Ein großes Dankeschön an Dich!
Die Antworten auf meinen Februar-Newsletter (Abre numa nova janela) hatten die gleiche Wirkung auf mein Gemüt wie die Frühlings-Sonne der vergangenen Woche (Abre numa nova janela). Sie zeigen, dass es Gründe für Optimismus gibt (Abre numa nova janela) - und dass die Umstellung des Newsletter-Versand zum Digital-Independence-Day (Abre numa nova janela) Anfang des Monats geklappt hat.
Das freut und inspiriert mich direkt weiter zu machen: denn auch morgen ist wieder DI.day (Abre numa nova janela) und damit die Einladung, darüber nachzudenken, wo wir aus big-tech-garten-mauern ausbrechen können.
Ich habe deshalb RSS wieder neu entdeckt. Nutze meinen sehr alten feedly-Reader wieder - bin aber noch etwas unsicher. Deshalb meine Frage: Hast du einen Tipp für einen RSS-Reader Im Gegenzug hier der Hinweis auf dieses tolle RSS-Werkzeug (Abre numa nova janela).
Außerdem in dieser März-Ausgabe: wie ich mich in Italien im Internet entdeckte (Abre numa nova janela), obwohl ich mich erst schlecht versteckte (Abre numa nova janela), 6’7 Gründe FÜR Social-Media (Abre numa nova janela), der beliebteste Plüsch-Affe des Monats (Abre numa nova janela) und ganz am Ende des Newsletters meine inhaltliche Entdeckung des Monats.
Ich wünsche einen hoffnungsvollen März!
Dirk von Gehlen
Ich habe eine Domain reserviert: social-media-scham.de (Abre numa nova janela)
(Abre numa nova janela)
(Abre numa nova janela)Was mir im Februar 2026 im Netz (Abre numa nova janela) aufgefallen ist:
Das Äffchen Punch
Reasons to stay
Das letzte Video aus deiner Galerie
Dinge, die mich nicht jucken
Spectator-Content
Was ich an Social-Media mag!
In Wahrheit war es schon immer Mist. Seit Beginn der Nullerjahre beschäftige ich mich mit dem Bereich, den wir heute Social Media nennen. Und seit dem gibt es eine Melodie, die immer wieder höre. Sie wird auf unterschiedlichen Instrumenten und in sehr unterschiedlichen Liedern gespielt, aber sie klingt immer gleich und verkündet: Social Media ist minderwertig, Social Media ist doof, Social Media ist Mist.
Erst wurde sie von vermeintlichen Profis zu Abgrenzung von Amateuren gespielt (sucht mal „Klowände des Internet“), dann wurde sie zu einem Qualitäts- (Idioten!) und schließlich zu einem Populismus-Politik-Problem. Dass es zwischendurch mal die Hoffnung auf demokratische Kraft von sozialen Medien gab, war nur ein fremdes Phänomen, das für andere Länder galt (sucht mal „Arabischer Frühling“) und dann auch mit großer Überzeugung als rein temporär eingeordnet und sofort von der bekannten Melodie übertönt wurde.
In jüngerer Vergangenheit nutzt die Social-Media-Ablehnung das Thema Big-Tech-Kritik als Verstärker – und übersieht nahezu konequent, dass es das Fediverse gibt, das bewusst nichts mit Big-Tech zu tun hat (sucht mal „Eugen Rochko“). Aber zum absoluten Hit wurde die Social-Media-Mist-Melodie erst durch den Sucht-Trick, der auf Kinder-Instrumenten gespielt wird: Social Media ist jetzt nicht mehr nur Mist, sondern macht so abhängig, dass wir unsere Kinder schützen müssen.
Wir erleben dieser Tage den Höhepunkt eines Zeitgeist-Phänomens, das ich Social-Media-Scham (Abre numa nova janela) nenne – es privatiert alle Probleme mit sozialen Medien und digitalen Öffentlichkeiten und legt sie auf die Schultern der Nutzerinnen und Nutzer. Patrick Gensing schreibt dazu beim Volksverpetzer: (Abre numa nova janela)
Die eigentliche Auseinandersetzung beginnt nicht bei den Nutzerinnen, sondern bei den Infrastrukturen, die digitale Öffentlichkeit formen, besser gesagt deformieren und dominieren. Aber es ist eben einfacher, Verantwortung nach unten zu reichen, anstatt sich mit den Plattformen und ihren Schutzpatronen anzulegen.Was in der Begeisterung für diesen absoluten Meinungshit des Jahres 2026 ein wenig untergeht, ist die Antwort auf die Frage: Warum gibt es Social-Media eigentlich noch, wenn es doch so Mist ist?
Anders formuliert: die Perspektive derjenigen, die womöglich aus guten Gründen soziale Medien nutzen, findet kaum mehr statt. Deshalb möchte ich hier mal die 6’7 Argumente aufzählen (Abre numa nova janela), die mich weiterhin an Social Media faszinieren:

6’7 Dinge, die ich an Social Media mag:
Soziale Medien machen Stimmen hörbar, die früher ungehört waren
Soziale Medien ermöglichen politische Teilhabe und Vernetzung
Soziale Medien schaffen Digitale Nachbar- und Freundschaft
Soziale Medien machen Wissen zugänglich
Soziale Medien machen dich schlauer
Soziale Medien schaffen eine eigene Kultur
Soziale Medien machen Spaß
Was ich gelernt habe
(fortlaufende Liste im Blog) (Abre numa nova janela)
… der Soft Power Newsletter (Abre numa nova janela) vom Bayerischen Rundfunk gefällt mir richtig gut - auch wenn Quentin in der jüngsten Folge so merkwürdige Handy-Nostalgie verströmt ;-)
… die Macher des Unternehmens-Meme-Account von RTL hören auf. Zum Abschluss haben Ding & Dong ein Interview gegeben (Abre numa nova janela).
… für diese Studie über Zynische Memes (Abre numa nova janela) bin ich interviewt worden.
… auf der Leipziger Buchmesse durfte ich einen Teil des Forums “Mensch und KI” (Abre numa nova janela) kuratierten. Würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen.
Ich habe ein wenig gebloggt in den verganenen Wochen, zum Beispiel über…
… Vincent Kompany und seine beeindruckende Pressekonferenz (Abre numa nova janela).
… diesen tollen Text von Rebecca Solnit im Guardian (Abre numa nova janela).
… den Eislauf-Coach mit den 13 Jacken (Abre numa nova janela).
… lautes und hartes Denken (Abre numa nova janela).
… neue Perspektiven auf das Social-Media-Verbot (Abre numa nova janela).
… die Dinge, die ich nach sechs Jahren Minutenmarathon gelernt habe (Abre numa nova janela).
… meine Selbst-Entdeckung im italienischen Internet (Abre numa nova janela).
(Abre numa nova janela)Ich freue mich, dass du bis hierhin gelesen hast! Deshalb wie angekündigt meine Inspiration des Monats: meine Kolumne “Kopieren kapieren” macht mir immer mehr Freude - die ich gerne mit dir teile, wenn du hier mitliest! (Abre numa nova janela)