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Die Decke ist mir längst auf den Kopf gefallen.

Meine frühen Dreißiger sind vorbei und mir huscht nur ein „Gott sei Dank“ über die Lippen. Viel zu lernen du noch hattest.
Vor allem auch aufzuräumen, was in den Zwanzigern vor lauter Lostness, publizistischen Existenzängsten und Hipsters with small dicks (Öffnet in neuem Fenster) nicht ordentlich aufgearbeitet werden konnte.

Aber jetzt sind wir fertig damit, oder? ODER? Naja, zumindest mit dem Großteil. (FUCKGIRL Roman hier (Öffnet in neuem Fenster) vorbestellen)
Die Scheiße wurde weggespült. Hängen geblieben ist nicht so viel, aber dafür das Richtige. 

2025 fühlt sich plötzlich alt an, und ich flüchte mich geistig nach 2026. Nochmal elf Monate hier verbringen ohne Sinn, dann pünktlich zur 35 ein neues Leben beginnen wie es alle machen. So haben wir uns das vorgenommen.
Der Plan steht, Deutschland endlich den Rücken zu kehren. Diesem Land, in dem ich nach zehn Jahren im Biosupermarkt immer noch gefragt werde, ob ich schon hergezogen bin mit meinem süßen Dialekt.
Genug ist genug.

Ich habe genug von blonden Mädchen mit kalten Augen und ihren Regeln, Distanziertheit zum Abendessen, Hauptspeise Indifferenz. Es gibt jetzt Traubensaft für unschlagbare 4 Euro 95 bei REWE und Friedrich Merz Fresse gratis dazu.

Ich weiß nicht, warum ich noch hier bin, schon wieder.
Schon wieder Krise mit diesem Land, mit dieser Stadt, die mangels meiner Entschlussfähigkeit, final wegzuziehen, irgendwie mein festes Zuhause geworden ist. In diesen vier Wänden lebe ich, aber schon ein bisschen zu lange und die Decke ist mir längst auf den Kopf gefallen.

Glücklich sein, aber nur innendrin mit Oropax.

Den Körper bald woanders verorten.
Die Zeit läuft.

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Zum Ende des Jahres werde ich mich schon Anfang Dezember verabschieden. Ihr habt eh genug zu tun oder?

Falls nicht: im Januar startet die wöchentliche Substack Masterclass Runde #2 (Öffnet in neuem Fenster), weil Runde 1 aktuell so wholesome ist und schon paar Leute Interesse bekundet haben. Jeden Montag diskutieren und feedbacken wir anderthalb Stunden unser kreatives Schreiben und schauen aufs „große Ganze“ der (Self)Publishing-Industrie. Die Girls durften sogar noch vor der Release meines Romans reinlesen, und ich habe GANZ EXKLUSIV verraten, welche Stellen aus dem Roman „echt“ sind – und welche erfunden. Naja, und wie ich das so gemacht habe, mit dem Transferieren echter Erlebnisse ins Fiktive. Ohne, dass dich hinterher wer verklagt.

Tja, wenn das nicht ein lohnenswerter Blick hinter die Kulissen ist? The real BK Jankovska über Paid-Content-Strategien, Method Writing und the embarrassment of it all. 

An manchen Tagen habe ich mich gefragt, ob ich die Class überhaupt „Substack Masterclass (Öffnet in neuem Fenster)“ hätte nennen müssen, denn tatsächlich sind wir so viel tiefer eingestiegen als „nur“ in die Funktionen und Algorithmen dieser (in DACH) immer noch relativ ungenutzten Plattform. 

Mehr Infos zum genauen Stundenplan gibt’s hier. Anmeldung läuft noch bis zum 15. Dezember per Mail.

Was ich euch für die (hoffentlich) freie Zeit empfehlen kann:

Bücher für die Feiertage

·      Zerbrichmeinnicht (Öffnet in neuem Fenster) von Sibylle Reuter

·      Good Girl (Öffnet in neuem Fenster) von Aria Aber

·      Strong Female Charakter (Öffnet in neuem Fenster) von Fern Brady

·      Alles ganz schlimm (Öffnet in neuem Fenster) von Julia Pustet

·      She Works Hard For No Money (Öffnet in neuem Fenster) von Alexandra Polunin

(Das einzige Sachbuch übrigens, das ich gerade empfehle und gerne selbst so vor 5 Jahren geschrieben hätte – geht um Social-Media-Exit)

Serien/Streaming

Ich erspar euch lange Beschreibungen, vertraut mir einfach. Alles mindestens 8/10, sonst würd ich’s nicht reinpacken.

