Gofigramm

Es könnte einem schon das Lachen vergehen, wenn man sich mit den Ereignissen beschäftigt, die gerade in der Welt passieren. Man kann es natürlich auch bleiben lassen. Und wenn man ehrlich ist, hat es wohl in der ganzen Weltgeschichte nie einen Zeitpunkt gegeben, an dem nicht irgendetwas oder jemand zu beklagen gewesen wäre. Aber wenn die Weltereignisse dann im persönlichen Leben spürbar werden, wenn das Geld und die Ressourcen knapp werden, wenn der Gedanke an die Zukunft beängstigend wird, wenn Kräfte erstarken, die die eigene Art zu leben, zu denken und zu glauben zum Feindbild erklären, spätestens dann fällt das Lachen schwerer. Oder wenn eine ganz persönliche Krise eintritt, ein Mensch stirbt, eine Krankheit auftritt, eine Arbeit verloren wird.
Neulich haben wir bei Hossa Talk mit dem Unternehmer und Netzwerkinitiator Tobias Sauer gesprochen. (Du kannst Dir das schöne Gespräch in der aktuellen Folge anhören, siehe unten) Tobias ist der Gründer von ruach.jetzt (Öffnet in neuem Fenster) und deshalb auch der Chef des Verlages, bei dem mein neuer Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. erscheinen wird. Er sagte in diesem Gespräch, "Wenn ich eins als Unternehmer gelernt habe, dann das: Es ist eigentlich immer gerade scheiße."
Ich mag diese Einstellung. Sie akzeptiert Schwierigkeiten als Teil des Lebens. Aber sie resigniert nicht, sie stellt sich darauf ein und ergreift Maßnahmen, mit ihnen umzugehen und dennoch klarzukommen. Weil es keine Alternative gibt.
Zwei Tage zuvor haben wir uns mit ein paar Freund*innen zum openSPACE online getroffen, der einmal im Monat stattfindet (os17.de (Öffnet in neuem Fenster)). Wir haben ein Experiment gemacht. Wir haben ohne jeden Anlass 30 Sekunden lang gelacht, um herauszufinden, was dadurch mit uns passiert. Es war ein bisschen peinlich, aber auch sehr lustig. Wir haben festgestellt, dass Lachen ähnlich ansteckend ist, wie Gähnen. Außerdem haben wir gemerkt, dass es entspannt. Damit es leichter fiel, haben wir die Kameras ausgemacht. Als die Gesichter wieder auf dem Bildschirm erschienen, wirkten sie gelöster. Lachen ist eben auch eine sehr leibliche Erfahrung, die dem Körper guttut.
Das Lachen fällt nicht immer leicht, manchmal ist es sogar unmöglich. Aber wenn es gelingt, dann weitet es den Raum und lässt das Belastende leichter wirken.
Eine Teilnehmerin sagte, dass sie beobachtet habe, dass es Jungs und Männern gesellschaftlich eher zugestanden wird, frei und laut aufzulachen, als Mädchen und Frauen. Das hat uns auf die Idee gebracht, dass das Lachen auch eine Form des Widerstands sein kann. Also lass uns laut und herzlich lachen. Nicht, weil alles so leicht und lustig ist. Sondern weil es das eben oft nicht ist.
Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!
Dein Gofi
Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.
Podcast
Hossa #281 Kirchenfern und glaubensnah (m. Tobias Sauer) Über Sprachfähigkeit, Glaubenskommunikation und die Wichtigkeit von Netzwerken

Es gibt eine Neuigkeit im Hossaversum und die hat unmittelbar mit dem Gast der neuen Folge zu tun: Tobias Sauer ist katholischer Theologe, Berater für Glaubenskommunikation, Gründer der ruach.jetzt (Öffnet in neuem Fenster) GmbH, zu der mittlerweile auch ein Buchverlag gehört, und Initiator des gleichnamigen, ökumenisch ausgerichteten Netzwerks. Zum Netzwerk gehören u.a. Podcaster*innen, Autor*innen, Künstler*innen und Theolog*innen aus ganz unterschiedlichen konfessionellen Hintergründen und Prägungen. Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi erzählt Tobias, wie er dazu kam, ein solches Netzwerk ins Leben zu rufen und eine Firma zu gründen, und was ein Songcontest für elektronische Musik mit all dem zu tun hat. Außerdem geht es natürlich um die Frage, warum Netzwerke immer wichtiger werden und wie gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaft aussehen können. Und Tobias teilt mit den drei Hossa-Talkern seine Sicht auf Mission und Evangelisation – Themen und Begriffe, mit denen sich viele aus guten Gründen mittlerweile sehr schwer tun und die dennoch in diesem Gespräch aus einer überraschend anderen Perspektive betrachtet werden. Ein spannender Talk über Synergien, Netzwerke und die Frage, wie es gelingen kann, online und offline authentisch und ansprechend über Glaube und Zweifel zu reden.
Du findest diese Folge hier (Öffnet in neuem Fenster) oder überall, wo es Podcasts gibt.

