmittel: Die Teilnehmenden stellen sich vor, sie heben und tragen Heuballen und Eimer – alle Arm- und Beinbewegungen geschehen dabei rein imaginär.
Anleitung: Die Gruppe sitzt entspannt auf stabilen Stühlen. Erzählen Sie, es sei Herbst und alle helfen auf einem Bauernhof mit: Äpfel werden geerntet, Heuballen gerollt und Wasser geholt. Die Teilnehmenden sollen sich vorstellen, sie hielten einen Korb oder Heuballen im Arm. Führen Sie die Gruppe behutsam ins Thema, z.B. so: „Stellt euch vor, ihr tragt einen schweren Korb voller Äpfel. Atmet tief ein und hebt den Korb mit den Armen vor dem Bauch hoch. Dann setzt ihn vorsichtig wieder ab.“ Übergang zu den Übungen: Animieren Sie die Teilnehmenden, jeden Handgriff mitzuspielen. Weisen Sie darauf hin, dass jede Übung in eigenem Tempo mitgemacht und bei Bedarf verkleinert ausgeführt werden kann.
Übungen:
Hof-Spaziergang (Beine):
Ziel: Mobilisierung der Beinmuskulatur.
Beschreibung (sitzend): Imitiert einen Spaziergang über den Hof: Heben Sie abwechselnd das rechte und das linke Knie, als würdet ihr auf der Stelle gehen. Halten Sie dabei einen aufrechten Oberkörper.
Anpassung: Kleinere Schritte oder nur Fersen anheben, falls das Heben zu schwierig ist.
Fokus: Bein, Fuß.
Heuballen-Rollen (Rumpf/Beine):
Ziel: Kräftigung des Rumpfes und der Beinmuskulatur.
Beschreibung: Sitzen Sie etwas vorne auf der Stuhlkante. Umfassen Sie mit beiden Armen einen imaginären Heuballen vor dem Bauch und „rollen“ Sie ihn langsam nach links und rechts. Dabei dreht sich der Oberkörper etwas mit.
Anpassung: Lassen Sie die Hände den Ball nur vor dem Körper bewegen (ohne großen Dreh).
Fokus: Rumpf, Oberschenkel.
Wasserholen (Arme/Schultern):
Ziel: Kräftigung von Schultern und Armen.
Beschreibung: Tunken Sie sich in der Vorstellung unter einen Wasserhahn: Strecken Sie die Unterarme nach vorn, die Ellbogen auf Schulterhöhe. Senken Sie dann die Ellbogen mit leicht angewinkelten Armen, als schöpften Sie Wasser in einen Eimer.
Anpassung: Führen Sie die Bewegung nur mit einer Hand oder sehr geringem Abstand aus, falls nötig.
Fokus: Arm, Schulter.
Apfelpflücken (Arme/Schultern):
Ziel: Mobilisierung der Schultern und Armmuskulatur.
Beschreibung: Strecken Sie abwechselnd den rechten und den linken Arm über den Kopf, als wollten Sie hochhängende Äpfel pflücken. Dabei kann die freie Hand das „Einkorbnehmen“ imitieren.
Anpassung: Die Arme nicht ganz heben, sondern nur andeuten, wenn die volle Streckung schwerfällt.
Fokus: Arm, Schulter.
Gemüse säen (Beine/Koordination):
Ziel: Koordination und Mobilisierung der Beine.
Beschreibung: Heben Sie abwechselnd das rechte und linke Bein nur leicht an, als würden Sie Saatgut auf einen Acker aussäen. Setzen Sie die Füße abwechselnd fest auf den Boden.
Anpassung: Zehen nur minimal anheben (Fersenschritte auf der Stelle), falls das Anheben zu anstrengend ist.
Fokus: Bein, Fuß.
Karottenernte (Hände):
Ziel: Kräftigung der Hände und Unterarme.
Beschreibung: Fassen Sie beide Hände vor dem Körper, so als hielten Sie eine dicke Möhre. Ziehen Sie die Hände kraftvoll zur Brust hin, als würden Sie die Möhre aus der Erde ziehen. Dann strecken Sie die Arme wieder aus.
Anpassung: Nur langsam anspannen (ohne Zug), wenn starke Anstrengung zu spüren ist.