·      Serie: Pörni (Netflix)

·      Serie: The Girlfriend (Amazon Prime)

·      Serie: Paartherapie (ARD Mediathek)

·      Serie: The Beast Inside Me (Netflix)

·      Influencer – Traue Niemandem (Amazon Prime)

·      The Outrun (Netflix)

·      Crimes of the Future (Amazon)

·      Sanctuary (Amazon)

·      Holland (Amazon)

Artikel/Substacks

·      creative women are becoming increasingly dangerous to men who have historically gotten away with being shitty (Öffnet in neuem Fenster)

Warum es okay ist, ein wirklich bluntes Album über seine Ehe zu schreiben. After all, it’s art ok? 

·      Being a hot girl won't save you (Öffnet in neuem Fenster)

Name ist Programm, Inhalt kann ich bestätigen.

·        Patient Zero (Öffnet in neuem Fenster)

Patient Zero ist der Autismus Substack, den ich mit 24 nach meiner Wischi-Waschi-Diagnose aus Eppendorf gebraucht hätte. Ich war felsenfest davon überzeugt, ich sei kein People Pleaser, bis ich dieses Jahr draufgekommen bin, dass ich ein massive fake bin lol. Also: At times, with the wrong people, oder nicht mal „wrong“, sondern einfach Menschen von denen ich mich irgendwann aufgrund ihrer Handlungen oder Aussagen oder Wertesysteme angeekelt fühle, sodass ich meine Standards, Grenzen und Bedürfnisse so weit nach unten nivelliere bis ich .. ex- oder implodiere. Meistens ex.

Überhaupt große Lust grad, mehr über meinen Autismus zu schreiben. Denn „witzigerweise“ fühlen sich vor allem Autisten und ADHSler von meinem Buch „Potenziell furchtbare Tage“ und meiner Beratung thx-bye angesprochen. Merke ich jedes Mal wieder bei neuen Kennenlerngesprächen. „Ähm, Entschuldigung. Ich weiß, dass ist jetzt etwas Off Topic, aber … bist du eventuell neurodivers?“ 

Let me think about that. Oder sagt mir gerne, ob euch das „Thema“ auch betrifft.

·      Against the Confessional Essay (Öffnet in neuem Fenster)

Dieses Essay haben wir in der Masterclass (Öffnet in neuem Fenster) at lenght diskutiert. Denn auch ich habe über die Jahre immer mehr so ein „Gefühlchen“ bekommen, dass mir das confessional essay auch nicht unbedingt weiterhilft. Weder emotional, privat – noch beruflich. Zu oft liest sich ein confessional essay ohne Meta-Ebene einfach nur wie ein bitchiger Tagebucheintrag, den man besser für sich behalten hätte und lord, hätte ich im Nachhinein ein paar Ereignisse lieber für mich behalten. Merke ich jedes Mal, wenn jemand eine Meinung zu meiner Abtreibung entwickelt hat, ohne, dass ich davon wusste („Ich wollte kotzen, als ich das gelesen habe“ – „Oh. Ja. Danke für die Info.“). 

Es macht dich verdammt angreifbar, greifbar zu sein – und ich habe wirklich keine Lust mehr, angegriffen zu werden (literally, metaphorically). Auch ein Grund, warum dieser Newsletter gerade bisschen unpersönlicher ausfällt, als sonst. Wo wir schon beim nächsten Punkt wären:

Meine 2026 Vibes

·      Mich aufsparen für close friends with integrity

·      Keine neuen Friends – sorry, we’re officially closed

·      Privatleben > alles.

·      Keine confessional essays (bleib bei der Literatur, Schatz)

·      Weiterhin wenig bis kaum Instagram

·      Lowe Bildschirmzeit

·      Romane > Sachbücher

·      Weg aus Deutschland

·      Musik-Nerding statt sinnlose Meet-Ups

In dem Sinne, einen guten Rutsch und frohes Distancing

 

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