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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Ex-Chef Weißmann muss ORF verlassen
🔸 70 Euro für Müll, der auf der Straße landet

🔸 Die E-Card gibt es ab jetzt auch fürs Handy

Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Weißmann muss ORF verlassen

Vor rund vier Wochen ist ORF-Chef Roland Weißmann völlig überraschend zurückgetreten. Der Grund: Eine Mitarbeiterin hatte ihm vorgeworfen, sie im Jahr 2022 sexuell belästigt zu haben. Weißmann hat das bestritten. Er ist trotzdem zurückgetreten. Seitdem leitet Ingrid Thurnher den ORF vorläufig.

Vorwurf nicht bestätigt. Thurnher hat die Vorwürfe nun von einer internen Stelle des ORF prüfen lassen. Das Ergebnis der Untersuchung: Eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn liege nicht vor, sagt Thurnher.

Trotzdem beendet der ORF das Dienst-Verhältnis mit Weißmann Es gebe den Anschein, dass sich Weißmann unangemessen verhalten habe, heißt es dazu vom ORF. Thurnher sagt dazu: Ein ORF-Chef muss sich nicht nur an die Gesetze halten. Sein Verhalten muss immer korrekt und vorbildlich sein. Schon der Eindruck, dass etwas nicht in Ordnung ist, reicht aus, um das Dienst-Verhältnis mit ihm zu beenden.

Weißmann klagt. Der Anwalt von Weißmann hat nun angekündigt, den ORF zu klagen. Er fordert das Gehalt, das Weißmann bis Ende 2026 noch bekommen hätte. Weißmann verdiente als ORF-Chef 427.500 Euro pro Jahr. Sein Anwalt geht davon aus, dass Weißmann für die nächsten fünf Jahren wieder als ORF-Chef gewählt worden wäre. Daher will er auch das Gehalt für diese fünf Jahre einklagen.

Ruf-Schädigung. Zusätzlich klagt der Anwalt auch wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung. Dieser Vorwurf wurde öffentlich bekannt gemacht. Das habe dem Ruf von Weißmann sehr geschadet, obwohl er bis jetzt rechtlich nicht bestätigt ist.

Auch die Frau, die den Vorwurf erhoben hat, hat sich gemeldet. Ihr Anwalt sagt: Sie sei erleichtert, dass Weißmann entlassen wird. Der Fall wird jetzt noch vor Gericht verhandelt.

70 Euro für eine weggeworfene Zigarette

Wer in Wien eine Dose oder eine Zigarette auf die Straße wirft oder eine Verpackung einfach liegen lässt, zahlt ab sofort 70 Euro Strafe, wenn er dabei erwischt wird. Bis jetzt waren es 50 Euro. Die Preise für alles sind in den letzten Jahren gestiegen. Deshalb hat die Stadt Wien auch die Strafen erhöht.

Das Bild zeigt einen Zigarettenstummel, der auf dem Boden liegt.
Höhere Strafen: Wer seinen Zigaretten-Stummel auf den Boden wirft und dabei erwischt wird, muss in Wien ab sofort 70 Euro zahlen. Foto: iStock/sisen

Sperr-Müll. Noch teurer wird es, wenn jemand Sperr-Müll illegal entsorgt. Zum Sperr-Müll gehören große Gegenstände, die nicht in den normalen Mülleimer passen, zum Beispiel alte Möbel, Matratzen oder Elektro-Geräte.

Wer Sperr-Müll einfach auf der Straße oder im Park ablegt, riskiert eine Anzeige und eine Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro.
Für Sperr-Müll gibt es in Wien eigene Abgabe-Stellen, die sogenannten Mistplätze. Mehr Informationen dazu findest du hier: https://www.wien.gv.at/umwelt/sperrmuell-muelltrennung (Abre numa nova janela)

Müll-Wächter. Seit 2008 sind in Wien die sogenannten Waste Watcher unterwegs. Das sind Mitarbeiter:innen der Stadt, die täglich durch die Straßen gehen und kontrollieren, ob sich alle an die Regeln halten. Wer beim Wegwerfen von Müll erwischt wird, bekommt sofort eine Strafe. Das Geld aus den Strafen verwendet die Stadt Wien, um die Stadt sauber zu halten.

Ein Problem in ganz Österreich. Das Wegwerfen von Müll ist aber nicht nur in Wien ein Thema. Am häufigsten landen Zigaretten-Stummel auf der Straße. Laut Umweltbundesamt werden in Österreich fast 3 Milliarden Zigaretten-Stummel pro Jahr weggeworfen. Auch Sackerl, Folien und Getränke-Becher liegen oft auf der Straße oder in der Natur.

In ganz Österreich werden pro Jahr rund 15.000 Tonnen Müll mit der Hand eingesammelt. Das kostet die Städte und Gemeinden rund 200 Millionen Euro pro Jahr.

Sammel-Stellen für Sperr-Müll gibt es in fast allen Gemeinden. Informationen dazu bekommst du am Gemeindeamt.

E-Card gibt es jetzt auch fürs Handy

Bankomat-Karten, Fahrkarten, Mitglieds-Karten: Inzwischen kann man schon viele Karten am Handy speichern. Ab jetzt geht das auch mit der E-Card.

Das Bild zeigt eine Person, die in einer Apotheke ihr Handy an ein Lese-Gerät hält.
Auf der digitalen E-Card werden keine Gesundheits-Daten gespeichert. Sie dient nur dazu, sich in der Arzt-Praxis oder in der Apotheke auszuweisen. Foto: iStock/ZeynepKaya

Was brauchst du dafür?

  • eine gültige E-Card

  • die App einer Sozial-Versicherung, zum Beispiel „Meine SV“ oder „Meine ÖGK“

  • ein Handy, mit dem du kontaktlos zahlen kannst

  • eine ID Austria (Was die ID Austria ist, erfährst du am Ende des Artikels.)

So richtest du die E-Card am Handy ein. Lade die App deiner Sozial-Versicherung herunter, melde dich mit der ID Austria an und füge dort die E-Card hinzu. In der Arzt-Praxis oder in der Apotheke hältst du dann einfach das Handy ans Lese-Gerät.
Die E-Card funktioniert nur, wenn das Handy entsperrt ist.

Was derzeit noch nicht geht. Im Moment funktioniert die digitale E-Card nur für die eigene Person. Für Kinder oder pflege-bedürftige Angehörige kann man sie noch nicht am eigenen Handy speichern. Aber daran wird gearbeitet.

Schutz der Daten. Auf der digitalen E-Card sind keine Gesundheits-Daten gespeichert. Sie zeigt also nicht, welche Behandlungen du hattest oder welche Medikamente du bekommst.
Mehr Informationen zur digitalen E-Card gibt es hier (Abre numa nova janela).

Was ist die ID Austria?

Die ID Austria ist ein digitaler Ausweis für Österreich. Mit ihr kannst du dich online sicher anmelden, zum Beispiel bei Behörden. Sie ist ab 14 Jahren möglich. Auch Menschen ohne österreichische Staats-Bürgerschaft können sie beantragen, wenn sie in Österreich wohnen, arbeiten oder studieren.

Für die Registrierung musst du persönlich zu einer Behörde gehen und deinen Ausweis mitbringen. Ohne österreichische Staats-Bürgerschaft kannst du dich bei der Landespolizei-Direktion oder beim Finanz-Amt für die ID Austria anmelden.

Mehr Informationen zur ID Austria gibt es hier (Abre numa nova janela).

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
16. April 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“