Zum Jahresende darf es auch mal ein wenig cheesy werden, oder? Ich saß in den letzten Wochen auf mehreren Weihnachtsfeiern, und jedes Mal war mein Herz ganz voll. Mich berührt das immer sehr, dieses Zusammenkommen am Jahresende, Zurückschauen und mal kurz Innehalten. Das machen wir sonst viel zu wenig, hetzen von einem Projekt zum nächsten und fragen uns dann, wo eigentlich das Jahr schon wieder hin ist.
Ich saß in den letzten Wochen auf mehreren Weihnachtsfeiern, und jedes Mal war mein Herz ganz voll. Mich berührt das immer sehr, dieses Zusammenkommen am Jahresende, Zurückschauen und mal kurz Innehalten.
Auch deshalb sind die Weihnachtsferien immer wieder magisch für mich, weil gefühlt die Welt stillsteht – und dann kann ich es mir endlich erlauben, mal gar nichts zu tun. Ich wünsche euch eine wunderbare Pause, wenn ihr sie braucht, eine tolle Reise, wenn ihr eine macht. Dass ihr in den nächsten Wochen genau dem nachgehen könnt, wonach ihr euch gerade sehnt. Und apropos cheesy: Wir machen diesmal eine kleine Harry-Potter-Tour nach Nordengland. Bis bald, wir lesen uns im neuen Jahr!

Japanisch essen im Mitani: Kleiner Geheimtipp in Haidhausen
Meine innere München-Karte hat einige Lücken. Kennt ihr das? Selbst wenn man in einer Stadt aufgewachsen ist, gibt es einige Straßen, Lokale oder Plätze, die man ein Leben lang konsequent umfährt. So ging es mir bis vor Kurzem auch mit der kleinen Rablstraße in Haidhausen: Obwohl ich rund um den Rosenheimer Platz viel Zeit verbracht habe, bin ich noch nie durch diese Straße spaziert. Deshalb hatte ich keine Ahnung, dass sich hier ein toller Japaner befindet – und zwar schon seit über 20 Jahren.

2004 hat das Mitani (Öffnet in neuem Fenster) wohl eröffnet – einige Möbel könnten noch aus dieser Zeit sein, aber das macht nichts. Es passt irgendwie zum Konzept: Das Restaurant ist ein wenig aus der Zeit gefallen, dabei aber gemütlich und authentisch. Hier verkünstelt sich niemand an einem modernen Lichtkonzept oder instagramablen Tapeten, und das ist auch gut so. Der Fokus liegt auf dem fantastischen Essen, auf hochwertigem Fisch und japanischen Köstlichkeiten. Wer die J-Bar (Öffnet in neuem Fenster) mag, wird das Mitani lieben!
Der Fokus liegt auf dem fantastischen Essen, auf hochwertigem Fisch und japanischen Köstlichkeiten. Wer die J-Bar mag, wird das Mitani lieben!
Da wäre zum Beispiel das Torikara, eines der besten frittierten Hühnchen, die ich jemals gegessen habe. Oder das Matcha-Eis mit Sesam, das hausgemacht sein muss, weil es so lecker schmeckt und eine besondere, festere Konsistenz hat. Ich bin weder Matcha- noch Eis-Fan, aber dieses Dessert könnte ich jede Woche essen! Auch das Sushi im Mitani hat mich überzeugt – so eine Qualität bekommt man sonst meist nur in hochpreisigen Restaurants wie dem MUN (Öffnet in neuem Fenster). Das Nigiri punktet mit einer dicken Scheibe Fisch und genau der richtigen Menge Reis.

Bei dem Japaner kann man entweder à la carte bestellen oder ein Menü essen. Wir haben uns für das kleine Menü (für 38,50 Euro!) mit Miso-Suppe, Tagesvorspeise, Torikara, Tempura, Sushi und Nachspeise entschieden. Unsere anfängliche Sorge, nicht satt zu werden, war absolut unbegründet: Alle Portionen waren groß, im Tempura-Gang bekommt man verschiedene frittierte Gemüsesorten und Garnelen, beim Sushi gibt es drei Nigiri sowie sechs Rollen.
Für dieses japanische Hot-Pot-Gericht ist das Mitani wohl auch bekannt, zumindest hatten fast alle Leute an den Nachbartischen genau das bestellt.
Wer dazwischen tatsächlich noch Hunger bekommen sollte, kann sich Sushi oder Vorspeisen nachbestellen. Oder nimmt einfach das zweite Menü (49 Euro pro Person) mit Sushi, Sashimi und einem Gang Sukiyaki- oder Shabu-shabu-Eintopf. Für diese japanischen Hot-Pot-Gerichte ist das Mitani scheinbar bekannt, zumindest hatten beinahe alle Nachbartische das bestellt. Ein guter Grund also, dem kleinen Lokal bald wieder einen Besuch abzustatten!

