Der schottische Archäologiestudent Angus Flint findet auf dem Gelände der Schwestern Mary und Eve Trent den Skelettkopf einer Riesenschlange und ein altrömisches Mosaik, was auf einen heidnischen Schlangenkult hindeutet. Das passt durchaus zu den Mythen von einem weißen Wurm, die sich die Menschen in dem englischen Dorf erzählen. Lord James d’Ampton, ein Freund von Mary, Eve und Angus, stammt von dem Drachentöter ab, der den weißen Wurm laut der Legende getötet haben soll. Als die mysteriöse Sylvia Marsh ins nahe gelegene Templeton House einzieht, scheinen die uralten Geschichten wieder wahr zu werden: sie ist eine verführerische Schlangenfrau, die vor hat, mit Hilfe von Menschenopfern den Schlangengott Dionin, den weißen Wurm, zu beschwören.
Der Biss der Schlangenfrau trägt den weitaus stimmungsvolleren Originaltitel "The Lair of the White Worm" und ist ein britischer Folkhorrorfilm von Ken Russell aus dem Jahr 1988. Das Werk beruht auf dem Roman "Das Schloss der Schlange" von Bram Stoker. Nach Der Höllentrip (1980) und Gothic (1986) widmete sich der Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Ken Russell ein drittes Mal dem Horror-Genre. Der Film hatte einen großen Einfluss auf die Popmusik. Von Gothic Rock bis hin zu Heavy Metal wurde das Motiv des „Weißen Wurms“ immer wieder gerne zitiert.
Bei Amanda Donohoe als sexy Schlangenfrau kann man nur von Idealbesetzung sprechen, sie wurde nicht umsonst durch ihre Lady Sylvia Marsh zur Stilikone. Sie trägt den Film, trotz weiterer Stars, wie Sammi Davis, Peter Capaldi und Hugh Grant, durch ihr erotisches und manieristisches Spiel ganz fantastisch. Der Biss der Schlangenfrau ist dramaturgisch auf den Punkt und bietet mit den tollen Trash-Effekten, den irrwitzigen Ideen, dem ulkigen Overacting und dem herrlichen weißen Wurm beste Unterhaltung. Das ist eine wahrhaft gelungene Hommage an die alten Hammer-Horrorfilme. Ironie, Erotik und klassischer Grusel - Der Biss der Schlangenfrau hat all das zu bieten.
https://www.imdb.com/de/title/tt0095488/ (Abre numa nova janela)