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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Grund-Nahrungsmittel werden ab Juli billiger
🔸 Letztes Ankunfts-Zentrum für Ukrainer:innen schließt
🔸 Kälte-Telefon: Ein Anruf kann Leben retten


Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Soll der Wehrdienst verlängert werden?

Für immer mehr Menschen in Österreich sind die hohen Preise für Lebensmittel ein Problem. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wurden Strom und Gas teurer. Das hat sich auch auf die Preise für Lebensmittel ausgewirkt.

Laut Arbeiterkammer sind die Preise seit Anfang 2022 um 30,4 Prozent gestiegen. Butter kostet heute 42 Prozent mehr als vor drei Jahren, Mehl 39 Prozent mehr und Brot 32 Prozent mehr.

Weniger Steuer ab Juli. Am Mittwoch hat die Regierung angekündigt, dass bestimmte Lebensmittel wieder günstiger werden sollen. Um das zu erreichen, senkt die Regierung die Mehrwert-Steuer auf Grund-Nahrungsmittel.

Grund-Nahrungsmittel sind die wichtigsten Lebensmittel, die man zum Leben braucht. Dazu gehören zum Beispiel: Milch, Butter, Eier, Brot, Nudeln, Öl, Obst und Gemüse. Foto: iStock/Yana Tatevosian

Jetzt beträgt diese Steuer auf Lebensmittel 10 Prozent. Ab Juli soll sie auf 5 Prozent sinken, also auf die Hälfte.

Was ist die Mehrwert-Steuer?
Die Mehrwert-Steuer ist eine Steuer auf fast alle Produkte, die man beim Einkaufen automatisch mitbezahlt.

Welche Produkte ab Juli tatsächlich günstiger werden, steht noch nicht fest.

Einsparung. Wie viel sich eine Familie damit spart, hat die Statistik Austria an einem Beispiel ausgerechnet: Eine Familie gibt im Monat ungefähr 180 Euro für Milch, Eier, Brot, Nudeln, Obst und Gemüse aus. Durch die niedrigere Steuer spart die Familie ungefähr 8 Euro pro Monat, das sind 96 Euro im Jahr.

Kontrolle. Die Regierung betont, dass die Supermärkte die Lebensmittel ab Juli billiger verkaufen müssen. Das sei eine Pflicht und werde streng kontrolliert, damit die Geschäfte sich auch wirklich daran halten.

Meinung. Expert:innen finden die Maßnahme gut, weil sie vor allem Menschen mit wenig Geld hilft. Die Maßnahme könne aber nicht verhindern, dass die Preise weiter steigen.

Günstigerer Strom für Betriebe. Die Regierung hat noch eine zweite Maßnahme angekündigt: Ab 2027 bekommen große Betriebe günstigeren Strom. So können Produkte billiger hergestellt werden und Arbeitsplätze in Österreich bleiben erhalten.

Kein Ankunfts-Zentrum für Ukrainer:innen

Als Russland im Februar 2022 die Ukraine angriff, sind viele Menschen aus der Ukraine geflohen. Österreich hat damals in allen Bundesländern Ankunfts-Zentren eröffnet. Dort bekamen die Menschen ein Bett, Essen und Hilfe beim Anmelden bei Ämtern, bis sie eine Wohnung hatten.

Inzwischen haben alle Bundesländer diese Zentren geschlossen. Nur in Wien ist das Ankunfts-Zentrum Schlossberg in Hietzing noch offen. Aber nicht mehr lange. Im Februar soll auch dieses Zentrum geschlossen werden. Schon jetzt werden keine neuen Menschen mehr aufgenommen. Derzeit warten dort 130 Menschen aus der Ukraine auf eine Wohnung.

Streit. Das Zentrum wird geschlossen, weil Wien und die österreichische Regierung streiten, wer dafür zahlen muss. Die Stadt Wien sagt: Die Regierung muss zahlen. Die Regierung sagt: Wien muss zahlen.