Mitani Restaurant, Rablstraße 45, 81669 München (Öffnet in neuem Fenster)
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Harry-Potter-Urlaub in Nordengland: Ab nach York!
Eine meiner engsten Freundinnen wohnt seit vielen Jahren in England. Ich besuche sie leider nur selten, weil sie so oft nach München kommt, aber in diesen Weihnachtsferien ist es endlich wieder soweit: Wir fliegen nach Manchester und fahren dann mit dem Zug weiter in die kleine nordenglische Stadt York. Schon nach meinem ersten Besuch war ich verzaubert und konnte verstehen, warum es sie ausgerechnet hierher verschlagen hat!

Die Stadt selbst wirkt wie eine Filmkulisse, vor allem die bekannte Straße The Shambles (Öffnet in neuem Fenster), die mit ihren historischen Häuschen und dem Kopfsteinpflaster an die Winkelgasse aus Harry Potter erinnert. Früher gab es hier zahlreiche Metzgereien, heute reihen sich Cafés an Geschenkläden, darunter auch ein paar Harry-Potter-Stores, wie The Shop That Must Not Be Named (Öffnet in neuem Fenster), in dem man sich Zauberstäbe und passende Fan-Artikel kaufen kann. Vor dem Laden findet sich sogar ein Parkplatz für Besen!
York wirkt wie eine Filmkulisse, vor allem die bekannte Straße The Shambles, die mit ihren historischen Häuschen und dem Kopfsteinpflaster an die Winkelgasse aus Harry Potter erinnert.
In Deutschland wäre so etwas ganz nett, nach York passt es einfach perfekt! Denn hier passiert es auch, dass man von Tourist:innen gefragt wird, wo sich noch gleich der „most haunted pub“ befindet. Man kann Butterbier trinken, wie man in München einen Cappuccino bestellt. Oder mit Kindern den beliebten Wizard Walk of York (Öffnet in neuem Fenster) buchen, bei dem ein Zauberer die magischen Ecken der Stadt zeigt. Auch der Bahnhof von York kommt in einem der Harry-Potter-Filme vor – er war Drehort für die King’s-Cross-Szene bei „Der Stein der Weisen“.

Von hier aus kann man mit dem Zug tolle Ausflüge machen, die natürlich nicht alle mit Harry Potter zu tun haben, aber um einmal beim Thema zu bleiben: Man ist schnell in London und damit sowohl bei der Platform 9¾ (Öffnet in neuem Fenster) als auch in der passenden Harry-Potter-Ausstellung (Öffnet in neuem Fenster) im Warner Bros Studio. Die Durham Cathedral (Öffnet in neuem Fenster) in der gleichnamigen Stadt ist eine Stunde von York entfernt und diente als Kulisse für den Hogwarts-Innenhof.
Meine Freundin schimpft mich schon, weil ich immer in der kalten Jahreszeit nach York komme, aber Winter und Nordengland ist nun mal echt magisch.
Der Bahnhof Goathland Station (Öffnet in neuem Fenster) kann ebenfalls mit dem Zug erreicht werden – er war in den Filmen die Haltestelle von Hogsmeade. Auch Malham Cove (Öffnet in neuem Fenster) eignet sich gut für einen Tagesausflug von York aus: Die Kalksteinformation in den Yorkshire Dales war Kulisse bei „Die Heiligtümer des Todes“. Meine Freundin schimpft mich schon, weil ich immer in der kalten Jahreszeit nach York komme, aber Winter und Nordengland ist nun mal echt magisch.

York, Vereinigtes Königreich (Öffnet in neuem Fenster)
Was ist Zeitlang?
Zeitlang ist ein unabhängiger und persönlicher Newsletter, in dem ich sowohl über Lieblingsorte in meiner Heimatstadt München als auch auf der ganzen Welt erzähle. Im Bayerischen bedeutet „Zeitlang“ Heimweh und Sehnsucht. Einmal im Monat schreibe ich hier also über besondere Restaurants, Cafés, Hotels und Orte, nach denen ich Zeitlang habe. Das kann der kleine Park nebenan sein, genauso wie das Designhotel am anderen Ende der Welt.
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Wer schreibt hier?

Ich bin Anja Schauberger, geboren in München und arbeite seit über zehn Jahren als Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Regionales und Reise. Von 2016 bis 2019 habe ich als Redaktionsleiterin das Stadtmagazin Mit Vergnügen München aufgebaut. Seitdem schreibe ich frei unter anderem für die Kolumne „Hotel Europa“ im SZ-Magazin (Öffnet in neuem Fenster) sowie über (Sterne)-Gastronomie bei München Tourismus (Öffnet in neuem Fenster). Außerdem gebe ich Reise-Tipps im Merian (Öffnet in neuem Fenster) und schreibe für das Werde Magazin (Öffnet in neuem Fenster) sowie The Weekender (Öffnet in neuem Fenster). Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf Torial (Öffnet in neuem Fenster) oder meiner Website (Öffnet in neuem Fenster).
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