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Dein Klimajourno-Update

Der Header zeigt den Titel "Netzwerk Newsletter" in großen, schwarzen Buchstaben. Darunter klein: März 2026.

Heute schreiben dir: Jürgen Döschner und Gerald Perschke

Zwei Porträt-Fotos zeigen Jürgen Döschner und Gerald Perschke. Jürgen hat graue Haare, steht vor einem Baum und lächelt. Gerald hat kurze braun-graue Haare und einen hellgrauen Bart, er trägt eine rote Brille.

Liebes Netzwerk,

ihr wisst es und wir wissen es, weil wir täglich daran arbeiten. Aber manchmal müssen wir uns angesichts der Dimension von Verdrängung, Desinformation und Ignoranz auch selbst vergewissern: Ja, es gibt ihn, den guten Journalismus in Zeiten der Klimakrise! Auch in diesem Jahr.

Das wollen wir feiern – mit dem Deutschen Preis für Klimajournalismus 2026 🏆

Ab heute, dem 2. April, könnt ihr euch unter klimajournalismuspreis.de (Öffnet in neuem Fenster) bewerben. Bewerbungsschluss ist am 15. Mai 2026.

Die Ausgangslage hat sich leider nicht (zum Positiven) verändert: Die “Männer, die die Welt verbrennen (Öffnet in neuem Fenster)” (Christian Stöcker) verdienen dank fossiler Despoten wie Trump und Putin heute mehr denn je an der Aufheizung unseres Planeten durch Förderung, Verkauf und Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Während die Warnungen der Wissenschaft angesichts der alarmierenden Daten immer lauter werden, legen Entscheider*innen in Wirtschaft und Politik auch in Deutschland bei der Klimapolitik den Rückwärtsgang ein. “Angesichts des derzeitigen Rollbacks in der Klimapolitik gehe ich davon aus, dass die Welt auch das 2-Grad-Ziel reißen wird, und zwar krachend”, sagte Klimaforscher Mojib Latif diese Woche im SPIEGEL (Öffnet in neuem Fenster).

Umso wichtiger ist es, jenen Medien, Redaktionen und Journalist*innen den Rücken zu stärken, die in diesen Zeiten die Klimakrise nicht aus den Augen verlieren. Genau das versuchen wir seit 2024 mit dem Deutschen Preis für Klimajournalismus. Und auch wenn der Preis Journalist*innen und ihre Beiträge prämiert: Die Bedeutung dieser Auszeichnung geht weit über die Branche hinaus. Denn eine korrekte, verständliche und in ihrem Umfang angemessene Berichterstattung über die größte globale Bedrohung unserer Lebensgrundlagen ist für alle unentbehrlich – für das Publikum genauso wie für Entscheider*innen in Wirtschaft und Politik, und natürlich auch für die Wissenschaft, deren Erkenntnisse nur dann Wirkung erzielen können, wenn sie gehört und gelesen werden.

Nicht zuletzt deshalb freut es uns, dass wir in diesem Jahr den Extremwetterkongress (Öffnet in neuem Fenster) als neuen Partner gewinnen konnten. Die Preisverleihung findet im Rahmen des diesjährigen Extremwetterkongresses am 24. September (ab 19.30 Uhr) in Hamburg statt. Auch bei den Kategorien hat sich etwas geändert. Um die Möglichkeit zu schaffen, noch mehr gute Beiträge auszuzeichnen, vergeben wir in diesem Jahr den Hauptpreis gleich dreimal – als ersten (dotiert mit 2.000 Euro), zweiten (1.500 Euro) und dritten (1.000 Euro) Platz. Der Preis in der Kategorie “Lokal” bleibt und wird auch dieses Mal mit 2.000 Euro prämiert. Außerdem vergeben wir auch in diesem Jahr wieder den Ehrenpreis (undotiert) an einen Menschen, der sich um guten Klimajournalismus besonders verdient gemacht hat. Vorschläge sind willkommen!

Wir laden euch ein:

  • Bewerbt euch für den Deutschen Preis für Klimajournalismus 2026!

  • Verbreitet diese Einladung unter euren Kolleg*innen!

  • Unterstützt den Preis durch eure Spende (Öffnet in neuem Fenster), damit wir ihn auch 2027 ausschreiben können!

  • Kommt in unser Preis-Team beim Netzwerk Klimajournalismus!

Ihr habt noch Fragen? Dann schreibt uns unter preis@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster).

🔥 Netzwerk News

Sehen wir uns am 15. April zum Feierabend-Drink in Berlin? 🍹

Auf dem Bild steht in schwarzer Schrift auf blauem Hintergrund "Climate Overshoot: Wie kriegen wir noch die Kurve?". Rechts im Bild sind Nicole Zabel und Jonathan Donges zu sehen mit einem grünen Rahmen.