Fokus: Hand, Unterarm.
Kuh-Power (Rumpf/Entspannung):
Ziel: Mobilisierung der Rumpfmuskulatur.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich zu einem Eimer hinunterbeugen, um eine Kuh zu melken: Beugen Sie den Oberkörper langsam nach vorne (leichtes Hohlkreuz), halten kurz und richten Sie sich wieder auf.
Anpassung: Nur leicht nach vorne neigen (kein zu tiefes Beugen).
Fokus: Rumpf (unterer Rücken).
Fußkreisen (Fuß):
Ziel: Lockerung und Mobilisierung der Fußgelenke.
Beschreibung: Kreisen Sie abwechselnd den rechten und den linken Fuß, indem Sie das jeweilige Bein anwinkeln (gedrehtes Knie) und den Fuß in der Luft kreisen.
Anpassung: Kleinere Kreise oder den Fuß auf dem Boden drehen, falls das Heben schwerfällt.
Fokus: Fuß (Sprunggelenk).
Hühnerfüttern (Schultern/Arme):
Ziel: Mobilisierung der Schultern und Armmuskulatur.
Beschreibung: Nehmen Sie beide Arme vor dem Körper zusammen, als hielten Sie Futter. Schütteln Sie dann leicht mit den Händen, als ob Sie Körner in den Stall werfen würden.
Anpassung: Nur die Hände bewegen (ohne Schulterhöhe).
Fokus: Schulter, Arm.
Stallumarmen (Rumpf/Entspannung):
Ziel: Lockerung der Rumpf- und Nackenmuskulatur.
Beschreibung: Verschränken Sie die Hände vor der Brust, als würden Sie eine Stalltür umarmen. Neigen Sie dann den Oberkörper sanft nach rechts und wieder zurück, dann nach links. Halten Sie jede Seitenneigung kurz.
Anpassung: Nur leicht zur Seite lehnen.
Fokus: Rumpf, Nacken.
Thema: Sternenhimmel / Nachtwanderung
Material:
Mit Hilfsmitteln: Taschenlampe oder Handylicht (zum Sternegucken), evtl. ein kleines Tuch oder Kissen (auf das der Blick fallen kann), Luftballon (als leuchtender Planet oder Mond).
Ohne Hilfsmittel: Alle Bewegungen geschehen in der Vorstellung. Die Teilnehmenden tun so, als lägen sie auf einer Wiese und betrachteten die Sterne – Kopf- und Armbewegungen werden dabei nur angedeutet.
Anleitung: Alle sitzen aufrecht. Erzählen Sie, es sei später Abend an einem warmen Sommerabend. Über ihnen funkeln lauter Sterne am Himmel. Die Teilnehmenden sollen sich vorstellen, sie hielten den Kopf nach oben und suchten Sternbilder. Fordern Sie sie auf, langsam nach rechts und links zu schauen, als würde ein fallender Stern vorüberziehen. Danach könnten sie so tun, als würden sie mit einem Fernglas einen hellen Planeten anvisieren. Erinnern Sie stets daran, in eigenem Tempo mitzumachen und sich kleine Pausen zu gönnen.
Übungen:
Sternenhimmel betrachten (Nacken):
Ziel: Mobilisierung der Nackenmuskulatur.
Beschreibung: Drehen Sie den Kopf langsam nach rechts, schauen Sie mit den Augen nach oben in die Ferne, dann drehen Sie den Kopf zur linken Seite. Halten Sie kurz inne, als suchten Sie vorbeifliegende Sterne.
Anpassung: Nur kurz andeuten, falls das volle Drehen unangenehm ist.
Fokus: Nacken.
Mond anvisieren (Nacken):
Ziel: Lockerung des Nackens.
Beschreibung: Legen Sie das Kinn sanft nach unten zur Brust und heben Sie es dann wieder langsam in den Nacken (als würden Sie einem hoch am Himmel stehenden Mond hinterherschauen). Wiederholen Sie dies langsam.
Anpassung: Nur leichtes Nicken, wenn weit nach oben sehen schwierig ist.
Fokus: Nacken.
Sternschnuppen fangen (Arme/Koordination):
Ziel: Koordination und Mobilität der Arme.
