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Ich mag Menschen, die nicht sagen: ‚Boah, bist du stark.‘“

(Si apre in una nuova finestra)
Ich liebe diese Tauben von @marxmicha Besucht ihn auf Instagram - er hat unglaublich tolle Ideen

Ein Plädoyer für echte Begegnung, stille Verbundenheit und gelebte Teilhabe

Es gibt Sätze, die so oft gesagt wurden, dass sie an Schärfe verloren haben – wie abgewetzte Münzen, die zwar noch Gültigkeit besitzen, aber längst keinen Glanz mehr tragen. „Boah, bist du stark.“

Ein Satz, der gut gemeint ist. Und dennoch: Er verfehlt.

(Si apre in una nuova finestra)
Ganz klar - ich

Denn er sagt mehr über den Betrachtenden aus als über die Betrachtete.

Er konstruiert ein Bild – oft bewundernd, manchmal ehrfürchtig – aber selten vollständig.

Ein Bild, das meine Verletzlichkeit überspringt, meine Widersprüche ausblendet, meine Zwischentöne übertönt.

Ich mag Menschen, die mich nicht als Projektionsfläche ihrer eigenen Erleichterung sehen.

Menschen, die mich nicht bewundern, sondern wahrnehmen.

Die mir begegnen nicht trotz meiner Geschichte, sondern mitten darin.

(Und die es aushalten, wenn ich parallel die Kaffeemaschine einschalte und die halbe Küche beschalle, während meine eigene Hörtechnik noch ausgeschaltet ist – es lebe die herrliche Morgenruhe, die eigentlich gar keine ist. Das Wiesel findet’s herrlich, die Büffelin rollt schon mit den Augen.)

Ich mag Menschen, die sich trauen, Fehler zu machen.

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