Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Inflation gesunken: Das Leben wird billiger
🔸 Gesetz: Mogel-Packungen müssen gekennzeichnet werden
🔸 Wien: Furchtbarer Mordfall erschüttert Österreich
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Das Leben wird endlich wieder billiger
Seit fast fünf Jahren ist das Leben für die Menschen in Österreich besonders teuer. Lebensmittel, Strom oder Benzin waren deutlich teurer als in den Jahren davor. Die Gründe dafür waren vor allem die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine. Beides hat ab 2021 dafür gesorgt, dass die Inflation stark gestiegen ist.

Was ist Inflation?
Inflation bedeutet: Das Geld wird weniger wert. Je höher die Inflation ist, desto schneller steigen die Preise. Dann bekommt man für das gleiche Geld weniger. Und damit wird das Leben teurer.
Im Jahr 2022 erreichte die Inflation in Österreich 8,6 Prozent. Das bedeutet: Was ein Jahr davor 100 Euro gekostet hat, kostete plötzlich 108,60 Euro. Im Jahr 2023 lag die Inflation noch bei 7,8 Prozent, 2024 bei 2,9 Prozent und 2025 wieder bei 3,6 Prozent.
Gute Nachricht. Im Jänner 2026 ist die Inflation auf 2 Prozent gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit langer Zeit. Konkret heißt das: Die Preise steigen jetzt nicht mehr so schnell wie in den letzten Jahren.
Ausblick. Ab April 2026 wird die Mehrwert-Steuer auf Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch oder Fleisch um die Hälfte gekürzt. Auch das kann die Preise weiter senken. Expert:innen rechnen damit, dass die Inflation für das gesamte Jahr 2026 bei rund 2 Prozent bleibt.
Österreich im Vergleich. Mit 2 Prozent Inflation liegt Österreich jetzt etwa auf dem Niveau des EU-Durchschnitts aller 27 Länder. Im Euro-Raum (den Ländern mit Euro als Währung) ist die Inflation mit 1,7 Prozent sogar etwas niedriger.
Innerhalb der EU gibt es große Unterschiede: In Frankreich liegt die Inflation bei nur 0,4 Prozent, in Rumänien dagegen bei 8,5 Prozent. Österreich liegt damit im Mittelfeld. Den Vergleich mit anderen Euro-Ländern findest du hier (Öffnet in neuem Fenster).
Wirtschaft erholt sich ganz langsam. Auch die Wirtschaft in Österreich läuft wieder etwas besser. In den letzten zwei Jahren hatten viele Firmen zu wenig Aufträge. Sie mussten schließen oder Leute entlassen.
Jetzt wächst die Wirtschaft in Österreich wieder, aber nur sehr langsam. Expert:innen sprechen von einer „kraftlosen Erholung“. Das heißt: Es geht zwar aufwärts, aber die Kraft dafür fehlt noch. Denn viele Länder kaufen weiterhin weniger österreichische Produkte, und im Baubereich gibt es weiterhin wenig Arbeit.
Gesetz gegen Mogel-Packungen
Ein großes Thema waren in den letzten Monaten sogenannte Mogel-Packungen. Das bedeutet: Eine Tafel Schokolade, eine Packung Müsli oder ein Waschmittel sieht genauso aus wie früher. Die Verpackung hat die gleiche Größe. Aber der Inhalt ist weniger geworden. Und der Preis ist gleich geblieben oder sogar gestiegen.
Für Konsument:innen war das oft schwer zu erkennen.

Neues Gesetz. Damit ist jetzt Schluss. Der Nationalrat hat diese Woche ein Gesetz gegen Mogel-Packungen beschlossen. Es tritt ab 1. April 2026 in Kraft. Nur die FPÖ stimmte dagegen.
Was sich ändert. Supermärkte und Drogerien müssen Mogel-Packungen künftig 60 Tage lang deutlich kennzeichnen. Zum Beispiel mit dem Hinweis: „Achtung: Weniger Inhalt, höherer Preis.“ Diese Kennzeichnung muss auf dem Produkt selbst, am Regal oder in der Nähe des Produkts gut sichtbar sein.
Das Gesetz gilt für größere Geschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche oder mehr als fünf Filialen. Wer sich nicht daran hält, muss im schlimmsten Fall bis zu 15.000 Euro Strafe zahlen. Das Gesetz gilt vorerst bis Mitte 2030.
Mehr Infos. Der Verein für Konsumenten-Information untersucht regelmäßig, ob sich Inhalt und Preis von Produkten geändert haben. In den letzten Jahren sind sie dabei auch auf einige Mogelpackungen gestoßen. Eine Liste und mehr Informationen findest du unter konsument.at (Öffnet in neuem Fenster)
Mordfall erschüttert das Land
Ein besonders schlimmer Fall beschäftigt Österreich seit einigen Tagen. Am Montag, dem 24. Februar, wurde auf dem Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing eine 64-jährige Frau tot aufgefunden. Sie war mit einem Messer getötet worden. Ein Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen.

Kurze Zeit später wurde ein 14-jähriges Mädchen festgenommen. Die Verdächtige hat die Tat inzwischen gestanden. Die Täterin und das Opfer kannten sich nicht.
Momentan geht die Polizei davon aus, dass die 14-Jährige die Frau wohl spontan ausgewählt hat. Einen Grund für die Tat hat sie bis jetzt nicht genannt.
In Behandlung. Die 14-Jährige wohnt seit November 2025 in einer betreuten Wohn-Gemeinschaft der Stadt Wien für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen.
Diese Einrichtung befindet sich in der Nähe des Friedhofs. Die Mutter des Mädchens kam zu Hause nicht mehr mit ihr zurecht und übergab die Betreuung an die Stadt Wien. Das Mädchen war davor mehrmals in psychiatrischer Behandlung.
Die Betreuer:innen der Wohn-Gemeinschaft berichten, dass das Mädchen in der Vergangenheit vor allem sich selbst Schaden zugefügt hatte.
Ingrid Pöschmann, Sprecherin der zuständigen Stelle der Stadt Wien, sagt: „Dass etwas so Schreckliches passiert, war nicht vorhersehbar. Wir können in die Kinder schließlich nicht hineinschauen.“
Untersuchungen. Die Ermittlungen laufen. Noch ist unklar, ob das Mädchen zum Zeitpunkt der Tat unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand und wie ihr psychischer Zustand war. Die Tatverdächtige wurde in Untersuchungs-Haft genommen.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
5. März 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“