Beschreibung: Halten Sie beide Arme vor dem Körper ausgestreckt, winken Sie abwechselnd mit rechter und linker Hand, als wollten Sie fallende Sternschnuppen mit der Hand auffangen.
Anpassung: Arme nur bis auf Schulterhöhe heben, wenn es die Schulter erlaubt.
Fokus: Arm, Hand.
Laterne halten (Arme):
Ziel: Kräftigung der Schultern.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie halten eine leuchtende Laterne über der Schulter: Strecken Sie einen Arm hoch über den Kopf und senken Sie ihn wieder, dann wechseln Sie den Arm.
Anpassung: Die Hand nicht ganz heben, nur halb hochführen.
Fokus: Schulter, Arm.
Kopf in den Nacken legen (Entspannung):
Ziel: Dehnung der Nackenmuskulatur.
Beschreibung: Lehnen Sie sich etwas zurück, so dass Sie in Richtung Decke schauen. Spüren Sie die sanfte Dehnung im Nacken, als wollten Sie den Sternenhimmel aufnehmen.
Anpassung: Leichte Neigung, ohne sich zu überstrecken.
Fokus: Nacken.
Tiefes Durchatmen (Gesicht/Entspannung):
Ziel: Entspannung und Aktivierung der Gesichtsmuskeln.
Beschreibung: Atmen Sie tief ein, als wollten Sie die kalte Nachtluft einatmen, aufblasen die Wangen leicht, und atmen dann langsam aus, während sich die Wangen entspannen. Wiederholen Sie 2–3 Mal.
Anpassung: Tief einatmen und leicht ausatmen, ohne die Luft zu halten.
Fokus: Gesicht (Wangen, Mund).
Händewärmen (Hände):
Ziel: Mobilisierung der Hände.
Beschreibung: Reiben Sie kräftig Ihre Handinnenflächen gegeneinander, als wollten Sie sich in der kalten Nacht die Hände wärmen.
Anpassung: Nur leicht reiben, falls die Bewegungen zu heftig sind.
Fokus: Handgelenke, Hände.
Sternbilder malen (Arme/Koordination):
Ziel: Koordination der Armbewegung.
Beschreibung: Halten Sie einen Arm nach oben, als würden Sie mit einem Stab einen Stern nachzeichnen. Führen Sie zeichnende, kreisende Bewegungen mit der Hand vor dem Körper aus, während Sie den anderen Arm ruhig halten. Wechseln Sie ab.
Anpassung: Kleinere Kreise oder nur ein Arm gleichzeitig.
Fokus: Arm, Schulter.
Kometenflug (Rumpf):
Ziel: Mobilisierung des Rumpfes.
Beschreibung: Strecken Sie beide Arme seitlich aus und bilden Sie einen leichten Hohlkreisbogen mit dem Oberkörper (wie einen Kometen, der durchs All zieht). Richten Sie sich beim Ausatmen gerade auf.
Anpassung: Nur die Arme seitlich heben und senken, ohne Oberkörperbiegung.
Fokus: Rumpf (Brust, Rücken), Schultern.
Sternschnuppen-Meditation (Entspannung/Gesicht):
Ziel: Entspannung und Atemfokus.
Beschreibung: Schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich vor, eine Sternschnuppe zieht vorüber. Atmen Sie dabei langsam ein und aus. Öffnen Sie dann die Augen, lächeln Sie leicht, als wären Sie vom Stern erwärmt.
Anpassung: Augen nur kurz schließen, ohne großen Druck.
Fokus: Gesicht, Nacken.
Thema: Kunstwerkstatt
Material:
Mit Hilfsmitteln: Ein Blatt Papier oder großes Tuch, dicke Filzstifte oder eine Wasserflasche (als Pinsel-Ersatz), ein kleiner Gymnastikball oder eine zusammengerollte Socke (zum Kneten).
Ohne Hilfsmittel: Alle agieren so, als hielten sie Pinsel, Knete oder Buntstifte in der Hand, und führen die Bewegungen nur im Kopf bzw. mit leichten Gesten aus.
