Skip to main content

Die Mitläufergesellschaft: Gießen, Lübcke und die Zukunft des Antifaschismus

Quelle: https://www.fr.de/politik/walter-luebcke-denkmal-in-berlin-die-cdu-ist-auf-dem-besten-weg-zur-selbstzerstoerung-94066956.html

4/12/25


Liebe Leute,

in den letzten Tagen spielte praktischer Antifaschismus eine überraschend große Rolle in der öffentlichen Debatte hierzulande: einerseits wegen der Neugründung des AfD-Jugendverbandes und der riesigen Gegenproteste und taktisch effektiven Blockaden in Gießen, andererseits wegen der spektakulären Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, das eine Statue des von einem Naziterroristen ermordeten humanistischen CDU-Politikers Walter Lübcke vor der CDU-Parteizentrale aufstellte. Allenthalben wird darüber diskutiert, wie antifaschistische Praxis denn nun eigentlich aussehen soll (darf?), wenn sie sich nicht mehr auf freundliche Brandmauer-Demos beschränken will, bei denen diejenigen, die das Problem nicht nur durch “Haltung Zeigen”, sondern strukturell lösen wollen, neben denjenigen stehen, die Parteien, Firmen, Prozesse unterstützen, die das Problem immer weiter verstärken. Wenn also Antifaschismus mehr ist, als bloß nicht die AfD wählen: darf, soll er Gesetze brechen, und wenn ja, welche, warum, und in welchem Umfang?

Der parlamentarische Kontext dieser Debatte könnte dabei passender nicht sein: während auf der Straße 15.000 Antifaschist*innen gegen die Neugründung einer Scheiteljungnazi-Organisation kämpfen, der Jugendorganisation einer Partei, die sich ganz offensichtlich anschickt, die bürgerliche Demokratie zu überwinden, oder zumindest in eine autoritäre Demokratie a la Ungarn zu verwandeln, signalisiert ein nicht unerheblicher Teil der Union (Opens in a new window), dass er lieber das Land Neuwahlen ausliefern würde, in denen die AfD erhebliche Zugewinne erleben würde, als zusammen mit der SPD ein nicht gerade radikales Rentenpaket abzustimmen.

Es stellt sich also zunehmend dringlich die Frage: sag mal, Deutschland, wie Du hältst Du es eigentlich mit dem Anti/Faschismus?



Wer wäre ich gewesen/wer werde ich sein?

Sollten Eure Eltern, Groß- oder Urgroßeltern zwischen 1933 und 1945 in Deutschland gelebt haben, wie zwei von meinen Großeltern das taten, werdet Ihr Euch bestimmt schon einmal diese Frage gestellt haben: was hätte ich eigentlich getan, wenn ich in deren Schuhen gesteckt hätte? Wäre ich in der HJ gewesen, in der NSDAP – gar in der SS? Wäre ich in der ethisch-politischen Katastrophe des Faschismus auch eine*r von den unmenschlichen Schlächter*innen gewesen, oder vielleicht (unwahrscheinlich, aber natürlich möglich) sogar eine*r von den Guten, denen im Widerstand, zu dem – wie wir aus unzähligen Familiengesprächen wissen – ein unerhört großer Teil der Bevölkerung dann im Nachhinein irgendwie gehörte? In meiner zum Extremen neigenden Persönlichkeit habe ich für mich selbst immer nur eine dieser beiden Möglichkeiten gesehen, ohne glühende Hingabe zu irgendeiner Sache klappt's halt bei mir nicht.

Aber “die Extreme” sind natürlich nicht das, was die Mehrheit einer Bevölkerung in einer Diktatur wählt: die Vergangenheit zeigt, dass die meisten Menschen weder aktive Täter*innen sind, noch aktiv im Widerstand – die meisten Menschen in einer durchschnittlichen Diktatur sind weder Scherg*innen des Systems, noch seine Antagonist*innen, sie sind einfach das, was wir als “Mitläufer*innen” bezeichnen. Die meisten Menschen sind in Konfliktfällen weder die, die zuhauen, noch die, die sich wehren; sie sind die, die zuschauen.

