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Familienmahlzeiten planen – damit der Tisch zum lebendigen Mittelpunkt wird

Gemeinsame Mahlzeiten sind Lebensqualität – werden aber immer mehr zum Luxus. Das muss nicht so sein. Mit ein paar einfachen Strukturen und familienerprobten Ideen wird aus dem täglichen „Was essen wir heute?" ein entspannter Rhythmus, der die ganze Familie zusammenhält.

Ein Tisch mit leerem Teller, Besteck und der Frage: "Und was essen wir heute?"

Es ist nicht das Essen, das eine Mahlzeit zur Mahlzeit macht. Sondern das, was um das Essen herum passiert.

Im Hause Martin Luthers war der Esstisch der Mittelpunkt des Familienlebens. (Abre numa nova janela) Dort wurde nicht nur Nahrung aufgenommen, sondern geredet, gestritten, gelacht und gelehrt. Die Gespräche, die dort stattfanden, wurden von Luthers Studenten mitgeschrieben und sind bis heute als Tischreden erhalten. Es war ein Tisch, an dem Geschichte geschrieben wurde.

Thomas Mann wusste, was auf dem Spiel steht, wenn dieser Ort verloren geht. In seinem Roman Buddenbrooks – der Geschichte vom Aufstieg und Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie – spiegelt sich der Zustand der Familie nirgends so deutlich wie in ihren Mahlzeiten. Zu Beginn des Romans, als die Familie noch geeint ist, klingt das so:

“Die Kerzen brannten langsam, langsam hinunter [...] Man saß auf hochlehnigen, schweren Stühlen, speiste mit schwerem Silbergerät schwere, gute Sachen, trank schwere, gute Weine dazu und sagte seine Meinung.”

Zum Ende hin, als die Familie auseinanderfällt, ist davon nichts mehr übrig:

“Und immer in einem trägen, wegwerfenden und skeptisch fahrlässigen Ton, gleichgültig und schwer gesinnt vom Essen, vom Trinken und vom Regen, sprach man von Geschäften, […] aber auch dies Thema belebte niemanden.”

Die Wissenschaft nennt diese verbindenden Mahlzeiten Kommensalität (lateinisch: cum = mit, mensa = Tisch). Es geht nicht nur darum, gemeinsam zu essen. Es geht darum, durch das gemeinsame Essen Zugehörigkeit auszudrücken, Geborgenheit und ausgewogene Strukturen zu erleben und am Leben der anderen teilzuhaben. Das RKI bestätigt in den EsKiMo-Studien, dass gemeinsame Familienmahlzeiten die familiäre Kommunikation fördern, Ernährungsgewohnheiten prägen und gesunde Lebensweisen fördern.

Gleichzeitig benennt das RKI, was viele Familien täglich spüren: Zeitmangel, die vielen Alltagsanforderungen und veränderte Familienstrukturen machen gemeinsame Mahlzeiten zunehmend schwerer.

Leckeres Essen in froher Gemeinschaft ist Lebensqualität, wird aber leider immer mehr zum Luxus.

Wie kann man also gemeinsame Mahlzeiten in seiner Familie etablieren und organisieren, ohne sich dabei aufzureiben?

Das Gute ist: Niemand muss das Rad neu erfinden. Es gibt zahlreiche Erfahrungen, die helfen, einen guten Rhythmus und Strukturen zu finden, die den Alltag rund ums Kochen spürbar erleichtern.

In diesem Artikel findest du fundierte, familienerprobte Wege, Familienmahlzeiten so zu planen, dass der Aufwand deutlich sinkt:

  • 241 Rezeptideen auf einen Blick

  • Wochenpläne zum Download

  • Praktische Tipps zur Planung und zum Einkauf

Mit diesen Inspirationen kann die Mahlzeit wieder das werden, was sie bei den Luthers war: der Mittelpunkt eines lebendigen Familienlebens.

Tópico Hilfreiche Routinen

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