Anleitung: Alle sitzen aufrecht und stellen sich vor, sie seien in einer bunten Kunstwerkstatt. Beginnen Sie mit ruhigem Vorlesen oder Erzählen: „Vor euch liegt eine große Leinwand (imaginär). Nehmt eure Farben und Pinsel zur Hand.“ Animieren Sie die Gruppe, die Arme weit auszustrecken und so zu tun, als würden sie mit großen Pinselstrichen malen. Ermuntern Sie zu Kreativität: „Malt einen Sonnenuntergang! Malen nach links, nach rechts, hoch und runter!“ Zwischen den Übungen können Sie Anleitungen geben, etwa: „Jetzt knetet ihr Ton und formt eine Statue“ – ohne echte Knetmasse. Erinnern Sie daran, langsam zu beginnen und Bewegungen zurückhaltend zu verstärken, damit jeder mitmachen kann.
Übungen:
Finger-Malerei (Hand):
Ziel: Feinmotorik und Fingerkoordination.
Beschreibung: Spreizen Sie abwechselnd alle Finger beider Hände so weit wie möglich und schließen Sie sie wieder. Wiederholen Sie dies 5–10 Mal.
Anpassung: Weniger weit Spreizen, falls Verspannung zu spüren ist.
Fokus: Hand (Finger).
Kunstvoller Pinsel (Arme/Schultern):
Ziel: Mobilisierung der Arme und Schultern.
Beschreibung: Tunken Sie vor dem Körper einen imaginären Pinsel in Farbe und führen Sie damit weite, kreisende Bewegungen nach oben und seitlich aus (große Pinselstriche). Alternativ malen Sie große Bögen vor dem Körper.
Anpassung: Kleinere Bewegungen, falls die Schultern schmerzen.
Fokus: Arm, Schulter.
Teig kneten (Hände):
Ziel: Kräftigung der Hand- und Unterarmmuskulatur.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie kneten Ton: Ballen Sie fest beide Hände und öffnen Sie sie wieder. Wiederholen Sie diese „Knet-Bewegung“ mehrere Male.
Anpassung: Nur leicht zusammenpressen, falls die Hände überlastet sind.
Fokus: Hand, Unterarm.
Papier falten (Rumpf):
Ziel: Mobilisation der seitlichen Rumpfmuskulatur.
Beschreibung: Strecken Sie beide Arme seitlich aus. Beugen Sie den Oberkörper mit den Armen nach rechts (als ob Sie Papier zur rechten Seite falten), kommen Sie zurück, und beugen Sie nach links.
Anpassung: Nur leicht seitlich lehnen, falls weniger Bewegung möglich ist.
Fokus: Rumpf (seitliche Bauchmuskulatur).
Strich für Strich (Arme/Koordination):
Ziel: Armkoordination.
Beschreibung: Heben Sie abwechselnd den rechten Arm nach oben und den linken nach unten (senkrechter Strich), als würden Sie ein vertikales Bild malen. Danach umgekehrt (waagrechter Strich).
Anpassung: Ein Arm bleibt ruhig, während nur der andere arbeitet.
Fokus: Arm.
Blasen auf der Leinwand (Gesicht):
Ziel: Aktivierung der Gesichtsmuskulatur.
Beschreibung: Pusten Sie sanft Luft nach vorne, als wollten Sie Luftbläschen (Luftblasen) vor sich wegpusten, und lassen Sie die Lippen danach locker flattern („rascheln“).
Anpassung: Nur leicht ausatmen, ohne das Lippenflattern.
Fokus: Gesicht (Mund, Wangen).
Münzen zerdrücken (Hände):
Ziel: Kräftigung der Handmuskulatur.
Beschreibung: Pressen Sie die Handflächen kräftig gegeneinander, halten Sie kurz und lösen Sie. Wiederholen Sie dies 5–6 Mal.
Anpassung: Leichter Pressdruck, wenn starkes Pressen unangenehm ist.
Fokus: Hand (Hohlhand, Handgelenke).
Autoporträt (Nacken/Rumpf):
Ziel: Mobilisierung von Nacken und Rumpf.
Beschreibung: Drehen Sie den Kopf abwechselnd nach rechts und links, während Sie so tun, als betrachte ein imaginärer Künstler Ihr Gesicht aus verschiedenen Winkeln. Halten Sie die Drehung kurz.
