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Erste Nacht in fremden Wänden

Fremde Betten haben ein eigenes Wesen.

Sie sind wie höfliche Gastgeber, die einem freundlich zulächeln, aber dennoch signalisieren: Ganz wohl fühlst du dich hier wohl erst nach der dritten Nacht.

Der Altbau um mich herum ist prachtvoll. Hohe Decken, OK, kein Stuck dafür Türen mit Charakter. Er atmet Geschichte – oder, falls man nachts wachliegt, schlicht Staub.

Die Matratze ist hart wie eine moralische Grundüberzeugung. Vielleicht liegt darin das Problem: Mein Rücken fühlt sich an, als hätte er ein philosophisches Seminar über „die Härte der Existenz“ absolviert.

Hier jedoch fehlt sie – die leise Sicherheit.

Kein vertrautes Brummen, keine blinkende Gewissheit.

Der Rauchmelder blinkt im Takt, auch das Summen des Kühlschranks, das Rascheln des Hauses – sie bleiben stumm.

In einer fremden Umgebung, irritiert mich dass plötzlich mehr als ich es gewohnt bin.

Sicherheit, so lerne ich, ist in meinem Fall kein auditives, sondern ein vielschichtig reziprokes Konstrukt: Vertrauen statt Kontrolle, Achtsamkeit statt Lautstärke.

Mein inneres Wiesel allerdings hat damit seine liebe Not.

Es wuselt, flitzt, prüft imaginäre Listen, debattiert mit der Dunkelheit über Fluchtwege und Fluchtursachen, als stünde eine nächtliche Katastrophenschutzübung an.

Die Wasserbüffelin dagegen – ruhig, souverän, von beinahe kontemplativer Gelassenheit – murmelt nur: „Atme. Nichts brennt. Noch nicht.“

Auch wenn ein Rauchmelder vorhanden ist, bin ich immer auf Zusatztechnik angewiesen….. Mist. Da war was …..

Meine mobile Zusatztechnik, die Rauchmeldeanlage mit Vibrationsmodul, liegt brav zu Hause im Regal.

Das Wiesel ist außer sich, beißt mir gedanklich in die Waden, selbst die Wasserbüffelin hebt eine Augenbraue:

„Wie kann man nur sowas vergessen? Du und Packen – das ist nicht gerade deine distinkt ausgeprägte Kompetenz.“

Ich weiß.

Irgendetwas bleibt immer daheim. Aber immerhin bin ich perfekt ausgestattet für spontane Kleiderkrisen – drei Ersatzblusen, zwei Bücher extra, dafür kein Rauchalarm.

Im Ergebnis also fast ausgewogen.

Ich halte mich an sie. Das Wiesel indes schreibt innerlich bereits einen polemisch-formulierten Beschwerdebrief ans Universum.

Die zweite Nacht: war zumindest merklich harmonischer.

Ich fand Schlaf – nicht triumphal, aber respektabel.

Die Wasserbüffelin nickt zufrieden, das

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