Aber wie angedeutet ist die Frage nach dem wahrscheinlichen Verhalten im Falle einer faschistischen Diktatur, oder zumindest unter einer in Teilen faschistischen Regierung, heutzutage keine mehr, die in die Vergangenheit gerichtet werden sollte. In seinem schon mehrfach erwähnten Buch “Machtübernahme (Opens in a new window)” formuliert Arne Semsrott die alte Frage um: weg von “wärst Du im Widerstand gewesen?”, hin zu “wirst Du im Widerstand sein?”



Nervt uns doch nicht so” Teil I: Gießen

In dieser Situation, wo der Faschismus immer lauter und eindringlicher an die Türen politischer Macht klopft, und sein gesellschaftlicher Einfluss ständig (wenngleich nicht unbedingt stetig) ansteigt, in der wir uns zunehmend mit dieser alten und erschreckenden Frage nach unserem Verhalten im historischen und/oder im kommenden Faschismus konfrontiert sehen, sollte man meinen, dass antifaschistischer Protest von einer Gesellschaft, die mehrheitlich auf jeden Fall gegen den Faschismus ist, nicht nur akzeptiert, sondern freudig begrüßt, vielleicht sogar gefeiert wird. Die Brandmauer-Demos nach der Correctiv-Recherche zu “Geheimtreffen” und “Remigration” (aka Massendeportation Unliebsamer), wo Hunderttausende am Start waren, wurden von fast allen Seiten außer einer gefeiert, landauf, landab werden wir zum Engagement “für die Demokratie” aufgefordert, außerdem sind wir doch das Land des “Nie Wieder!” - also müsste doch jetzt Alles auf Antifa(schismus) gesetzt werden, oder?

Entschuldigt die billige Suggestivfrage, denn die Antwort ist: natürlich nicht, wie sich unschwer an den Diskussionen ablesen lässt, die auf die Aktionen in Gießen und Berlin folgten.

Zuerst Gießen: vermutlich ein wenig geblendet von meiner Freude über die taktisch erfolgreichen Blockaden von widersetzen et al. war ich am Montag doch ein wenig überrascht, als ich die Presseschau im DLF (Opens in a new window) hörte. Dass ein stramm Konservativer wie Merz die Aktionen mit der üblichen extremismus-”theoretischen” Grütze von “ganz links und ganz rechts (Opens in a new window)” kommentierte, war natürlich nicht überraschend – aber dass sich ein erheblicher Teil der medial repräsentierten deutschen Gesellschaft im Grunde von den Blockaden distanzierte, mit dem gleichzeitig larmoyanten und überheblichen Verweis darauf, dass ja die Gesetze einzuhalten seien, hätte mich nicht überraschen sollen, hat es aber ein bisschen. Da gehen 50.000 Menschen auf die Straße, nicht nur um gegen die AfD zu demonstrieren, sondern um wirklich was gegen sie zu machen, nämlich zu versuchen, die Neugründung ihrer Jugendorganisation zu verhindern, und was macht “die Mitte”? Dreht sich um und sagt: “Neeeneeeneee, ihr praktischen Antifaschist*innen, so geht das aber nicht, ihr dürft hier keine Gesetze brechen, denn die Regeln der bürgerlichen Höflichkeit und Normalität gelten weiterhin, egal, wie nah der Faschismus an der Macht ist.”

Die Reaktion auf Gießen erinnert uns daran: die Mitte will ihren Antifaschismus so, wie sie ihren Klimaschutz will. Er soll sich an die Regeln halten, niemanden etwas kosten, nix kaputt machen, nicht allzu sehr die gesellschaftliche Verdrängung in Frage stellen; und er soll uns, die Mitte, vor allem nicht mit der Tatsache konfrontieren, die wir derzeit vor allen anderen ignorieren: dass es viel mehr braucht, um den Faschismus zu besiegen, als nur ein oder zwei Demos im Jahr, und alle vier Jahre eine Partei wählen, die nicht die AfD ist. Dass den Faschismus zu besiegen aktive Betätigung erfordert, die unter Umständen unangenehm, vermutlich sogar gefährlich sein könnte.