Anpassung: Nur leicht drehen, eventuell nur die Augen seitlich bewegen.
Fokus: Nacken, Rumpf.
Staffellauf mit Pinsel (Rumpf):
Ziel: Koordination des Oberkörpers.
Beschreibung: Beugen Sie den Oberkörper leicht nach vorn und tun Sie so, als würde ein Pinsel mit großer Geschwindigkeit über eine lange Bahn laufen: Führen Sie die Arme abwechselnd schnell vorwärts und zurück über den Tisch (oder imaginären Tisch).
Anpassung: Langsamere Armwechsel, falls die Bewegung zu schnell ist.
Fokus: Rumpf (Stabilität), Schultern.
Kalligraphie-Atem (Gesicht/Nacken):
Ziel: Beruhigung und Entspannung der Gesichtsmuskeln.
Beschreibung: Atmen Sie tief ein, als wollten Sie ein großes Herz malen, und beim langsamen Ausatmen formen Sie Ihre Lippen zu einem kleinen Kreis („O-Form“), während Sie den Kopf sanft leicht von links nach rechts drehen.
Anpassung: Nur die Lippen formen und/oder nur kleine Kopfdrehungen.
Fokus: Gesicht (Lippen), Nacken.
Thema: Sommerliche Gartenparty
Material:
Mit Hilfsmitteln: Eine kleine (leere) Wasserflasche oder -kanne (zum Gießen), leichter Ball oder Luftballon (als Dekorationsballon), evtl. ein leichter Schal oder Hut (für Bewegungsspielchen).
Ohne Hilfsmittel: Die Teilnehmenden tun so, als würde Wasser ausgießen oder Ballons hochwerfen – alle Bewegungen sind dann rein imaginär.
Anleitung: Alle sitzen bequem. Erzählen Sie von einer bunten Sommergartenparty: Blumen blühen, und die Gruppe hilft beim Gießen der Beete. Bitten Sie die Teilnehmenden, sich vorzustellen, sie hielten eine Gießkanne in der Hand oder tanzten beschwingt im Garten. Zum Beispiel: „Erhebt eure Arme – wascht die Pflanzen mit Wasser!“ Achten Sie darauf, die Übungen langsam einzuleiten und in jedem Moment an die Kondition der Einzelnen anzupassen.
Übungen:
Gießkran hebt (Schultern):
Ziel: Mobilisierung der Schultern.
Beschreibung: Nehmen Sie an, Sie heben mit beiden Händen eine Gießkanne an: Strecken Sie beide Arme über Kreuz vor sich aus, heben Sie sie leicht auf Schulterhöhe und senken Sie wieder ab, als kippten Sie Wasser aus.
Anpassung: Nur leichtes Beugen/Ellenbogenheben ohne echten Wasserkontakt.
Fokus: Schulter, Arm.
Blumen pflücken (Arme):
Ziel: Armbeweglichkeit.
Beschreibung: Heben Sie abwechselnd einen Arm nach oben und führen Sie ihn über Kopf, als pflückten Sie hohe Blumen aus dem Beet.
Anpassung: Den Arm nur schräg heben, falls ganz nach oben schwer ist.
Fokus: Arm, Schulter.
Regenschirm drehen (Rumpf):
Ziel: Mobilisierung des Oberkörpers.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie halten einen Gartenschlauch oder Regenschirm, den Sie aufrollen: Drehen Sie den Oberkörper langsam nach rechts, dann nach links (wie ein Handgriff).
Anpassung: Nur leichtes Drehen, maximal bis in den Schulterbereich.
Fokus: Rumpf (Brust/Rücken).
Ballon-Duft (Arme/Koordination):
Ziel: Koordination der Armbewegung.
Beschreibung: Halten Sie mit beiden Händen einen imaginären Ballon vor dem Gesicht. Bewegen Sie ihn dann sanft von links nach rechts, als ob er im Wind tanzt.
Anpassung: Nur die Hände etwas zur Seite bewegen.
Fokus: Arm, Schulter.
Wind in den Bäumen (Rumpf/Schultern):
Ziel: Dehnung der seitlichen Rumpfmuskeln.
