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Zeitlang im November: Vietnamese in Sendling & Badehaus am Tannerhof

Ich komme mir vor wie eine Oma, wenn ich das schreibe, aber die Monate rasen gerade einfach vorbei, oder? Ich kann gar nicht glauben, dass schon Mitte November ist. Diese Woche habe ich endlich mein neues Buch abgegeben, das im Juni 2026 erscheint. Vorbestellen könnt ihr es bereits hier (Öffnet in neuem Fenster), hier (Öffnet in neuem Fenster) oder in der Buchhandlung eurer Wahl! Es geht diesmal ums Zuhören: Ich habe nicht nur einige spannende Menschen getroffen, von denen ich viel lernen durfte, sondern auch eine zehnwöchige Zuhör-Weiterbildung gemacht.

Ich freue ich mich unendlich darauf, zu vergessen, welcher Wochentag ist, auf Harry Potter gucken und Kuchen backen, auf lange Spaziergänge – und ab und an in meinem neuen Lieblingsrestaurant einkehren.

Seit der Abgabe spüre ich eine große Müdigkeit. Ich möchte mich jetzt sofort hinlegen und ausruhen – am liebsten, bis der Winter vorbei ist. Ganz so einfach ist es leider nicht, aber zum Glück steht Weihnachten vor der Tür und kommt mir sehr gelegen. Ich freue mich unendlich darauf, zu vergessen, welcher Wochentag ist, auf Harry Potter gucken, Kuchen backen, auf gute Bücher, auf lange Spaziergänge – und ab und an in meinem neuen Lieblingsrestaurant in Sendling einkehren. Über dieses schreibe ich auch in dieser Ausgabe.

Doan Restaurant

Doan Restaurant: Endlich hat Sendling ein großes, schickes Lokal!

Vor ein paar Wochen war ich mittags im Viertel spazieren, als mir auffiel, dass in das riesige Lokal an der Ecke Daiser- und Lindwurmstraße etwas Neues einzieht. Neugierig guckte ich durch die bodentiefen Fenster, bis ich am Eingang einen Zettel entdeckte, auf dem stand: Die Familie Doan, die einige vielleicht vom Ca Go und dem May im Westend kennen, eröffnet hier ein weiteres Restaurant. Ein paar Tage darauf war schon Eröffnung vom gleichnamigen Doan (Öffnet in neuem Fenster) – und ich war sehr gespannt!

Seitdem habe ich schon einige Mal dort gegessen, denn das Doan füllt eine Lücke in Sendling, von der ich bisher nicht wusste, dass sie überhaupt existiert. Wir haben ein paar tolle Restaurants im Viertel – ich denke an die Trattoria Da Paolo (Öffnet in neuem Fenster), ans Beirutbeirut (Öffnet in neuem Fenster), ans Napulè (Öffnet in neuem Fenster) oder das Wirtshaus in Sendling (Öffnet in neuem Fenster). Boazn, Bier und bayerisches Essen gibt’s in der Antonius Tenne (Öffnet in neuem Fenster), Spritz, Sonne und kleine Köstlichkeiten auf der Terrasse vom Servus (Öffnet in neuem Fenster). Was aber bisher gefehlt hatte, war ein schöner, großer Laden, in dem es fantastisches Essen und gute Drinks gibt. Wie das Doan.

Der Raum beeindruckt allein mit seiner irren Deckenhöhe und dem tollen Stuck. Und diesen hat die Familie Doan nun passend dekoriert: überdimensionale Lotusblüten-Lampen hängen von der Decke, unzählige Winkekatzen stehen in den Wandregalen.

Das vietnamesische Restaurant eignet sich zudem perfekt für Geburtstage, Weihnachtsfeiern oder Familienfeste. Ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen in das große Lokal an der Lindwurmstraße passen, aber ich würde schätzen, es sind locker über hundert. Der Raum beeindruckt allein mit seiner irren Deckenhöhe und dem tollen Stuck. Und diesen hat die Familie Doan nun passend dekoriert: überdimensionale Lotusblüten-Lampen hängen von der Decke, unzählige Winkekatzen stehen in den Wandregalen. Das Doan ist schick, ohne dass man das Gefühl hat, sich schick machen zu müssen.

