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Von Mut, Annahme und dem kleinen Plan B

Ich war also dort. Verabredet mit einer alten Bekannten aus dem Urlaub – einer jener Menschen, die einen aus einem früheren Kapitel des Lebens begleiten, doch keine Ahnung haben, welche Zwischenzeilen seitdem in die eigene Biografie geschrieben wurden. Sie wusste nichts von meiner Ertaubung, nichts von dem Gepäck, das ich mit mir schleppe und auf dem Tisch ausbreite, wenn man sich mit mir trifft, und unweigerlich damit konfrontiert wird.

„Selbstbewusst auftreten!“, predige ich sonst in meinen Selbsthilfegruppen. „Sich annehmen, offen sein, kommunizieren – dann geht alles leichter.“ Ich sage es gerne mit Pathos, fast wie eine Formel. Und doch, an diesem Tag, mit klopfendem Herzen und viel zu trockener Kehle, schien mir das plötzlich unendlich schwer.

Mein inneres Wiesel zog den Schwanz ein und verkroch sich in die dunkelste Ecke unter der Bank,

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