Neuer Monat, neue Weltordnung! Der Träger des Fifa-Friedenspreises hat in einem zuvor in Bars besprochenen Präventivschlag ein Tyrant on Tyrant crime verübt und ein paar Bomben auf iranische Institutionen werfen lassen, vom geistlichen Führer über Militäreinrichtungen zu Mädchenschulen. Eine Kosten/Nutzen-Rechnung oder gar völkerrechtliche Betrachtung (umstritten, sagt Norbert) würde allerdings diesen Newsletter sprengen, daher nun Wechsel zum Wesentlichen.
Faschingscorner:
Der Februar war auch sonst ganz jeck, hier die besten Kostüme:

Die Sache mit den Freiheitskämpfern. Weiß der amtierende Champion im Weißwurstfechten eigentlich, wie das mit William Wallace ausging?

Profilneurose oder Hoheitsabzeichen als “Leiter der Ortspolizeibehörde”, man weiß es nicht.

Franziska kämpft tapfer gegen Väterchen Frost. Das Winterdienst-Rollenspiel fiel dann allerdings dem Tauwetter zum Opfer

Bunte Kostüme? Nicht ohne Axel Springers Suppenkasper!

A pro pos Springer – der journalistische Looksmaxxer Constantin Schreiber traute sich endlich und verkleidet sich nun als Chefreporter Islamkritik

Lederjacken und Krisengebiete? Julia Klöckner schlüpfte in die Rolle einer Politikerin auf Frontbesuch

Xavier Naidoo gewann ausverkaufte Hallen für seine Rolle als Geläuterter und ist nun wieder ganz der Alte
Foodcorner:
Snack des Monats – Lay’s Chips mit embryonalem Gewürzpulver (Öffnet in neuem Fenster). Deutschlands beliebtester Holocaustleugner suchte die Klingel vom Kanzleramt und klärte währenddessen auf – wir alle haben bereits einen Menschen gegessen, ohne es zu wissen.

Travelcorner:
Bundesbonusmeilenministerin Reiche reist nachhaltig: Zum Privatgipfel fährt der Dienstwagen die Strecke selbstredend ohne Gepäck und die privat fliegende Reiche – alles andere wäre vermehrter Spritverbrauch auf Steuerkosten.

Es muss nicht immer Tirol sein: In Baden-Württemberg gibts tolle Nationalparks. Und dank lückenloser Überwachung mit der Firma Palantir kann man darin auch schwerlich verlorengehen. Jedenfalls haben die Grünen für ein paar Quadratkilometer Natur Zustimmungen gegeben (Öffnet in neuem Fenster), die dich in die Landflucht treiben.
Lifestylecorner:
Wie steht es um dein Reservoir an Freizeiterwägungen (Öffnet in neuem Fenster)? Die Union erfindet den Begriff Lifestyle-Teilzeit und erwägt Vollzeitpflicht (Öffnet in neuem Fenster).

Der Kanzler interveniert und hat es entweder auf unsere Finger oder Bewegung abgesehen, anders ist seine Forderung, ins Rad zu greifen, schwerlich zu verstehen.

Ländlecorner:
(Ab hier bitte in der Stimme des Seitenbacher-Manns lesen)
Landdagswahl in Badewürddemberg. Ösdemir. Zur Landdagswahl. Der (r)echte Boliddiger.
(Ab hier kann der Seitenbacher-Mann wieder in die Vorratsbox gepackt werden)
Bei den Vollkornservativen scheint jede Verbindung zur Partei oder Inhalten nachteilig bewertet worden zu sein, aber naja. Sie kennen ihn.

Die andere Partei derweil gerät ins Straucheln, weil der Spitzenkandidat zumindest vor acht Jahren ein Faible für die rehbraunen Augen von minderjährigen Schülerinnen hatte. Die Verteidigung stützt sich ganz feministisch auf die Waschfertigkeiten seiner Ehefrau (Öffnet in neuem Fenster), dass Männer halt so sind (siehe unten) und – dass insbesondere Katholiken ja “frei von verbalisierter Gewalt, Sexismus oder gar Frauenfeindlichkeit (Öffnet in neuem Fenster)” seien.

Normaler Corner:
Einer der wenigen verbleibenden integeren Köpfe bei der ZEIT fragt, wie das mit den Rechtsextremisten und ihrer Partei eigentlich alles so normal werden konnte (Öffnet in neuem Fenster).

Die Antwort folgt prompt: Ein Monat ohne einfühlsames Porträt eines Rechtsextremisten in der ZEIT ist ein verlorener Monat (Öffnet in neuem Fenster), denkt sich Mariam Lau und fährt mit dem Vorsitzenden auf ein bisschen Tanktourismus nach Polen.

Ist der sein Land zum faschistischen Regime umbauende Tyrann ein Vorbild für Deutschland, Herr Rechtsextremist? Fragt Caren Miosga. Also naja, fast.

Tags darauf findet dann ein Feuilletonist in der ZEIT, dass man nicht so kritisch mit dem Rechtsextremisten umspringen solle, er habe ja auch gute Positionen (Öffnet in neuem Fenster).

Parallel wird bekannt, dass die Rechtsextremen auf allen Parteiebenen Vetternwirtschaft frönen. Die CDU spricht von Clanstrukturen und fürchtet um ihre Vorreiterrolle.

Ach ja, zwei Porträts von Rechtsextremen im Monat sind besser als eins – aber sind sie “eine Gefahr für die Demokratie oder einfach nur dezidiert nicht links?” (Öffnet in neuem Fenster)

Kulturcorner:
In Westberlin/Franken nichts neues: ƒrédéríç Schwíldén verteidigt die Rechtsextremen – in einem Artikel seiner Hauspostille, in einem Prozess gegen Deutschland genannten Schmierentheater von Milo Rau (Öffnet in neuem Fenster) auf der Bühne des Thalia Theaters in Hamburg und auch sonst.

Neben nützlichen Idioten, die es nicht rechtzeitig übers Herz gebracht haben, ihre Teilnahme abzusagen und Rechtsextremen (von denen auch Einige absagten, sie brauchen die Normalisierung nicht mehr (Öffnet in neuem Fenster)) auch dabei: Harald Martenstein. Opa ist jetzt im Widerstand und alles, was bleibt, ist ein 16 schmerzhafte Minuten gehaltener Steigbügel, den er im Anschluss medial zweit- und drittverwertet. Performatives Highlight: Ein Interview, in dem Martenstein Rau über Martenstein befragt.
Der Film Wuthering Heights wird derzeit viel besprochen. Aber was macht Julia Klöckner darin?

Bundespräsidialer Corner:
Juli Zeh redet mal wieder über Juli Zeh. Und andere schreiben über die über Juli Zeh redende Juli Zeh. Eigentlich eine perfekte Voraussetzung für das Amt. Oder, um es mit Cicero zu fragen: Wer könnte es besser als sie?

Erotic-Corner:
Der Vorsitzende der Grünen macht sich nackt! Also fast, drei Hemdknöpfe öffnete er immerhin im Playboy.

Spielecorner:
Es gab ja ganz viel mit Eis, Pinguinen und Minneapolis. Dazu haben der User Keksfaktor und ich ein spannendes Quiz (Öffnet in neuem Fenster) entworfen:

Das wars.
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