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Monatsrückblick Juni 26

Meine lieben Buddys,

es ist Montag, der erste Montag im Juli, und daraus folgt der Monatsrückblick für den Juni. Viel Vergnügen!

Köln
Wir alle kennen den Spruch: "Berge von unten. Kirchen von außen. Wirtshäuser von innen" Was manchmal gar nicht so einfach ist. Aber seit der Kölner Dom neuerdings 12 Euro Eintritt verlangt, ist zumindest " Kirchen von außen" kein Problem mehr.

New York
Große Schlappe für Deutschland im UN-Sicherheitsrat. Bei der Bewerbung um einen Sitz ist man noch hinter Portugal und Österreich gelandet. Oder wie wir das normalerweise nennen: "Eurovision Song Contest", bzw: "Vorrunde bei der Fußball-WM".

Brüssel
Die EU diskutiert, den Schutzstatus für ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter neu zu regeln. Oder wie es Schwedens Innenminister Johan Forrsell formulierte: "Klar, ist es für uns von entscheidender Bedeutung, den Ukrainern jene Art von Schutz zu gewähren. Doch zugleich muss der Krieg geführt werden - und er muss gewonnen werden. Damit dies gelingt, ist es unerlässlich, dass mehr Männer in der Ukraine bleiben und kämpfen". Mein Vorschlag: Schwedens Innenminister Johan Forrsell geht als erster persönlich an die Front.

Jerusalem
In Jerusalem fand ein Pride-March der LGBTQ-Community statt.

Teheran
In Teheran fand kein Pride-March der LGBTQ-Community statt.


Berlin
Beatrix von Storch verkündet auf Social Media: „Verfassungsschutz warnt vor Unterwanderung durch Islamisten. Es müsste ein Aufschrei durch das Land gehen. Alle Alarmglocken müssten schrillen. Aber nichts passiert."
Tja, liebe Beatrix, so geht es uns auch, wenn der Verfassungsschutz vor der AfD warnt, aber nichts passiert.

Washington
Fußball-WM in de USA. und folgende Nachweise müssen bei der Einreise erbracht werden:
Social-Media-Aktivitäten der letzten 5 Jahre
Verwendete Telefonnummern (auch geschäftliche) der letzten 5 Jahre
Verwendete E-Mail-Adressen (auch geschäftliche) der letzten 10 Jahre
IP-Adressen
Metadaten von elektronisch übermittelten Fotos
Gesicht (bereits heute Pflicht)
Fingerabdrücke
DNA-Profilierung
Iris-Scan der Augen
Familienbezogene Daten
Namen von Eltern, Geschwistern, Ehepartnern, Kindern
Geburtsdaten, Geburtsorte und Wohnorte der Familienmitglieder
Telefonnummern der Familienmitglieder der letzten 5 Jahre

Das alles ist wichtig, um Free Speech zu schützen.

Aus Haiti und dem Iran dürfen keine Fans einreisen. Aus anderen Ländern wie Algerien, dem Senegal oder der Elfenbeinküste sind Einreisen zwar erlaubt, aber voraussichtlich nur gegen eine Kautionsgebühr. Diese soll für die Einreise von Kindern 5.000 und bei Erwachsenen bis zu 15.000 Dollar betragen. Was immer noch billiger ist, als ein Ticket für die Spiele.

Und es gibt doch auch so viel schöne Sachen, die man stattdessen machen kann:
Zehnägel schneiden. Nasenhaare zupfen. Fusseln aus dem Bauchnabel puhlen. Der menschliche Körper kann auf so vielfältige Arten gepflegt werden, dass man damit locker fünf Wochen verbringen kann.

Oder wie wär’s mal mit: Asiatische Fernsehserien streamen mit finnischen Untertitel. Oder mit einem CB-Funkgerät das Weltall nach Außerirdischen abhorchen. Oder mal das Morsealphabet auswendig lernen und aufsagen.

Es gibt so schöne Möglichkeiten, sich anderweitig zu beschäftigen. Kresse pflanzen und beim Wachsen beobachten. Aus Zahnpasta lustige Figuren formen. Oder Kniechen, Näschen Öhrchen spielen. Ein Smartphone auseinander bauen und wieder zusammensetzen.
Probieren, wie lange man die Luft anhalten kann. Oder etwas für die Profis: Eine Raufasertapete betrachten. Was gibt es nicht für interessante Strukturen auf einer Raufasertapete zu entdecken.

Washington
Donald Trump wird 80 und feiert seinen Geburtstag mit martialischen Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus. Dabei befand sich Trump allerdings nicht innerhalb dieses Käfigs.

