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Language Snack #1: Sprachbarrieren in 11-11: Memories Retold

Willkommen zur ersten Ausgabe von Language Snack, dem Newsletter von Language At Play! Wir möchten euch in Zukunft regelmäßig kleine Snacks aus den Game Studies schicken, bei denen Sprache eine besondere Rolle spielt. Wenn euch das gefällt, dann erzählt es weiter – und schickt euren Freund*innen gerne den Link zur Newsletteranmeldung (Öffnet in neuem Fenster)! – Jenni und Pascal

In 11-11: Memories Retold (Öffnet in neuem Fenster) spielt man zwei Männer, die aus unterschiedlichen Gründen mitten in den Schlachten des ersten Weltkriegs landen. Der eine ist ein kanadischer Fotograf, der andere ein deutscher Ingenieur. Die zwei freunden sich durch einen (un?)glücklichen Zwischenfall miteinander an und sind eine Weile miteinander unter der Erde verschüttet. Während dieser Zeit versuchen sie, sich notdürftig miteinander zu unterhalten. Ihre Sprachprobleme werden dabei in den Untertiteln auch für uns deutlich. Während hier der Großteil der Gespräche mit roter Schrift dargestellt wird, was für ihr Unverständnis steht, fallen die wenigen weißen Wörter direkt ins Auge. Nämlich die, die tatsächlich aufgrund ihrer Einfachheit oder Ähnlichkeit zu denen in der anderen Sprache beim Gegenüber ankommen. So verstehen wir auch als Spieler*in immer genau, was gerade der Kenntnisstand bei beiden ist, bekommen manchmal aber auch zusätzliche Informationen. In einer späteren Szene des Spiels in Paris wird mir zum Beispiel klar, dass der Kanadier entgegen meiner Annahme absolut kein einziges Wort Französisch spricht. Wie in Pentiment (Öffnet in neuem Fenster) übernimmt auch hier die Schriftfarbe eine wichtige Funktion zum Einordnen der Inhalte und trägt somit zum Spielerlebnis bei. – Jenni

Ein Screenshot aus 11-11: Memories Retold, mit der Textzeile "Was für eine Hilfe. Danke!" vom Soldaten Harry. dabei ist nur das "Danke" weiß markiert, der Rest ist rot.
11-11: Memories Retold. Quelle: Bandai Namco.

Neueste Beiträge auf Language at Play

In den vergangenen Wochen haben wir zwei spannende Calls für Sammelbandbeiträge auf Language at Play veröffentlicht. Wenn ihr an einer der Anthologien mitschreiben wollt, könnt ihr eure Abstracts zu Horrorgames (Öffnet in neuem Fenster) und zu der Total-War-Serie (Öffnet in neuem Fenster) bei den Herausgeber*innen einreichen. Apropos Aufrufe: Für eine Forschungsarbeit wollen einige Game-Studies-Forscher wissen, wie ihr arbeitet, wenn ihr in den Game Studies forscht. Dazu haben sie eine kurze Umfrage (Öffnet in neuem Fenster) erstellt. 

Zum Schmökern haben Jenni und Pascal ihre Eindrücke von der dritten Online-Tagung LingComm (Öffnet in neuem Fenster) zusammengetragen, außerdem haben wir einen sehr spannenden Ausschnitt über Hitman: Absolution aus Rudolf Indersts Dissertation zur Darstellung von Wissenschaft in Games (Öffnet in neuem Fenster) abgedruckt. Ein Spotlight hat auch Alex’ Artikel über die Emotivität in Frostpunk 1 und 2 (Öffnet in neuem Fenster) verdient. Wird spannend zu sehen, ob sich an den Menü-Darstellungen im kommenden Re-Imagining von Frostpunk, genannt Frostpunk 1886, irgendetwas ändern wird. 

Fundstücke

Die Karte "Ice Magic" aus dem kommenden Final-Fantasy-Set von Magic: The Gathering. Sie hat drei Optionen sie zu spielen, die den drei Endungen von Final Fantasys Blizzard, Blizzara und Blizzaga entsprechen.
Ice Magic aus Magic The Gathering: Final Fantasy 2025. Quelle: Wizards of the Coast.
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