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Logbuch 2026: Februar

Neuer Monat, neue Weltordnung! Der Träger des Fifa-Friedenspreises hat in einem zuvor in Bars besprochenen Präventivschlag ein Tyrant on Tyrant crime verübt und ein paar Bomben auf iranische Institutionen werfen lassen, vom geistlichen Führer über Militäreinrichtungen zu Mädchenschulen. Eine Kosten/Nutzen-Rechnung oder gar völkerrechtliche Betrachtung (umstritten, sagt Norbert) würde allerdings diesen Newsletter sprengen, daher nun Wechsel zum Wesentlichen.

Faschingscorner:

Der Februar war auch sonst ganz jeck, hier die besten Kostüme:

Markus Söder als Braveheart
  • Die Sache mit den Freiheitskämpfern. Weiß der amtierende Champion im Weißwurstfechten eigentlich, wie das mit William Wallace ausging?

Boris Palmer trägt einen sherriffhut über seiner maschinell gestrickten Mütze und schaut ziemlich ausdruckslos in seine frontkamera
  • Profilneurose oder Hoheitsabzeichen als “Leiter der Ortspolizeibehörde”, man weiß es nicht.

Franziska Giffey schippt Splitt
  • Franziska kämpft tapfer gegen Väterchen Frost. Das Winterdienst-Rollenspiel fiel dann allerdings dem Tauwetter zum Opfer

Alles wie immer: Fred Schwilden trägt geschmacklose Kleidung, die nach Aufmerksamkeit lechzt
  • Bunte Kostüme? Nicht ohne Axel Springers Suppenkasper!

Constantin Schreiber spannt im Unterhemd unauffällig die Oberarme an
  • A pro pos Springer – der journalistische Looksmaxxer Constantin Schreiber traute sich endlich und verkleidet sich nun als Chefreporter Islamkritik

Julia Klöckner mit Kampfhelm, Sonnenbrille und Kevlarweste
  • Lederjacken und Krisengebiete? Julia Klöckner schlüpfte in die Rolle einer Politikerin auf Frontbesuch

Xavier Naidoo tut vorm Kanzleramt, was er am besten kann
  • Xavier Naidoo gewann ausverkaufte Hallen für seine Rolle als Geläuterter und ist nun wieder ganz der Alte

Foodcorner:

Snack des Monats – Lay’s Chips mit embryonalem Gewürzpulver (Öffnet in neuem Fenster). Deutschlands beliebtester Holocaustleugner suchte die Klingel vom Kanzleramt und klärte währenddessen auf – wir alle haben bereits einen Menschen gegessen, ohne es zu wissen.

Eine grüne Tüte Lays Chips, Sorte Soylent Green

Travelcorner:

Bundesbonusmeilenministerin Reiche reist nachhaltig: Zum Privatgipfel fährt der Dienstwagen die Strecke selbstredend ohne Gepäck und die privat fliegende Reiche – alles andere wäre vermehrter Spritverbrauch auf Steuerkosten.

Katherina Reiche gut gelaunt im roten Hosenanzug vor einem Dienstwagen

Es muss nicht immer Tirol sein: In Baden-Württemberg gibts tolle Nationalparks. Und dank lückenloser Überwachung mit der Firma Palantir kann man darin auch schwerlich verlorengehen. Jedenfalls haben die Grünen für ein paar Quadratkilometer Natur Zustimmungen gegeben (Öffnet in neuem Fenster), die dich in die Landflucht treiben.

Lifestylecorner:

Wie steht es um dein Reservoir an Freizeiterwägungen (Öffnet in neuem Fenster)? Die Union erfindet den Begriff Lifestyle-Teilzeit und erwägt Vollzeitpflicht (Öffnet in neuem Fenster).

Gitta Connemann in Magenta und Cremeweiß gekleidet
Hiebe für alle, die Freizeit erwägen

Der Kanzler interveniert und hat es entweder auf unsere Finger oder Bewegung abgesehen, anders ist seine Forderung, ins Rad zu greifen, schwerlich zu verstehen.

Friedrich Merz fährt Fahrrad, steckt einen Stick in die Speichen des Vorderrads, stürzt, beschwert sich dass Leute nicht richtig arbeiten würden
Rhetorisches Genie der Mann


Ländlecorner:

(Ab hier bitte in der Stimme des Seitenbacher-Manns lesen)

Landdagswahl in Badewürddemberg. Ösdemir. Zur Landdagswahl. Der (r)echte Boliddiger.