Und in dem Zusammenhang mag man von Greta Thunberg ja halten, was man will, aber ihre Geburtstagsglückwünsche an Donald Trump waren richtig nett:
„Mein erster Gedanke war, Ihnen ein One-Way-Ticket nach Den Haag zu schenken — aber das wäre wohl über Ihren Horizont gegangen. Stattdessen schenke ich Ihnen eine Dose Buchstabensuppe. Die Sätze, die Sie dabei herauslesen, werden mehr Sinn ergeben als alles, was Sie je gesagt haben. Damit können Sie endlich an einem sinnvollen öffentlichen Diskurs teilnehmen."

Stuttgart
Der Bau des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs verzögert sich, weil falsche Kabel verlegt wurden. Und zwar über 1000 Kilometer. Falsche Kabel. Wir alle kennen das aus eigener Erfahrung. Wenn wir mal aus Versehen das Handy mit dem Anschluss vom Notebook aufladen wollen. Bis man das merkt, sind auch mal sehr schnell 1000 Kilometer Kabelsalat entstanden.

Brüssel
Die Rechtsaußenstürmer im EU-Parlament haben zusammen mit den Spielern der Mitte eine neue Defensivtaktik gegen Menschen ohne europäischem Geburtsort mit lautstarken Fangesängen: "Send them back" gefeiert.
Ob sie damit auch die Beutekunst aus der Kolonialzeit meinten, oder die Bundeswehr nach Afghanistan, konnte nicht ermittelt werden.

Washington
Die iranische Marine, die bereits achtmal zerstört wurde, hat die Straße von Hormus erneut geschlossen, weil die USA zum siebten Mal den Krieg gewonnen haben, der gar kein Krieg war, damit die USA die Straße von Hormus wieder öffnen können, die schon vor dem Nicht-Krieg offen war.
Was Trump als Sieg verkündet.
Was mich an Comical Ali erinnert.

Berlin
Die Kommission zur Rente schlägt Reformen vor, die für rund ein Drittel der Abgeordneten die sie beschließen, gar nicht selber betrifft. Und als dabei herauskam, dass die Deutschen bis zum Alter von 70 arbeiten sollen, gab es große Begeisterung im Volk. Schließlich ist Friedrich Merz schon über 70.

Deutschland
Aufgrund einer technischen Störung im digitalen Netz stand in ganz Deutschland der gesamte Schienenverkehr für mehrere Stunden still. Das kommt dabei raus, wenn man vergisst, die Telefonrechnung zu bezahlen.
Als die Züge wieder rollten, gab es sofort die Durchsage: "Werte Fahrgäste, die Störung ist behoben, ab sofort herrscht wieder das ganz normale Chaos“
Oder wie es die taz formulierte: "Keine Witze über die Bahn, weil die kommen eh nicht an."

Brüssel
Die EU verhandelt mit Vertretern der afghanischen Taliban über die Möglichkeit, Geflüchtete aus Europa zurückzuschicken. Man weiß nur noch nicht, ob die dann mit Peitschenbhieben oder Steinigung empfangen werden sollen. Vor allem Frauen sind über diese Kontakte begeistert. Und ich frage mich: Was denkt eigentlich die Frau von Alexander Dobrindt, wenn sie nachts neben ihrem Mullah die Äuglein zu macht.

Berlin
Wie jetzt herauskam, hat Jens Spahn schon desöfteren an Geheimtreffen des Tech-Milliardärs und Demokratieverächters Peter Thiel teilgenommen.
Auf dem Programm stehen dabei dann so Themen wie „Eine Sekte aufbauen“, „Durch den 3. Weltkrieg navigieren“ und „Wie ist dein Sexleben?“ Und dass Jens Spahn bei sowas dabei ist, wundert mich nicht die Bohne.

USA
Die deutsche Fußballnationalmannschaft ist bei der WM vorzeitig ausgeschieden und nicht ins Achtelfinale eingezogen. Same procedure as every WM. Halt! Stop! Diesmal nicht in der Vorrunde, sondern erst im Sechzehntelfinale. Immerhin! Ein Fortschritt! Bei der nächsten WM schaffen wir es vielleicht sogar ins Zweiunddreissigstel-Finale. Es geht aufwärts. 

Berlin
Bundeskanzler Friedrich Merz twitterte dazu das Statement:
"Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch." Und das mag ich so an März. Man merkt, dass er richtig nah an den Leuten dran ist, einer aus dem Volk.
Und wenn er mal wieder den Vorwurf rauspackt, wir Deutschen seien zu faul und würden zu wenig arbeiten, dann zeigen wir auf unsere Fußballmillionäre, und antworten: "Soo faul waren wir aber noch nie."


Bis nächsten Montag,
Euer HG

 

 

 

 

 

Topic Monatsrückblick

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