Saltar para o conteúdo principal

That’s why you need a designer

In diesem Blogartikel, den ich für die Blogparade #kAIneEntwertung aktualisiert habe, setze ich mich mit dem Thema KI und ihren Folgen aus Sicht einer Grafikdesignerin und Illustratorin auseinander. Die Blogparade (Abre numa nova janela)wurde von Dr. Anika Limburg und Joscha Falck gestartet und ruft zum gemeinsamen Nachdenken über menschliche Leistung und KI auf.

Nachtrag (26.09.2025): KI sorgt bereits für einige Neuerungen und Veränderungen im Kreativbereich. Mit Hilfe von KI können Grafikdesigner:innen, ihre Arbeitsprozesse beschleunigen wie z.B. bei der Erstellung von Bildmontagen. Stundenlange Bildrecherchen in Stockbilddatenbanken sind jetzt nicht mehr unbedingt nötig. Das kann im Agenturalltag durchaus nützlich sein. Doch kann KI auch designen? Für den Fall, dass man unter Design ein bloßes Aufhübschen versteht: naja. Vermutlich beginnt hier die Entwertung der Leistung von Designer:innen, denn vielen scheint gar nicht bewusst zu sein, worin deren Leistung besteht. Das war schon vor der Verbreitung von KI-Tools problematisch und kommt nun noch stärker zum Ausdruck. Design begegnet uns jeden Tag und erscheint dadurch so banal und selbstverständlich, dass der Schritt zur Entwertung dieser Leistung nicht weit weg liegt. Doch mit dieser Alltäglichkeit geht auch eine große Verantwortung einher, denn Designer:innen sorgen nicht nur dafür, uns Informationen zu veranschaulichen, sie können auch Bedürfnisse in uns wecken. Es ist daher wichtig den gesellschaftlichen Wert von Design zu verstehen, bevor man diese Verantwortung jemandem überträgt. Ebenso wenig offensichtlich, scheint die Leistung der KI, bzw. der ihrer Entwickler:innen zu sein, denn wie viele Kreative braucht eine KI um ein Bild zu generieren? Auf diese Frage liefert mein Blogartikel keine Antwort, dafür aber darauf warum wir Designer:innen brauchen.

Auge schaut zur Seite.
Gestalter:innen wissen genau, wohin unsere Aufmerksamkeit gelenkt wird.

Ursprünglicher Blogartikel (18.08.2025): Mit KI, Stock-Material und Templates ist es heute so einfach wie noch nie ansprechende Designs zu erstellen, bzw. erstellen zu lassen. Einfach einen Prompt eingeben und fertig ist das Logo oder das Buchcover Design. Damit einher geht das befriedigende Gefühl selbst etwas kreiert zu haben, dabei hat man den eigentlichen Kreationsprozess komplett übersprungen. Der Prompt, den man einer KI gibt, ist wie das Briefing für eine:n Designer:in und ein Design-Template, wie eine Anleitung für den Aufbau eines Möbelstücks. In beiden Fällen designed man nicht, sondern man bedient sich an Arbeiten, die Designer:innen, Illustrator:innen oder Künstler:innen kreiert haben. Im Fall von KI wissen die Kreativen weder davon, dass ihre Werke verwendet werden, noch werden sie für diese bezahlt.

Was machen Designer:innen?

Design ist so alltäglich, dass schnell verkannt wird, welche Prozesse z.B. ein Kugelschreiber oder eine Schokoladenverpackung durchlaufen haben müssen, um so auszusehen, wie sie aussehen und dass deren jeweiliges Design maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sie ausgerechnet bei uns gelandet sind. Als Designer:in verschönert man nicht einfach. Das Design richtet sich nach den Ansprüchen, die an es gestellt werden, von dem jeweiligen Unternehmen und der Zielgruppe. Es bezieht sowohl kulturelle als auch wahrnehmungspsychologische Faktoren mit ein und berücksichtigt gleichzeitig aktuelle Trends. Selbst wenn man sich z.B. auf einen Stil festlegt gibt es unendlich viele Möglichkeiten, wie man etwas darstellen kann. Im Kreationsprozess überprüfen Gestalter:innen bis ins kleinste Detail, was funktioniert und was nicht. Sie werfen gegebenenfalls Ideen und Vorstellungen über Bord, um zu einem stimmigen Ergebnis zu kommen. Es ist ein austarieren all dieser Einflüsse die letztendlich in dem fertigen Design gebündelt werden und in ihrer Einfachheit unmissverständlich bei den Empfänger:innen ankommen.

Wenn die Botschaft verloren geht

Missverständliches Design hingegen führt nicht nur dazu, dass z.B. eine Botschaft unstimmig und nicht bestmöglich vermittelt wird, es kann auch passieren, dass die Botschaft gar nicht ankommt. Dass ein französisches Restaurant, eine Barock-Antiqua Schrift, wie die Didot in ihrem Logo verwendet, mag gut zu der französischen Küche passen. Den Namen des Restaurants wird man auf einem kleinen Schild aus der Entfernung, aufgrund der feinen Haarstriche der Buchstaben, aber schlecht lesen können. Hinzu kann schlechtes Design auch gefährliche Folgen haben, wie z.B. eine Ampel die nur aus einer Lampe besteht, die entweder rot oder grün leuchtet. Menschen mit Rot-Grün-Sehschwäche stünden hier vor einem Problem. Zu Design gehört also mehr als eine Idee zu haben.

Über mich

Hey 👋 mein Name ist Vanessa K. Nickel und ich bin freiberufliche Illustratorin und Mediendesignerin. Den meisten fällt der Wortwitz in meinem Namen erst auf wenn sie ihn aussprechen. Mit K. finden mich Suchmaschinen besser – auf die Idee wäre ich aber auch nicht gekommen, wenn es nicht wirklich die Abkürzung meines Zweitnamens wäre. 🐰

Newsletter

Mit dem kostenlosen Newletter ehältst du neue Inhalte von mir direkt in dein Postfach. So haben es nicht mehr die Social-Media-Algorithmen in der Hand, ob und wann du von mir hörst. 📬✨

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Vanessa K. Nickel e comece a conversa.
Torne-se membro