(Ab hier kann der Seitenbacher-Mann wieder in die Vorratsbox gepackt werden)

Bei den Vollkornservativen scheint jede Verbindung zur Partei oder Inhalten nachteilig bewertet worden zu sein, aber naja. Sie kennen ihn. 

Wahlkampfplakat der Grünen BaWü, mit Özdemir und Kretschmann. Botschaft: Sie Kennen ihn. Parteilogo: Fehlanzeige.
Wahlkampf wie zu Muttis Zeiten

Die andere Partei derweil gerät ins Straucheln, weil der Spitzenkandidat zumindest vor acht Jahren ein Faible für die rehbraunen Augen von minderjährigen Schülerinnen hatte. Die Verteidigung stützt sich ganz feministisch auf die Waschfertigkeiten seiner Ehefrau (Öffnet in neuem Fenster), dass Männer halt so sind (siehe unten) und – dass insbesondere Katholiken ja “frei von verbalisierter Gewalt, Sexismus oder gar Frauenfeindlichkeit (Öffnet in neuem Fenster)” seien.

Mail von Martenstein
Lieber Manuel Hagel,
Sexualität ist nichts Böses oder Schmutziges.
Fast jeder Mensch besitzt die eine oder andere Sexualität. Man muss sich dafür nicht schämen.
Was man Ihnen vorwirft, ist im Grunde, dass es sich bei Ihnen um einen Menschen handelt und nicht um einen Roboter. Ein junger Mann sieht ein Mädchen und ist bezaubert: Das kann passieren. Es passiert alle Tage. So ist das Leben. Es ist kein Vergehen, Mensch zu sein. Es ist nicht mal ein Vergehen, ein Mann zu sein.
Auch eine Art Geständnis.

Normaler Corner:

Einer der wenigen verbleibenden integeren Köpfe bei der ZEIT fragt, wie das mit den Rechtsextremisten und ihrer Partei eigentlich alles so normal werden konnte (Öffnet in neuem Fenster)

Z+ AfD Sachsen-Anhalt
Warum regt das eigentlich keinen mehr auf?
Man muss von der AfD in Sachsen-Anhalt leider das Schlimmste befürchten. Das Wahlprogramm ist voller autoritärer Ideen. Und das ist nur das, was sie selbst ankündigt.
1. Februar 2026 Ein Kommentar von Christian Bangel

Die Antwort folgt prompt: Ein Monat ohne einfühlsames Porträt eines Rechtsextremisten in der ZEIT ist ein verlorener Monat (Öffnet in neuem Fenster), denkt sich Mariam Lau und fährt mit dem Vorsitzenden auf ein bisschen Tanktourismus nach Polen.

Z+
Tino Chrupalla
"Kalt. Unsicher.
Friedliebend"
Der sächsische AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla ist Malermeister, Eishockey-Fan und fährt zum Tanken nach Polen. Was denkt der Mann, der für die Volksnähe der Partei stehen soll, über Deutschland?
Von Mariam Lau
Aus der ZEIT Nr. 06/2026
Aktualisiert am 8. Februar 2026, 6:32 Uhr

Ist der sein Land zum faschistischen Regime umbauende Tyrann ein Vorbild für Deutschland, Herr Rechtsextremist? Fragt Caren Miosga. Also naja, fast.

Caren Miosga steht stolz die Arme verschränkend vor einem Foto Tino chrupallas.

Ist Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla?
Sonntag | 21:45 Uhr

Tags darauf findet dann ein Feuilletonist in der ZEIT, dass man nicht so kritisch mit dem Rechtsextremisten umspringen solle, er habe ja auch gute Positionen (Öffnet in neuem Fenster).

Z+ Tino Chrupalla bei Caren Miosga
Jetzt zeigen wir's ihm
Warum lädt man den AfD-Chef Tino Chrupalla in eine Talkshow ein? Nach der aktuellen Ausgabe von "Caren Miosga" zu urteilen: um ihn vorzuführen. Ist das sinnvoll?
Von Ijoma Mangold
9. Februar 2026, 6:26 Uhr

Parallel wird bekannt, dass die Rechtsextremen auf allen Parteiebenen Vetternwirtschaft frönen. Die CDU spricht von Clanstrukturen und fürchtet um ihre Vorreiterrolle.

