Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Heute geht’s für Österreich um alles. Nein, es geht noch nicht um die Fußball-WM, die erst kommende Woche am Donnerstag startet, sondern um den UNO-Sicherheitsrat. Das ist eines der wichtigsten internationalen Gremien. In ihm werden wichtige globale sicherheitspolitische Beschlüsse wie Sanktionen oder UN-Missionen gefasst, die für die Länder der UN bindend sind. Ein Veto-Recht verhindert jedoch so manchen vielleicht notwendigen Beschluss.
Neben den ständigen Mitgliedern USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich gibt es auch nichtständige Mitglieder aus der ganzen Welt, die abwechselnd nach Region jedes Jahr für jeweils zwei Jahre neu vergeben werden. Zwei der Sitze von Westeuropa werden dieses Jahr neu vergeben. Österreich hat sich neben Deutschland und Portugal darauf beworben. Am Nachmittag wird gewählt, Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat sich die letzten Monate intensiv darum bemüht, die Staatengemeinschaft davon zu überzeugen, dass das kleine Österreich einen Platz am Tisch verdient hat. Ob das Früchte getragen hat, wird sich zeigen. Einen guten Frage-Antwort-Überblick liefert der Standard (Abre numa nova janela).

Außerdem geht es heute um das Ende des Ott-Prozesses, neue Asylregeln in Österreich und die Abschaffung von Zöllen auf US-Produkte durch die EU.

Heftige Angriffe von Iran und USA in Golf-Region
Der Iran und die USA haben sich in der Nacht auf heute trotz Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Zuerst hatte die US-Armee einen Tanker vor einer iranischen Insel angegriffen und „außer Gefecht gesetzt“. Dann meldete der Golfstaat Kuwait iranische Angriffe mit Drohnen und ballistischen Raketen. Dabei kam es laut den Behörden in Kuwait beim Terminal 1 des internationalen Flughafens in Kuwait zu schweren Schäden und verletzten Zivilist*innen. Die Flüge für heute wurden komplett ausgesetzt. In Kuwait sind wichtige Stützpunkte des US-Militärs. Die USA sollen in der Nacht dann auch eine Bodenkontrollstation des iranischen Militärs angegriffen haben, die iranischen Revolutionsgarden, im Gegenzug das Hauptquartier der fünften US-Flotte und ein Frachtschiff.
All das passiert trotz aufrechter Waffenruhe und laufender Gespräche, wobei es aus dem Iran heißt, die Verhandlungen seien ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump widerspricht und stellt die nächste Woche als Zeitfenster für eine mögliche Einigung in Aussicht – wieder einmal. Unterdessen schwinden die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende und eine Entspannung am Energiemarkt weiter.

Staatsanwaltschaft Wels stellt Ermittlungen nach „Ausländer Raus“-Gesängen ein
Für die Staatsanwaltschaft Wels erfüllt das Singen der Slogans „Deutschland den Deutschen, Ausländer Raus“ zur Melodie von Gigi D’Agostinos „L'amour toujours“ nicht den Tatbestand der Verhetzung. In einer Aussendung zur Einstellung eines Verfahrens gegen vier Personen, die das letzten November in einem Lokal in Gosau so gesungen hatten, heißt es: Es werde dadurch „weder zu Gewalt aufgerufen noch zu Hass aufgestachelt oder eine geschützte Personengruppe in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft.“ Bei den Personen soll es sich um Teilnehmende einer Veranstaltung der Freiheitlichen Jugend handeln, berichtet etwa der Standard (Abre numa nova janela). Bewegungen, die auf einem zum Vorfall kursierenden Video als Hitlergrüße gedeutet werden können, stellen für die Staatsanwaltschaft im Gesamtkontext „bloße Tanzbewegungen" dar. Der Verdacht einer Wiederbetätigung habe sich auch nicht erhärtet.
Wie die Plattform „Stoppt die Rechten“ auf Bluesky (Abre numa nova janela) schreibt, habe das Landesgericht Leoben vor ein paar Monaten einen Mann wegen Verhetzung verurteilt, der lediglich ein Video mit den gleichen Gesängen auf Facebook geteilt habe. In Linz steht die Beurteilung eines ähnlichen Falls noch aus. Die Ermittlungen des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) laufen, nachdem bei einem Mensafest der Johannes Kepler Universität die ausländerfeindlichen Gesänge angestimmt wurden.
Immer wieder kommt es zuletzt in Österreich zu offen rassistischen oder NS-verherrlichenden Vorfällen. Erst vor ein paar Tagen berichtete die Krone (Abre numa nova janela), dass ein Mann in Bad Goisern aus seinem Fenster neben der Bundesstraße eine Hakenkreuzfahne aufgehängt hat. Nach NS-Schmierereien auf Hauswänden (Abre numa nova janela) und Autos gibt es im Flachgau jetzt Ermittlungen gegen drei Verdächtige.