Beschreibung: Strecken Sie beide Arme hoch und neigen Sie den Oberkörper abwechselnd nach links und rechts (als würden Sie sich vom Sommerwind tragen lassen). Halten Sie jede Seitenneigung kurz.
Anpassung: Arme auf Schulterhöhe, wenn Hochheben nicht mehr geht.
Fokus: Rumpf (Flanken), Schultern.
Schmetterlingstanz (Schultern/Entspannung):
Ziel: Lockerung der Schultermuskulatur.
Beschreibung: Schwingen Sie die Arme locker an den Seiten vor und zurück, als würden Schmetterlinge Ihre Arme umkreisen. Schultern kreisen lassen und die Arme auspendeln.
Anpassung: Arme nur leicht bewegen.
Fokus: Schultern, Arme.
Ball im Garten (Beine):
Ziel: Mobilisierung der Beine.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie treten einen Ball durch den Garten: Heben Sie abwechselnd das rechte und linke Bein an und schlagen Sie es leicht nach vorne, als würden Sie schießen.
Anpassung: Nur minimal Bein heben (Hacken einziehen, anheben).
Fokus: Bein, Fuß.
Beine vertreten (Beine/Füße):
Ziel: Lockerung der Waden und Fußgelenke.
Beschreibung: Strecken Sie ein Bein nach vorn aus und kreisen Sie den Fuß in der Luft. Dann wechseln Sie das Bein.
Anpassung: Ferse hin und her bewegen, falls Kreisen schwerfällt.
Fokus: Bein, Fuß.
Rosenduft atmen (Gesicht/Entspannung):
Ziel: Atemübung und Gesichtsentspannung.
Beschreibung: Atmen Sie tief ein, als nähme Ihre Nase den frischen Duft einer Rose wahr. Halten Sie kurz inne und atmen Sie dann langsam aus. Wiederholen Sie 2–3 Mal.
Anpassung: Nur zweimal atmen, wenn das Halten anstrengt.
Fokus: Gesicht, Atemwege.
Tanz über der Wiese (Rumpf/Koordination):
Ziel: Ganzkörper-Koordination.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie tanzen auf der Wiese: Bewegen Sie im Sitzen Arme und Schultern in einem leichten Rhythmus (z.B. nach vorne und zurück), als würden Sie beschwingt einen Reigen tanzen.
Anpassung: Nur Schultern bewegen, wenn Arme müde sind.
Fokus: Rumpf (Tanzhaltung), Schultern.
Thema: Karneval und Fasching
Material:
Mit Hilfsmitteln: Bunte Pappmasken oder leichte Konfettikanonen (Papier-Tonkin), Partyhüte, Luftballons oder Rasseln (für rhythmische Bewegungen).
Ohne Hilfsmittel: Alle stellen sich vor, verkleidet zu sein: Sie schneiden Grimassen, werfen Konfetti oder tanzen mit unsichtbaren Bändern.
Anleitung: Die Teilnehmenden sitzen aufrecht und hören vielleicht (leise) Karnevalsmusik. Erzählen Sie: „Heute feiern wir Karneval! Ihr seid verkleidet und es herrscht gute Laune!“ Fordern Sie Sie auf, einmal kräftig zu lachen oder freundlich in die Runde zu winken, als würden sie an einer Parade teilnehmen. Ermuntern Sie sie, mitzumachen: „Setzt eure lustigsten Gesichtsausdrücke auf!“ Weisen Sie auf verständnisvolle Hilfestellung hin: Jede Bewegung kann mit kleinen Gesten begonnen und langsam verstärkt werden, damit alle mit Freude mitmachen können.
Übungen:
Grimassen schneiden (Gesicht):
Ziel: Aktivierung der Gesichtsmuskeln.
Beschreibung: Verziehen Sie das Gesicht: Ziehen Sie die Mundwinkel weit hoch (breites Lächeln), dann weit nach unten (trauriger Mund). Heben Sie abwechselnd stark die Augenbrauen und senken Sie sie, runzeln Sie zusätzlich die Stirn.
Anpassung: Jeweils nur ein Ausdruck üben, wenn mehrere zu anstrengend sind.
Fokus: Gesicht (Mund, Wangen, Stirn).