Still eines Videos des CDU-MdB Martin Plum, caption: Clan-Strukturen der AfD in Deutschlandflaggenemoji-Parlamenten
Stell dir vor das sagst du als Mitglied des des traditionellen Selbstbedienungsladens

Ach ja, zwei Porträts von Rechtsextremen im Monat sind besser als eins – aber sind sie “eine Gefahr für die Demokratie oder einfach nur dezidiert nicht links?” (Öffnet in neuem Fenster)

DIE ZEIT @zeitonline

Max Mannhart ist Chefredakteur der rechten Plattform "Apollo News" und 23 Jahre alt. Ist sein Medium eine Gefahr für die Demokratie oder einfach nur dezidiert nicht links?

Kulturcorner:

In Westberlin/Franken nichts neues: ƒrédéríç Schwíldén verteidigt die Rechtsextremen – in einem Artikel seiner Hauspostille, in einem Prozess gegen Deutschland genannten Schmierentheater von Milo Rau (Öffnet in neuem Fenster) auf der Bühne des Thalia Theaters in Hamburg und auch sonst. 

WELT+
STREIT ÜBER PARTEIVERBOT
Warum ich in diesem Fall die AfD verteidige
Von Frédéric Schwilden
Autor
Stand: 11.02.2026 | Lesedauer: 6 Minuten
Frédéric Schwilden
Quelle: Frédéric Schwilden
Frédéric Schwilden über Frédéric Schwilden mit einem Bild von Frédéric Schwilden aufgenommen von Frédéric Schwilden

Neben nützlichen Idioten, die es nicht rechtzeitig übers Herz gebracht haben, ihre Teilnahme abzusagen und Rechtsextremen (von denen auch Einige absagten, sie brauchen die Normalisierung nicht mehr (Öffnet in neuem Fenster)) auch dabei: Harald Martenstein. Opa ist jetzt im Widerstand und alles, was bleibt, ist ein 16 schmerzhafte Minuten gehaltener Steigbügel, den er im Anschluss medial zweit- und drittverwertet. Performatives Highlight: Ein Interview, in dem Martenstein Rau über Martenstein befragt.

Der Film Wuthering Heights wird derzeit viel besprochen. Aber was macht Julia Klöckner darin?

Das the office same picture meme, der Protagonistin werden Margot Robbie und Julia Klöckner im Vergleich gezeigt, sie antwortet “it’s the same picture”
Du siehst das doch auch oder?!

Bundespräsidialer Corner:

Juli Zeh redet mal wieder über Juli Zeh. Und andere schreiben über die über Juli Zeh redende Juli Zeh. Eigentlich eine perfekte Voraussetzung für das Amt. Oder, um es mit Cicero zu fragen: Wer könnte es besser als sie?

Bild von Juli Zeh

Z+
Juli Zeh
"Ich könnte vom Persön-lichkeitsprofil ganz gut reinpassen"
Die Schriftstellerin Juli Zeh wird als nächste Bundespräsidentin gehandelt. Macht sie's? Wir haben eine Zigarette lang mit ihr gesprochen.
Interview: Jolinde Hüchtker
Mangelnde Abgrenzung von rechtsextremen klingt ideal für den Job


Erotic-Corner:

Der Vorsitzende der Grünen macht sich nackt! Also fast, drei Hemdknöpfe öffnete er immerhin im Playboy.

Felix Banaszak lächelt für den Playboy in die Kamera, wird zitiert mit “sei kein arschloch”

Spielecorner:

Es gab ja ganz viel mit Eis, Pinguinen und Minneapolis. Dazu haben der User Keksfaktor und ich ein spannendes Quiz (Öffnet in neuem Fenster) entworfen:

Ein regenbogenfarbener Hintergrund, auf dem der ausrutschende ice-Agent, pingu, der Mörder von Renee Good, Kristi Norm in tactical gear, einem staatlichen Schläger mit Nazi typischer TotenKopfMaske, Greg Bovino in seinem Nazimantel und Greg Bovino den hitlergruß zeigend, Boris Palmer mit Sherriffhut
Welcher bist du?

Das wars.

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Kategorie Logbuch 2026

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