Kritik. Vasyl Khymynets, der ukrainische Botschafter in Wien, übt Kritik an der Schließung. „In der Ukraine leben Hunderttausende Menschen ohne Strom, ohne Wärme und ohne Wasser bei Minus-Temperaturen. Viele werden weiter nach Österreich kommen“, sagte er im Radio Ö1. Der Botschafter will mit Politiker:innen sprechen und eine Lösung finden.

Not-Lösung. Die Pfarren in Wien bereiten jetzt gemeinsam mit der Caritas Not-Quartiere vor. Am 19. Jänner öffnet die Pfarre Franz von Sales in Döbling für 20 bis 30 Menschen. Von 30. Jänner bis 9. Februar hilft das Grätzlzentrum Fried Krim.

Das sind aber nur Not-Lösungen für kurze Zeit. „Es braucht eine dauerhafte Lösung”, sagt Klaus Schwertner, Direktor der Caritas Wien. Jeden Monat kommen etwa 1.200 Menschen aus der Ukraine nach Österreich.

Ein Anruf kann Leben retten

Die eisige Kälte der letzten Tage hat in Wien zwei Menschen das Leben gekostet. Am Sonntag fand ein Team der Straßen-Sozialarbeit einen Mann tot in einem Park in Favoriten. Schon am Tag zuvor war ein obdachloser Mann in Floridsdorf gefunden worden. Er kam ins Spital, starb aber dort.

Kälte-Telefon rettet Leben. Die Caritas bittet daher: Wenn Sie einen obdachlosen Menschen bei Kälte im Freien sehen, rufen Sie das Kälte-Telefon an.

Diese Nummern können Leben retten

  • Wien : 01/4804-553, 0:00-24:00 Uhr

  • Burgenland: 0676/8373-0322, 08:00-22:00 Uhr

  • Steiermark : 0676/8801-58111, 18:00-24:00 Uhr

  • Kärnten: 0463/3960-60, 18:00-06:00 Uhr

  • Salzburg: 0676/8482-10651, 0:00-24:00 Uhr

  • Tirol: 0512/2144-7, 0:00-24:00 Uhr

  • Vorarlberg: 05522/200-1700, 08:00-12:00 Uhr (Mo-Fr)
    Notschlafstelle am Jahnplatz 4 in Feldkirch:
    05522/200-1200, 16:30-08:00 Uhr

    Caritas Café 05522/200-1570, 08:30-16:30 Uhr (Mo-Fr),
    08:30-12:00 Uhr (Sa)

  • Oberösterreich: Kältetelefon für das Linzer Stadtgebiet 0732/7767-67560, 10:00-12:00 Uhr (Di, Do)

    E-Mail: linzer-kaeltetelefon (Öffnet in neuem Fenster)@b37.at (Öffnet in neuem Fenster) 
    Mails können immer gesendet werden!

  • Niederösterreich: Dort gibt es kein Kältetelefon! Notschlafstellen gibt es in St. Pölten (Emmaus) und
    Wr. Neustadt (Verein für soziale Betreuung Süd und VBO); Infos über Wohnungslosenhilfeeinrichtungen in NÖ unter
    www.netwo-noe.at (Öffnet in neuem Fenster)


Es kommt dann sofort jemand und hilft diesen Menschen. In diesem Winter konnten so schon viele Menschen gerettet werden. Manche hatten nur noch eine Körper-Temperatur von 34 Grad Celsius, das ist lebensgefährlich. Die normale Körper-Temperatur liegt bei 37 Grad Celsius.

Derzeit gibt es genug Schlaf-Plätze in Not-Quartieren. Die Caritas, die VinziWerke und auch andere Sozial-Vereine bieten Hilfe an und weisen niemanden ab.

Aber nicht alle obdachlosen Menschen können diese Hilfe annehmen. Manche haben psychische Erkrankungen oder Angst vor großen Räumen mit vielen Menschen.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier (Öffnet in neuem Fenster).

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
22. Jänner 2026.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“