
Ein Tag vor der Linse – Vom Werden einer neuen Identität
Heute stand es an – das große Fotoshooting. Spontan. Geplant. Irgendwie beides.
Ein scheinbar harmloser Tag – und zugleich ein Akt von fast existenzieller Tragweite. Ein Vorhaben, das ebenso leichtfüßig wie schwergewichtig in meinen Tag fiel: äußerlich ein Termin im Kalender, innerlich ein bedeutungsvoller Meilenstein.
Ich wurde noch nie professionell fotografiert.
Die Aufregung war entsprechend vielstimmig: Mein inneres Wiesel raste panisch durch die Flure meiner Gedankenwelt, sprang nervös über imaginäre Hindernisse und kaute auf allem herum, was es kriegen konnte – inklusive meines Selbstwertgefühls.
Mein Mammut, schwerfällig aber wachsam, sah dem Treiben mit skeptischem Blick entgegen.
Und mein Wasserbüffel hingegen – wie stets tiefenentspannt – hatte den Anlass gedanklich