Konfetti werfen (Arme):
Ziel: Mobilisierung der Schultern.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie werfen reichlich Konfetti in die Luft: Strecken Sie beide Arme nach oben und bewegen Sie sie dann schwungvoll nach vorne, als ließen Sie das Konfetti fallen.
Anpassung: Arme nur bis auf Schulterhöhe heben.
Fokus: Arm, Schulter.
Narrenruf (Gesicht/Nacken):
Ziel: Atemübung und Nackenmobilisation.
Beschreibung: Tun Sie so, als würden Sie laut „Helau“ oder „Alaaf“ rufen: Neigen Sie den Kopf leicht nach vorn, öffnen Sie den Mund weit und atmen Sie kräftig aus.
Anpassung: „Helau“ nur flüsternd oder die Hände vor den Mund nehmen.
Fokus: Gesicht (Mund), Nacken.
Sitzender Tanzschritt (Beine):
Ziel: Mobilisierung der Beine.
Beschreibung: Heben Sie abwechselnd das rechte und das linke Bein leicht an, als würde es sich an einer tänzerischen Schrittfolge beteiligen.
Anpassung: Beine nur anheben, ohne einzuschwingen.
Fokus: Bein.
Pinsel in der Hand (Hände):
Ziel: Feinmotorik der Hände.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie halten einen dicken Pinsel: Halten Sie die Arme vor dem Körper ausgestreckt, schließen Sie die Hände zur Faust und öffnen Sie sie wieder.
Anpassung: Nur Hand öffnen und schließen ohne Armbeteiligung.
Fokus: Hand, Unterarm.
Schulterpolka (Rumpf/Schultern):
Ziel: Lockerung von Schultern und Oberkörper.
Beschreibung: Kreisen Sie die Schultern nach hinten, dann nach vorne, als würden Sie sich im Takt einer Polka wiegen. Lassen Sie den Oberkörper leicht mitgehen.
Anpassung: Schultern nur leicht kreisen lassen.
Fokus: Schulter, Rumpf.
Frosch-Quak (Gesicht):
Ziel: Lockerung der Gesichtsmuskeln.
Beschreibung: Pressen Sie die Lippen zusammen, als wollten Sie wie ein Frosch quaken. Halten Sie kurz und lassen Sie dann die Lippen locker flattern („klappern“) für ein paar Sekunden.
Anpassung: Nur Lippenpressen, ohne dann zu flattern.
Fokus: Gesicht (Mund).
Korken knallen (Arme):
Ziel: Kräftigung der Armmuskulatur.
Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie schießen einen Sektkorken aus einer Flasche: Strecken Sie einen Arm über Kopf und führen Sie eine schnelle, vorwärtsgewandte Bewegung nach unten aus, als schwenkten Sie den Flaschenhals. Wechseln Sie dann den Arm.
Anpassung: Langsamere, kürzere Bewegung mit jedem Arm.
Fokus: Arm, Schulter.
Tanzender Spiegel (Rumpf):
Ziel: Koordination und Lockerung des Rumpfes.
Beschreibung: Tun Sie so, als würden Sie Ihren Nachbarn im Tanz spiegeln: Neigen Sie den Oberkörper abwechselnd nach rechts und links im Rhythmus der Musik, lassen Sie die Hüfte mitwippen.
Anpassung: Oberkörper nur leicht neigen.
Fokus: Rumpf, Schulter.
Lächeln & Verneinen (Gesicht):
Ziel: Entspannung und Kontrolle der Gesichtsausdrücke.
Beschreibung: Wechseln Sie zwischen einem großen Lachen (breites Öffnen des Mundes) und einem missbilligenden Stirnrunzeln. Halten Sie jeden Ausdruck für 2–3 Sekunden.
Anpassung: Nur leichtes Lächeln und Stirnrunzeln, falls anders zu anstrengend.
Fokus: Gesicht (Mund, Stirn).
Alle Übungen sind so ausgelegt, dass sie in der Gruppe leicht durchgeführt werden können. Passen Sie das Tempo und den Schwierigkeitsgrad jeweils an die Fähigkeiten der Teilnehmenden an, und achten Sie darauf, dass jeder nach eigenem Ermessen Pausen machen kann.