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Der blaue Koffer


Am ersten Januar vor genau sieben Jahren bemerkte ich leider erst in Köln, dass ich genau diesen blauen Koffer am Bahnhof in Eitorf vergessen hatte. 50 Kilometer entfernt. 

Ich ließ Judith und den neun Monate alten Jonas am Hauptbahnhof und fuhr panisch im Regionalexpress zurück nach Eitorf. In diesem blauen Koffer war nahezu alles drin. Baby-Kleidung, meine Kleidung, sämtliche Weihnachtsgeschenke …

Am Nachmittag dieses Tages hatte niemand mehr Lust auf die Weiterfahrt nach Berlin. Ich mietete uns bockig und die Kosten ignorierend im Steigenberger ein. Für sensationelle 30 Euro mehr gab es die Suite. Nahm ich.

Ein um 360 Grad drehbares TV und Toilette mit eingebauter Bidet-Funktion. Hat sich gelohnt.

Das war ein richtig guter erster Tag im Jahr 2019. Und mein Po war noch nie so sauber.

Der Koffer war zu diesem Zeitpunkt wieder bei mir. Ein Geflüchteter hatte das blaue 20-Kilo-Monster am Bahnsteig gefunden und zur Polizei geschleppt. 


Frohes neues Jahr

Euer Peter

P.S.
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Köln. 1. Januar 2019.

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💻 Peter Wittkamp

Hier noch eine kleine Bio, die ich natürlich selbst geschrieben habe, aber in der dritten Person, damit es so aussieht, als würde jemand anderes Biographien über mich schreiben. Das ist leider noch nicht der Fall.

Peter Wittkamp, Jahrgang 1981, ist erster Autor und Gagschreiber bei der heute show online. Außerdem war er jahrelang Texter und Ideengeber der mehrfach preisgekrönten Kampagne #weilwirdichlieben der Berliner Verkehrsgesellschaft BVG.  Ab und an schreibt er auch ein Buch. Zuletzt über seine Zwangsstörung mit dem Titel "Für mich soll es Neurosen regnen" (Si apre in una nuova finestra)und den Desinformator (Si apre in una nuova finestra).  

Daneben berät er Unternehmen und Agenturen, wenn sie etwas Kreatives, Humorvolles oder Digitales machen möchten. Außerdem ist er als Vortragsredner buchbar.

Er twittert regelmäßig als @diktator (Si apre in una nuova finestra), postet mittlerweile aber fast lieber auf Insta (Si apre in una nuova finestra). Sein supersüßer Sohn hält ihn fälschlicherweise für den besten Papa der Welt.

So! Und für alle, die bis hier gelesen haben und den Newsletter noch nicht abonnieren:

Ach ja, hier noch eine Übersicht über alle bisherigen Texte:

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