Saltar para o conteúdo principal

Guten Morgen aus der akustischen Dachkammer.

Das Klimagerät sorgt mit bemerkenswerter Hingabe für eine kleine Kakophonie, die Unterkunft unterm Dach wiederum liefert die meteorologische Legitimation für dessen Existenz. Draußen insistieren die Vögel auf ihrem Morgenkonzert, während drinnen der Kaffee mit jenem vertrauten Blubbern aus der Filtermaschine steigt, das für mich längst zur persönlichen Ouvertüre des Tages geworden ist.

Hörlibert und Hörmine haben heute bereits Frühschicht. Nicht nur der Kaffee wird gefiltert – auch mein Gehirn versucht mit erheblichem Arbeitseifer, Wichtiges von Unwichtigem zu separieren. Schönes von Entbehrlichem. Relevantes von jenem akustischen Beiwerk, das zwar existiert, aber durchaus ohne mein aktives Interesse weiterleben darf.

Mein Sport an heißen Tagen ist deshalb kein Joggen und kein Pilates. Es ist das Hören. Und das Wiesel springt dabei hochkonzentriert von Geräusch zu Geräusch, untersucht jedes Rascheln, jedes Summen, jedes Zwitschern und versucht, die vielen Facetten dieser Klanglandschaft voneinander zu unterscheiden.

Denn nur wer weiß, was er hört, kann lernen, es zu ignorieren.

Dies soll nun ausdrücklich kein Aufruf sein, künftig den Mann, die Frau oder gar die Kinder auszublenden. Obwohl das Wiesel kurz anmerkte, diese Technik könne im familiären Kontext unter Umständen durchaus eine gewisse Attraktivität entfalten. Wir haben diesen Gedanken jedoch aus Gründen des häuslichen Friedens wieder verworfen.

Nun übe ich mich zunächst weiter im Kaffeetrinken – eine Disziplin, die ich inzwischen beinahe meisterlich beherrsche. Danach geht es weiter ins Hören, Filtern, Sortieren und Verstehen.

Bleibt's xund. Eure Frau Kruemelkuchen.

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Frau_Kruemelkuchen, Diana - hört! Oder doch nicht? - e comece a conversa.
Torne-se membro