Und die Drinks! Wo fangen wir an? Ich liebe, liebe, liebe den „Yuzu Spritz“ (Yuzu, Gin, Limette, Grapefruit, Soda) – sehe mich jetzt schon im Sommer mit einem Glas in der Hand auf der großen Terrasse sitzen! Aber auch die anderen Aperitifs lesen sich fantastisch, wie der „Bonjour Doan“ mit hausgemachtem Lemongrass-Sirup, Ingwer, Limette, Crémant und Basilikum. Ebenso wie die Cocktailkarte, die auch eine spannende, alkoholfreie Auswahl parat hält, wie zum Beispiel einen Drink mit frischer Mango, Kokos und Sahne.

Wer sich bei der großen Auswahl an kalten und warmen Vorspeisen nicht entscheiden kann, teilt sich einfach die gemischte Platte. Die reicht übrigens auch, wenn der Hunger nicht allzu groß ist.

Nicht weniger fantastisch geht es im Menü weiter. Wir hatten als Starter die „Salty Soft Shell“ (Butterkrebs, Frühlingszwiebeln, hausgemachte Ingwersoße, Papayasalat) sowie die Dumplings mit Garnele und Hühnchen. Wer sich bei der großen Auswahl an kalten und warmen Vorspeisen nicht entscheiden kann, teilt sich einfach die gemischte Platte. Die reicht übrigens auch, wenn der Hunger nicht allzu groß ist. Für alle anderen geht es danach weiter mit Curry, Wok, Veggie-Wok, Pho, Ramen, Bun oder Vie-Padthai.

Es lohnt sich, einen Blick auf die ‚Chef Doan’s Favourites‘ zu werfen. Hier habe ich das geräucherte Entenbrustfilet sowie das Pepper-Entrecôte probiert. Beides kommt mit Gemüse und je nachdem, was man lieber isst, mit Jasminreis oder Süßkartoffel. Fans von den Schwesterlokalen Ca Go und May finden außerdem den beliebten „Claypot Rice“ auf der Karte – ein wahnsinnig leckerer, gegrillter Reis (mögen auch Menschen, die sonst nicht so gerne Reis essen!) mit Jakobsmuscheln, Black Tiger Prawns, Black Angus und Hühnerbrust.

Ich liebe, liebe, liebe den „Yuzu Spritz“ – sehe mich jetzt schon mit einem Glas in der Hand im Sommer auf der großen Terrasse sitzen!

Auch das Pad Thai im Doan kann ich sehr empfehlen, es ist schlonziger als man es kennt, aber dafür zum Reinlegen. Wie die komplette Dessertkarte: Wir haben Mango Sticky Rice bestellt. Hier wird, wie auch sonst im Restaurant, nur frische Flugmango verarbeitet und das schmeckt man. Alles in allem ist das neue Lokal in Sendling nicht günstig, aber Qualität und Service sind es absolut wert. Starter gibt es ab 5 bis 20 Euro, Hauptgerichte kosten zwischen 20 und 30 Euro und der tolle Yuzu Spritz um die 10 Euro.

Doan Restaurant, Lindwurmstraße 205, 80337 München (Öffnet in neuem Fenster)

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Neu im Tannerhof

Badeharpfe & Boxcamp: Der Winter war nie so schön wie im Tannerhof

Ende September war ich im Tannerhof eingeladen, über den ich hier schon einmal im Newsletter geschrieben (Öffnet in neuem Fenster) habe. Das Naturhotel in Bayrischzell ist so besonders, dass es unmöglich ist, das Konzept in einem Satz zu beschreiben: Eher Dorf als Hotel, treffen hier historische Almhütten auf preisgekrönte Holztürme, von denen man wunderbar auf die umliegenden Berge und ins Tal gucken kann. Das Essen ist so gut, dass auch Nicht-Hotelgäste sich abends einen Tisch im Restaurant Pool (Öffnet in neuem Fenster) reservieren. Der Tannerhof bietet Heilfasten, ein Malatelier sowie ein abwechslungsreiches Wochenprogramm aus Yoga, Wandern, Atmen, Jodeln.

