Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Angesichts des ganzen Weltschmerzes nutze ich diesen Platz hier, um über die guten, kleinen (im wahrsten Sinne des Wortes) Dinge zu sprechen. Wer schon mal auf dem Meidlinger Friedhof in Wien war, hat vielleicht einen zu Gesicht bekommen, denn dort gibt es die mitunter letzten Feldhamster. Das sind wilde Hamster, die in vielen Teilen Europas als ausgestorben bzw. stark bedroht gelten. Das Profil (Öffnet in neuem Fenster) macht sich in einer netten Reportage dort auf die Suche nach den kleinen Nagern.
Und: Bei Bauprojekten wird ja oftmals nicht so auf die Natur- und Tierwelt Acht gegeben. Aber bei einem Gemeindebau-Bauprojekt in Favoriten läuft das anders. Die ebenfalls dort lebenden Feldhamster sollen für die Renovierung umgesiedelt werden, berichtete zuerst die Heute (Öffnet in neuem Fenster). Die Stadt Wien und Wiener Wohnen setzen also Maßnahmen zum Hamsterschutz, Anrainer*innen hoffen das Beste. (Öffnet in neuem Fenster)

Außerdem geht es heute um die Feuerpause im Iran, den ungarischen Wahlkampf und die Causa Weißmann.

Einigung auf Feuerpause im Iran
Ein Ultimatum vom US-Präsidenten, dann das nächste, immer wieder extreme Drohungen – und schließlich eine vorläufige Einigung: In der Nacht haben sich die USA und der Iran unter Vermittlung Pakistans auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. Donald Trump hatte Teheran davor eine Frist bis 2 Uhr deutscher Zeit gesetzt, um die Straße von Hormus freizugeben. Andernfalls, drohte er auf Truth Social, werde „eine ganze Zivilisation sterben“. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif schaltete sich daraufhin als Vermittler ein. Kurz vor Ablauf seiner Frist erklärte Trump sich dann bereit, für zwei Wochen auf Angriffe zu verzichten – unter der Bedingung, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet. Die iranische Führung stimmte der Feuerpause zu und kündigte an, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge in diesem Zeitraum wieder passierbar zu machen.
Am Freitag soll es im pakistanischen Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über die nächsten Schritte geben, heißt es bei Axios (Öffnet in neuem Fenster). Auch Israel beteiligt sich an der Waffenruhe und hat die Angriffe auf den Iran eingestellt. Im Südlibanon gehen die Angriffe durch die israelischen Streitkräfte jedoch vorerst weiter.
An den Börsen weltweit zeigt sich nach der Einigung auf die Waffenpause Erleichterung, auch die Öl- und Gaspreise fallen stark. Auch viele Politiker*innen auf der ganzen Welt äußern sich positiv. Wie lange die Waffenruhe anhält und ob es tatsächlich eine langfristige Lösung geben wird, ist offen. (mit Material von Luzia Geier)

Ungarn: Wahlkampf auf der Zielgeraden
Am kommenden Sonntag wird in Ungarn gewählt und für die Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán sieht es nicht so gut aus: In den Umfragen liegt Péter Magyar mit seiner Partei „Tisza“ seit Monaten einige Prozentpunkte vorn. Eine aktuelle ZIB Wissen (Öffnet in neuem Fenster) widmet sich der anstehenden Schicksalswahl ausführlich.
Gestern bekam der autoritär regierende Orbán dann Unterstützung aus den USA: Vizepräsident JD Vance war zu Besuch, um ihm den Rücken zu stärken. „Ich bin hier, um Viktor im Wahlkampf zu helfen“, sagte Vance. Er bezeichnete Orbán als „weise“ und „klug“ und schimpfte über „Bürokraten in Brüssel“, die sich seiner Meinung nach ein Beispiel an dem ungarischen Politiker nehmen sollten. Er warf der EU Wahlkampfeinmischung vor, während er sich selbst in den Wahlkampf einmischt. Wie genau der Besuch von Vance ablief, fasst ntv (Öffnet in neuem Fenster) zusammen.
Orbán und Trump stehen sich ideologisch nahe; zwischen der MAGA-Bewegung und den Rechten in Ungarn gibt es enge Verbindungen. „Dies ist die erste Wahl in Ungarn, bei der Russland und die USA denselben Lieblingskandidaten haben“, sagt Peter Kreko, Direktor des ungarischen Thinktanks Political Capital dem RND (Öffnet in neuem Fenster). (Luzia Geier, adaptiert von Emil Biller)

