»Ich möchte, dass KIs für mich arbeiten, um die Entscheidungen zu treffen, die ich treffen möchte. Ich will keine KI, die versucht, mir etwas zu verkaufen.« Tim Berners‑Lee, Erfinder des World Wide Web. Genauso sehen wir das auch.
Wir haben Big-Tech-Social-Media hinter uns gelassen, nun geht es um KI. Gar nicht so einfach, sie ethisch einzusetzen, wo sie sich doch nach und nach in alle Lebensbereiche hineinschleicht. Ein Knüppel der geflogen kam, war der aktuelle Ruf nach Altersbegrenzungen für Social Media. Warum, fragen wir uns, sind nicht die Anbieter dafür verantwortlich, dass ihre Inhalte nicht schädlich für uns sind? Sie keine Algorithmen und KI einsetzen, um unser Verhalten zu überwachen und zu beeinflussen?
Übrigens , ein “kleiner” Serious Fact:
»Der Wasserverbrauch beim Training von GPT 4 wird auf 6,4 Milliarden Liter geschätzt (das entspricht dem Jahresverbrauch einer deutschen Stadt mit 137 000 Menschen, und zwar nur die Haushalte).« Rainer Mühlhoff, Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück

Wie nutzt du Künstliche Intelligenz? Wie persönlich sind Deine Chatbot-Gespräche? Spielt es eine Rolle für dich, was mit deinen Anfragen passiert? Was du preisgibst? Und wer entscheidet, welche Antworten du bekommst?
Wir wollen jetzt ganz neue Wege gehen. KI ja, aber … Das erste Experiment ist lokale KI (siehe Beitrag unten), dann die Suche und Nutzung ethisch ausgerichteter Angebote. Und wir wollen unsere eigenen Spielregeln für unsere Arbeit festlegen.
Unsere Spielregeln für ethische KI
Auch wenn es nicht gerade einfach ist, sie durchzuhalten, möchten wir uns selbst ein paar Spielregeln für den ethischen Umgang mit KI geben. Hart, weil wir auf viele praktische Tools verzichten müssen, aber nötig. Denn ihre Auswirkungen auf Mensch, Gemeinschaft und Gesellschaft werden immer stärker. Der Streik der Synchronsprecherinnen und -sprecher gegen Netflix, dass ihre Stimme für KI-Trainings nutzen will, macht gerade die Runde. Hier geht es zur Petition Schützt die Kunst vor KI #DeineStimmeFürEchteStimmen (Abre numa nova janela).
Unsere 7 Spielregeln für ethische KI. Vielleicht auch für Dich?
Keine Kompromisse bei unseren Werten: Wir nutzen nur KI, die fünf Mindeststandards erfüllt — Datenminimierung, Transparenz, menschliche Kontrolle, Schutz vulnerabler Gruppen und kein engagement‑basiertes Sucht‑Design.
Eigenverantwortung: KI bleibt unsere Assistenz; Textproduktion, finale redaktionelle Entscheidungen, Verantwortung und Korrekturen liegen stets bei uns.
Datenhoheit: Daten verarbeiten wir nur mit ausdrücklicher, zweckgebundener Zustimmung; wo möglich erfolgt die Verarbeitung lokal oder bei ethischen Anbietern und auf vertrauenswürdigen, datenschutzkonformen Servern.
Verzichten, wo möglich: Wir bevorzugen menschliche Lösungen und verzichten auf KI‑Einsatz, wenn der Nutzen gering, die Risiken unklar und Alternativen möglich sind.
Kinderschutz zuerst: Kein personalisiertes Profiling und keine gezielte Ansprache von Minderjährigen; Standard‑Einstellungen sind maximal restriktiv.
Transparenzpflicht: Wir kommunizieren offen, wann und wie wir KI einsetzen — in jedem Projekt kurz dokumentiert und für Betroffene nachvollziehbar.
Auswahl mit Rechenschaft: Wir fordern von Anbietern Angaben zu Herkunft, Finanzierung und Trainingsdaten; wir wählen nur Werkzeuge mit glaubwürdigen Antworten oder sichtbar nachvollziehbaren Quellen. Und wir veröffentlichen für euch eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse.
Was hältst du davon. Hast du bessere Ideen? Geht dir das zu weit oder nicht weit genug? Wir freuen uns auf dein Feedback.
Rebellische Grüße,
Marek
P.S. Neuerdings experimentieren wir mit Audio-Versionen unserer Beiträge. Hör dir doch mal unsere Artikel an, wenn du magst und gib uns Bescheid, wie dir das gefällt.
Ethische KI – aber wie?
(Abre numa nova janela)Wir beide stehen gerade vor der Frage, wie wir KI ethisch nutzen können – beruflich und privat. Der Streik der Synchronsprecherinnen und -sprecher gegen Netflix, die ihre Stimmen nicht an KI-Trainings und Stimmklone verlieren wollen, zeigt: Diese Frage ist existenziell – aber es gibt Alternativen, und die sind echt rebellisch. (Mit Audio-Version)
Ethische KI: menschlich bleiben im digitalen Zeitalter
(Abre numa nova janela)Künstliche Intelligenz erobert unseren Alltag. Wie wir mit Haltung, ethische KI fördern und drei einfachen Regeln unsere Menschlichkeit bewahren.
Der Digital Independence Day oder auch DID
(Abre numa nova janela)Die „entspannte Rebellion“ verspricht der Digital Independence Day – kurz auch DID genannt. Jeden ersten Sonntag im Monat kannst du gelassen und locker von einem Big-Tech-Monopol zu einer demokratiefreundlichen Alternative wechseln. Das Team des Digital Independence Day hilft dir dabei!
Kostenfreie Projekt-Sprechstunde!
(Abre numa nova janela)Hast du eine Idee für ein Projekt des öko-sozialen Wandels? Oder steckst du schon mitten in der Umsetzung, aber irgendwie fest? Komm zu dieser offenen Sprechstunde am 9. März 2026 und stell deine Fragen. Gemeinsam schauen wir, ob dir die regenerative Projekt-Methodik Dragon Dreaming weiterhelfen kann.
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