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Der Märchenring (2) – Wenn Dinge verschwinden

Ich schreibe gerade an einer neuen Geschichte.

Sie heißt Der Märchenring.

Der Märchenring ist eine fortlaufende Geschichte über das, was uns prägt, begleitet und manchmal auch wieder verlässt.
Über die Frage, ob wir bereit sind, bestimmten Erfahrungen in unserem Leben Bedeutung zu geben.

Ich nahm den Märchenring mit in die Elbphilharmonie und erhielt das Kompliment einer Freundin – er war gar nicht zu mächtig für den Alltag.

Und so führte ich ihn weiter aus, immer dann, wenn ich ein bisschen Unterstützung brauchte. Bis ich eines Tages in Tränen stand vor schlechtem Gewissen.

Ich hatte den Ring verloren, war untröstlich. Normalerweise suche ich nichts, was ich verliere. Ich warte ab, bis der Gegenstand wieder auftaucht und mich findet. Meistens, so mein Aberglaube, ist das der Fall, wenn ich den Verlust akzeptiere, wirklich loslasse und damit leben kann. Das versuchte ich auch beim Märchenring und schaffte es eine Weile. Doch dann begann ich zum Auto zu laufen und den Boden mit Taschenlampe abzusuchen, einmal, zweimal. Lag er in der Bäckerei in der Nähe des Dorfes mit Gänsen auf smaragdgrünen Wiesen, wo ich plötzlich Zahnschmerzen bekam und in eine Apotheke lief?

Tópico Premiere

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