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Triageabteilung mit Bonusprogramm – Kolumne aus dem Wartezimmer

Man braucht in der Notaufnahme heute nicht nur eine Powerbank fürs Handy, sondern am besten gleich eine fürs eigene Nervenkostüm. Wer hier landet, weiß: Ohne geladenes Smartphone keine Kommunikation, ohne Wasserflasche kein Überleben, und ohne belegte Semmel droht man schon vor der ersten Blutabnahme zu kollabieren. Soweit die Theorie.

Die Praxis: Kaum hatte mein Hinterteil Bekanntschaft mit dem Wartebereichsstuhl gemacht, wurde ich auch schon aufgerufen. Mein sorgsam gepacktes Survival-Paket – Nüsse Snacks, literweise Geduld – blieb unangetastet. Das Wiesel in mir jubelte: Warten ist schließlich sein Endgegner.

Die Triage läuft ab wie der Check-in beim Billigflieger: Nummer ziehen, abtreten, weitergeschoben. Eleganz? Fehlanzeige. Aber immerhin: Die Schwester bei der Aufnahme hat Humor. „Mei, die beste Krankheit taugt nix, gell. Lassens erna ned unterkriang.“ Ein Satz wie ein Rabattcode fürs Leben. Man möchte fast fragen, ob es auch Treuepunkte gibt.

Ich werde gebeten wieder im Wartebereich Platz zu nehmen. Was ich pflichtbewusst auch mache - und während ich so über die vergangenen Stunden so sinnieren, was mich hierhergeführt hat - ruft mich eine Schwester und schon geht es weiter. Der Gedanke war angebrochen, wie die Nüsse und das Wiesel feiert diese Effizienz.

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