ORF: Dienstverhältnis von Weißmann wird wegen „Verletzung ethischer Standards“ aufgelöst
Die interne und externe Compliance-Untersuchung der Causa Weißmann im ORF ist zu einem Ergebnis gekommen: Sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn liege im konkreten Fall nicht vor, es wurden dem Abschlussbericht der Untersuchung zufolge aber Compliance- und ethische Standards verletzt. Konkret verlange der ORF von seinen Führungskräften „die Unterlassung eines Verhaltens, das geeignet ist, dem Unternehmen zu schaden“.
Das Dienstverhältnis des am 8. März nach Vorwürfen zurückgetretenen Ex-Generaldirektors Roland Weißmann wird „unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der kollektivvertraglichen Kündigungsfrist aufgelöst“. In der Aussendung heißt es zudem, sowohl Roland Weißmann als auch die betroffene Mitarbeiterin hätten sich einer Befragung durch externe und interne Compliance-Expert*innen freiwillig gestellt und dabei Unterlagen vorgelegt, um den jeweiligen Standpunkt zu unterstreichen.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Unter Putins Dach
Nach ihrem sechsteiligen Podcast zu Karin Kneissl steht auch die neue Ausgabe des „Datum“ ganz im Zeichen der ehemaligen Außenministerin. Die Titelstory zeichnet nach, wie Kneissl den Weg in das Hause Putin gehen konnte und wer sie dabei unterstützte.
https://datum.at/unter-putins-dach/ (Öffnet in neuem Fenster)
Drei Frauen erzählen, wie es wirklich war, in den 70ern Hausfrau zu sein
Kaffee im Garten, Spielen mit den Kindern – so stellen sich viele das Hausfrau-Leben vor. Dabei hatten manche Frauen noch nicht mal Zeit, zum Arzt zu gehen.
https://krautreporter.de/geschlecht-und-gerechtigkeit/6328-drei-frauen-erzahlen-wie-es-wirklich-war-in-den-70ern-hausfrau-zu-sein?shared=6b1ab4f9-c06a-44fc-b92d-ef185cb7f58a&utm_campaign=mailchimp-campaign-1123&utm_medium=editorial&utm_source=mailchimp.com&utm_source=Krautreporter+Newsletter&utm_campaign=17c5a607e1-usa-und-iran-einigen-sich-auf-feuerpause-2026-04-0&utm_medium=email&utm_term=0_9ed711293a-17c5a607e1-220119791#lesen (Öffnet in neuem Fenster)
Dein Handy als Ortungsgerät
Dass unser Handy und die Apps darauf viele Daten über uns sammeln, weiß inzwischen eh fast jede*r. Aber eine neue ARD-Doku zeigt, was mit diesen Daten passiert. Sie werden miteinander verknüpft und die genauen Bewegungsprofile dann von Datenhändler*innen verkauft. Große Empfehlung!
https://www.ardmediathek.de/video/story/gefaehrliche-apps-im-netz-der-datenhaendler/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9hYmI2NzU1NC1kMWRjLTQxZWItODk0Yi1hZjZmN2QyNDEzZTdfb25saW5lYnJvYWRjYXN0 (Öffnet in neuem Fenster)Wird nicht müde, nach lieben Tiergeschichten zu suchen:
Emil

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