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News
Triff mich in Norddeutschland

Ich gehe endlich mal wieder vorlesen. Mein Roman wird frühestens im Sommer beim Verlag ruach.jetzt (Öffnet in neuem Fenster) erscheinen. Aber Du kannst Dir schon vorher Passagen daraus von mir gelesen anhören. Folgende Termine stehen bereits fest:
April - Stadtbibliothek Bremen, Bremen Huchting
April - Bremen (privat)
April - Lemgo, Galerie Aussergewöhnlich 2.0
April - Bremen (privat)
April - Bad Segeberg (privat)
April - Schleswig, EFG Schleswig
Genauere Informationen findest Du auf meiner Webseite. (Öffnet in neuem Fenster)
Griechenlandreise: Noch zwei Plätze sind frei!
In einem Monat ist es endlich so weit, da brechen wir auf zu einer Reise nach Griechenland und besuchen die Orte, an denen Paulus von Tarsus gewirkt hat. Es sind noch zwei Plätze frei! Wenn Du also spontan noch dabei sein möchtest, dann solltest Du Dich beeilen und hier anmelden (Öffnet in neuem Fenster).
Und dies erwartet uns auf unserer Reise:
Sonntag 17.5.26 Anreise
Flug nach Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Thessaloniki ist ein historischer Ort des frühen Christentums, wo Paulus während seiner zweiten Missionsreise predigte. Einstimmung auf die Reise.
Abendessen und Übernachtung in Thessaloniki.
Montag, 18.5.26 Thessaloniki – Philippi – Taufstätte Lydia – Thessaloniki
Wir folgen der Route Via Egnatia und gelangen (wie einst Paulus und seine Gefährten) an die Stätte von Philippi. Wir besuchen das Baptisterium von Lydia in der Nähe des Flusses, wo Paulus sie taufte. Lydia war die erste Konvertitin von Paulus auf europäischem Boden. Weiter geht es zu den Ruinen des Forums von Philippi, den christlichen Basiliken, dem „Gefängnis des Paulus“ und zum Theater.
Rückfahrt nach Thessaloniki. Abendessen und Übernachtung.
Dienstag, 19.5.26 Thessaloniki – Veria – Vergina – Kalambaka
Heute fahren wir nach Veria. Wir haben freie Zeit, um den „Schritt des Apostels Paulus“ und die Synagoge zu besichtigen. Sie befindet sich neben dem Barbouta-Viertel, das im Laufe der Zeit als jüdisches Viertel bekannt wurde. Die aus Stein erbaute Synagoge ist die älteste Synagoge in Nordgriechenland. Weiter fahren wir nach Vergina, um das Museum mit den königlichen Gräbern zu besuchen. Abfahrt nach Kalambaka.
Abendessen und Übernachtung.
Mittwoch, 20.5.26 Meteora – Delphi
Wir fahren nach Meteora und besuchen eines der sechs Klöster. Die weltberühmten byzantinischen Klöster liegen auf grauen Felsgipfeln mit vielfältigen und schönen Formen. Ihre Geschichte geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als die Mönche in den Höhlen an den Klippen Zuflucht suchten und dann höher flohen, um die ursprünglichen Holzunterstände zu bauen, die später in Klöster umgewandelt wurden.
Abfahrt nach Delphi. Abendessen und Übernachtung.
Donnerstag, 21.5.26 Delphi – Kloster des Heiligen Jerusalem – Delphi
Delphi: Besuch des archäologischen Museums, der Gallio-Inschrift, auf der die Datierung des Lebens von Paulus basiert (Apostelgeschichte 18:12), der Sphinx von Theben, des Tempels der Athene, der Göttin der Weisheit (der philosophische Hintergrund von Paulus, dem hellenisierten Juden). Besichtigung des Heiligen Klosters von Jerusalem, dessen Architektur vom Neuen Jerusalem inspiriert ist (Johannes 21:13).
Rückkehr zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.
Freitag, 22.5.26 Athen
Heute geht es nach Athen. Wir laufen den Philopapusberg hoch und sehen dort den Areopag (Apostelgeschichte 17:16-34) und die Akropolis mit großartigen Monumenten wie dem Parthenon, dem Tempel der Athena Nike, dem Erechtheion, den Propyläen, der antiken Agora, dem Dionysostheater und dem Odeon des Herodes Atticus. Wir haben die Möglichkeit, das Parthenon-Monument zu umrunden, das im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Architekten Iktinos und Kallikrates erbaut wurde.
Abendessen und Übernachtung.
Samstag, 23.5.26 Antikes Korinth
Den Korinthern eilt ihr Ruf voraus. Heute schauen wir uns das Antike Korinth an, das im antiken Griechenland eine bedeutende Stadt war und aus der Jungsteinzeit (5.000-3.000 v. Chr.) stammt. Wir wandern den Hügel hoch und besichtigen eines der größten Museen Griechenlands, was den Reichtum und die Qualität der Funde angeht (Apostelgeschichte 18:1-17 und Apostelgeschichte 19:22). Wir besuchen den „Bema von Gallio“, den Richterstuhl von Korinth. Dorthin wurde vermutlich Paulus gebracht, als sie ihn dem Prokonsul Gallio vorführten. Des weiteren sehen wir die Erastus-Inschrift, die auf Erastus zurückgeht, einem hohen Finanzbeamten und Mitarbeiter von Paulus. Besichtigung von Kenchreä, dem alten Hafen von Korinth (Apostelgeschichte 18:18). Auf dem Rückweg nach Athen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Kanal von Korinth.
Abendessen und Übernachtung.
Sonntag, 24.5.26 Abreise
Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen Athen. Flug nach Frankfurt.
Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.