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Ode an die Stille – mitten im Strandorkan

Es gibt Orte, an denen sich die Menschheit offenbar verabredet hat, kollektiv zu atmen, zu lärmen und sich fortzupflanzen – Kroatien in der Hauptreisezeit gehört zweifelsohne dazu. Der Strand: ein Mosaik aus Handtüchern, Kühlboxen, Schwimmflügeln und ambitionierten Strandspielzeugen, die eigentlich als Wurfgeschosse in die Kategorie „Kriegsgerät“ gehören müssten. Schattenplätze? Eine rare Währung, härter umkämpft als jede Kryptowährung und mindestens so volatil.

Ich liege also da. Umringt von Großfamilien in ihrer ganzen Porenatmungs-Pracht, flankiert von durchschnittlichen Familien, flankiert von Omas und Opas, die sich tapfer in ihre Rolle als „Kinderbespaßer auf Abruf“ fügen.

Babys kreischen in sirenengleichen Tonlagen, Kleinkinder brüllen „Mordio!“ über ein zerbrochenes Sandförmchen, während Teenager mit der Inbrunst angehender Philosophen darüber streiten, ob WLAN am Strand ein Menschenrecht oder nur elterlicher Sadismus ist.

Und mittendrin: ich.

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