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Die letzten Tage: Schwangi-Ausgabe

So. Jetzt sind es offiziell noch etwa 10 Tage bis zu meinem Entbindungstermin. Die Welt steht absolut Kopf (Iran, Syrien, Epstein - um nur einige zu nennen), und man fragt sich eigentlich täglich, Wtf. Auch was in Israel politisch und sozial abgeht, wird immer besorgniserregender (20% der Israelis gelten laut einer neuen Studie als arm, unter den OECD-Staaten weist Israel die höchste Kinderarmutsquote auf!! Und klar, auch für uns Mittelschichtende werden die Lebenskosten in Tel Aviv immer unerträglicher.)

Gleichzeitig findet hier in diesem Haus, in dem immer noch kein Wickeltisch oder Babybett steht, natürlich der rührende Versuch statt, positiv und optimistisch zu bleiben. In Israel schwanger zu sein (ich war ja immer nur hier schwanger), ist echt besonders. Einerseits wird man wirklich ständig und für alles gecheckt (Fruchtwasseruntersuchungen sind hier ab 32 Jahren Standard!!) und das kann einen schon n bisschen wahnsinnig machen, weil dann natürlich jede Kleinigkeit gefunden wird. Andererseits ist es völlig normal, hier noch mit Anfang, selbst Mitte 40, Kinder zu bekommen. Und alle, wirklich alle, vom Taxifahrer zum Smoothie-Verkäufer zu jedem anderen Elternteil in der Schule freuen sich lautstark für einen. Wünschen eine “leichte Geburt” (leida kala, ein feststehender Begriff im Hebräischen) und segnen Mutter und Kind im Vorbeigehen. Kinder sind hier immer willkommen. Und man kann dann eigentlich nicht anders, als sich mitzufreuen.

Trotzdem. Wer mich kennt, weiß, klar, bin ich romantisch. Aber ich romantisiere wenig. Und diese Schwangerschaft war meine schwerste bisher. Was vielleicht auch kein Wunder ist, denn sie begann (zumindest für mich), im schlimmsten Krieg, den ich je erlebt habe und der mir bis heute mit gelegentlichen Angst-Flashbacks zu schaffen macht. Wenn ich darüber nachdenke, dass das Kind in meinem Bauch die Iran-Angriffe und den damit verbundenen absoluten Ausnahmestress in seinen ersten, besonders anfälligen Wochen, überstanden hat, bin ich schon jetzt ein ganz schönes bisschen beeindruckt von diesem Fighter-Baby (mal ganz abgesehen davon

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