Ist es schon längst 5 nach 12? Der Begriff “Overshoot” hat vergangenes Jahr Karriere gemacht. Wir wollen von Klimaforscher Jonathan Donges vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wissen, wie der Stand der Wissenschaft ist. Worüber müssen wir dringend sprechen, wenn immer klarer wird, dass wir unsere Klimaziele verfehlen? Und wie? Das weiß Nicole Zabel, Gründerin von Planet Narratives. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Für alle, die nicht zum International Journalism Festival nach Perugia gefahren sind, gibt es im PUBLIX am 15. April ab 17 Uhr ein Feierabend-Getränk aufs Haus🍹Das Klima-Briefing startet um 18 Uhr, sichert euch jetzt ein kostenloses Ticket:

Grüße vom Team-Retreat in Nürnberg 👋

Es sind zwei Bilder zu sehen. Links sind fünf Menschen, die an Schreibtischen sitzen und konzentriert arbeiten und rechts ist eine größere Gruppe zu sehen, die sich für ein gemeinsames Foto im Park aufgestellt hat.

Was für ein Wochenende! Unsere verschiedenen Teams haben sich Ende März alle in Nürnberg getroffen, im Ukama-Zentrum (Öffnet in neuem Fenster) für Sozial-Ökologische Transformation: Um gemeinsam am neuen brandmelder (Öffnet in neuem Fenster)-Portal zu schrauben, die Ausschreibung für den Deutschen Preis für Klimajournalismus (Öffnet in neuem Fenster) 2026 fertig zu machen, die letzten 5vor12 (Öffnet in neuem Fenster)Klima-Briefings auszuwerten und neue Pläne zu schmieden – und um an unseren Vereinsstrukturen und der Strategie für die kommenden Jahre zu arbeiten. 

Wir kommen motiviert zurück: Das passiert, wenn wir uns mal als Menschen jenseits der Zoom-Kacheln begegnen, über die wir uns jede Woche sehen, und gemeinsam all das feiern, was wir in den vergangenen 5 Jahren erreicht haben! 

Du willst auch Teil dieser Crew werden? Wir suchen weiterhin ehrenamtliche Verstärkung – melde dich mit einem kurzen Intro und deinem Hintergrund unter netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster), wenn du dich einbringen willst:

🚒 Neues vom brandmelder

Auf dem Bild ist ein schwarzer Hintergrund mit einer grafischen, sehr minimalistischen Version eines brennenden Hauses, in orange.

brandmelder ist ein Projekt des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Er beobachtet die Klimaberichterstattung in deutschen Medien, ordnet sie ein und macht wiederkehrende Muster sichtbar.

Alle Text des brandmelders findet ihr hier (Öffnet in neuem Fenster), den Newsletter des Projekts könnt ihr hier (Öffnet in neuem Fenster) abonnieren. 📩

💡 Klimajournalismus: Unsere Empfehlungen

In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl vor, gemeinsam mit persönlichen Fundstücken.

Podcast: “Real Life Utopia”

Ja, es gibt ihn noch, den Traum von der besseren Welt trotz Klima- und anderer Krisen – und es gibt Menschen, die sich den Veränderungen kreativ und mutig entgegenstellen. Diese Erfahrung hat unser Netzwerk-Kollege Maxi Arnold gemacht und seinen Podcast “Real Life Utopia” ins Leben gerufen. Darin gibt er Projekten und Visionen Raum, die trotz aller Krisen berechtigte Hoffnung auf Fortschritt und eine bessere Zukunft geben. In der ersten Folge (Öffnet in neuem Fenster) spricht er mit Diplom-Psychologin und Transformationsberaterin Lea Dohm über die Frage: Wie bleiben wir handlungsfähig? Für alle, die trotz vielfacher Krisen nicht den Kopf in den Sand stecken wollen. Maxis Projekt kann man auch hier (Öffnet in neuem Fenster) bei Steady unterstützen.

Nachrichtenformat “Fun Facts” zu CDU und Klimazielen

Und gleich noch etwas Neues: “Känguru-Chroniken”-Autor Marc-Uwe Kling hat mit “Fun Facts” ein laut eigenen Angaben unabhängiges Nachrichtenformat geschaffen, das aktuelle Themen verständlich und unterhaltsam aufbereiten will. Nachrichten sollen durch Humor und Prominenz zugänglich gemacht werden, dabei helfen bekannte Hosts aus Comedy, Schauspiel, Wissenschaft oder Journalismus. Sie präsentieren die Folgen, die von Montag bis Freitag vor Live-Publikum aufgezeichnet werden und in den sozialen Netzwerken und als Podcasts abrufbar sind. Correctiv begleitet das Projekt journalistisch. In der allerersten Ausgabe (Öffnet in neuem Fenster) ging es direkt ums Klima, die Bundesregierung, die Gaslobby und das Versagen bei den Klimazielen. Nachrichten mal anders. Es lohnt sich reinzuschauen und zu hören!

