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Monkey Monday #37

28 Punkte Kapitulation

Foto: Dmytro Tolokonov

Seit Donald Trumps Amtseinführung am 20. Januar fragen sich Beobachter dies- wie jenseits des Atlantiks, ob dessen Autokraten-Bromance mit dem russischen Diktator Putin ernst zu nehmen und damit das sichere Ende der Ukraine absehbar ist, oder ob die andere Trump betreffende Erkenntnis greift, derzufolge der irrlichternde US-Präsident nämlich immer gerade demjenigen nach dem Munde redet, der ihm zuletzt seine Sichtweise dargelegt hatte. Für beide Interpretationen hat dieses bisher so anstrengende Jahr bereits diverse Belege geliefert. So erinnern wir uns einerseits mit Schrecken an den 28. Februar und die entwürdigende Behandlung des ukrainischen Präsidenten im Weißen Haus oder den roten Teppich, den Trump dem russischen Aggressor am 16. August in Alaska ausrollte, andererseits immer wieder lichte Momente bei Trump, wenn er etwa Selensky die territoriale Integrität seines Landes zusicherte oder sich bei weiteren Gelegenheiten ‘extrem enttäuscht’ über seinen Freund Wladimir zeigte. Was ist aus diesem Irrsinn zu machen?

Der Mitte letzter Woche durchgesickerte sogenannte 28 Punkte-Plan für einen '“Frieden” in der Ukraine stellt nun eine neue Qualität der Parteinahme Trumps für Putin dar. In diesem Monkey Monday soll der Frage nachgegangen werden, was erstens den US-Präsidenten zu einem derart parteiischen Ultimatum verleitet und, zweitens, was wiederum Wolodymyr Selensky dazu bewegt, es nicht in Bausch und Bogen zurückzuweisen - was verständlich und angemessen gewesen wäre. Oder ist der 28 Punkte-Plan am Ende nur eine Inszenierung, eine typische Maximalzockerei der New Yorker Immobilienhaie Trump und Witkoff, um am Ende Zugeständnisse zu erpressen, die bisher nicht diskutierbar waren? Während sich für alle diese Fragen gute Antworten finden lassen, bleibt die entscheidende offen: Wie kann der Krieg in der Ukraine beendet werden, so dass es für das geschundene Land akzeptabel ist und am Ende nicht ein Kriegsverbrecher als Sieger dasteht.

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