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Wenn Technik übersetzt – und plötzlich Unsinn erzählt

Beim Symposium wurde einmal mehr deutlich, wie essenziell funktionierende Kommunikationshilfen für echte Teilhabe sind.

Viele von uns kennen die Situation: Wir sind auf technische Unterstützung angewiesen, um Vorträgen, Diskussionen oder Veranstaltungen folgen zu können. Sei es über Ringschleifenanlagen, Telespulen, FM-Systeme, Untertitel oder Transkriptionsprogramme. Funktioniert diese Technik, wird sie beinahe unsichtbar. Sie ermöglicht Verstehen, Wissenserwerb und Begegnung auf Augenhöhe.

Fällt sie jedoch aus oder arbeitet nur unzureichend, wird schlagartig sichtbar, wie fragil Teilhabe manchmal noch immer ist.

Beim Symposium funktionierte die automatische Transkription leider nur eingeschränkt. Was auf dem Bildschirm erschien, hatte mit dem tatsächlich Gesagten oft nur noch entfernt zu tun. Fachbegriffe verwandelten sich in sprachliche Abenteuer, ganze Sätze verloren ihren Sinn, und manche Übersetzungen waren derart kurios, dass einige Besucher begannen, die skurrilsten Fehlinterpretationen zu sammeln.

Natürlich wurde viel gelacht.

Doch hinter diesem Humor verbarg sich eine ernste Erkenntnis.

Ein Vortrag entsteht nicht zufällig. Referentinnen und Referenten investieren Zeit, Fachwissen, Erfahrung und Herzblut. Sie möchten Wissen vermitteln, Zusammenhänge erklären und Denkanstöße geben. Wenn die Inhalte aufgrund fehlerhafter Transkriptionen nur bruchstückhaft oder gar nicht verständlich werden, geht ein wesentlicher Teil dieser Arbeit verloren.

Für Menschen mit Hörbehinderung, Ertaubung oder Taubheit ist eine verlässliche Verschriftlichung keine Komfortfunktion. Sie ist oftmals die Voraussetzung dafür, überhaupt vollständig teilnehmen zu können.

Umso deutlicher wurde an diesem Tag auch die enorme Bedeutung professioneller Schriftdolmetscherinnen und Schriftdolmetscher.

Während automatische Systeme noch immer an Dialekten, Fachbegriffen, Sprechgeschwindigkeit oder Nebengeräuschen scheitern, übertragen Schriftdolmetschende das Gesprochene nahezu in Echtzeit in verständlichen Text. Sie arbeiten meist im Team, wechseln sich regelmäßig ab und leisten dabei kognitive Höchstarbeit. Sie hören zu, interpretieren, strukturieren und formulieren simultan.

Das Ergebnis ist weit mehr als eine technische Verschriftlichung. Es ist Kommunikation.

Gerade bei Fachveranstaltungen, Kongressen und Symposien stellt diese Berufsgruppe einen unschätzbaren Beitrag zur Barrierefreiheit dar. Sie ermöglicht nicht nur das Erfassen einzelner Wörter, sondern das Verstehen von Inhalten, Nuancen und Zusammenhängen.

Ja, professionelle Schriftdolmetschung verursacht Kosten.

Doch vielleicht lohnt sich die Frage, ob hier nicht manchmal am falschen Ende gespart wird. Denn Barrierefreiheit bedeutet nicht, irgendeine Lösung bereitzustellen. Barrierefreiheit bedeutet, eine Lösung bereitzustellen, die tatsächlich funktioniert.

Zum Glück konnten viele von uns

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