Ida Hellström repräsentiert die Synchronläuferinnen im Technischen Komitee der ISU. Die Finnin wurde mit Marigold Ice Unity 2014 Weltmeisterin. Zwei Jahre später beendete sie ihre Karriere und engagiert sich seitdem für die Entwicklung des Synchronlaufs, u.a. für das Format Synchro9. Als Kind lebte Hellström mit ihrer Familie in Düsseldorf und trainierte bei der DEG. Sie spricht fließend Deutsch.

Synchronlaufen hat schon lange die Ambition, olympisch zu werden, aber die Teams waren dem IOC zu groß. Wann und wie kamen Sie auf die Zahl neun?
Ida: Die Zahl neun kam erst im Herbst 2025 auf, das ist eine neue Entwicklung. Sie ergab sich aus vielen Diskussionen mit einem externen Berater und dem IOC, um eine Zahl zu finden, die das IOC unterbringen kann, aber die es uns immer noch ermöglicht, die Figuren zu zeigen, die wir aus dem Synchronlauf kennen. Wir haben zuerst über acht Läuferinnen gesprochen, um bei einer geraden Zahl zu bleiben, aber unsere Forschung zeigte, dass neun im Vergleich zu acht zehnmal mehr verschiedene Möglichkeiten bietet, um Synchron-Formationen zu nutzen. Eine Läuferin mehr macht einen riesigen Unterschied. So können wir die Zahl der Läuferinnen reduzieren und den Synchroneislauf erhalten.
Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Entwicklung dieses Formats?
Eine Herausforderung ist sicher, sich an die neue Zahl der Läuferinnen zu gewöhnen, da wir bisher größere Teams auf dem Eis sehen. Eine andere wird es sein, die Preisrichter auszubilden, weil wir ein neues Wertungssystem haben werden. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es gut werden wird, aber natürlich ist viel Training und Diskussion nötig, um sicherzustellen, dass die Jury weiß, wie sie dieses neue Format bewerten soll.