Die Reaktion auf Gießen legt nahe: die deutsche Mitte wäre nur dann im Widerstand gewesen, wenn es kostenfrei, angenehm, luxuriös und ungefährlich gewesen wäre.


Nervt uns doch nicht so” Teil II: Lübcke

Die kritischen Reaktionen auf die Lübcke-Statue sind ebenfalls sehr aufschlussreich, auch, wenn sie vor allem (aber nicht nur) aus der CDU/Union selbst stammen. Im Kern dieses Aufjaulens aus der Union steht der Gedanke, dass “Der Kampf gegen den politischen Extremismus und die Feinde unserer Demokratie eine Aufgabe aller Demokraten in unserem Land sei.” Die Pressemitteilung fasst das so zusammen: “Wer diesen Kampf aufrichtig mit uns führen will, darf sich nicht gegen die politische Mitte wenden. (Opens in a new window)

In diesem Satz zeigt sich genau die Attitüde, die auch mehrere bürgerliche Kommentator*innen, die nicht der Union entstammen, dazu bewegte, das ZPS und die Aktion zu kritisieren. So let's unpack this.

Die Union weiß, dass ihre Reaktion auf den Mord an Walter Lübcke unter aller Sau war, zum Beispiel Fritze Merz hat sich erst 19 Tage nach dem Terroranschlag geäußert: wenn ein Politiker einer Partei von einem Naziterroristen ermordert wird, ist es doch sinnvoll, davon auszugehen, dass die Partei sich geschlossen hinter ihren Märtyrer stellt, es wäre sogar politisch nachvollziehbar, diese schreckliche Tat zu nutzen, um damit ein bisschen politisches Heu zu machen (so funktioniert Politik halt). Aber während der Rest der Gesellschaft Lübcke als inspirierende Figur betrachten konnte, einen Konservativen, der sich im Angesicht einer gigantischen ethischen Herausforderung aktiv und offen zu einem christlichen Humanismus bekannte, der auch gegen Widerstände und seine eigene Partei für die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen eintrat, war der Mann für die Union genau deswegen eine Quelle tiefer Scham, ein ständiger Reminder: Shit, wir könnten eigentlich auch weniger scheiße/egoistisch/rechtsoffen sein, als wir es sind – der Lübcke hat's vorgemacht.

Deswegen springt die Union nach dieser Aktion jetzt wütend im Karrée herum: weil die Lübcke-Statue sie jeden Tag daran erinnert, dass sie zwar ständig sagt, sie sei gegen den Faschismus, und natürlich stünde die Brandmauer gegen die AfD, aber sich gleichzeitig der Tatsache vollkommen unterbewusst ist, dass sie den Faschismus jeden Tag mit ihrer Politik, mit ihrem Overton-Window-Verschieben und ihrem Fraktionsvorsitzenden im Bundestag der Macht näherbringt. Die Union schämt sich, die Lübcke-Statue erinnert sie an diese Scham, deswegen muss sie in höchsten Tönen kritisiert und im Idealfall wieder abgerissen werden.

Die Reaktion auf die Lübcke-Statue legt nahe: die deutsche Mitte mag ihren Antifaschismus nur, wenn er sie nicht daran erinnert, wie sehr sie dem Faschismus in den vergangenen Jahrzehnten den Weg gebahnt hat, und dies auch weiterhin tut.

_____________________________________________________

Ich finanziere meine politische Arbeit vor allem über diesen Blog, und wäre dankbar für Deine Unterstützung

_____________________________________________________

Antifaschismus ist fast schon der neue Klimaschutz

Wir kommen jetzt langsam an einen Punkt, den ich letztes Jahr nach den riesigen aber auch schnell verpufften Brandmauer-Demos vorhergesagt hatte: Im März 2024, kurz nach den riesigen Demos, die federführend von Fridays for Future und Campact organisiert wurden, merkte ich, dass die Zeitlichkeit dieser Proteste mich irgendwie an die Klimabewegung erinnerte, und 2024 in der Antifafrage ung. das Jahr 2019 in der Klimafrage darstellte (Opens in a new window).

