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Grenzgänge zwischen Grübeln, Annahme und Kommunikation

Jeder, der plötzlich mit einem unsichtbaren Paket beschwert ist, gerät ins Grübeln. Mal mehr, mal weniger, mal tiefer, als ihm lieb ist. Einerseits wohltuend – denn Nachdenken dient der Verarbeitung, dem Ordnen, dem Begreifen. Andererseits gefährlich – weil Grübeln oft mehr zerlegt als aufbaut, mehr verhakt als löst.

Kurzum: Gedanken sind nützlich – bis sie anfangen, ihren eigenen Werkzeugkasten gegen uns zu richten.

Auch ich kenne beides. Natürlich. Mein inneres Wiesel ist ein Meister in diesen Disziplinen: flink im Bauen von Gedankengebäuden und noch flinker im Zersägen ihrer Balken.

Man könnte es fast für ein Bauunternehmen halten – nur leider spezialisiert auf Abrissarbeiten.

Als ich mich in einer solchen Spirale wiederfand, stieg eine unbequeme Frage auf:

Kann ich mich wirklich akzeptieren – als ertaubte Frau, als tauber Mensch, als jemand ohne akustische Zwischentöne, der einzig durch Technik an Teilhabe gebunden ist?

Und noch weiter: Können andere mich so akzeptieren? Mich lieben, annehmen, mit mir befreundet sein – nicht als nostalgische Erinnerung an die Hörende, die ich einmal war, sondern als Gegenwart, die neue Wege fordert?

Ein Klassiker der inneren Philosophie: Bin ich noch genug? – nur diesmal mit Cochlea-Implantat statt antikem Sandalengeschirr.

Die Spirale drehte sich abwärts. Das Wiesel tobte, rannte amorph im Kreis, ließ die Zweifel flimmern.

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