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Die Entscheidung für ein Cochlea-Implantat – und warum sie weniger kompliziert ist, als wir glauben

Warum habe ich mich für MED-EL entschieden?

Und wie trifft man überhaupt die richtige Entscheidung für den Hersteller eines Cochlea-Implantates?

Diese Fragen beschäftigen täglich sehr viele Menschen – all jene, die vor einer Implantation stehen, ihr Gehör verloren haben oder gerade dabei sind, es zu verlieren.

Es ist eine weitreichende Entscheidung, denn man entscheidet sich für ein System, das einen in der Regel ein Leben lang begleitet. Man kann die Systeme nicht miteinander mischen.

Umso größer ist der Wunsch, die „richtige“ Entscheidung zu treffen.

Doch genau hier liegt ein Gedanke, der für viele eine enorme Entlastung sein kann:

Man kann keinen Fehler machen.

In meiner Tätigkeit in der Betreuung von Menschen mit Hörbehinderung, u.a. mit Cochlea-Implantaten – und insbesondere durch meine Arbeit in der Selbsthilfe – habe ich gelernt, dass alle drei großen Hersteller auf einem sehr hohen Niveau arbeiten.

Ob MED-EL, Cochlear oder Advanced Bionics: Man ist mit jedem dieser Systeme gut versorgt.

Man trifft also keine Entscheidung für eine Marke.

Man trifft eine Entscheidung für sich selbst. Für mehr Teilhabe. Für ein besseres Leben.

Und genau deshalb ist diese Entscheidung letztlich eine sehr persönliche, subjektive.

Was hilft also wirklich bei der Entscheidung?

Es sind oft nicht die hochkomplexen technischen Details, die den Ausschlag geben.

Ich bin kein Chirurg, keine Audiologin, keine Akustikerin, die sich tiefgehend mit Impedanzen oder feinsten technischen Parametern beschäftigt. (ok, mittlerweile schon)

Und das musste ich zur Entscheidungsfindung auch nicht.

Denn die entscheidende Frage ist nicht:

Welches System ist objektiv das beste?

Sondern:

Welches System passt zu mir?

Für mich persönlich waren drei Dinge ausschlaggebend:

Das Zubehör – also die Möglichkeiten im Alltag und wie gut sich das System in mein Leben integrieren lässt.

Die Optik – denn ja, auch das spielt eine Rolle. Es ist ein Teil von mir, den ich trage.

Das Bauchgefühl – dieser leise, aber sehr klare innere Kompass.

Ich habe mich nicht daran orientiert, wie viele Elektroden auf dem Träger sitzen. Für mich war vielmehr wichtig, dass die Länge des Elektrodenträgers optimal zu meiner Cochlea passt und dass die technische Gesamtlösung für mich stimmig ist.

Warum MED-EL

Mein Bauchgefühl hat sich ganz klar für MED-EL entschieden.

Und ich habe diese Entscheidung nicht bereut.

Ich habe mehr Teilhabe im Alltag.

Ich höre wieder Musik.

Ich bin zutiefst dankbar für die Möglichkeiten, die es heute gibt.

Und gleichzeitig möchte ich ganz klar sagen:

Ich finde auch Cochlear und Advanced Bionics unfassbar gut.

In meinen Selbsthilfegruppen tragen viele Menschen unterschiedliche Systeme – und ich erlebe dort keine Unzufriedenheit, kein „besser“ oder „schlechter“.

Im Gegenteil: Die Menschen sind glücklich mit ihren Entscheidungen.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis

Am Ende ist es tatsächlich oft eine Entscheidung, die sich aus mehreren sehr menschlichen Faktoren zusammensetzt:

Optik

Technik und Zubehör

Alltagstauglichkeit

und das eigene Bauchgefühl

Und genau deshalb ist die Wahl des Herstellers immer eine subjektive Entscheidung.

Nicht im Sinne von beliebig.

Sondern im Sinne von: passend für den eigenen Weg.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft:

Du musst nicht die perfekte Entscheidung treffen.

Du darfst die für dich richtige treffen.

Und das genügt.

Was die Entscheidung zum MED-EL Deutschland MED-EL Österreich TICI betrifft - ist eine andere Geschichte 😉 die erzähle ich euch am Sonntag

Bleibt's xund, eure Frau Kruemelkuchen

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