2019 wie 2024 wurden riesige Demos zu einem Thema (Klima / Antifa) organisiert, das bis dahin noch nie so viel gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekam. Nach Jahren, Jahrzehnten gar, in denen das Klima- / Antifa-Thema nur von Policyspezialist*innen und ein paar Tausend besonders motivierten Aktivist*innen bearbeitet wurde, nahm sich jetzt plötzlich, nach einem externen Schock (Hitzesommer + Greta / Correctiv Recherche), die Mitte der Gesellschaft eines Themas an. Die Methode: riesige Demos, in denen im Grunde gesagt wurde: “Wir finden, dass die Bundesregierung nicht genug gegen das Riesenproblem Klimakatastrophe / Faschismus tut. Schau mal, Bundesregierung, wir sind so viele, jetzt solltest Du aber wirklich was dagegen machen. Und wenn wir dir das 3-4 Mal gesagt haben, können wir auch wieder nach hause gehen”. Ich sah das ein bisschen als eine Art gesellschaftliches “Karen”-Verhalten: “Wie bitte, die Klimakrise / der Faschismus ist noch nicht gelöst? Ich möchte ihren Manager sprechen!”

Dann aber fällt auf, dass demonstrieren, Haltung zeigen eventuell nicht genug ist, um einen Prozess – die fossilekapitalistische Zerstörung der Welt / die Faschisierung des globalen Nordens – aufzuhalten, dessen Ursachen tief in die Strukturen unserer Gesellschaft eingeschrieben sind (Opens in a new window). Und das führt dann zu diesen nervigen Gefühlen von Scheitern, Unzulänglichkeit, etc., über die ich seit Jahren schreibe, und die ich vor allem im Kollaps für ein weithin unterschätztes Movens gesellschaftlicher Entwicklungen halte.

Die Frage: “wie weiter nach den Demos?” führte mich zu dieser Vorhersage (Opens in a new window): wenn klar wird, dass freundliches Demonstrieren-und-die-Regierung-bitten nicht das Problem beseitigt, dass im Kampf gegen den Faschismus sowohl strategische als auch taktische Eskalation notwendig ist, und “die Mitte” dann merkt, dass ihr das zu viel ist – ab dann werden antifaschistische Demos und Aktionen für die Mitte eine Quelle von Scham werden, werden sie daran erinnern, dass sie jetzt schon wieder, zum 2. Mal in bloß fünf Jahren, an einer ethischen Menschheitsaufgabe gescheitert ist. Das Resultat: ein erheblicher Teil der Gesellschaft, der sich für antifaschistisch hält, wird sich vom praktischen Antifaschismus abwenden, weil es richtig unangenehm ist, seinem Scheitern in die Augen zu schauen (erinnert Euch an die Reaktionen auf die Letzte Generation; aber denkt auch an das wirklich absurd-repressive Policing Gaza-solidarischer Proteste).

Das ist es, was uns in der Faschismusfrage droht: die Demos haben nicht ausgereicht, die Wahrscheinlichkeit eines Verbotsverfahrens sinkt mit der steigenden Faschismusgefahr ähnlich rapide, wie Klimarationalität im Angesicht des Klimakollaps; die Mitte wird sich, wie jeder Dude, der jemals Scheiße gebaut hat, dafür scheiße fühlen, aber diesem Gefühl ausweichen wollen, und sich deswegen von der AfD-, der Faschismusfrage so abwenden, wie sie sich von der Klimafrage abgewandt hat.


