Maximilian Pichl ist ein Rechts- und Politikwissenschaftler. Er unterrichtet als Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences Recht der Sozialen Arbeit. Er ist Experte für alles rund um Migration und Rechtsstaat.
Er sagt: Migration muss als Querschnittsthema betrachtet werden, das nicht ausschließlich im Innenministerium verankert sein sollte. Wenn die Innenminister in der deutschen und europäischen Migrationspolitik mehr oder weniger den Ton angeben, wird Migrationspolitik immer einen Bias hin zu innenpolitischen Ängsten und der Wahrnehmung von Migration als Bedrohung haben. Dabei ist Migration der Normalfall. Man muss sie nur gestalten.
Mit einem Faktencheck von Nándor Hulverscheidt.
Links und Hintergründe
Max Pichl auf Bluesky (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und Mastodon (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
LTO: Was im "Fairness-Abkommen" für den Wahlkampf steht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
bpb: Vor zwanzig Jahren: Einschränkung des Asylrechts 1993 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
DGVT: Psychosoziale Versorgung von Geflüchteten massiv bedroht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
bpb: Gemeinsames Europäisches Asylsystem (GEAS) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Table media: Erik Marquardt zu GEAS: „Die Genfer Flüchtlingskonvention wird angegriffen“ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
European Asylum Support Service: Inhaftnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen, im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
N-TV: Thüringen: Erste Abschiebungen aus neuer Haftanstalt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
ZEIT: Neun EU-Länder fordern, Auslegung der Menschenrechte zu prüfen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Willkommenskultur: BAMF: Migrationsbericht 2015 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre):
Wikipedia: Sanctuary Cities (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Uni Hamburg: Forschungsprojekt "Städte der Zuflucht" (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Mediendienst Migration: Städte der Zuflucht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Pressenza: Bürgermeister Lampedusa und Barcelona arbeiten zusammen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von 2016
Wikipedia: Die USA als Melting Pot (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Suhrkamp: Maximilian Pichl: Law statt Order (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt
Nur 3,3 Prozent des Bedarfs an Betreuung können in den psychosozialen Zentren gedeckt werden, die sich um Geflüchtete kümmern. Quelle: https://www.baff-zentren.org/aktuelles/nur-33-prozent-des-bedarfs-gedeckt-schwere-versorgungsluecke-fuer-ueberlebende-von-folter-und-gewalt/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Großbritanniens Ruanda-Modell hat 600 Millionen Pfund „in den Sand gesetzt“. - Jein. Gesamtkosten bis Ende 2024 schon über 600 Millionen Pfund, geschätzt bis Ende 2025 sogar bei rund 715 Millionen Pfund. Mehr dazu: https://www.gov.uk/government/publications/medp-with-rwanda-and-the-illegal-migration-act-associated-costs/breakdown-of-home-office-costs-associated-with-the-medp-with-rwanda-and-the-illegal-migration-act-2023 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Der Deutsche Wohnungsmarkt hat ab den 90er Jahren eine Privatisierung erfahren. Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland geht seit Langem zurück. - Stimmt. Quelle:https://mieterbund.de/app/uploads/2024/01/Bauen-und-Wohnen-im-Jahr-2024.pdf (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
In den 90er Jahren gab es eine systematische Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen, der Schulen und Hochschulen. - Schwer zu sagen, ob absichtlich. Aber Bildungsausgaben sind deutlich zurückgegangen. https://webarchiv.bundestag.de/archive/2008/0912/parlament/gremien/foederalismus2/drucksachen/kdrs050.pdf (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)