Ich war diesmal allerdings dort, um mir das neue Badehaus (Öffnet in neuem Fenster) anzugucken, das im Sommer auf dem Gelände eröffnet wurde. Und es wäre nicht der Tannerhof, wenn die Betreiber-Familie hier einen gewöhnlichen Spa-Bunker hingestellt hätte. Stattdessen baute man ein luftig-leichtes Holzhaus mit neuer Sauna, Außenpool, Fitness- sowie Ruheräumen – angelehnt an die Architektur von Harpfen, das sind Bauwerke, wie man sie im Alpenraum zum Heutrocknen nutzt. Daher auch der Name „Badeharpfe“.

Also, wenn ich an eurer Stelle wäre und gerade die Kraft hätte, würde ich mich sofort einbuchen: Tägliches Boxtraining, dazu feinste Low-Carb-Küche, die neue Sauna, lesen im Ruheraum und draußen vielleicht schon der erste Schnee.

Der Pool ist naturbelassen und wird im Winter nicht beheizt. Wer nach der Sauna ins kalte Wasser springen oder gerne eisbaden möchte, wird daran große Freude haben. Die neue Sauna ist toll geworden, ebenso wie die Krafträume, die genau zur rechten Zeit entstanden, da im Dezember wieder das Boxcamp mit Tim Yilmaz (Öffnet in neuem Fenster)im Tannerhof stattfindet. Also, wenn ich an eurer Stelle wäre und gerade die Kraft hätte, würde ich mich sofort einbuchen: tägliches Boxtraining, feinste Low-Carb-Küche, in der neuen Sauna schwitzen, im Ruheraum lesen – und draußen fällt dann vielleicht schon der erste Schnee.

Naturhotel Tannerhof, Tannerhofstraße 30, 83735 Bayrischzell (Öffnet in neuem Fenster)

Über Zeitlang

Was ist Zeitlang?

Zeitlang ist ein unabhängiger und persönlicher Newsletter, in dem ich sowohl über Lieblingsorte in meiner Heimatstadt München als auch auf der ganzen Welt erzähle. Im Bayerischen bedeutet „Zeitlang“ Heimweh und Sehnsucht. Einmal im Monat schreibe ich hier also über besondere Restaurants, Cafés, Hotels und Orte, nach denen ich Zeitlang habe. Das kann der kleine Park nebenan sein, genauso wie das Designhotel am anderen Ende der Welt.

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Wer schreibt hier?

Ich bin Anja Schauberger, geboren in München und arbeite seit über zehn Jahren als Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt auf Regionales und Reise. Von 2016 bis 2019 habe ich als Redaktionsleiterin das Stadtmagazin Mit Vergnügen München aufgebaut. Seitdem schreibe ich frei unter anderem für die Kolumne „Hotel Europa“ im SZ-Magazin (Öffnet in neuem Fenster) sowie über (Sterne)-Gastronomie bei München Tourismus (Öffnet in neuem Fenster). Außerdem gebe ich Reise-Tipps im Merian (Öffnet in neuem Fenster) und schreibe für das Werde Magazin (Öffnet in neuem Fenster) sowie The Weekender (Öffnet in neuem Fenster). Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf Torial (Öffnet in neuem Fenster) oder meiner Website (Öffnet in neuem Fenster).

Du hast Tipps, Wünsche oder Feedback? Schreib mir gerne eine Mail an anja.schauberger@gmail.com

Foto: Frank Stolle (Öffnet in neuem Fenster)
Design & Logo:
Hennes Elbert (Öffnet in neuem Fenster)

Kategorie Monats-Tipps

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