Von der Verdrängungs- zur Mitläufergesellschaft

Was mich zurück zur Frage von ganz oben bringt: wer werden wir sein, wenn der Faschismus wieder an der Macht ist?, und zur Antwort auf diese Frage, die die bürgerliche Mitte gerade zu artikulieren beginnt – eine Antwort, die im Ansatz in den Reaktionen sowohl auf Gießen als auch auf die Lübcke-Statue sichtbar wurde. Denn in der heutigen Situation, in der die AfD kurz vor der Macht in mehreren Bundesländern, und nicht weit weg von der Macht im Bund steht; wo im Alltagsleben immer mehr Gegenden unter faschistische Lufthoheit fallen, wo Gewalt gegen Menschen, die von Faschos abgewertet werden, überall im Land ansteigt, zeigt die Mitte immer klarer, dass sie nicht gewillt ist, vom politischen “Stellungskrieg” zum gesellschaftlichen “Bewegungskrieg” umzuschalten, oder in weniger gramscianischer Diktion: dass sie partout nicht gewillt ist, den antifaschistischen Verteidigungsfall anzuerkennen, genauso wenig, wie sie den Klimanotstand anerkennen, gar ausrufen will.

Die bürgerliche Mitte, oder eher: der Großteil der Gesellschaft mag entweder die Stabilität, die er hat, oder hätte gerne mehr davon. Den Notstand/Verteidigungsfall auszurufen bedeutet sehr, sehr viel Instabilität, nicht nur praktisch, sondern auch auf der emotional-identitären Ebene: im antifaschistischen Verteidigungsfall gehört mensch nämlich nicht mehr zu “Den Guten” (Alpha und Omega bürgerlicher politischer Praxis ist: zu den Guten gehören zu wollen, nicht den Schlechten), wenn mensch einfach nur zu Hause sitzt und sein “normales Leben” lebt – im Verteidigungsfall muss mensch nämlich sich und andere, you guessed it, verteidigen, ähnlich wie mensch im Klimanotstand alles daran setzen müsste, diesen abzuschwächen, und/oder sich auf die Effekte vorzubereiten.

Nichts davon will die Mehrheit der deutschen Gesellschaft: Klimaschutz gut finden, klar, aber bitte nichts dafür tun, was irgendwie zu anstrengend ist; Antifaschismus gut finden, klar, aber bitte nichts dafür tun... You get the idea.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Menschen genau so zu Mitläufer*innen werden: nicht, weil sie sich irgendwann mal entschieden haben, mit der Situation “da draußen” (außerhalb der eigenen Wohnung/Familie/Community) einverstanden zu sein, sondern, weil sich an jedem Punkt, wo es darauf ankam, entschieden wurde, die risikolose, die weniger anstrengende Entscheidung zu treffen. Diese Logik gilt jedes Mal, an jedem Entscheidungspunkt, und ist aus der Perspektive privilegierter Subjekte, die zumindest zu Beginn weder unter Faschismus noch Klimakatastrophe besonders zu leiten hätten, im Grunde auch jedes Mal rational, und kann jedes Mal gut begründet werden. In dem Sinne sind “Mitläufer” nicht unbedingt mit dem System einverstanden, mit dem sie mitlaufen, sie können es an der Wahlurne oder im abendlichen Gespräch mit Freund*innen auch gerne kritisieren – solang sie sich immer für die weniger schwierige, für die weniger riskante Verhaltensoption entscheiden, weiß der Fossilismus, weiß der Faschismus, dass er hier in Deutschland wie auch damals vor allem eins finden wird: eine Mitläufergesellschaft.

Wer kein*e Mitläufer*in sein will: kriegt den Arsch hoch. Die Anderen: haltet dann wenigstens die Klappe, wenn Antifas, Klimas oder Kollapsaktivist*innen Euren Dreck wegräumen wollen, und klatscht nicht für die Prügelcops, nur, weil die Euren tiefsten Wunsch live ausprügeln – nicht mehr die Scham und Schuld zu fühlen, die ihr jeden Tag verdrängen müsst, weil Ihr Euren Arsch nicht hochkriegt.

Mit kassandrischen Grüßen,

Euer Tadzio

Topic Antifa

0 comments

Would you like to be the first to write a comment?
Become a member of Friedliche Sabotage and start the conversation.
Become a member