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„Zwischen Wiesel, Wasserbüffel und Frühstücksbuffet – Barrierefreiheit adé, Satire olé“

Der Witz in der Hotel-Lobby versickert klanglos im akustischen Nirwana, kaum ausgesprochen, schon verschluckt vom schallharten Mobiliar. Der humorige Kommentar des Kellners über die seltsam ambitionierte Tomaten-Dekonstruktion auf meinem Teller? Verpufft. Verschwunden. Eine klangliche Fata Morgana.

Mein inneres Wiesel – ein neugieriges, unermüdlich lauschendes Wesen – zappelt entrüstet. Es will verstehen, analysieren, hinterfragen, lachen. Der Wasserbüffel in mir hingegen – ein stoischer Geselle, dem Zen vermutlich in die Wiege gelegt wurde – hebt träge die Schultern. „Lohnt nicht“, brummt er. Und ich? Ich lächle. Nicke. Tue so, als sei ich dabei gewesen.

Doch es irritiert. Noch immer.

Mehr als zehn Jahre Hörbehinderung, zwei Jahre vollständige Gehörlosigkeit, zwei Implantate tief unter der Haut – und trotzdem bleibt es manchmal ein einziges akustisches Ratespiel.

Es irritierte mit Hörgeräten, es irritiert nun mit modernster Technik.

Ich spreche von jenen akustischen Kriegsschauplätzen, in denen Störgeräusche dominieren, Stimmen kollabieren, und selbst mein Wiesel kapituliert. Restaurants, Hotel-Lobbys, Frühstückssäle – Orte, an denen der Schall nicht fließt, sondern tobt. Wo Lärm nicht einfach da ist, sondern regiert.

Ich war einmal hörend.

Volksfest? Zehn-Mann-Tisch? Bring it on.

Disko? Brüll mir ins Ohr, ich versteh dich schon.

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