El Niño kommt zurück
Alle zwei bis sieben Jahre sorgt El Niño für Hitze, Starkregen und andere extreme Wetterlagen. Dabei erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik und das hat weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge. Zwar tritt das Wetterphänomen natürlich auf und ist keine Folge des menschengemachten Klimawandels, allerdings führt dieser dazu, dass sich die damit verbundenen Extremwetterereignisse verstärken – zum Beispiel fallen Dürren extremer aus und bedrohen so die Ernährungssicherheit in vielen Regionen, wie die Welthungerhilfe (Abre numa nova janela) erklärt.
Für die Monate Juni bis August warnt die Weltwetterorganisation (WMO) (Abre numa nova janela) nun erneut vor überdurchschnittlichen Temperaturen in den meisten Teilen der Welt. Die UN-Behörde geht laut ntv (Abre numa nova janela) davon aus, dass es zu einem moderaten bis starken El-Niño-Ereignis kommen könnte, das bis November anhalten dürfte. Nach Angaben der WMO könnte 2027 zum heißesten Jahr aller Zeiten werden, heißt es beim RND (Abre numa nova janela). Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Jahre 2026 bis 2030 eine noch höhere globale Durchschnittstemperatur aufweist als 2024, bei 86 Prozent. El-Niño werde „Öl ins Feuer einer sich erwärmenden Welt gießen“, warnte UN-Generalsekretär António Guterres gestern in einer Videobotschaft (Abre numa nova janela). Die einzig wirksame Antwort darauf seien angemessene Klimaschutzmaßnahmen, der Schutz aller am stärksten gefährdeten Menschen sowie die Einrichtung von Frühwarnsystemen. (Luzia Geier)

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Und täglich grüßt der ORF
Der ORF-Wahlkampf spitzt sich zu. Nächste Woche treffen sich die 35 Mitglieder, um das höchste Amt, die ORF-Generaldirektion, zu besetzen. Der oder die neue Generaldirektorin besetzt dann wiederum die neuen wichtigen Direktoriumsposten. Profil-Chefredakteurin Anna Thalhammer liefert im heutigen Newsletter einen spitzen Einblick in das rege politische Ringen um die Posten und die männlich geprägten Machtstrukturen in Österreichs größtem Medienhaus.
https://www.profil.at/dasfruehstueck/orf-lederer-pig-totzauer-freimaurer-generaldirektor-wahl-direktoren/403165466 (Abre numa nova janela)
Liebe Frauen, behaltet euren Nachnamen!
Die meisten Frauen nehmen bei der Hochzeit den Namen ihres Ehemannes an. Ist die Familie, die man wird, wichtiger als die, die man ist?
https://krautreporter.de/geschlecht-und-gerechtigkeit/6367-liebe-frauen-behaltet-euren-nachnamen?shared=167f2337-e7e9-42f2-9308-d249f3f0d6be&utm_campaign=mailchimp-campaign-1271&utm_medium=editorial&utm_source=mailchimp.com&utm_source=Krautreporter+Newsletter&utm_campaign=c960294e98-return-hubs-nehmen-weitere-hurde-2026-06-03&utm_medium=email&utm_term=0_9ed711293a-c960294e98-220119791#lesen (Abre numa nova janela)
Wie Epstein in Europa auf „Jagd“ nach Models ging
Viel wurde im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Files über die Täter und ihre Machenschaften gesprochen. Dabei ging die Perspektive der Opfer des verurteilten Sexualstraftäters und seiner Gefährten medial oft unter. Gemeinsame Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zeigen erstmals, wie gezielt das Netzwerk von Epstein junge Models ins Visier genommen hat. Bis zu 1.000 Betroffene soll es weltweit geben. Das Reporter*innenteam konnte 19 betroffene Frauen in Europa identifizieren und hat mit ihnen für diese Doku gesprochen.
https://www.ardmediathek.de/film/sendereihenseite-ard/Y3JpZDovL25kci5kZS80ODc4IHByb3BsYW5fMTk2Mzg1OTc0 (Abre numa nova janela)Wünscht morgen einen schönen Feiertag:
Emil

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