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Meine lieben Steady-Leserinnen und -Leser,

dies hier ist kein offizieller Jahresrückblick, kein fein säuberlich sortiertes Résumé meiner Veröffentlichungen. Es ist etwas Unordentlicheres. Wahrhaftigeres. Ein Dank, der nicht geschniegelt daherkommt, sondern mit offenen Händen.

Dieses Jahr habe ich viel geschrieben. Gedanken, die sich sperrig anfühlten. Texte, die erst widerständig waren, dann drängten. Stücke voller Zweifel, Schärfe, Zärtlichkeit, Müdigkeit, Wut, Hoffnung. Essays, Miniaturen, Satiren (oh die lieb ich am Meisten), stille Beobachtungen und laute innere Monologe. Nicht alles war gefällig. Nicht alles bequem. Einiges war vermutlich – nun ja – Grütze. Meine Grütze.

Und ihr habt sie gelesen.

Ihr wart da. Still oder kommentierend, zustimmend oder nachdenklich, abonnierend, unterstützend, tragend. Ihr habt mir mit eurer Anwesenheit etwas geschenkt, das man nicht kaufen kann: Resonanz. Und damit Sinn.

Neulich sagte jemand zu mir – als ich zögerlich auf dem Wort Autorin insistierte, weil ich kein Buch vorweisen kann:

„Du schreibst. Du veröffentlichst. Du bist brillant. Und du hast Stil. Du bist eine Autorin.“

Dieser Satz hat sich leise in mir eingenistet. Aber er wäre hohl geblieben, wäre da nicht eure Leserschaft. Denn was wäre eine Autorin ohne Menschen, die lesen? Ohne Augen, die verweilen. Ohne Gedanken, die sich berühren lassen. Ohne euch?

Darum danke ich euch. Für eure Zeit – die kostbarste Währung überhaupt. Für eure Unterstützung. Für euer Bleiben. Für das stille Mitgehen durch Texte, die nicht immer leicht waren, aber ehrlich gemeint.

Ich hoffe, ich enttäusche euch nicht. Und ich hoffe noch mehr, dass ihr bei mir bleibt – nicht aus Gewohnheit, sondern aus Neugier.

Und nun, zum Schluss, ein Weihnachtsgedanke:

Vielleicht ist Schreiben ein bisschen wie ein Licht in einem Fenster an einem Winterabend. Kein grelles Strahlen, kein Leuchtturm. Eher ein warmes, leicht flackerndes Licht, das sagt: Hier ist jemand. Komm näher, wenn du magst.

Ihr seid stehen geblieben. Manche von euch schon lange. Andere erst seit kurzem. Aber ihr habt hingesehen. Und das ist mehr, als ich je erwarten durfte.

Ich wünsche euch eine Weihnachtszeit mit Ruhe zwischen den Worten, Wärme zwischen den Tagen und Momenten, die nicht laut sein müssen, um bedeutsam zu sein.

Danke, dass ihr hier seid.

Danke, dass ihr lest.

Danke, dass ihr meine Grütze mit mir teilt.

Von Herzen.

Bleibt's xund, Eure Frau Kruemelkuchen

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