Dokumentarfilm: “Milliarden Dollar Babies – Große Gewinne mit kleinen Aalen”

Der Bestand des Europäischen Aals ist massiv zurückgegangen und gilt seit Jahren als gefährdet. Weil Aal aber zu den begehrtesten Speisefischen weltweit zählt, boomt das Geschäft mit Baby-Aalen. In seinem Dokumentarfilm “Milliarden Dollar Babies” (Arte, 91 Minuten (Öffnet in neuem Fenster)) geht Filmemacher und Investigativjournalist Sebastian Weis diesem milliardenschweren Geschäft nach und deckt Strukturen auf, die an Kokainhandel erinnern. Weis’ Recherche führt ihn bis nach Haiti, wo er herausfinden will, was der Aalschmuggel mit dem Mord an dem dortigen Präsidenten zu tun hat. Ein Film über globale kriminelle Netzwerke, ökologische Vernachlässigung und menschliche Gier, die oftmals keine Grenzen kennt. Begleitend zu der Dokumentation veröffentlichen ZDF und Arte den hörenswerten und spannenden Podcast “Billion Dollar Babies – Der Aal und die Gier” (Öffnet in neuem Fenster). Die ersten der insgesamt sechs Folgen gibt es bereits überall, wo es Podcasts gibt.

Newsletter: “Meerkamps Mobilitätsrecherchen” zur Antriebswende

2016 gab es in Deutschland rund 25.500 E-Autos, heute sind es mehr als zwei Millionen – aber reicht das aus? Unser Netzwerk-Kollege Paul Meerkamp wirft in seinem Newsletter “Meerkamps Mobilitätsrecherchen” einen Blick auf die Mobilitätswende in Deutschland. Anschaulich schlüsselt er unter anderem in Grafiken auf, wo wir aktuell stehen und wie es so aussieht mit dem Verkauf von reinen E-Autos, Hybriden und Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb. Pauls Fazit: Es läuft so lala – aber lest hier (Öffnet in neuem Fenster) selbst.

Sachbuch: “Klimaresiliente Städte planen”

Mehr Bäume und Grünflächen, mehr Schatten, Speicherung von Regenwasser: Landschaftsarchitekt*innen können für Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum eine wichtige Rolle spielen. In ihrem Sachbuch “Klimaresiliente Städte planen” (Ulmer Verlag, 44€) (Öffnet in neuem Fenster)  beschreibt die Fachjournalistin und ehemalige Gartenplanerin Katja Richter, was in unseren Städten für eine bessere Anpassung an die Klimaveränderungen passieren muss. Mithilfe von konkreten Beispielen werden Perspektiven für ein auch in Zukunft lebenswertes Umfeld aufgezeigt. Das knapp 200 Seiten umfassende Buch landete beim Deutschen Gartenbuchpreis auf Platz 1 in der Kategorie Sonderpreise und war bei der Leipziger Buchmesse unter den Top 5 der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft.

🗓️ Wichtige Termine diesen Monat

Was passiert im März rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine für die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster).

📢 Jobs, Stipendien und Ressourcen

Viele Grüße von allen aus dem Kernteam!

Jana, Josephine, Linda, Sara & Leoni

P.S.: Kennst du die Arbeit unserer Kolleg*innen in Österreich? Der Newsletter des Netzwerk Klimajournalismus (Öffnet in neuem Fenster) Österreich informiert jeden Monat über Termine, Stipendien, Ressourcen und Klimajournalismus, der aufgefallen ist. Gemeinsam haben wir zum ersten Mal Live-Briefings zum Thema “Climate Overshoot” organisiert:
13.04. Rote Bar, Volkstheater Wien: Kostenlose Tickets
hier (Öffnet in neuem Fenster). 🎟️
15.04. PUBLIX, Berlin: Kostenlose Tickets
hier (Öffnet in neuem Fenster)! 🎟️

P.P.S: Das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ist draußen …

Auf drei Bildern wartet ein Mann, mit schwarzem Schnurrbart und schwarzem welligen Haar: auf einer Hollywood-Schaukel, alleine an einem kleinen Esstisch, stehend in einem leeren Pool. Auf den Bildern steht der Schriftzug: "Wie wir 2026 auf guten Klimaschutz warten".